Das Sonnenwunder von Fatima

13/10/2009

Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen, und auf der Erde werden die Völker bestürzt und ratlos sein über das Toben und Donnern des Meeres. Die Menschen werden vor Angst vergehen in der Erwartung der Dinge, die über die Erde kommen; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.

Lk 21, 25-26

Am 13. Oktober 1917 ereignete sich nahe Fatima, Portugal ein unerklärliches Naturschauspiel, welches von über 50.000 Zeugen aus teilweise bis zu 65 km Entfernung beobachtet wurde. An jenem Tag regnete es in Strömen. Die Pilgerscharen, die anlässlich der erwarteten fünften Erscheinung der Gottesmutter zur Cova da Iria gekommen waren, waren völlig durchnässt. Hoffnung und Vertrauen, Skepsis und Zweifel bewegten die Menschen.

Wie angekündigt, erschien die Heilige Jungfrau den drei Seherkindern um die Mittagszeit.

 

Die Seher von Fatima

 

Sie zeigte ihnen drei Tafeln am Himmel mit Szenen aus dem freudenreichen, schmerzhaften und glorreichen Rosenkranz und forderte erneut dazu auf, täglich den Rosenkranz zu beten, sich vom sündigen Leben zu bekehren und Sühne zu leisten für die unzähligen Beleidigungen, die Gott zugefügt werden.

Dann öffnete sie die Hände, und das Licht, welches von ihnen ausging, schien die Wolken beiseite zu schieben. Das für diesen Tag angekündigte Wunder nahm seinen Lauf. Trotz des hohen Sonnenstandes ließ sich mit bloßem Auge in die Sonne schauen. Augenzeugen vergleichen ihr Aussehen zu Beginn mit dem einer silbernen Scheibe, die sich schneller und schneller drehte. Während 10 Minuten vollführte die Sonne einen „Tanz“, rotierte in verschiedenen Farben oder sprang mit abrupten Bewegungen im Zick-Zack.

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Bild: NASA

Die Sonne, aufgenommen per Extreme Ultraviolet Imaging Telescope (EIT) der NASA

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Noch blickt die Menge fasziniert nach oben ...

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Nachdem zunächst alle dem Farbenspiel und den Bewegungen der Sonne zugeschaut hatten, folgte großer Schrecken, als es danach aussah, als ob die Sonne auf die Erde stürzen würde. Die Anwesenden fielen teils mit lautem Gebet und Flehen um Vergebung auf die Knie, im Glauben, das Ende der Welt sei gekommen.

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... um gleich darauf vor Schrecken und aus Reue betend auf die Knie zu fallen.

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Als das Wunder vorüber war, ließ sich nicht mehr in die Sonne schauen ohne schmerzhaft geblendet zu werden. Die durchweichte Kleidung war auf wundersame Weise getrocknet.

Die Welt war in ihren Normalzustand zurückgekehrt, und doch war nichts mehr wie zuvor.

Viele Menschen wurden an diesem Tag bekehrt oder doch zumindest in ihren Grundfesten erschüttert, unter anderem der Chefredakteur der größten portugiesischen Zeitung „O Seculo“, ein Freimaurer. Nachdem er im Vorfeld kritisch über die Erscheinungen berichtet hatte, zeigte er sich nach dem Erlebnis des Sonnenwunders schlicht überwältigt:

„Ich sah…ich sah…ich sah… Wunder, wie die Leute riefen? Natürliches Phänomen, wie die Experten sagen? Im Augenblick kümmert mich das nicht, ich sage nur, was ich gesehen habe … alles Übrige ist Angelegenheit von Wissenschaft und Kirche.“

(Übersetzung eines Auszugs aus dem Artikel aus „Ilustracao Portuguesa“ vom 29. Oktober 1917, von Avelino de Almeida)

Die Erscheinungen von Fatima wurden am 13. Oktober 1930 von der Kirche anerkannt.

Von Papst Pius XII wird berichtet, dass er am Vortag der Verkündigung des Dogmas der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel, dem 31. Oktober 1950 ein ähnliches Sonnenwunder bei einem Spaziergang in den Vatikanischen Gärten gesehen hat. Die Vision wiederholte sich mehrfach. Er nahm sie als Bestätigung und Bekräftigung dieser dogmatischen Wahrheit an.

† † †

Mehr zu den Erscheinungen von Fatima: hier

Literatur: „Our Lady of Fatima“ von William Thomas Walsh

2 Antworten to “Das Sonnenwunder von Fatima”

  1. H. Philipp Says:

    Meine Empfehlung: Lesen Sie das Buch „Am Vorabend des dritten Weltkriegs.“ Was Hellseher für unsere nahe Zukunft prophezeien.

    • abitene Says:

      Also Hellseherei find ich gruselig, unklar, welche Mächte da im Spiel sind und ob man sich auf die verlassen kann. Ich halte mich lieber an die Worte Jesu, wie sie im Neuen Testament und in der Valtorta (und noch andernorts bei christlichen Visionären) stehen.


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