Warum eigentlich Ehe und Familie der Arbeit unterordnen,

23/10/2012

fragt sich Norbert Blüm in seinem lesenswerten Plädoyer für traditionelle Werte in der Zeit. Zitat:

„Heute wird der Prototyp Frau verehrt, der mühelos Familie und Beruf vereinbaren kann. Die siebenfache Mutter mit Kinderfrau und Reitlehrer eignet sich jedoch nicht zur Ikone, vor der die gerade zur Pflegerin umgeschulte ehemalige Schlecker-Mitarbeiterin mit Ehemann im Niedriglohnsektor und drei Kindern im Grundschulalter niederknien soll.“

Wie schön, dass die Zeit auch mal Raum gibt für Positionen außerhalb des Zeitgeistes – vielleicht wandelt sich dieser auch gerade, hin zur Wiederentdeckung alter Werte, die zeitlos sind.

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7 Antworten to “Warum eigentlich Ehe und Familie der Arbeit unterordnen,”


  1. Das ist ja alles wunderbar in der Theorie… aber was macht die alleinerziehende Mutter ohne Unterstützung JETZT?
    http://kindgerechtblog.wordpress.com/2012/11/02/schadlicher-krippen-boom/

    • perpetualux Says:

      Der Artikel von Herrn Blüm spricht ja überhaupt nicht von Alleinerziehenden. Natürlich ist es wichtig, alleinerziehende Mütter und Väter zu unterstützen und diese Unterstützung (Kinderbetreuung, flexible Arbeitszeitmodelle…) zu optimieren, das stellt doch niemand in Abrede.

      Thema hier ist der derzeit tobende postfeministische Sturm der deutschen Medien und der Politik gegen die klassische Familienkonstellation mit ihrer durchaus sinnvollen Rollenverteilung in Job 1: geldverdienender Vater und Job 2: Mutter, die für Kinder und Haushalt zuständig ist. Und wir fanden in dem Zusammenhang gut, dass ein Herr Blüm mit seiner unkonformen Meinung jenseits des Mainstreams in einem eher mainstreamigen Blatt wie der Zeit zu Wort kommt.


      • Ja oder auch die durchaus sinnvolle und tolle Möglichkeit, dass der Vater zuhause bleibt und die Mutter arbeitet. Denn viele Väter würden das wirklich gerne, während viele Frauen gerne Arbeiten. Warum aber nicht beides? Es ist doch gut, wenn auch die Kinder in der Welt stehende und zufriedene Eltern haben und als Vorbild arbeitende Eltern. Eine Mutter oder Vater die hauptsächlich im Homeoffice arbeitet und an den zwei Bürotagen macht der andere Homeoffice, ist doch genauso gut, wie eine Mutter/Vater, die/der den Haushalt macht. Warum so einseitig und rückständig? Warum sollen denn Mädchen die Uni besuchen, wenn sie später 10 Jahre zuhause sind? Und welche Firma stellt sie dann noch ein? Mir geht es um die Wahlmöglichkeit zum Wohle der Menschen. Nicht um ein überkommenes Rollenbild. Natürlich mag es Mütter geben, die gerne zuhause bleiben. Auch DAS muss gefördert UND abgesichert werden. Heutzutage ist das jungen Mädchen nicht mehr zu empfehlen. Nicht umsonst ist das Armutsrisiko der alleinerziehenden Mütter so hoch. Wenn Frauen Gewalt oder auch ein promiskutives Verhalten der Ehemänner über sich ergehen lassen, um finanziell abgesichert zu bleiben, und ihre Kinder zu schützen, dann sind wir auf dem ganz falschen Weg. Warum sollte auch eine Familie auf das sehr gute Einkommen einer hervorragend ausgebildeten Mutter verzichten, wenn der Mann einen viel schlechter bezahlten und ungeliebten Job ausführen muss. Für ALL diese Modelle muss es Lösungen geben. Auch für Alleinerziehende im Schichtdienst. Väter können wunderbare Eltern sein. Manchmal vielleicht besser als eine gestresste und genervte Mutter, die das Gefühl hat geistig zu verkümmern und ihren Frust am Kind ablässt. Warum nicht ähnliche Bedingungen schaffen, wie bereits in den skandinavischen Ländern vorgelebt. Dort sind die Väter nämlich VORHANDEN. In Ihrer vorgeschlagenen Rollenverteilung manifestieren wir doch immer mehr den hier vorherrschenden Gedanken der Präsenz des Arbeitnehmers bis 20 oder 21 Uhr. Warum wollen sie den Kindern nur EINEN Teil der Eltern gönnen? Oder hatten ich Sie Missverstanden und Sie meinten das obig geschriebene nur als Beispiel?

      • abitene Says:

        Ich denke wohl, dass die Rollen der Eltern nicht beliebig austauschbar sind. Schliesslich trägt die Mutter das Kind in ihrem Leib und das Stillen, das diese körperliche Nähe nach der Geburt fortsetzt, ist von unserem Schöpfer auch so vorgesehen und enorm wichtig, nicht nur für die körperliche Gesundheit des Kindes sondern auch für die emotionale. Diese Bindung lockert sich erst im Laufe der ersten Lebensjahre. Dem Vater, der freier „ausschwärmen“ kann, kommt eine ganz andere Rolle zu, dem des Versorgers, Beschützers usw. Weder Mutter noch Vater werden in dieser Konstellation irgendwie entwürdigt.


      • es geht nicht um entwürdigen. niemand sollte jemanden herabwürdigen. aber bitte tun sie das dann auch nicht indem sie die bindung der väter herabwürdigen (die kann nämlich so unglaublich hoch sein) während die mutter eventuell krank ist, emotional nicht damit zurecht kommt oder einfach gerne ausschwärmt. stillen und schwanger sein, ist doch kein hinderungsgrund um danach zu arbeiten… katastrophal ist es doch dass weder der vater noch die mutter die wahl hat! und wenn der schöpfer es nicht vorgesehen hätte: was macht denn der vater und das kind wenn aus irgend einem grund die mutter nicht da ist oder da sein kann? wie können sie dem vater eine enge bindungsmöglichkeit zum kind absprechen? väter die viel mehr mitzittern und selber einen schwangeschaftsbauch entwickeln und hormonelle umstellungen erleben? die sich tag und nacht um das kind kümmern? ist das einfach NIX? das ist doch entwürdigend. jede konstellation in denen menschen sich wohl fühlen, die ihnen entspricht und dem kind gut tut ist doch richtig. das kann ich einfach nicht als kindgemäß annehmen.

      • abitene Says:

        Also hier spricht niemand dem Vater seine Gefühle oder wie Sie sagen „enge Bindungsmöglichkeit“ zu seinem Kind ab, wie kommen Sie denn darauf? Wir reden hier auch nicht von Sonderfällen, die natürlich Sondermassnahmen erfordern. Ihrem Satz „jede konstellation in denen menschen sich wohl fühlen, die ihnen entspricht und dem kind gut tut ist doch richtig“ kann ich gar nicht zustimmen. Das ist genau die Einstellung, die zur Adoption von Kindern durch Homosexuelle beiträgt. Wir haben das schönste und harmonischste Beispiel dafür, wie Kinder am besten aufwachsen in der Heiligen Familie: Josef, die Jungfrau Maria, das Jesuskind. Hier ein Auszug aus den Vision von Maria Valtorta, der die geordnete und friedliche Atmosphäre, in der das Jesuskind aufwachsen konnte, wiederspiegelt: Die Heilige Familie in Ägypten


      • also jetzt muss ich doch noch einmal etwas dazu sagen: woher wissen sie denn dass ein kind in einer gleichgeschlechtlichen partnerschaft schlecht aufwächst? und bevor sie sich jetzt selber widerlegen: der ‚fehlende elternteil‘ fehlt doch bei unendlich vielen kindern. ist es für ein kind besser in einer gewalttätigen oder psychisch kranken etc atmosphäre aufzuwachsen oder bei liebevollen menschen. die sexuelle orientierung sollte hier wohl keine rolle spielen denn die sollte kein kind mitbekommen. in ihrer gewünschten vater mutter kind konstellation (mutter nicht arbeitend) ist der vater doch gar nicht vorhanden! der muss so unglaublich viel arbeiten und teilweise zwei jobs machen um überhaupt die familie durchzubringen oder die mutter wohnt irgendwo in deutschland damit sie nicht ständig mit dem vater umziehen muss zur nächsten arbeitsstelle. dann kommt der vater alle paar wochenende angehetzt. DAS ist für sie gut? oder wenn es ein paar gibt, dass nicht gut vorbereitet ist und am ende völlig überfordert, trennt etc und dort ein kind hinein adoptiert wird? natürlich ist eine geordnete und friedliche atmosphäre für ein kind wunderbar. dies kann, muss aber nicht nur in dieser form geschehen. wie können sie so ein beispiel nehmen? es ist ein bericht aus einer zeit über eine ganz andere zeit, die heute nicht mehr vorhanden ist. das muss man doch einfach einsehen. es geht darum, kinder zu unterstützen, eltern und auch auch andere personen, die sich um das wohl der kinder bemühen! DAS ist doch christlichkeit.


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