Jean Aulagnier: Avec Jésus au jour le jour – The Diary of Jesus (Teil 1)

20/01/2013

Jean Aulagnier ( 2010) hat in seinem 1994 erschienen Buch „Avec Jésus au jour le jour“ („The Diary of Jesus“) das Leben Jesu Tag für Tag rekonstruiert. Wie kam er dazu, welcher Mittel hat er sich bedient, ist das alles hieb-und stichfest? Im Vorwort des Buches erklärt er seine Motivation und seine wissenschaftliche Arbeitsmethode:

Der katholische Ingenieur war bereits in den 70er Jahren an das Evangelium wie an ein „gigantisches Puzzle“ herangegangen: Er führte eine systematische Analyse und kohärente Einordnung der unzähligen geographischen, zeitlichen, klimatischen, landwirtschaftlichen usw. Details des Neuen Testaments durch und berücksichtigte auch Quellen von Zeitgenossen und Historikern. So gelang es ihm Stück für Stück, die Ereignisse in historisch genauer Abfolge einzuordnen. In dem 1980 vom Bistum Paris herausgegebenen Buch „Et Dieu vint“ (Und Gott kam) liess er den „Film der evangelischen und apostolischen Realität der Frühkirche des ersten Jahrhunderts wieder aufleben“. 

Aulagnier war mit dieser historischen Einordnung nicht restlos zufrieden. Er wünschte sich, viel mehr Einzelheiten über die Lebensumstände der Heiligen Familie, der Apostel, der Jünger und Frauen, die mit Jesus unterwegs gewesen waren, zu erfahren. Jemand empfahl ihm den „Gottmensch“ von Maria Valtorta. Die Bände faszinierten ihn zwar, gleichzeitig stand er ihnen aber skeptisch gegenüber. Angesichts der Vielzahl von bereits existierenden Beschreibungen des Lebens Jesu wollte er einen kühlen Kopf bewahren und beschloss, seine wissenschaftliche Untersuchungsmethode auf Maria Valtortas Werk anzuwenden:

Mehr als 700 verschiedene Szenen mit über 4000 verschiedenen Anhaltspunkten, davon allein 600 Szenen während der rund 1200 Tage des öffentlichen Auftretens Jesu (also im Durchschnitt jeden zweiten Tag eine Szene) wollte er genau datieren: Sollte sich trotz der komplexen Kontrollfilter, die seine analytische Methode beinhaltete, eine exakte, Tag für Tag datierte Chronologie rekonstruieren lassen, sei das Werk der Valtorta durch göttlichen Eingriff entstanden und verdiene fundamentale Beachtung, so seine Schlussfolgerung.

(weiter zu Teil 2)

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