Schweiz verbietet Minarettbau

30/11/2009

Die Schweiz hat entschieden – gegen den Bau von Minaretten. Minarette sind Türme an oder neben einer Moschee, von denen die Muslime zum Gebet gerufen werden. Sie stellen außerdem ein Symbol politischer Macht dar. Das Abstimmungsergebnis war eindeutig: 59 % der Stimmen haben sich für das Verbot ausgesprochen. Die Stimmenverteilung zeugt jedoch von einer gespaltenen Meinung im Land: mit Ausnahme von Basel stimmten sämtliche deutschsprachigen und die katholischen Kantone für das Verbot. Die Westschweizer Kantone Neuenburg, Waadt und Genf stimmten dagegen.

Mit der Minarett-Abstimmung hat die Schweiz ein prekäres Thema angeschnitten: die vielbeschworene Toleranz gegenüber Andersgläubigen. Im christlich geprägten Abendland, in dem die christliche Tradition und ihre Werte leider immer weiter an Bedeutung verlieren, erschallt der Ruf nach Toleranz ungeniert laut, und meist wird ihm Folge geleistet. Politische Korrektheit und religiöser Relativismus sind längst an die Stelle der demütigen Akzeptanz einer absoluten, der christlich-katholischen Wahrheit getreten. Ein gefährlicher Weg, der beschritten wird.

Außer Acht wird in der Toleranzdebatte nämlich gelassen, dass der Islam, für dessen ungehinderte Ausübung und Manifestation in christlichen Ländern sich so vehement eingesetzt wird, selbst ja alles andere als tolerant gegenüber Andersgläubigen ist. Von den weltweit über 200 Millionen Christen, die verfolgt werden, erfährt der Großteil Repressalien und Gewaltattacken in islamischen Ländern (siehe Open Doors‘ World Watch List). Der Glaubensabfall vom Islam kann gemäß Scharia mit strengen Repressalien bis hin zu lebenslanger Haft und Todesstrafe geahndet werden.

Der Präsident des päpstlichen Migrantenrates, Erzbischof Antonio Maria Veglio argumentiert, man dürfe die Religionsausübung einer Minderheit auch dann nicht einschränken, selbst wenn diese in ihren Heimatländern Andersgläubige unterdrücke, man solle ihr sozusagen mit gutem Beispiel vorangehen. Doch diese Haltung führt in eine Sackgasse, aus der es nicht leicht sein wird, wieder hinaus zu gelangen. Es muss unseren nach wie vor mehrheitlich christlichen Ländern wieder oberstes Anliegen werden, die eigene Religion und Tradition selbstbewusst zu verteidigen und jene, die sie unverhohlen angreifen und zu zerstören trachten, in ihre Schranken zu weisen!

Die Schweizer Bischofskonferenz zeigte sich über das Ergebnis der Abstimmung besorgt, da „das Bauverbot für Minarette das gute Zusammenleben der Religionen und Kulturen nicht fördert, sondern diesem im Gegenteil schadet.“ Weiter wird befürchtet, dass das Verbot „den bedrängten und verfolgten Christen in islamischen Ländern nichts nützen wird und der Glaubwürdigkeit ihres Engagements in diesen Ländern schadet.“

Angesichts solcher Aussagen drängt sich die Frage auf, ob und inwieweit die Erlaubnis des Baus von Minaretten in christlichen Ländern den verfolgten Christen in islamischen Ländern denn in ihrer bedrohlichen Lage helfen würde. Die Antwort liegt klar auf der Hand: Nein, das wäre sicher keine Hilfe! Es würde sich vielmehr als Zeichen der Duldung jener Unterdrückung deuten lassen.

Das Schweizer Abstimmungsergebnis mag sich angesichts dieses weltumspannenden Konfliktes wie ein Tropfen auf heißem Stein ausmachen, doch es hat ein Signal gesetzt, dessen Strahlkraft hoffentlich eine ganze Weile anhalten wird.

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Eine Antwort to “Schweiz verbietet Minarettbau”

  1. abitene Says:

    „Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufspringen, bis wir das Ziel erreicht haben. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten“ soll der türkische Ministerpräsident Erdogan gesagt haben.

    Hallo ihr ganzen „toleranten“ Menschen, aufwachen!


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