Wie gut der Herr ist!

29/10/2011

zum Evangelium vom 30. Oktober 2011: Mt 23,1-12

24. Mai [1943]

Wie gut der Herr ist! Wenn ich die grenzenlose Güte Gottes betrachte, fühle ich mein Herz in Dankbarkeit und Liebe zerschmelzen. Auch in Schmerz, weil ich sehe, wie wenige die große Güte des Herrn erkennen.

Viele verlangen von ihm aufsehenerregende Dinge, um ihn „gut“ zu nennen; sie erklären ihn aber sofort als „nicht gut“, wenn ihnen etwas Unangenehmes widerfährt. Er ist hingegen allezeit „gut“; er ist ein wirklicher „Papa“ für seine treuen Kinder und ist auch für die weniger treuen gut, denen er unendliche Schätze der geduldigen Liebe, die auf ihre Reue wartet, zukommen lässt.

Aber für seine treuen Kinder erst! Für die, welche ihre Kinderhand in die Hand des Vaters legen und ihn mit dem heiligen, liebevollen Stolz der in den Vater verliebten Kinder anschauen – o, welches Kunststück, welches vollkommene Werk der Güte vollbringt Gott mit diesen! Für alles sorgt er in rührender Weise im Voraus, für alle Stunden und alle Vorkommnisse. Nicht nur die notwendigen Dinge, sondern sogar die kleinsten Wünsche seiner kleinen treuen Kinder lässt er Wirklichkeit werden und lässt uns diese Realitäten als Geschenke, als Belohnung wie ein guter „Papa“ zukommen, um uns zu erfreuen.

Ich denke an den Satz des Evangeliums: „Wer Vater und Mutter um meinetwillen verlässt, wird das Hundertfache dafür schon jetzt erhalten und in Zukunft das ewige Leben“; und den anderen: „Gebt, und es wird euch gegeben werden; es wird euch in reichem, ja überreichem Maße vergolten werden“.

Ja, so ist es wirklich. Wer Gott allen anderen Dingen vorzieht und Gott zum Mittelpunkt seines Lebens macht, aus der Arbeit für den Herrn sein Ziel, dem gibt Gott nicht nur den angemessenen Lohn, sondern das „Hundertfache“, sogar das Überflüssige in so reichem Maße, denn Gott ist ein so großmütiger Herr, dass er seine treuen Diener mit überreichen Schätzen überhäufen kann, und er ist ein so guter Vater, dem es von seiner göttlichen Natur her Freude macht, auch seine Geschöpfe zu erfreuen… Und niemals ist zu befürchten, dass seine Königs- und Vaterschätze zu Ende gehen, denn wie aus unerschöpflicher Quelle quillt aus dem Schoß der Ewigen Trias ein immerwährender mächtiger Strom von Gnaden für die, welche Ihn lieben.

Auszug aus “Die Hefte 1943“ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

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