„Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid.“

04/08/2012

(zum Sonntags-Evangelium vom 05. August 2012: Joh 6,24-35)

Auch das Beispiel Adams, die göttlichen Strafgerichte durch die Sintflut, die Zerstreuung der Völker nach dem Übermut des Turmbaus zu Babel, die Zerstörung von Sodom und Gomorra, die Unterdrückung in Ägypten hielten das Volk nicht davon ab, zu sündigen. Das Erbarmen Gottes, das sie von der Unterdrückung durch den Pharao befreite und dem Volk ein auserlesenes Vaterland und eine göttliche Gesetzgebung schenken wollte, hielt die Menschen nicht dazu an, aus Dankbarkeit gegen Gott von der Sünde zu lassen. Sie sündigten sogar auf dem Weg zu dem Land der Verheißung, während Gott als wahrer Vater sie mit Seinen Gaben überhäufte.

Der Mensch bleibt immer der Mensch. In der alten wie in der neuen Religion, die doch beide von Gott kommen, gleichgültig ob er nun der alten „Kirche“ oder der neuen Kirche angehört. „Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid.“ (*)

Die Menschheit bleibt immer dieselbe. Sie wird viel mehr von äußeren, wunderbaren Dingen angezogen, von dem, was neu erscheint oder auch, was materiellen Genuss verspricht, von rein menschlichen Hoffnungen und Verheißungen, die zu erlangen man sich verspricht, als von inneren, übernatürlichen Dingen, die ganz gewiss nicht weniger, sondern viel mehr Wunderbares, Freudvolles für sich haben, und die viel sicherer und vor allem dauerhafter, nämlich ewig sind.

Judas ist der vollkommene Prototyp derer, die sich von materiellen Wundern und von menschlichen Hoffnungen und Ehren verführen lassen, die geeignet sind, die intellektuelle Habgier oder die der Augen zu befriedigen. Deren vollkommener und unbekehrbarer Prototyp.

Auch die übrigen Apostel und Jünger waren ja nicht unberührt von dieser menschlichen Schwäche, von der sie allerdings nicht ganz und gar beherrscht wurden und von der sie sich bis zu dem Grade befreiten, dass sie alle Demütigungen und Verfolgungen ertrugen bis zur Hingabe selbst des Lebens, um das ewige Leben zu erhalten. 

(*) Joh 6,26

Auszug aus “Die Hefte 1945-1950″ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.chwww.parvis.ch

„Das Brot, das Gott ist und der Wein, der Blut ist“

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