Unterweisung Jesu über Ehe und Familie

23/11/2011

Die Rolle des Ehemannes und Familienvaters

Nun erscheint Jesus auf der Schwelle des gastlichen Hauses und lächelt, während er die Hände zum Segen erhebt über die geduldige Menge, die auf ihn gewartet hat.

„Der Friede sei mit euch allen. Habt ihr mich erwartet? Habt ihr befürchtet, dass ich weggehen würde, ohne Abschied von euch zu nehmen? Ich halte meine Versprechen immer. Heute werde ich unter euch sein, um euch die Frohe Botschaft zu verkünden und, wie versprochen, eure Häuser, Gärten und Boote zu segnen, auf dass jede Familie und auch eure Arbeit geheiligt sei. Doch vergesst nicht, dass mein Segen, um wirksam zu sein, von eurem guten Willen unterstützt werden muss. Und ihr wisst ja, worin dieser gute Wille besteht, der in einer Familie herrschen muss, damit das Haus, in dem sie lebt, heilig sei.

Der Mann soll das Haupt sein, aber kein Despot, weder mit der Gattin noch mit den Kindern oder den Dienern; und gleichzeitig soll er der König sein, König im biblischen Sinne des Wortes. Erinnert ihr euch an das achte Kapitel des ersten Buches der Könige? Die Ältesten von Israel versammelten sich in Rama, wo Samuel wohnte und sagten zu ihm: „Siehe, du bist alt geworden, und deine Söhne wandeln nicht auf deinen Wegen. So setze denn einen König über uns ein, damit er uns richte, wie es bei allen Völkern Brauch ist!“

König sein will also heißen „Richter sein“, und er muss ein gerechter Richter sein, der seine Untergebenen nicht unglücklich macht, weder in der Zeit durch Kriege, Missbräuche oder ungerechte Steuern, noch in der Ewigkeit durch ein Königreich, in dem Weichlichkeit und Laster herrschen. Wehe den Königen, die ihr Amt missbrauchen, die den Stimmen der Untergebenen ihr Ohr verschließen, die ihre Augen schließen vor den Wunden der Nation; die sich der Leiden des Volkes mitschuldig machen durch widerrechtliche Bündnisse, nur um ihre Macht zu stärken mit Hilfe von Verbündeten!

Wehe auch jenen Vätern, die gegen ihre Pflichten fehlen, die blind und taub sind gegenüber den Bedürfnissen und Fehlern der Familienmitglieder, die die Ursache von Ärgernissen und Leiden ihrer Familie sind, die unwürdige eheliche Verbindungen zulassen, nur um sich mit reichen und mächtigen Familien zu verschwägern, ohne zu bedenken, dass die Ehe, abgesehen von der Fortpflanzung des Menschengeschlechtes, dazu dienen soll, Mann und Frau geistig zu erheben und zu stärken; dass sie eine Pflicht, eine Aufgabe in sich birgt und kein Geschäft ist, und kein Schmerz, keine Demütigung des einen oder anderen Partners sein darf; dass sie Liebe und nicht Hass ist.

Das Oberhaupt sei also gerecht ohne übertriebene Härte oder Forderungen, aber auch ohne übertriebene Nachgiebigkeit und Schwäche. Wenn ihr jedoch zu wählen hättet zwischen der Übertreibung im einen oder im anderen, dann wählt lieber das letztere, denn so wird Gott euch wenigstens sagen können: „Warum bist du so gut gewesen?“, und er wird euch nicht verurteilen, weil das Übermaß an Güte schon durch die Anmaßung derer bestraft wird, die diese Güte missbrauchen.  Übertriebene Härte dagegen würde euch immer vorgeworfen werden, weil sie mangelnde Liebe gegenüber den euch am nächsten Stehenden bedeutet. …“

Auszug aus “Der Gottmensch“ Band VIII von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

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