Das Heilige Messopfer (Eucharistie)

19/11/2009

Messopfer

Ein katholischer Priester und ehemaliger Liturgieprofessor aus Graz spricht sich für zeitweises „Eucharistiefasten“ aus: er meint damit, dass Priester auf die Zelebration und Kommunion, sowie Laien auf die Kommunion verzichten sollen, dies diene angeblich der Ökumene.

Auf die verschiedenen gefährlichen Irrtümer, denen er unterliegt, wird hervorragend in einem Artikel auf kathnews.de von Mag. Gurtner, auf den wir unten verlinken, eingegangen. Wir zitieren den Teil daraus, der gut erklärt, um was es sich bei der Eucharistie, dem Heiligen Messopfer, handelt, welche Auswirkungen sie hat und warum sie für uns Menschen existentiell ist:

„Die Heiligste Eucharistie ist der reale Leib und das wahre Blut des Gottessohnes Jesus Christus: Fleisch, Blut, Menschheit, Gottheit, Leib und Seele. Kurz: das Zentrum der Kirche, von dem und aus dem die Kirche lebt: Ecclesia de Eucharistia vivit. Dieser Herrenleib kommt in der Heiligen Messe durch die Wandlungskraft des Priesters auf Erden herab, indem der Priester gemäß göttlicher Verfügung das eine und selbe Erlösungsopfer des Kreuzestodes Gottes unblutig fortsetzt. Es ist ein einziges, fortdauerndes Opfer, welches allein fähig ist, den Menschen zum Heile zu erlösen. Indem die eine und einzige Kirche fortfährt die Heilige Messe zu lesen, setzt sie das erlösende Kreuzesopfer fort. Es handelt sich bei der Heiligen Messe, genauer bei der Heiligsten Eucharistie, nicht um ein ideelles Opfer, sondern um ein eigentliches und reales Opfer, weil es dasselbe Opfer ist wie das Kreuzesopfer des Herrn, mit denselben Wirkungen und Früchten.

Weil das Kreuzesopfer das Heiligste und größte ist, was je auf Erden geschehen ist, da es den Menschen Erlösung wirkt, ist auch die Heiligste Eucharistie, der sich hinopfernde Herrenleib, das Allerheiligste, das heiligste Opfer, ein Gottesopfer, dessen Wert in sich selbst gelegen ist.

In dem Moment, in dem wir freiwillig aufhören würden das Opfer darzubringen und zu vollziehen, würden wir auch auf die Opferwirkung verzichten. Das eucharistische Opfer des Priesters ist zwar immer dasselbe Opfer wie das im Abendmahlssaal und am Kreuzesstamm vollzogene Opfer des Gottessohnes, und insofern ist das einmal vollzogene Kreuzesopfer hinreichend und wird weder vermehrt noch wiederholt, woraus sich ergibt, daß die gewirkte Erlösung nicht mehr zurückgenommen und die Opferwirkung nicht unterbrochen würde. Aber dennoch ist es kein Luxus und keine Fleißaufgabe, wenn die Kirche das Opfer darbringt.

Indem die Kirche nämlich opfert, opfert sie auch immer für etwas oder jemanden, ein Anliegen oder eine Seele. Denn das Opfer, das muß man unbedingt bedenken, geht in zwei Richtungen. Es ist sowohl katabatisch, als auch anabatisch. Es geht einerseits von Gott in Richtung Mensch indem der Vater seinen Sohn für die Menschen opfert, aber zugleich opfert auch die Kirche dem Vater den Sohn, und nicht nur den Sohn, sondern auch sich selbst.

Deshalb bedeutet ein zeitliches Einstellen des Opferns doppeltes: durch schuldhafte Unterlassung würde das Opfer, das Gott ohne Unterlaß durch die Kirche für die Menschen und deren Heil darbringen möchte unterbrochen, andererseits würde aber zugleich auch das Opfer der Kirche an Gott unterbrochen, welches nicht nur ein Lob- und Dankopfer ist, sondern zudem auch ein überaus wirksames Bittopfer.“

Wir danken kathnews.de einmal mehr für die Genehmigung der Veröffentlichung auf unserem Blog, der vollständige Artikel ist HIER nachzulesen.


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