„Weil die Gesetzlosigkeit überhand nimmt, wird die Liebe der Vielen erkalten“ (3)

24/08/2009

Jesus sagt: „Erkennt ihr, oh Kinder, die Notwendigkeit des Liebens, um nicht in Bosheit zu verfallen, und die Notwendigkeit, nicht gesetzlos zu leben, um die Liebe zu besitzen? Bemüht euch doch zu lieben. Wenn ihr nur… ein wenig liebtet! Wenn ihr zu lieben begännet. Der Anfang dazu würde genügen, dann würde alles von selbst weitergehen.

Die Ernte kann nicht eingebracht werden, wenn die Ähre nicht reift. Die Ähre kann nicht reifen, wenn sie sich gar nicht bildet. Aber sie kann sich nicht bilden, wenn der Halm sich nicht gebildet hat. Wenn aber der Bauer das kleine Samenkorn nicht in die Scholle würfe, könnte dann der grüne Halm überhaupt aus dem Boden spriessen und wie eine lebendige Schale die Herrlichkeit der Ähren tragen? Das Samenkorn ist so klein! Und doch bricht es durch die Scholle, durchdringt das Erdreich, saugt aus ihr wie ein gieriger Mund und stellt dann den gebenedeiten Reichtum des zukünftigen Brotes der Sonne dar und besingt mit seiner grünen Farbe der Hoffnung oder mit seinem im Winde rauschenden, in der Sonne glänzenden Gold den Preisgesang auf Den, der das göttliche Brot und dem Menschen das irdische Brot gibt. Wenn es den so kleinen Samen, von dem schon viele Körner nötig sind, um den Schlund eines Sperlings zu füllen, nicht gäbe, hättet ihr auch die Hostie nicht auf dem Altar. Ihr würdet physischen Hungers und geistlicher Unterernährung sterben.

Streut ein kleines Samenkorn in jedes Herz, ein kleines Samenkorn der Liebe. Lasst euch davon durchwachsen. Lasst es in euch wachsen. Wandelt eure blosse Gier in ein reiches Erblühen heiliger, alle aus der Liebe geborener Werke. Dann würde die jetzt so stachlige und dornige Erde ihr Antlitz und ihre Herbheit, die euch jetzt quält, in eine friedliche und gute Wohnung wandeln, in eine Vorwegnahme des seligen Himmels. Einander lieben, heisst schon, im Himmel zu sein. Denn der Himmel ist nichts anderes als Liebe.

Lest, lest doch das Evangelium, und lest es auch in den kleinsten Sätzen. Lebt es in diesen seinen Vollkommenheitsfarben. Beginnt mit der Liebe. Das scheint die schwierigste Vorschrift und der schwierigste Rat zu sein. Und doch ist es der Schlüssel zu allem. Zu allem Guten. Zu aller Freude. Zu allem Frieden.“

Auszug aus dem Band “Die Hefte 1944″  von Maria Valtorta, mit  der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören.

zurück zu Teil 1

zurück zu Teil 2

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: