Von himmelschreiender Ungerechtigkeit und den tauben Ohren der Welt

31/08/2009

Seit wann rechtfertigt in der Vergangenheit erlittenes Unrecht ein Verbrechen? Einem misshandelten Kind, das als Erwachsener zum Schläger wird, bringen wir zwar Mitgefühl entgegen, doch steht außer Frage, dass seinem Handeln ein Ende gesetzt werden muss.

Auf der politischen Bühne hingegen werden seit Jahrzehnten Verbrechen verübt, und niemand schreitet ein. Die Täter fühlen sich im Recht, so zu handeln, da ihnen zuvor Ähnliches angetan wurde. Erhebt sich eine kritische Stimme, genügt der Verweis auf eben jenes vergangene Unrecht, und die Stimme verstummt.

Die Rede ist von der erbarmungslosen Vorgehensweise Israels gegen das palästinensische Volk.

Aktuell gibt es einen israelischen Staat mit palästinensischen Enklaven, die inzwischen offiziell zwar autonom verwaltet sind, de facto aber von Israel derart in ihren Freiheitsrechten eingeschränkt werden, dass von Autonomie keine Rede sein kann.

Da wäre zum einen das Westjordanland, das von 300.000 jüdischen Siedlern besetzt ist, Tendenz steigend.

Wandmalerei in Bethlehem

Wandmalerei in Bethlehem

Die jüngst von Barack Hussein Obama wieder aufgewärmte Forderung nach Beendigung der Siedlungsaktivitäten, als Basisvoraussetzung für eine Zweistaatenlösung, wird auch dieses Mal nicht mehr als Lippenbekenntnisse und Scheinerfolge hervorbringen. Da hilft auch kein Zusammentreffen Netanyahus in Berlin mit Merkel und Steinmeier.

Wann immer entsprechende Gebote erlassen wurden: es hält sich ja doch niemand daran. Illegale Siedler errichten ihre Hütten, wo es ihnen passt, und werden diese von den Militärs abgerissen, wird einfach wieder aufgebaut. In den meisten Fällen aber schützen Militär und Staat die Pioniere, viele provisorische Containersiedlungen sind an die Infrastruktur angeschlossen, es gibt Schulen und Spielplätze.

Jüdische Siedlung im Westjordanland

Jüdische Siedlung im Westjordanland

Permanente Siedlungen wirken mit ihrer klobigen Bauweise wie Fremdkörper in der milden Landschaft Palästinas, manche ziehen sich wie moderne Festungen die Hügelketten entlang und demonstrieren Uneinnehmbarkeit.

Moderne Festungsanlage nahe Jerusalem

Moderne Festungsanlage nahe Jerusalem

Selbst wenn ein Stopp für neue Bauanträge durchgesetzt würde, laut eines Artikels auf n-tv.de gibt es zur Zeit an die 40.000 bereits genehmigten Projekte, die ungeachtet dessen einfach fortgeführt werden könnten. Dadurch ließe sich die Zahl der jüdischen Siedler verdoppeln, die schleichende Annektierung des Westjordanlandes schritte weiter voran.

An den im Dritten Reich so übel behandelten Juden darf allerdings keine Kritik geübt werden, schon gar nicht von deutscher Seite. Wurden sie nicht auf abscheuliche Weise zusammengepfercht, enteignet, entwürdigt, ermordet? Ja.

Im Laufe der Weltgeschichte geschahen und geschehen aber durchaus noch andere Genozide und Grausamkeiten. Eine davon hier und heute, vor unseren Augen, mitten im Heiligen Land.

12 Antworten to “Von himmelschreiender Ungerechtigkeit und den tauben Ohren der Welt”

  1. Rika Says:

    @ „abitene

    @“Es gibt in unserer Welt kein Verbrechen, dass nur annähernd dem Massenmord an den Juden vergleichbar wäre. “

    Doch, gibt es: der Mord an Jesus Christus, Gottes Sohn.“

    Was Du da sagst, ist nicht nur die „Erkenntnis“ des tiefsten Mittelalters, sondern kommt schon der Blasphemie gleich.

    Jesus wurde nicht „ermordet“. Er starb aus freien Stücken und dem Willen Gottes gehorsam am Kreuz für die Sünden der Welt.
    Johannes 3,16 und 17 „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.“

    Nicht die Juden „mordeten“ Jesus, an ihm erfüllte sich der Heilsplan Gottes mit uns Menschen und der Welt.

    Lies dazu Jesaja 53, besonders die Verse 4 und 5.

    Glaubst Du allen Ernstes, Jesus hätte auch nur ein Haar gekrümmt werden können, wenn Gott es nicht gewollt hätte?

    • abitene Says:

      Nach deiner Logik könnte man alle Verbrechen entschuldigen, denn schliesslich hätte sie Gott, der allmächtig ist, auch zugelassen ! Demnach: keine Sünde, keine Konsequenzen, keine Strafe. Da wären wir ja fein raus. (Diese Theorie willst du sicher nicht auf die Judenverfolgungen anwenden, nehm ich an. Das wäre dann vermutlich wieder Mord.)

      Ich würde das eher so ausdrücken : INDEM Gott zuliess, dass die Juden Jesus ermordeten, erfüllte sich der Heilsplan.

      Das Erscheinen des Messias wurde im AT vor allem durch die Visionen der Propheten, zB von Jesaja, wie du sagst, angekündigt : er wurde erwartet. Die meisten Juden haben ihn nicht erkannt, nicht erkennen wollen, sie haben ihn gehasst, verfolgt und grausam zu Tode gequält. Das war die grösste Sünde, das grösste Verbrechen aller Zeiten, das müsste jedem klar sein, der Jesus als Gottes Sohn anerkennt. Die Juden damals hätten sich auch anders entscheiden können, aber anstelle der Liebe haben sie den Hass gewählt. Es musste so kommen, aber wehe denen, die sich zum Werkzeug dieses Verbrechens machten.

      Ausserdem finde ich, die Juden so als brave Erfüllungsgehilfen hinzustellen und das Wort Mord nicht zuzulassen, verhöhnt und minimalisiert das Leiden Christi.

      Was die Schlagworte betrifft, mit denen du recht schnell bei der Hand bist : im Mittelalter hatten die Verfolgungen unter Hitler noch nicht stattgefunden, damals konnte man noch Klartext reden ohne dass gleich auf einen eingeprügelt wurde.

    • Frischluft01 Says:

      Ich denke auch das sich an Jesus das erfüllt hat, was zu erfüllen der Vater für ihn vorgesehen hatte. Aber wie abitene schreibt: wehe dem durch den es geschieht.

      „Wehe der Welt der Ärgernisse wegen! Denn es ist notwendig, daß Ärgernisse kommen; doch wehe dem Menschen, durch welchen das Ärgernis kommt“ Mat 18,7 (Elberfelder)

      „Denn des Menschen Sohn geht zwar hin, wie es beschlossen ist; doch weh dem Menschen, durch welchen er verraten wird!“ Luk 22,22

  2. kasimero Says:

    Ich denke, dass es gut und richtig ist auch für Verbrechen, die von Juden begangen werden, die üblichen Worte zu benutzen – auch wenn diese Worte auch für die deutschen Verbrechen in der Nazizeit verwendet werden.

    Es ist eine Art Schreckstarre vorhanden bei den Deutschen. Die hat aber nichts mit Reue und Einsicht zu tun, sondern verstellt eher den Blick, kann nicht verbunden sein mit einem echten Anerkennen der deutschen Verbrechen und ein echtes Aufarbeiten wird verhindert.

    Wie geht das zusammen: Die Schuld der Deutschen anerkennen und betonen und gleichzeitig die Schuld der Juden nicht mehr erwähnen. Die Bedeutung des wichtigsten Punktes, nämlich des Gottesmordes, wird kaum mehr berücksichtigt. Stichhhaltige Kritik an der isrealischen Kriegsführung und Siedlungspoilitik ist pfui. Verkrampfte und unechte Schuldbekenntnisse der Deutschen Pflicht. Das ist alles andere als stimmig. Der Widersacher freut sich, wenn wir diesem Mix an verquerem Schuldgefühl und verwobener Lüge aufsitzen.

    • Rika Says:

      Verbrechen die von Menschen begangen werden, müssen von Menschen kritisiert werden.

      Dagegen ist nichts einzuwenden.

      Wenn man aber explizit von „Juden, die Verbrechen begehen“ redet, werden damit ganz schnell die alten Schemata bedient.

      Niemand sagt, dass es Muslime sind, die Israel den Garaus machen wollen, keiner spricht von Muslimen, die im Iran das Sagen haben und Israel von der Landkarte tilgen möchten.

      Aber im Fall des Staates Israel ist es „natürlich“ angebracht, den Hinweis auf „jüdisch“ zu betonen.

      ………………………
      Es gibt in unserer Welt kein Verbrechen, dass nur annähernd dem Massenmord an den Juden vergleichbar wäre.

      In Bezug auf die Araber in Nahost von einem Genozid zu sprechen, ist geradezu lächerlich, hat sich doch die arabische Bevölkerung, die im Zuge des Angriffskrieges auf Israel (1948) ihre Wohnungen und Dörfer zumeist freiwillig verlassen hat (weil sie davon ausging, dass die arabischen Brüder der Nachbarstaaten die Juden innerhalb von wenigen Tagen ins Meer treiben würden!), um ein Vielfaches vergrößert. Gaza war ein ziemlich menschenleerer Küstenstreifen, der erst dank der großzügigen Hilfsgelder aus der EU und der UN zu einem dichtbesiedelten Gebiet wurde, bekommt doch die „Regierung“ des Gazastreifens für jeden Flüchtling reichlich, reichlich Geld … das man dann wunderbar in Waffen und Kriegsgerät investieren kann! Aber natürlich verhindern die „jüdischen Israelis“ jegliche humanitäre und wirtschaftliche Entwicklung, nicht wahr?

      Interessant ist auch, wie Jordanien die „palästinensischen Brüder“ FÖRDERT! Und welche historischen Gegebenheiten ach so gerne unter den Teppich gekehrt werden.
      Man könnte, wenn man will, es nachlesen. Hier zum Beispiel: http://beer7.wordpress.com/2009/07/21/jordanien-und-die-palaestinenser/

      Aber dann müsste man ja sein Feindbild „Israel“ gründlich revidieren…
      Das fällt natürlich schwer.

      Dann doch lieber in die alte Kerbe hauen!

      Mit Schreckstarre und Schuldverschiebung der Deutschen hat das allerdings nun gar nichts zu tun!

      • abitene Says:

        @“Es gibt in unserer Welt kein Verbrechen, dass nur annähernd dem Massenmord an den Juden vergleichbar wäre. “

        Doch, gibt es: der Mord an Jesus Christus, Gottes Sohn.

    • Rika Says:

      @ „Wie geht das zusammen: Die Schuld der Deutschen anerkennen und betonen und gleichzeitig die Schuld der Juden nicht mehr erwähnen. Die Bedeutung des wichtigsten Punktes, nämlich des Gottesmordes, wird kaum mehr berücksichtigt.“

      Wollen Sie etwa immer noch die alte Lügengeschichte vom Gottesmord transportieren?

      Das ist doch das Verlogenste, was die katholische Kirche tun kann: Zu beten „mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa“ also: DURCH MEINE SCHULD, MEINE ÜBERGROSSE SCHULD IST CHRISTUS GESTORBEN! und gleichzeitig zu behaupten, die Juden hätten den Heiland getötet.

      Es war der Röemr Pilatus, der ihn verurteilt hat – er hätte es auch anders gekonnt.

      Und nach allgemein christlicher Sicht war es GOTT selbst, der „seinen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, ewiges Leben haben!“ Schon vergessen?

      es ist geradezu pervers, das Handeln Gottes den Juden in die Schuhe zu schieben und den angeblichen Gottesmord bis heute nebulös in die Diskussion um Israel einzubringen.

      Das ist nicht nur historisch und theologisch falsch, sondern in der schlimmsten Weise antisemitisch.

      • perpetualux Says:

        @Gottesmord

        Niemand hier bestreitet, dass wir alle schuldig sind und uns immer wieder schuldig machen am Leiden Christi, durch unsere Sünden.

        Aber er wurde damals verurteilt und hingerichtet gemäss dem Wunsch Seiner eigenen Landsleute. Das ist unmissverständlich dokumentiert:

        Matthäus 27, 22-26

        Pilatus sagte zu ihnen: Was soll ich dann mit Jesus tun, den man den Messias nennt? Da schrien sie alle: Ans Kreuz mit ihm! Er erwiderte: Was für ein Verbrechen hat er denn begangen? Da schrien sie noch lauter: Ans Kreuz mit ihm! Als Pilatus sah, dass er nichts erreichte, sondern dass der Tumult immer größer wurde, ließ er Wasser bringen, wusch sich vor allen Leuten die Hände und sagte: Ich bin unschuldig am Blut dieses Menschen. Das ist eure Sache! Da rief das ganze Volk: Sein Blut komme über uns und unsere Kinder! Darauf ließ er Barabbas frei und gab den Befehl, Jesus zu geißeln und zu kreuzigen.

        Sicher hat Pilatus den Befehl gegeben und sich damit mitschuldig gemacht, Händewaschen hin oder her. Aber das Volk hat mit dem Ausruf: „Sein Blut komme über uns und unsere Kinder“ ganz klar die Verantwortung für die Kreuzigung übernommen.

  3. Rika Says:

    @ „Ihre Reaktion bestätigt ausserdem, dass keine Kritik geübt und auch keine Vergleiche gezogen werden dürfen, wenn es um dieses empfindliche Thema geht, ohne dass Wogen der Empörung hochschlagen.
    Ungeachtet dessen muss die Wahrheit jedoch ausgesprochen und ans Licht gebracht werden.“

    Wie bitte?

    Wollen Sie allen Ernstes die V E R N I C H T U N G der europäischen Juden mit der sogenannten Besetzung des Westjordanlandes gleichsetzen?

    Behaupten Sie, dass die sukzessiv zunehmende Überbevölkerung Gazas mit den hungernden Menschen und den Massenmorden unter deutscher Führung in den osteuropäischen Ländern gleichgesetzt werden kann?

    Wollen sie wirklich sagen, dass den Arabern (Palästinenser wurden sie ja erst unter dem Neffen des Hitler’schen Freundes und Muftis von Jerusalem, „Herrn Präsident“ Arafat) auch nur ansatzweise so übel mitgespielt wurde, wie den Juden in Europa seit Hunderten von Jahren und speziell unter den Deutschen im Tausendjährigen Reich?

    Meinen Sie tatsächlich, dass diese Vergleiche angebracht sind?

    Schämen sollten Sie sich!

    Und wenn Sie schon mal so sehr um das „Heilige Land“ bemüht sind, sollten Sie sich auch des fürchterlichen Bruderzwist zwischen Fatah und Hamas annehmen und vielleicht freundlicherweise dafür sorgen, dass die Hamas Gilad Schalit frei gibt.

    Vielleicht haben Sie auch die Freundlichkeit, Syrien, Libanon, Irak, Iran und alle die anderen freundlichen Länder im nahen Osten dazu aufzufordern, endlich Israel als jüdischen Staat anzuerkennen.
    Sie könnten auch die Palästinenser bitten, mit dem Jammern darüber aufzuhören, das Juden auf palästinensischen Gebiet wohnen, schließlich wohnen prozentual gleich viele Araber in Israel.

    Und wenn ich schon mal dabei bin, geben Sie Ihre scheinheilige Heuchelei auf, Ihre Verweise auf „Eine zunehmende Zahl von israelischen Juden“, um Ihre eigenen israelfeindlichen und antisemitischen Parolen zu legitimieren.

    Einfach scheußlich, dass auch noch mit Jesus und dem Verweis auf die bösen Pharisäer damals zu rechtfertigen.
    Ekelhaft!

  4. Rika Says:

    @ „An den im Zweiten Weltkrieg so übel behandelten Juden darf allerdings keine Kritik geübt werden, schon gar nicht von deutscher Seite. Wurden sie nicht auf abscheuliche Weise zusammengepfercht, enteignet, entwürdigt, ermordet? Ja.

    Im Laufe der Weltgeschichte geschahen und geschehen aber durchaus noch andere Genozide und Grausamkeiten. Eine davon hier und heute, vor unseren Augen, mitten im Heiligen Land.“

    Das ist so mit das Übelste, was ich in letzter Zeit gelesen habe!
    Mir fehelen einfach die Worte und ich muss mich wirklich sehr, sehr zusammen nehmen, um hier nicht ausfallend auf diesen völlig verlogenen Beitrag zu reagieren.

    Hirnlos!

    Ähnliches?
    Genozid?
    Ja sagt mal, geht’s denn noch?

    Wie viele Millionen Palästinenser sind denn von den (bösen) Israelis ermordet worden?

    Die arabische Bevölkerung hat sich mehr als verdreifacht!

    Grausamkeiten?

    Wer spricht Israel das Existenzrecht ab und versucht mit allen Mitteln, Juden zu schädigen?

    Und das alles unter dem Header mit einem schönen Bild von Jesus, dem Juden, dem Messias, und versehen mit dem Hinweis auf Maria, die Jüdin, die Jesus geboren hat.
    Schlimmer geht’s nimmer!

    Ich fasse es nicht!

    • abitene Says:

      Guten Tag Rika,
      uns ist klar, dass dieses Thema ein heisses Eisen ist, Ihr Beitrag zeigt das ja schon. Nichtsdestotrotz fühlen wir uns der Wahrheit verpflichtet, auch wenn die nicht gerne gehört wird. Das steht für uns nicht im Widerspruch zu Jesus und Maria, sondern gehört gerade zur Nachfolge Christi dazu- dessen Wahrheit die Pharisäer in eben diesem Land damals auch nicht hören wollten.

      Eine zunehmende Zahl von israelischen Juden empfindet die Vorgehensweise ihrer Regierung ebenfalls als untragbar. Wir verweisen z.B. auf den Artikel von Neve Gordon, der einen Boykott gegen sein eigenes Land (!) als geeignetes Druckmittel befürwortet: „Israel ist heute ein Apartheidstaat – das beschreibt es am deutlichsten. Seit mehr als 42 Jahren kontrolliert Israel das Gebiet zwischen dem Jordantal und dem Mittelmeer. Auf diesem Territorium leben rund 6 Millionen Juden und fast 5 Millionen Palästinenser. 3,5 Millionen dieser Palästinenser und fast eine halbe Million dieser Juden leben in Gebieten, die von Israel 1967 erobert wurden. Für beide Volksgruppen gelten völlig unterschiedliche Rechtssysteme. Die Palästinenser sind staatenlos. Ihnen werden oft nicht einmal die grundlegendsten Menschenrechte zugestanden. Demgegenüber sind alle Juden – ob sie nun in Israel oder in den Besetzten Gebieten leben -, BürgerInnen des Staates Israel. Die Frage, die mich nachts nicht schlafen lässt – als Bürger und als Vater – lautet: Wie können wir sicherstellen, dass meine Kinder und die Kinder meiner palästinensischen Nachbarn nicht in einem Apartheidregime aufwachsen?“

    • perpetualux Says:

      @ „Hirnlos!
      Ähnliches?
      Genozid?“

      Ich gebe zu bedenken, dass die UN-Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes diesen in Artikel II als „EINE der folgenden Handlungen, begangen in der Absicht, eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe ganz oder teilweise zu zerstören“ definiert:

      a) das Töten von Angehörigen der Gruppe
      b) das Zufügen von schweren körperlichen oder seelischen Schäden bei Angehörigen der Gruppe
      c) die absichtliche Unterwerfung unter Lebensbedingungen, die auf die völlige oder teilweise physische Zerstörung der Gruppe abzielen
      d) die Anordnung von Maßnahmen zur Geburtenverhinderung
      e) die gewaltsame Überführung von Kindern der Gruppe in eine andere Gruppe … “

      Was im Heiligen Land vor sich geht, fällt klar unter diese Definition. Da gibt es nichts zu beschönigen.

      Ihre Reaktion bestätigt ausserdem, dass keine Kritik geübt und auch keine Vergleiche gezogen werden dürfen, wenn es um dieses empfindliche Thema geht, ohne dass Wogen der Empörung hochschlagen.
      Ungeachtet dessen muss die Wahrheit jedoch ausgesprochen und ans Licht gebracht werden.


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