23. Juli: Gedenktag der hl. Brigitta von Schweden

23/07/2010

Birgitta (Brigitta), aus dem edlen Geschlecht der Folkunger, wurde 1303 (oder 1302) in Finstad bei Uppsala geboren. Es war das Jahr, in dem Papst Bonifaz VIII. und die hl. Gertrud die Große starben. 1316 vermählte sich Birgitta mit dem Edlen Ulf Gudmarsson. Der glücklichen Ehe entsprossten acht Kinder, darunter die hl. Katharina von Schweden. Der Tod ihres Mannes, den sie „liebte wie ihr eigenes Herz“, bedeutete die große Wende in ihrem Leben. Mit Hilfe des schwedischen Königs gründete sie um 1346 in Vadstena das erste Kloster des Birgittenordens, auch „Erlöserorden“ genannt, weil Christus selbst der hl. Birgitta den Wortlaut der Regel und die Angaben für den Bau der Kirche mitgeteilt haben soll. Der Orden, vor allem zu Sühne für die Sünden des Landes und zur Verehrung des Leidens Christi gegründet, erlangte große Bedeutung für die religiöse und literarische Kultur des Nordens. Birgitta selbst ging, einer inneren Stimme gehorchend, 1349 nach Rom. Sie verbrachte die letzten 24 Jahre ihres Lebens in Italien, bemühte sich um die Reform der Kirche und (vergeblich) um die Rückkehr des Papstes aus Avignon nach Rom. Birgitta hatte von Jugend an mystische Gnaden und Offenbarungen, die sie in schwedischer Sprache niederschrieb. (Quelle: Schott)

Hl. Brigitta von Schweden

Die hl. Brigitta ist auch Schutzpatronin Europas, rufen wir sie zu Hilfe für unsere Länder, die am Rande des Abgrundes stehen! Nachfolgend ein Auszug aus den Offenbarungen, die sie erhalten hat (Buch 1, Kap. 57), sie sind aktueller denn je:

„Der Sohn sprach zur Braut (Birgitta): ‚Die Christen handeln mir gegenüber jetzt so, wie die Juden gegen mich gehandelt haben. Die trieben mich aus dem Tempel und waren fest entschlossen, mich zu töten, aber nachdem meine Stunde noch nicht gekommen war, entkam ich ihren Händen. So handeln die Christen jetzt gegen mich. Sie vertreiben mich aus ihrem Tempel (d.h. ihrer Seele, die mein Tempel sein sollte), und sie würden mich gern ums Leben bringen, wenn sie könnten.

In ihrem Mund bin ich wie verfaultes und stinkendes Fleisch; ich scheine ihnen ein Mann zu sein, der die Unwahrheit spricht, und sie beachten mich nicht. Sie kehren mir den Rücken zu, und ich werde ihnen auch den Nacken zuwenden, denn in ihrem Mund ist nichts anderes als Begierde. In ihrem Fleisch wohnt eine tierische Wollust. Nur die Hoffahrt ist in ihren Ohren angenehm, nur weltliche Vergnügen in ihren Augen.

Aber mein Leiden und meine Liebe verabscheuen sie, und mein Leben ist ihnen schwer und hart. Daher werde ich so handeln wie das Tier, das viele Verstecke hat und das, wenn es von Jägern verfolgt und aus dem einen Versteck vertrieben wird, in das andere flieht. So werde ich handeln, denn die Christen verfolgen mich mit ihren bösen Taten und vertreiben mich aus dem Versteck ihres Herzens. Deshalb will ich zu den Heiden gehen, in deren Mund ich jetzt bitter und unappetitlich bin, und ich werde in ihrem Mund lieblicher als Honig sein. Dennoch bin ich noch so barmherzig, dass jeder, der um Verzeihung bittet und sagt: „Herr, ich weiß, dass ich schwer gesündigt habe, und ich will mich gern mit deiner Gnade bessern; erbarme dich über mich um deines bitteren Leidens willen“ – den will ich mit Freude aufnehmen.

Aber zu denen, die sich in ihrer Bosheit verhärten, werde ich kommen wie ein Kämpfer, der drei Eigenschaften hat, nämlich Gefährlichkeit, Stärke und Strenge. Ich werde so gefährlich zu den Christen kommen, dass sie nicht wagen, den kleinsten Finger gegen mich zu rühren. Ich werde auch so stark kommen, dass sie wie Mücken vor mir sein werden. Drittens werde ich so streng zu ihnen kommen, dass sie Weh auf dieser Welt und Weh ohne Ende spüren werden.‘ „

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