Empfängnisregelung? Enthaltsamkeit.

13/04/2011

Warum die aktuelle Debatte um die Übersetzung der italienischen Ausgabe des Youcat eine Scheindebatte ist

Dass aus dem deutschen Original „Empfängnisregelung“ in der italienischen Version „empfängnisverhütende Methoden“ wurde, ist mehr als ein Übersetzungsfehler. Hier hat sich in freudscher Manier offenbart, was sich in Wahrheit hinter dem so harmlos daherkommenden Begriff verbirgt. Youcat und „normaler“ Katechismus, angelehnt an die postkonziliare Papstenzyklika Humanae Vitae, lassen mit oftmals schwammigen Begrifflichkeiten und Formulierungen Interpretationsspielräume offen und führen damit auf einen Irrweg. Die menschliche Sexualität, ebenso wie die der Tiere, dient naturgemäß der Fortpflanzung. Der Versuch, sie mit welchen Methoden auch immer ihrem natürlichen Zweck zu entheben, ist ein Griff in die Trickkiste und verstößt gegen Gottes Gebot. Das einzig zulässige und außerdem 100% sichere Mittel zur „Empfängnisregelung“ ist die Enthaltsamkeit.

In den Heften 1944, am 22. März, heißt es dazu:

Jesus sagt:

Welches ist der Unterschied zwischen dem Sündenbett und dem Bett zweier Gatten, die sich zwar nicht dem Genuss, aber doch der Zeugung von Nachkommen verweigern? Lass uns keine Wort-Seiltänze vollführen und keine verlogenen Vernunftschlüsse vorbringen. Der Unterschied ist ganz gering. Wenn es auch aus Gründen der Krankheit oder von Unvollkommenheiten ratsam oder zulässig ist, auf Kinder zu verzichten, dann ist freilich erforderlich, enthaltsam leben zu können und sich jene sterilen Befriedigungen zu versagen, die nichts anderes als eine Befriedigung der Sinne sind; warum macht ihr dann aber, wenn kein solches Hindernis für die Fortpflanzung besteht, aus einem natürlichen und übernatürlichen Gebot einen unmoralischen Akt, den ihr seines Zweckes entfremdet?

Wenn irgend eine ehrenwerte Überlegung euch rät, die Kinderzahl nicht zu vermehren, dann wisst doch als keusche Gatten zu leben und nicht als wollüstige Affen. Wie wollt ihr denn, dass Gottes Engel über euer Haus wache, wenn ihr es zu einem Sündennest macht? Wie wollt ihr denn, dass Gott euch beschütze, wenn ihr ihn zwingt, den Blick angewidert von eurem besudelten Nest abzuwenden?

Ach! Wie erbärmlich sind die Familien, die sich ohne übernatürliche Vorbereitung gründen, die Familien, von denen a priori jede Suche nach der göttlichen Wahrheit ausgeschlossen wurde, wo man stattdessen das Wort der Wahrheit verhöhnt, das da lehrt, was die Ehe und ihr Sinn ist. Erbärmliche Familien, die sich ohne einen nach oben gerichteten Gedanken gründen, einzig unter dem Stachel eines sinnlichen Appetits und eines finanziellen Kalküls! Wie viele Eheleute gibt es, die nach der unvermeidlichen Gewohnheit der religiösen Zeremonie – Gewohnheit habe Ich gesagt, und wiederhole es noch einmal, denn für die meisten ist es nichts weiter als eine Gewohnheit, nicht aber die Sehnsucht der Seele, in diesem Augenblick Gott bei sich zu haben – gar keinen Gedanken mehr an Gott haben und das Sakrament, das doch nicht mit der religiösen Zeremonie endet, sondern da erst beginnt und nach meiner Vorstellung so lange wie das Leben der Ehegatten dauert – genau wie auch der Eintritt in das Mönchsleben nicht mit der religiösen Zeremonie endet, sondern so lange wie das Leben des Mönchs oder der Nonne – die also aus dem Sakrament eine Feier machen und die Feier zu einer Orgie von Bestialität!

Der Engel lehrt den Tobias, dass der eheliche Akt, wenn ihm das Gebet vorausgeht, ein heiliger und gesegneter und in Wahrheit freuden- und kinderreicher wird.


So solltet ihr es halten. Von dem Wunsch nach Kindern beflügelt eine Ehe eingehen, denn das ist der Sinn der menschlichen Vereinigung, und jede andere Absicht ist eine Schuld, die den Menschen als vernunftbegabtes Wesen entehrt und den entwürdigten Geist verletzt und aus dem Tempel Gottes vertreibt, und die Ehe andererseits von dem Wunsch beflügelt einzugehen, Gott in jeder Stunde bei sich zu haben. Gott ist kein bedrückender Kerkermeister. Er ist vielmehr gütiger Vater, der sich über die redlichen Freuden seiner Kinder mitfreut und der ihre heiligen Umarmungen mit Seinen himmlischen Segnungen beantwortet und sie mit der Erschaffung einer neuen Seele gutheißt.

Aber wer wird diese Seite verstehen? Ihr werdet sie lesen, ohne ihre heilige Würze auch nur zu verspüren, so, als ob Ich in der Sprache eines unbekannten Planeten zu euch geredet hätte. Es wird euch wie abgedroschenes Stroh vorkommen, und ist doch Himmelslehre. Ihr, die Weisen dieser Zeit, werdet sie verhöhnen. Ihr wisst nicht, dass Satan über eure Torheit lacht, dem es gelungen ist, wegen eurer mangelnden Enthaltsamkeit, eurer Bestialität das, was Gott zu eurem Heil eingesetzt hatte: die Ehe als menschliche Vereinigung und als heiliges Sakrament zu einem Instrument eurer Verdammnis zu machen.

Auszug aus “Die Hefte 1944″ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz:book@parvis.ch, www.parvis.ch

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2 Antworten to “Empfängnisregelung? Enthaltsamkeit.”

  1. Hermann Says:

    An der Barmherzigkeit Gottes sollen wir niemals zweifeln.
    Rufen wir sie gerade in diesen Tagen an!

    Aber wir haben uns schon sehr sehr weit von der Lehre Christe verabschiedet!

    Kürzlich in unserem katholischen Sonntagsblatt: An das Pillenverbot haltet sich niemand mehr, Sexuallehre der Kirche sei überholt und erstarrt…

    Und das in einem kath. Blatt?

    Mein Jesus Barmherzigkeit.
    fg
    Hermann

  2. Vladimir Beresik Says:

    Herr, wer kann dann noch gerettet werden?
    Sei uns Sündern barmherzig.


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