Archive for the 'Fatima' Category

13. Oktober: Fatimatag

13/10/2010

Der 13. Oktober 1917 war der Tag der sechsten Erscheinung und des Sonnenwunders in Fatima.


Allerheiligste Dreifaltigkeit, Vater, Sohn und Heiliger Geist!

In tiefster Ehrfurcht bete ich Dich an und

opfere Dir auf den kostbaren Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit

unseres Herrn Jesus Christus,

gegenwärtig in allen Tabernakeln der Welt: zur Sühne für die Schmähungen, Sakrilegien und Gleichgültigkeiten,

durch welche Er selbst beleidigt wird.

Durch die unendlichen Verdienste Seines heiligsten Herzens

und durch die des Unbefleckten Herzens Mariens

erflehe ich von Dir die Bekehrung der armen Sünder.

(Gebet, das der Engel im Jahr 1916 dreimal mit den Kindern betete)

Das Sonnenwunder von Fatima

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Die Geheimnisse von Fatima (II) : Widersprüche um das „dritte Geheimnis“

14/05/2010

Papst Benedikt XVI, der frühere Kardinal Joseph Ratzinger, weilt zur Zeit in Fatima, Portugal, anlässlich des 10. Jahrestages der Seligsprechung der Seherkinder Francisco und Jacinta.

Von den drei Teilen des Geheimnisses, das in den Marienerscheinungen von Fatima offenbart wurde, wurden zwei am 13. Mai 1947 veröffentlicht. Der dritte Teil des Geheimnisses blieb dagegen im Verborgenen; zahlreiche Indizien sprechen dafür, dass er bis heute nicht veröffentlicht ist.

Der folgende Versuch einer Chronik möchte auf Widersprüche im Zusammenhang mit dem Geheimnis aufmerksam machen.

Am 13. Mai 1917 findet die erste Marienerscheinung in Fatima statt.

Am 13. Juli 1917 offenbart die Gottesmutter der Seherin Lucia einen dritten Teil des Geheimnisses, der vorläufig niemandem mitgeteilt werden soll.

Im September 1943 erkrankt Ordensschwester Lucia schwer. Der Bischof von Fatima befürchtet, sie könne sterben und das dritte Geheimnis mit ins Grab nehmen. Er befiehlt ihr daher, es niederzuschreiben.

Im April 1957 wird das Geheimnis in einem versiegelten Umschlag an den Vatikan weitergeleitet. Es soll auf Anweisung der Gottesmutter spätestens 1960 veröffentlicht werden.

Johannes XXIII liest während seines Pontifikats (1958-1963) das Geheimnis und beschließt, es nicht zu veröffentlichen.

Am 13. Mai 1981 wird auf dem Petersplatz ein Attentat auf Papst Johannes Paul II. verübt. Der Papst überlebt schwer verletzt.

Am 11. November 1984 veröffentlicht die italienische Zeitschrift „Jesus“ ein Interview aus dem Oktober 1984 mit dem damaligen Präfekten der Glaubenskongregation Kardinal Ratzinger, bezüglich des dritten Teils des Fatima-Geheimnisses:

J: Kardinal Ratzinger, haben Sie das sogenannte „3. Geheimnis“ von Fatima gelesen, d.h. jenes, das Schwester Lucia an Papst Johannes XXIII geschickt hatte, und das er nicht veröffentlichen wollte und in die Vatikanischen Archive überstellt hat?

KR: Ja, ich habe es gelesen.

J: Warum wurde es nicht enthüllt?

KR: Weil es laut Urteil der Päpste nichts zu dem hinzufügt, was ein Christ bezüglich des Inhalts der Offenbarung wissen müsste, d.h. einen radikalen Aufruf zur Bekehrung, die große Bedeutung der Geschichte, die Gefahren, die den Glauben und das Leben der Christen und damit der Welt, bedrohen. Und dann die Wichtigkeit der „Novissimi“ (Die letzten Dinge: Tod, Jüngstes Gericht/Apokalypse, Himmel und Hölle). Wenn es nicht veröffentlicht wird, zumindest im Moment, dann um zu vermeiden, dass religiöse Prophezeihung mit Sensationalismus verwechselt wird. Aber die Dinge, die im dritten Geheimnis enthalten sind, entsprechen dem, was in der Schrift angekündigt wurde und immer wieder in anderen Marienerscheinungen gesagt worden ist, allen voran die Erscheinung von Fatima mit ihren bekannten Inhalten. Umkehr, Buße, sind die wesentlichen Voraussetzungen zum Heil. …

Am 13. Mai 2000, während der Seligsprechungszeremonie der beiden Seherkinder kündigt der damalige Kardinal Staatssekretär Sodano die baldige Veröffentlichung des dritten Teils des Geheimnisses von Fatima an. Es handle u.a. von einem „weißgekleideten Bischof“, der „wie tot“ zu Boden falle.

Am 26. Juni 2000 wird das „dritte Geheimnis“ von Fatima durch Kardinal Ratzinger veröffentlicht. Darin heißt es eindeutig, dass jener weißgekleidete Bischof von Soldaten getötet wird. Dieser Widerspruch zur vorigen Aussage Sodanos fiel nicht nur aufmerksamen Katholiken auf, auch die Washington Post wies in einem Artikel vom 1. Juli 2000 auf die Widersprüchlichkeiten hin.

Sowohl Sodano als auch Ratzinger beziehen die Vision aus dem vermeintlichen dritten Geheimnis nun auf das Attentat von 1981 und sprechen ihm damit jegliche Relevanz für die Gegenwart und kommende Zeiten ab.

Im begleitenden theologischen Kommentar zur Veröffentlichung schreibt Kardinal Ratzinger:

„Soweit einzelne Ereignisse dargestellt werden, gehören sie nun der Vergangenheit an: Wer auf aufregende apokalyptische Enthüllungen über das Weltende oder den weiteren Verlauf der Geschichte gewartet hatte, muss enttäuscht sein. Solche Stillungen unserer Neugier bietet uns Fatima nicht, wie denn überhaupt der christliche Glaube nicht Futter für unsere Neugierde sein will und kann. Was bleibt, haben wir gleich zu Beginn unserer Überlegungen über den Text des Geheimnisses gesehen: die Führung zum Gebet als Weg zur „Rettung der Seelen“ und im gleichen Sinn der Hinweis auf Buße und Bekehrung.“

In einem Interview am 5. September 2003 spricht Kardinal Ratzinger plötzlich doch wieder von der Zukunft. Er sagt: „Wir können nicht ausschliessen – ich würde sogar sagen, wir müssen damit rechnen, dass wir sogar in späteren Zeiten ähnliche Krisen in der Kirche und vielleicht auch ähnliche Angriffe auf einen Papst haben werden.“ (Interview HIER).

Und gestern, am 13. Mai 2010, sprach unser Papst am Erscheinungsort selbst folgende Worte: „Wer glaubt, dass die prophetische Mission Fatimas beendet sei, der irrt sich.“

Kommentar: Merkwürdig, dass Kardinal Ratzinger 1984 den Bezug zum Papstattentat nicht erwähnt hat. Den Eindruck, den er in dem Interview vom dritten Teil des Geheimnisses vermittelt, steht in Kontrast zum später veröffentlichten Text. Damals war keine Rede davon, dass sich das Geheimnis um bereits vergangene Dinge dreht. Klang nicht vielmehr durch, dass der Inhalt aufrüttelnd und brandaktuell sein muss, wenn man von einer Veröffentlichung abgesehen habe, um Sensationsgier nicht zu schüren, sprich: keinen Aufruhr auszulösen? Was ist aus den „Gefahren für die Christen und die Welt“ geworden und der „Wichtigkeit der Letzten Dinge“, von denen  Kardinal Ratzinger damals gesprochen hat?

Ist der 2000 veröffentlichte Text ein anderer, als das tatsächliche Geheimnis?

Verschiedene Stimmen aus dem Umfeld von Schwester Lucia bekräftigen die Vermutung, dass das dritte Geheimnis von einer großen Apostasie spricht, die die Kirche in vielen Ländern erschüttern wird. Es würde somit nahtlos an eine Aussage Schwester Lucias anknüpfen, worin es heißt, dass jedoch in Portugal das Dogma des Glaubens stets erhalten bliebe.

Dieser Glaubensabfall ist nun voll da, zu beobachten in allen Instanzen von Gesellschaft  und katholischer Kirche.

Angesichts dessen bleibt zu hoffen, dass jene, die über den wahren Inhalt des dritten Geheimnis unterrichtet sind, allen voran Papst Benedikt, in diesen bewegten Zeiten vom Geist der Wahrheit gedrängt werden, die Wahrheit über Fatima, und gleichzeitig die Wahrheit über den Zustand der Kirche und der Welt endlich ans Licht zu bringen.


Anmerkung: Auch wenn häufig von „Drei Geheimnissen“ oder dem „Dritten Geheimnis“ von Fatima zu lesen ist, gab es korrekt immer nur ein einziges „Geheimnis“, welches sich aber in drei Teile gliedern lässt.

Weiterlesen:

Teil I: Höllenvision und der Botschaft erster und zweiter Teil

Teil III: Was geschah mit Schwester Lucia?

Teil IV: Die Weihe Russlands ist noch immer nicht erfolgt

Das Sonnenwunder von Fatima

Das Sonnenwunder von Fatima

13/10/2009

Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen, und auf der Erde werden die Völker bestürzt und ratlos sein über das Toben und Donnern des Meeres. Die Menschen werden vor Angst vergehen in der Erwartung der Dinge, die über die Erde kommen; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.

Lk 21, 25-26

Am 13. Oktober 1917 ereignete sich nahe Fatima, Portugal ein unerklärliches Naturschauspiel, welches von über 50.000 Zeugen aus teilweise bis zu 65 km Entfernung beobachtet wurde. An jenem Tag regnete es in Strömen. Die Pilgerscharen, die anlässlich der erwarteten fünften Erscheinung der Gottesmutter zur Cova da Iria gekommen waren, waren völlig durchnässt. Hoffnung und Vertrauen, Skepsis und Zweifel bewegten die Menschen.

Wie angekündigt, erschien die Heilige Jungfrau den drei Seherkindern um die Mittagszeit.

 

Die Seher von Fatima

 

Sie zeigte ihnen drei Tafeln am Himmel mit Szenen aus dem freudenreichen, schmerzhaften und glorreichen Rosenkranz und forderte erneut dazu auf, täglich den Rosenkranz zu beten, sich vom sündigen Leben zu bekehren und Sühne zu leisten für die unzähligen Beleidigungen, die Gott zugefügt werden.

Dann öffnete sie die Hände, und das Licht, welches von ihnen ausging, schien die Wolken beiseite zu schieben. Das für diesen Tag angekündigte Wunder nahm seinen Lauf. Trotz des hohen Sonnenstandes ließ sich mit bloßem Auge in die Sonne schauen. Augenzeugen vergleichen ihr Aussehen zu Beginn mit dem einer silbernen Scheibe, die sich schneller und schneller drehte. Während 10 Minuten vollführte die Sonne einen „Tanz“, rotierte in verschiedenen Farben oder sprang mit abrupten Bewegungen im Zick-Zack.

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Bild: NASA

Die Sonne, aufgenommen per Extreme Ultraviolet Imaging Telescope (EIT) der NASA

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Noch blickt die Menge fasziniert nach oben ...

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Nachdem zunächst alle dem Farbenspiel und den Bewegungen der Sonne zugeschaut hatten, folgte großer Schrecken, als es danach aussah, als ob die Sonne auf die Erde stürzen würde. Die Anwesenden fielen teils mit lautem Gebet und Flehen um Vergebung auf die Knie, im Glauben, das Ende der Welt sei gekommen.

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... um gleich darauf vor Schrecken und aus Reue betend auf die Knie zu fallen.

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Als das Wunder vorüber war, ließ sich nicht mehr in die Sonne schauen ohne schmerzhaft geblendet zu werden. Die durchweichte Kleidung war auf wundersame Weise getrocknet.

Die Welt war in ihren Normalzustand zurückgekehrt, und doch war nichts mehr wie zuvor.

Viele Menschen wurden an diesem Tag bekehrt oder doch zumindest in ihren Grundfesten erschüttert, unter anderem der Chefredakteur der größten portugiesischen Zeitung „O Seculo“, ein Freimaurer. Nachdem er im Vorfeld kritisch über die Erscheinungen berichtet hatte, zeigte er sich nach dem Erlebnis des Sonnenwunders schlicht überwältigt:

„Ich sah…ich sah…ich sah… Wunder, wie die Leute riefen? Natürliches Phänomen, wie die Experten sagen? Im Augenblick kümmert mich das nicht, ich sage nur, was ich gesehen habe … alles Übrige ist Angelegenheit von Wissenschaft und Kirche.“

(Übersetzung eines Auszugs aus dem Artikel aus „Ilustracao Portuguesa“ vom 29. Oktober 1917, von Avelino de Almeida)

Die Erscheinungen von Fatima wurden am 13. Oktober 1930 von der Kirche anerkannt.

Von Papst Pius XII wird berichtet, dass er am Vortag der Verkündigung des Dogmas der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel, dem 31. Oktober 1950 ein ähnliches Sonnenwunder bei einem Spaziergang in den Vatikanischen Gärten gesehen hat. Die Vision wiederholte sich mehrfach. Er nahm sie als Bestätigung und Bekräftigung dieser dogmatischen Wahrheit an.

† † †

Mehr zu den Erscheinungen von Fatima: hier

Literatur: „Our Lady of Fatima“ von William Thomas Walsh

Die Geheimnisse von Fatima (I) : Höllenvision und der Botschaft erster und zweiter Teil

13/07/2009

Am 13. Juli 1917 erscheint die Heilige Jungfrau den drei Hirtenkindern Lucia, Jacinta und Francisco in der Cova da Iria nahe Fatima, Portugal zum dritten Mal. Erneut betont sie, dass wir täglich 5 Gesätze des Rosenkranzes beten sollen.

Auch sollen wir uns für die Bekehrung der Sünder aufopfern, und öfters, insbesondere bei jeder Aufopferung, sprechen:

“Oh Jesus, aus Liebe zu Dir, für die Bekehrung der Sünder und als Sühne für die Beleidigungen, die dem unbefleckten Herzen Mariae zugefügt werden.”

Im Anschluss offenbart Maria Lucia ein Geheimnis:

Sie zeigt den Kindern die Hölle. Der Anblick ist so schrecklich, dass die Kinder das Gefühl haben, sie wären augenblicklich gestorben vor Furcht, hätte Maria ihnen nicht vorher zugesichert, dass sie in den Himmel kämen.

Die kleinen Seher von Fatima, Lucia, Francisco und Jacinta (v.l.n.r.)

Die kleinen Seher von Fatima, Lucia, Francisco und Jacinta (v.l.n.r.)

Im zweiten Teil des Geheimnisses wünscht Maria die Andacht zu ihrem Unbefleckten Herzen, um den Zorn Gottes über die unaufhörlichen Beleidigungen durch die Menschen zu besänftigen. Sie kündigt einen weiteren, schlimmeren Krieg an, falls die Beleidigungen nicht aufhören. Um diesen und weiteres Unheil zu verhindern, bittet sie um die Sühnekommunion an den ersten Samstagen des Monats, und die Weihe Russlands an ihr Unbeflecktes Herz durch den Papst gemeinsam mit allen Bischöfen.

“Wenn man auf meine Wünsche hört, wird Russland sich bekehren und es wird Friede sein. Wenn nicht, wird es seine Irrlehren über die Welt verbreiten, wird Kriege und Kirchenverfolgungen heraufbeschwören. Die Guten werden gemartert werden, der Heilige Vater wird viel zu leiden haben, verschiedene Nationen werden vernichtet werden, am Ende aber wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren. Der Heilige Vater wird mir Russland weihen, das sich bekehren wird, und der Welt wird eine Zeit des Friedens geschenkt werden.“

Der dritte Teil des Geheimnisses wurde offiziell in 2000 durch den Vatikan veröffentlicht. Da der Text vom Stil eher wie die Beschreibung einer Vision anmutet und es auch sonst etliche Ungereimtheiten gibt, ist davon auszugehen, dass der wahre Wortlaut bis heute unbekannt ist.

Betrachtet man darüber hinaus die Geschehnisse in der Welt und die allgemeine Tendenz zu noch mehr Brutalität, Gewissenlosigkeit und Ausschweifungen, liegt es auf der Hand, dass ganz offensichtlich auch den Forderungen des zweiten Teils des Geheimnisses nicht nachgekommen wurde.

Anmerkung: Auch wenn häufig von „Drei Geheimnissen“ oder dem „Dritten Geheimnis“ von Fatima zu lesen ist, gab es korrekt immer nur ein einziges „Geheimnis“, welches sich aber in drei Teile gliedern lässt.


Weiterlesen:

Das Sonnenwunder von Fatima vom 13. Oktober 1917

Teil II: Widersprüche um das „dritte Geheimnis“

Teil III: Was geschah mit Schwester Lucia?

Literatur: William T. Walsh “Our Lady of Fatima“