4. August: Gedenktag hl. Johannes Maria Vianney

04/08/2010

„Der Mensch ist so groß, dass nichts auf der Erde ihm genügen kann. Nur wenn er sich Gott zuwendet, ist er zufrieden. Zieh einen Fisch aus dem Wasser: er wird nicht leben können. Das ist der Mensch ohne Gott.“ (Johannes Maria Vianney, der heilige Pfarrer von Ars)

Der heilige „Pfarrer von Ars“ wurde am 8. Mai 1786 in der Nähe von Lyon geboren. Seine Jugend fällt also in die Zeit der Französischen Revolution. Die erste Kommunion empfing er bei verschlossenen Fensterläden in seinem Elternhaus. Er arbeitete zunächst auf dem Bauernhof seiner Eltern. Mit 19 Jahren begann er zu studieren, um Priester zu werden. Obwohl nicht unbegabt, war er im Studium ein Versager. Wegen seiner großen Frömmigkeit wurde er trotzdem zum Priestertum zugelassen (1815).

Als Pfarrer von Ars lebte er in harter Armut. Die verwahrloste Pfarrei erweckte er zu neuem Leben. Bei Tag und Nacht war er als Beichtvater, Prediger und Seelenführer tätig. Zahllose Menschen aus nah und fern suchten bei ihm Rat und Hilfe. Dabei fühlte er, der eine große Ehrfurcht vor dem Priestertum hatte, sich in seinem Beruf immer wieder unsicher und wäre in einen kontemplativen Orden eingetreten, wenn nicht seine Gemeinde ihn daran gehindert hätte. Er starb am 4. August 1859 und wurde in Ars begraben. Papst Pius XI. hat ihn heilig gesprochen und zum Patron der Seelsorger erklärt. (Quelle: Schott)


Unter anderem wird folgendes von ihm berichtet: Zwei ungläubige Professoren der Universität Lyon beschlossen, nach Ars zu gehen, um den bekannten Pfarrer genau zu beobachten. Als im Augenblick der heiligen Wandlung die anwesenden Gläubigen sich knieten, sagten jene zueinander, wie es nur möglich sein könne, daß vernünftige Leute vor einem Stückchen Brot niederknien. Als dann der Heilige Johannes Maria Vianney, wie der Name des Pfarrers von Ars lautete, die erste Hostie vor dem Austeilen an die Gläubigen zeigte, entschwebte sie seinen Fingern und legte sich von selbst auf die Lippen des ersten Kommunizierenden. Einer der beiden Zweifler kehrte um und wurde später Priester und Dominikanermönch.

In einer Predigt sagte  hl. Pfarrer von Ars einmal nachdem er von nachfolgenden Gebet gesprochen hatte: „Liebe Kinder, denkt immer daran: Jedesmal, wenn mir eine besondere Gnade zuteil wurde, habe ich sie mit diesem Gebet erfleht.“

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„O Mutter Jesu,

durch deine unermeßlichen Schmerzen

beim Leiden und Sterben deines göttlichen Sohnes

und um der bitteren Tränen will, die du vergossen hast,

bitte ich dich,

opfere den heiligen, mit Wunden und Blut bedeckten Leib

unseres göttlichen Erlösers

in Vereinigung mit deinen Schmerzen und Tränen

dem Himmlischen Vater auf zur Rettung der Seelen

und um die Gnade zu erlangen, um die ich dich bitte…“

Zum Schluß dreimal:

„Jesus und Maria, ich liebe euch, rettet Seelen,

rettet die Gottgeweihten!“

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