Polens Madonna ist schwarz

30/07/2009

Es kann nur eine geben – Polens Landespatronin, die Schwarze Madonna von Tschenstochau.

Gnadenbild der Schwarzen Madonna von Tschenstochau

Gnadenbild der Schwarzen Madonna von Tschenstochau

Nun gibt es da jene amerikanische Popsängerin, deren Taufname tatsächlich so lautet, die ungeachtet der Namensaffinität zu Unserer Lieben Frau aber vielmehr das krasse Gegenteil, laut Lokalpolitiker Marian Brudzynski eine „Antiikone“ verkörpert.

Für diesen Sommer hat sie ihr erstes Konzert auf polnischem Boden geplant, ausgerechnet am 15. August, dem Hochfest der Aufnahme Mariä in den Himmel, was bei vielen Polen Bestürzung hervorruft.

Bekannt für ihre Provokationen auf und jenseits der Bühne, hat sie im Laufe ihrer Karriere unter anderem immer wieder durch blasphemische Anspielungen nicht nur bei Christen Anstoß erregt.

Das erzkatholische Polen scheint es ihr besonders angetan zu haben: 2006 liess sie sich für das Titelbild der polnische Musikzeitschrift „Machina“ als Ikone abbilden. Pose und Farbgebung gleichen der Czestochowska, mit Tochter Lourdes auf dem Arm anstelle des Jesuskindes.

Der Herausgeber hatte sich nach Protesten offiziell für die Darstellung entschuldigt, das Bild kursiert dennoch weiterhin im Internet.

Konservative katholische Aktivisten, darunter der ehemalige Staatspräsident Lech Walesa, bemühen sich zur Zeit nach allen Kräften, das Konzert zu verhindern.

Auch wenn die polnische Regierung bisher den Protesten wenig Beachtung geschenkt hat, da sie offenbar im relativistischen Mainstream mitzuschwimmen sucht, bleibt unbedingt zu hoffen und dafür zu beten, dass das geweihte Land Polen letztlich doch seiner einzigen Königin die Treue halten und damit der Welt ein klares Signal geben wird: es kann nur eine geben.

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2 Antworten to “Polens Madonna ist schwarz”

  1. abitene Says:

    Das polnische Volk nennt die Heilige Jungfrau für gewöhnlich „Mutter meines Herzens“ (serdeczna Matke), aber diese zärtliche Liebe wird niemals zur indiskreten Vertraulichkeit. Die Mutter der Herzen hört im Bewusstsein des Volkes, keinen Augenblick auf, sich über ein unaussprechliches Vorrecht ihrer göttlichen Mutterschaft zu erfreuen. Sie ist „unsere Mutter“ nur, weil sie zuerst „Mutter Gottes“ (Matka Boska) ist. 

Diese Ehrfurcht verbot lange Zeit und in bestimmten Provinzen Polens, kleinen Mädchen den Namen „Maria“ zu geben. Der französische Botschafter, Graf von Brégyn, der die Hochzeit zwischen Maria Gonzaga mit dem polnischen König Wladyslaw IV. aushandelte, schrieb im Juli 1645: „die königliche Braut muss für das Krönungsfest ihren Namen ändern, denn die Polen gestehen keiner anderen Königin den Namen Maria zu, ausser jener, die bisweilen ihre Armeen aus der Höhe des Himmels beschützt.“ 

Später hat Maria Josepha von Sachsen den Titel einer Königin von Polen aus dem Krönungsritus mit der Erklärung herausgenommen, dass „dieser Titel nur Maria, der Königin des Himmels zusteht.“ Die Zuteilung dieses Königtums musste ausschliesslich sein, damit sie die Prinzessinnen von königlichem Blut und ihre Wortführer zum Nachdenken zwang. In der Tat, seit undenklichen Zeiten erlaubt das polnische Volk nur eine „Königin von Polen“, Maria, und wacht eifersüchtig darüber, dass sich diesen Titel niemand widerrechtlich zueignet.

    Das Gefühl für die Königinnenwürde Mariens war so sehr in der polnischen Seele verankert, dass es bei den Besatzungsmächten Misstrauen auslöste. In der russischen Zone war es strengstens verboten, sie unter diesem Titel anzurufen. Die preussischen Okkupanten vermerkten in ihren Protokollen, die sie in den Schulen, wegen „Weigerung den Katechismus zu lernen und in deutscher Sprache zu beten“, aufnahmen, einige erstaunliche Antworten von ganz kleinen Kindern: 

„Glaubt ihr, dass Polen wieder auferstehen wird?“ fragt der Inspektor die Kinder von Wrzesnia. 
„Ja, wir glauben es.“ 
„Und wer wird König sein?“ setzt er, ein Komplott witternd, fort. 
„Wir wissen nicht, wer König sein wird, aber wir haben schon eine Königin.“ 
„Wer ist sie?“ 
„Unsere Liebe Frau“, (wörtlich: „die Mutter Gottes“).

    Eingespannt zwischen Schisma, Häresie und Islam, musste Polen jahrhundertelang sein Territorium für seinen Glauben verteidigen. Alle tatarischen oder türkischen Invasionen verwandelten die Kirchen in Moscheen und setzten den Halbmond an die Stelle des Kreuzes. Jeder christliche Sieg brachte Christus in verwüstete Landstriche zurück. 

Unsere Liebe Frau war demnach unmittelbar an der Sache ihres Sohnes interessiert, und das Volk, das sie zur Königin erwählt hatte, vergass nicht sie daran zu erinnern. Die polnische Literatur ist buchstäblich mit köstlich naiven Anspielungen über den Erfolg der „kriegerischen“ Jungfrau durchwirkt. 

Hier das geläufigste Thema der Volksdichtung: „Du hast dein bewaffnetes Volk zum Kampf aufgestellt. Du hast die Macht des Islam gebrochen. Du hast die anmassenden Türken erniedrigt. Du hast uns unter deinem Mantel Zuflucht gewährt. Verteidige, o mächtige Jungfrau dein Königreich. Vergiss nicht, dass du unsere Königin bist …“

    Quelle: Maria Winoska: Der marianische Kult in Polen

  2. abitene Says:

    Lech Walesa bringt es auf den Punkt: er spricht von einer satanischen Provokation. Die ursprünglich katholisch aufgewachsene Sängerin hat sich ganz augenscheinlich dem Lager des Widersachers verkauft: ihre Lieder und Selbstdarstellungen sind meist so obszön, gotteslästerlich und geschmacklos, dass ich gar nicht weiter darauf eingehen will.

    Das US-Magazin Forbes wählte den ‚Superstar‘ 2007 zur dritteinflussreichsten Persönlichkeit der Welt und bezeichnete sie 2008 als reichste Musikerin. In Anbetracht der Tatsache, dass ihre Musik hauptsächlich von Jugendlichen und sogar Kindern gehört und gesehen wird, klingen diese Angaben alarmierend. Wenn man dann noch bedenkt, dass die Sängerin ihren eigenen Aussagen zufolge der Kabbala zugeneigt ist, und bereits 5 erfolgreiche Kinderbücher geschrieben hat, die von dieser Sekte beeinflusst sind, wird klar, wie flächendeckend hier ein unchristlicher und seelenbedrohlicher Einfluss auf unsere Kinder ausgeübt wird.

    Hier ein Gebet zu Maria, der einzig wahren Himmelskönigin, unserer Fürsprecherin, auf dass sie unsere Familien und Kinder beschütze:

    Hehre Königin des Himmels, höchste Herrin der Engel, die Du von Anbeginn von Gott die Macht und die Sendung erhalten hast, den Kopf des Satans zu zertreten, wir bitten Dich demütig, sende Deine heiligen Legionen, damit sie unter Deinem Befehl und durch Deine Macht die höllischen Geister verfolgen, überall bekämpfen, ihre Verwegenheit zuschanden machen und sie in den Abgrund zurückstossen.

    Erhabenste Gottesmutter, schicke Dein unüberwindliches Kriegsheer auch in den Kampf gegen die Sendlinge der Hölle unter den Menschen; zerstöre die Pläne der Gottlosen und beschäme alle, die Übles wollen. Erwirke ihnen die Gnade der Einsicht und der Bekehrung, auf dass sie dem dreieinigen Gott und Dir Ehre geben. Verhilf überall der Wahrheit und dem Recht zum Sieg.

    Himmlische Mutter, Dir empfehlen wir unsere Kinder. Sei Du ihr täglicher Schutz gegen die Nachstellungen der sichtbaren und unsichtbaren Feinde. Nimm sie an deine Hand, leite und führe sie durch alle Gefahren des Leibes und der Seele zu Deinem göttlichen Sohne! Amen.


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