Angriff auf die Kirche aus ihrem Inneren heraus

17/05/2010

Die katholische Kirche ist in großer Bedrängnis. Der aufgebauschte Missbrauchsskandal wird nun zunehmend von diversen Priestern, Bischöfen und Kardinälen genutzt, um innerkirchlich abzurechnen und verquere und unkatholische Ansichten in der Öffentlichkeit zu verbreiten.

So hat Kardinal Schönborn letztens gefordert, die Kirche müsse sich der Homosexualität öffnen und wiederverheiratete Geschiedene sollen zum Altarsakrament zugelassen werden.

Margot Käßmann wurde an Christi Himmelfahrt erlaubt, im Herzen des katholischen Bistums München, im Liebfrauendom (!), u.a. zu behaupten, die Pille sei ein „Geschenk Gottes“ und fördere die „Liebe ohne Angst“. Nach diesen provokanten und mit der katholischen Lehre unvereinbaren Äußerungen geschah… gar nichts! Der zuständige Erzbischof Marx ließ keinen Pieps verlauten und von Erzbischof Zollitsch kam die lahme und nichtssagende „Entgegnung“, die Pille sei von Menschen gemacht. Kein Wort zur Notwendigkeit von Reinheit und Keuschheit in unserer dekadenten, sexualisierten Gesellschaft, kein Wort dazu, dass die Pille kindstötend wirken kann, nichts.

Der Petersdom (Foto: M. Möller)

Im Wort zum (gestrigen) Sonntag verbreitet derweil der Rottenburger Priester Michael Broch ungehindert seine Sicht der Dinge über den Äther. Er fragt sich, zu welchen tiefgreifenden Reformen „aus dem Geiste Jesu“ die katholische Kirche nun fähig ist und hofft, „dass das von zölibatären Männern beherrschte System Kirche sich öffnet für demokratische Strukturen, sich öffnet für die Gleichstellung von Frau und Mann in allen Bereichen. Dass die Kirche offen, bescheiden, mitfühlend gerade auch auf die Menschen zugeht, die anders leben, als es offiziell- kirchlichen Vorstellungen entspricht. Ich denke an wiederverheiratete Geschiedene oder an homosexuelle Partnerschaften.“ Gleichzeitig spricht er der katholischen Kirche ab, die Hüterin der Wahrheit, der Leib Christi zu sein: „Und die Wahrheit besitzt niemand, keine Kirche, keine Religion.“

Dieser Priester, von dem man sich fragen muss, wieso er eigentlich in der katholischen Kirche ist, ist seit diesem Jahr neuer Geistlicher Direktor des Instituts zur Förderung des Publizistischen Nachwuchses (ifp) in München, einer Journalistenschule katholischer Trägerschaft! Erzbischof Zollitsch beglückwünschte ihn persönlich und schrieb, er sei sicher, dass die Bischofskonferenz in Broch einen „überzeugenden Kandidaten“ gefunden habe. Das verheißt nichts Gutes für den katholischen Journalistennachwuchs, dessen offizielle Journalistenschmiede somit von liberalen Relativisten unterwandert und beeinflusst wird, während der echte katholische Journalismus in immer grössere Bedrängnis gerät und ins Ausland, sozusagen in den Untergrund gedrängt wird (siehe die Mitteilung der Seite „katholisches.info).

Auch der Hamburger Weihbischof Jaschke biegt sich seinen eigenen Kathechismus zurecht: Wenn es ihr Gewissen zulässt und sie sich ehrfürchtig verhalten, sind auch Nicht-Katholiken zur Kommunion eingeladen, sagt er und setzt sich damit eiskalt über die geltenden Richtlinien zur Vorraussetzung des Kommunionempfanges hinweg.

„Die Leiden der Kirche kommen gerade aus dem Innern. Die Sünde existiert im Innern der Kirche», hat der Papst letzte Woche während einer Pressekonferenz gesagt. Man gewinnt den Eindruck, als meine er damit nicht nur den Missbrauchsskandal, sondern den grossen satanischen Angriff auf die katholische Kirche aus ihrem Inneren heraus, den wir zur Zeit erleben.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: