Das Grabtuch wird Maria überbracht

13/04/2010

Das Turiner Grabtuch ist vom 10. April – 23. Mai 2010 im Turiner Dom öffentlich ausgestellt. Informationen und Anmeldung unter www.sindone.org

In einer Nacht nach Pfingsten erhält Maria Besuch von Joseph von Arimathäa, Nikodemus und Lazarus.

Nikodemus sagt: „… Das andere, das zweite Grabtuch, das ihn vom Abend des Rüsttags bis zur Auferstehung eingehüllt hat, mußt du erhalten. Und – ich sage es dir, damit du bei seinem Anblick nicht allzusehr erschüttert bist – du mußt wissen, daß im Verlauf der Tage seine Gestalt immer klarer auf dem Leinen in Erscheinung getreten ist, so wie sie nach der Waschung war.

Als wir es aus dem Grab nahmen, schien es nur der Abdruck seiner von Salben und dem Blut und Sekret der vielen Wunden bedeckten Glieder zu sein. Aber durch irgendeinen übernatürlichen Eingriff, durch eines seiner Wunder, mit der er dir Freude bereiten will, erscheint der Abdruck immer klarer und deutlicher. Er ist hier auf dieser Leinwand, schön und mächtig, obgleich verwundet, ruhig und friedvoll, auch nach so viel Marter. Fühlst du dich stark genug, es anzusehen?“

„Oh, Nikodemus! Aber dies war doch mein größter Wunsch! Du sagst, daß sein Antlitz voll Frieden ist… Oh, ihn so sehen zu können,  und nicht mit dem gequälten Ausdruck, den er auf dem Schleier der Nike hat!“ antwortet Maria mit vor der Brust gefalteten Händen.

Die Vier rücken nun um den Tisch in die Mitte, um mehr Platz zu haben, und, Johannes und Lazarus auf der einen und Nikodemus und Joseph auf der anderen Seite, entfalten langsam die lange Leinwand. Zuerst erscheint die Rückseite, bei den Füßen beginnend, dann wo die Abdrücke des Kopfes fast aufeinander treffen, die Vorderseite.

Die Linien sind deutlich, und deutlich sind auch die Male – alle Male, die der Geißelung, der Dornenkrönung – die Schürfwunden vom Kreuz, die Quetschungen der Schläge und Stürze, und die Wunden der Nägel und der Lanze.

Maria fällt auf die Knie, küßt das Tuch, streichelt die Abdrücke, küßt die Wundmale. Sie ist bekümmert, aber ebenso ersichtlich zufrieden, dieses übernatürliche, wunderbare Bild von ihm zu haben.

Auszug aus “Der Gottmensch”, Bd. XII von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

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2 Antworten to “Das Grabtuch wird Maria überbracht”

  1. abitene Says:

    Die Rede des Papstes bei seinem Besuch des Grabtuches am 2. Mai 2010: Artikel HIER

  2. abitene Says:

    Wissenschaftler wies nach, dass die Stoffproben der C14-Untersuchung von 1988 mit Baumwollfäden aus dem 16. Jhd kontaminiert war: Artikel HIER


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