Das zweite Kommen des Menschensohnes

14/11/2009
(zum Sonntags-Evangelium v. 15. November 09: Mk 13, 24-32)

«Sogleich aber nach der Drangsal jener letzten Tage, von der ihr gehört habt- ich spreche jetzt vom Ende der Zeiten und der Welt und der Auferstehung der Gebeine, von der auch die Propheten sprechen- wird die Sonne sich verfinstern, der Mond wird seinen Schein nicht mehr geben und die Sterne des Himmels werden herabfallen, wie ein Windstoss die Beeren einer überreifen Traube abschüttelt, und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.

Dann wird am verdunkelten Firmament das strahlende Zeichen des Menschensohnes erscheinen, und alle Völker der Erde werden wehklagen. Und die Menschen werden den Menschensohn auf den Wolken des Himmels kommen sehen mit grosser Macht und Herrlichkeit. Er wird seinen Engeln gebieten, zu ernten und Weinlese zu halten, den Weizen von der Spreu zu trennen und die Trauben in die Kufe zu werfen, denn dann wird die Zeit der grossen Ernte des Samens Adams gekommen sein. Und es wird nicht mehr nötig sein, Vorräte oder Saat aufzubewahren, da das Menschengeschlecht auf der toten Erde nicht fortbestehen wird. Er wird seine Engel aussenden mit lautem Posaunenschall, und sie werden seine Auserwählten sammeln aus den vier Winden, von einem Ende des Himmels bis zum anderen, und sie werden an der Seite des göttlichen Richters sitzen und mit ihm die letzten Lebenden und die Auferstandenen richten.

Albrecht Dürer

Vom Feigenbaum aber lernt das Gleichnis: Wenn ihr seht, dass seine Zweige schon saftig werden und Blätter hervortreiben, dann wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. So sollt auch ihr, wenn ihr dies alles seht, erkennen: Christus steht nahe vor der Tür. Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht, das mich nicht gewollt hat, wird nicht vergehen, bis dies alles geschieht. Mein Wort wird nicht ungültig. Was ich euch gesagt habe, wird geschehen. Das Herz und die Gedanken der Menschen können sich ändern, aber mein Wort ändert sich nicht. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

Jenen Tag aber oder die Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel des Herrn, sondern nur der Vater.«

Auszug aus “Der Gottmensch″, Band XI von Maria Valtorta, mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören.

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Eine Antwort to “Das zweite Kommen des Menschensohnes”

  1. abitene Says:

    „Willst du erfahren, wie das Kreuz Zeichen des Himmelreichs sein kann? Mit diesem Zeichen wird Christus erscheinen bei seinem zweiten glorreichen Kommen! Damit du erkennst, wie verehrungswürdig das Kreuz ist, hat er es zum Ruhmeszeichen gemacht…

    Wir wissen, dass seine erste Ankunft ganz geheim erfolgte, und diese Zurückhaltung war gerechtfertigt: er war ja gekommen, um zu suchen, was tot war. Seine zweite Ankunft hingegen wird anders vor sich gehen… Er wird sogleich allen erscheinen, und niemand braucht dann zu fragen, ob Christus hier oder doch eher dort ist (Mt 24,26)…Wir schauen dann nicht mehr, ob Christus wirklich da ist. Worauf wir aber achten müssen, ist, ob er mit dem Kreuz kommt…

    Wenn der Menschensohn kommt, „wird sich die Sonne verfinstern und der Mond wird nicht mehr scheinen“(Mt 24,29). So hell wird der Glanz seines Lichts sein, dass vor ihm die am hellsten strahlenden Gestirne verblassen müssen. „Dann werden die Sterne vom Himmel fallen und das Zeichen des Menschensohnes wird am Himmel erscheinen.“ Begreifst du, welche Macht das Zeichen des Kreuzes hat? „Die Sonne wird sich verfinstern und der Mond wird nicht mehr scheinen“, das Kreuz jedoch wird erstrahlen, weithin sichtbar, damit du erkennst, dass seine Strahlkraft größer ist als die der Sonne und des Mondes. Wenn der König in eine Stadt einzieht, tragen die Soldaten die hoch erhobenen königlichen Standarten vor ihm her, um sein Eintreffen anzukündigen. Ebenso wird bei der Herabkunft des Herrn die Heerschar der Engel dieses hoch erhobene Zeichen vorantragen und uns das Kommen des Königs, der Christus ist, ankündigen.“

    (Hl. Johannes Chrysostomus – um 345-407- Priester in Antiochien, später Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer in
    ‚Homilie über das Kreuz und den Schächer‘)


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