Archive for the 'Glaube' Category

Die Bedeutung der Eucharistie

27/04/2020

Nun sind es bereits mehrere Wochen, dass wir Katholiken aufgrund der sog. Pandemie die Heilige Eucharistie nicht mehr empfangen dürfen und unsere Sehnsucht danach ist sehr groß. Es gibt leider sogar bischöfliche Stimmen, die von einer Fixierung oder Überbewertung der Eucharistie sprechen! Tatsächlich sollten die Gläubigen möglichst täglich das Himmelsbrot empfangen, so hat es Jesus im Band 12 in „Der Gottmensch“ von Maria Valtorta zu den Aposteln nach seiner Auferstehung gesagt, so hat es auch die katholische Kirche vor allem seit Pius X. immer wieder betont.

Wir möchten hier die Bedeutung des Himmelsbrotes herausstellen, und zwar indem wir uns an der Enzyklika „Mysterium Fidei“ des Papstes Paul VI. orientieren. Der Papst veröffentlichte sie im September 1965, um seiner Sorge und Beunruhigung darüber Ausdruck zu verleihen, dass es unter den Priestern „einige“ gibt, die „über die privat gefeierten Messen, das Dogma der Wesensverwandlung und den eucharistischen Kult Ansichten verbreiten, die die Gläubigen beunruhigen und in ihnen nicht geringe Verwirrung bezüglich der Glaubenswahrheiten verursachen“ und um dieser Entwicklung entgegen zu wirken.

Paul VI. spricht gleich im ersten Satz vom „unermeßlichen Geschenk der Eucharistie“ und nennt sie den „kostbarsten Schatz“ der katholischen Kirche.

Er erinnert daran, dass im 2. Vatikanischen Konzil festgehalten ist, dass für das Gesamtwohl der katholischen Kirche nichts wichtiger ist, als dass die Gläubigen an der Feier dieses hochheiligen Geheimnisses teilnehmen.

Das eucharistische Mysterium ist das Herz und der Mittelpunkt der Liturgie, „weil es der Lebensquell ist, durch den gereinigt und gestärkt wir nicht mehr für uns, sondern für Gott leben und untereinander geeint sind durch die engsten Bande der Liebe.“

Dann zitiert er das Konzil von Trient, das die Eucharistie folgendermaßen benennt: „das Sakrament huldvollen Erbarmens, das Zeichen der Einheit, das Band der Liebe, das Ostermahl, in dem Christus genossen, das Herz mit Gnade erfüllt und uns das Unterpfand der künftigen Herrlichkeit gegeben wird“.

Der Papst betont weiterhin, das die Eucharistie ein ganz großes Glaubensgeheimnis ist und erinnert an die Worte Leo XIII.: „In ihm allein sind in einzigartiger Fülle und Vielfalt der Wunder alle übernatürlichen Wirklichkeiten enthalten“.

Als Gipfel der Lehre beruft sich Paul VI. nochmals auf das Konzil von Trient: „Durch das eucharistische Mysterium wird auf wunderbare Weise das Kreuzesopfer gegenwärtig, das einmal auf Kalvaria vollbracht wurde; es wird immer ins Gedächtnis zurückgerufen, und seine heilbringende Kraft kommt in der Vergebung der Sünden, die täglich von uns begangen werden, zur Wirkung.“ 

Eucharistie 1

Der Apostel Paulus sagt, dass das eucharistische Opfer „nicht nur für die Sünden der lebenden Gläubigen, für ihre Strafen, Genugtuungen und andere Nöte, sondern auch für die in Christus Verstorbenen, die noch nicht vollkommen gereinigt sind“ dargebracht wird. 

Im Brief an die Korinther schreibt der Apostel: „Ein Brot ist es. Darum sind wir viele ein Leib; denn wir alle haben teil an dem einen Brot“. Der heilige Lukas berichtet, dass die Gemeinde der Gläubigen, die am Brechen des Brotes und den Gebeten festhielten, „ein Herz und eine Seele“ war.

Um das Geheimnis der Eucharistie weiter zu illustrieren, heisst es dann in der Enzyklika: „Die ganze Kirche, die mit Christus zusammen das Amt des Priesters und Opfers ausübt, bringt das Messopfer dar und wird in ihm auch selbst ganz dargebracht.“

Aus diesem Grunde fordert Paul VI. die Priester auf, „dass sie täglich würdig und andächtig die Messe feiern, damit sie selbst und die übrigen Christgläubigen die Zuwendung der Früchte genießen, die aus dem Kreuzesopfer überreich hervorgehen. So werden sie auch am meisten zum Heil des Menschengeschlechtes beitragen.“

Sodann betont der Papst: „Der Herr wird ja dann im Messopfer – in welchem das Kreuzesopfer vergegenwärtigt und dessen heilbringende Kraft zugewendet wird – unblutig geopfert, wenn er kraft der Wandlungsworte beginnt, sakramental gegenwärtig zu sein, gleichsam als geistige Speise der Gläubigen, unter den Gestalten von Brot und Wein.“

Auch wenn es mehrere Weisen gibt, in denen Christus in seiner Kirche gegenwärtig ist, so ist die Gegenwart Christi in der Eucharistie eine besondere, „weil sie wesentlich ist, wodurch der ganze und unversehrte Christus, Gott und Mensch, gegenwärtig wird“. Das Konzil von Trient präzisiert: „Deswegen ist unser Erlöser nach seiner Menschheit gegenwärtig nicht nur zur Rechten des Vaters, nach der natürlichen Existenzweise, sondern zugleich auch im Sakrament der Eucharistie, in einer Daseinsweise, die wir zwar kaum in Worten auszudrücken vermögen, dennoch mit der vom Glauben erleuchteten Vernunft als für Gott möglich erkennen können und standhaft glauben müssen“.

Nach dem heiligen Chrysostomus enthält das Sakrament der Eucharistie nämlich „Christus selbst und ist gewissermaßen die Vollendung des geistlichen Lebens und das Ziel aller Sakramente.“

Anschließend weist Paul VI. darauf hin, dass dem Sakrament der Eucharistie sowohl innerhalb als auch außerhalb der Messfeier ein Kult der Anbetung gebührt und dass „wir sündigen, wenn wir es nicht anbeten“ (Augustinus).

Die weiteren Worte des Papstes an die Priester sind sehr eindringlich und deutlich: „Die Gläubigen mögen so oft wie möglich, am besten täglich, tätig am Messopfer teilnehmen, mit reinem und frommem Herzen sich durch die heilige Kommunion stärken und Christus, dem Herrn, auch gebührend für ein so großes Geschenk danken.“

Die tägliche Teilnahme am Heiligen Messopfer „hat vor allem den Sinn, dass sie – durch das Sakrament mit Gott verbunden – daraus Kraft schöpfen, die Leidenschaften zu beherrschen, die täglichen lässlichen Sünden zu tilgen und sich vor dem Fall in schwere Sünden, dem die menschliche Schwachheit immer ausgesetzt ist, zu bewahren“.

„Außerdem sollen sie es nicht unterlassen, das allerheiligste Sakrament – das an einem bevorzugten Ort und mit größter Ehrfurcht den liturgischen Gesetzen entsprechend in den Kirchen aufzubewahren ist – tagsüber zu besuchen; eine solcher Besuch ist ein Beweis der Dankbarkeit und ein Zeichen der Liebe und der schuldigen Verehrung gegenüber Christus, dem Herrn, der hierin gegenwärtig ist.“

„Jeder, der eine besondere Andacht zur heiligen Eucharistie hat und sich bemüht, die unendliche Liebe Christi zu uns vorbehaltlos und großmütig zu erwidern, erfährt daher und erfasst zutiefst mit großer innerer Freude und Frucht, welchen hohen Wert ein Leben hat, das mit Christus in Gott verborgen ist und was es bedeutet, mit Christus Zwiesprache zu pflegen: hier auf Erden das Beglückendste und auf dem Weg zur Heiligkeit das Wirksamste.“

Eucharistie 2

Schließlich drängt „der Kult der heiligen Eucharistie nachdrücklich zur ,,sozialen“ Liebe (…), aufgrund derer wir das Gemeinwohl dem Privatwohl vorziehen, die Sache der Gemeinschaft, der Pfarrei, der Gesamtkirche zu der unsrigen machen und die Liebe auf die ganze Welt ausdehnen, weil wir wissen, dass es überall Glieder Christi gibt.“

Abschließend bittet der Papst den Herrn, die Gottesmutter und die Heiligen darum, dass „aus dem uns gemeinsamen Glauben und dem gemeinsamen eucharistischen Kult die vollkommene Einheit der Gemeinschaft aller, die sich Christen nennen, entstehe und erblühe. Es mögen sich unserem Geist die Worte des heiligen Märtyrers Ignatius einprägen, mit denen er die Gemeinde von Philadelphia vor dem Übel der Trennungen und Spaltungen warnte, deren Heilmittel in der Eucharistie besteht: ,,Bemüht euch daher“, sagt er, ,,die eine Danksagung zu feiern. Es gibt nur ein Fleisch unseres Herrn Jesus Christus; es gibt nur einen Kelch in der Einheit seines Blutes, nur einen Altar, einen Bischof …““. —

Paul VI. hat in dieser Enzyklika das Allerheiligste ganz wunderbar beschrieben und dessen unermessliche Bedeutung für uns Menschen herausgestellt. Wir beten darum und bitten unsere Oberhirten, dass wir es möglichst bald wieder empfangen können, denn: sine domenico non possumus!

Link zum vollständigen Text der Enzyklika „Mysterium Fidei“

 

„Ich will euch auferwecken.“

13/04/2020

8. Oktober 1943

Jesus sagt:

„Meine Barmherzigkeit ist so unendlich, dass sie Wunder wirkt – deren Kraft und Form ihr erst in dem anderen Leben erkennen werdet – um die größte Anzahl von Seelen für die Auferstehung des Fleisches in Christus zu gewinnen.

Ich will nicht, dass ihr, die ihr mit Meinem Namen bezeichnet seid, für die Ewigkeit sterbt. Ich will euch auferwecken. Ich bin gestorben, um euch auferwecken zu können. Ich habe Mein Blut wie eine gekelterte Traube aus Meinem Fleisch gepresst, um euch auferwecken zu können. Meine Blutstropfen sind in euch und verlangen danach, in das Herz, aus dem sie hervorkamen, zurückzukehren.

Ich wiederhole das, was Ich gestern sagte. Es gibt nur Wenige, in denen Mein Blut nicht jenes Minimum an Verdiensten erbringt, das die Seele retten kann. Das hängt nicht von dem Heiligen Blut ab, sondern davon, wie der Mensch darauf erwidert. Die Judasse sind nicht die große Masse, denn oftmals gibt es nach dem schändlichen Leben eines Körpers, in dem die Seele als Sklavin gehalten wurde, einen Triumpf der Seele über die Materie durch die Tatsache, dass diese Seele in ihrer äußersten Stunde, an der Schwelle des Todes, der den Geist aus dem Fleisch befreit, sich zu Gott hinwendet, von dem sie eine Erinnerung behalten hat, und sich zu Ihm hinflüchtet.

Und glaubt Mir: Es genügt wahrhaftig ein Herzschlag der Liebe, des Vertrauens und der Reue, um das Bad Meiner Verdienste auf den Sünder niederfließen zu lassen und ihn in Sicherheit zu bringen.

Meine Gerichtigkeit ist nämlich nicht die eure, und Mein Mitleid ist ganz anders als das eure.

Dann, wenn man die Geretteten Meiner göttlichen Liebe, die ganz Erbarmen ist, sehen wird, werden die Tugenden des Gotteslammes von allen in Seinem Reich lebenden Geistern jubelnd verkündet werden. Ihr seid ja die von dem Lamme Geretteten, das sich für euch hat hinopfern lassen. Und wenn die, welche allezeit in Ihm und von Ihm so gelebt haben, dass sie die Sinnlichkeit nicht kannten, dem Lamme folgen und das Lied, das nur sie kennen, singen werden, so werden die in ihrer letzten Erdenstunde Geretteten Seiner Barmherzigkeit Ihn, in Liebesanbetung verneigt, in Ewigkeit beneiden, denn Er ist in doppelter Weise ihr Erretter, Erretter in Gerechtigkeit und Erretter in Liebe. Um der Gerechtikeit willen ist Er gestorben, um euch in Seinem Blut zu reinigen. Um der Liebe willen schenkt Er euch Sein geöffnetes Herz hin, um euch, noch von Schuld verunstaltet, dort aufzunehmen und in dem Feuer Seiner Liebe zu reinigen, wenn ihr Ihn, der euch liebt, auch nur im Tode ruft, Ihn, der euch ein Königreich verheisst.“

Jan van Eyck, Anbetung Lamm Gottes

Auszug aus “Die Hefte 1943“ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben, bitte an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz, wenden: book@parvis.ch, www.parvis.ch

„Schweigt, ihr Ungläubigen!

04/04/2015

Auch mir sagt die menschliche Vernunft: ‚Er ist tot und wird nicht auferstehen.‘ Doch mein Geist, sein Geist – denn ich habe von ihm einen neuen Geist erhalten – jubelt wie der Klang silberner Posaunen: ‚Er steht auf! Er steht auf!‘ Warum treibt ihr mich wie ein Schifflein gegen das Riff eurer Zweifel? Ich glaube! Ich glaube, mein Herr!“

Worte der Maria Magdalena an die Apostel Petrus und Johannes am frühen Ostermorgen.

Auszug aus “Der Gottmensch″, Bd. XI von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.chwww.parvis.ch

2Auferstehung Valtorta

Frohe Ostern, liebe Leser und liebe Nicht-Leser!

Christus ist auferstanden!

Wir freuen uns, Herr Jesus Christus,

dass du auferstanden bist

vom Tod.

Das Grab ist leer!

Halleluja!

Valtorta-Auszug: Die Auferstehung

unseres Herrn Jesus Christus

Die Passion unseres Herrn

02/04/2015

Liebe Leser,

unter der Kategorie Valtorta – Die Passion findet ihr viele Auszüge zu dieser Leidenszeit unseres Herrn Jesus.

Auch Kreuzwegsandachten haben wir hier schon wiedergegeben, wir empfehlen euch ebenfalls die Suchfunktion hier oben links.

Jesus Dornenkrone

Herr Jesus Christus, wir preisen Dich und loben Dich, denn durch Dein Heiliges Kreuz hast Du die ganze Welt erlöst.

18.-25. Januar 2015: Weltgebetswoche zur Einheit der Christen

19/01/2015

„… Denk daran, dass ich der Christus für alle bin, dass alle Christen Christus gehören.

Denk daran, dass deine Sendung weit über die verwandtschaftlichen und gefühlsmäßigen Bande hinausgeht. Du bist die Trägerin der Stimme, und die Stimme richtet sich an alle. Das kannst du nicht leugnen. Denk daran, dass ich – du hast es selbst erkannt – mit mehr Ehrfurcht von Angehörigen anderer Bekenntnisse als von euch geliebt werde.

Es ist nur ein Schritt, um in den einen Schafstall unter dem einen Hirten einzutreten. Es braucht eine Hand, die sich ihnen über den trennenden Bach entgegenstreckt und ihnen beim Kommen hilft. Der Durst nach mir ist dort sehr groß…

Als Ersatz für die fehlende Eintracht zwischen den Völkern soll wenigstens Eintracht zwischen den Christen herrschen, denn die Zeit der Christusgegner naht, und die Vorhersage muss erfüllt werden.“

Auszug aus “Der Gottmensch″, Bd. IV von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.chwww.parvis.ch

Herr Jesus,

der du am Abend, bevor du für uns gestorben bist,

dafür gebetet hast, dass alle deine Jünger vollkommen eins seien,

so wie du in deinem Vater bist und dein Vater in dir.

Lass uns die Treulosigkeit unserer Zerwürfnis schmerzlich spüren.

Gib uns Aufrichtigkeit, damit wir die in uns verborgene Gleichgültigkeit,

das Misstrauen und die gegenseitige Feindseligkeit erkennen,

und gib uns den Mut, sie alle zu verwerfen.

Hilf uns dabei, uns in dir wiederzufinden,

damit von unseren Seelen und Lippen ohne Unterlass

dein Gebet für die Einheit der Christen aufsteige,

so wie du sie willst und durch die Mittel, die du willst.

Lass uns in dir, der du die vollkommene Nächstenliebe bist,

den Weg finden, der uns zur Einheit führt,

 im Gehorsam zu deiner Liebe und deiner Wahrheit.

Amen.

(Gebet von Pater Paul Couturier, 1881-1953, der den Grundstein zur Gebetswoche zur Einheit der Christen gelegt hat. Er hatte u.a. die schöne Idee, dass sich Christen aller Konfessionen in einem „unsichtbaren Kloster“ im Gebet für die Einheit verbinden sollten.)

Paul Couturier

Pater Maria-Eugen vom Kinde Jesu

19/11/2014

Wir möchten gerne den Pater Maria-Eugen vom Kinde Jesu vorstellen:

Pater Maria-Eugen

Er wurde unter dem Namen Henri Grialou 1894 in Südfrankreich geboren, verlor früh seinen Vater und wuchs mit vier Geschwistern unter bescheidenen Verhältnissen auf. Bereits in seiner Jugend berührten ihn die Schriften der heiligen Therese vom Kinde Jesu tief. Nachdem er die Biographie des heiligen Johannes vom Kreuz gelesen hatte, trat er 1922 nach seiner Priesterweihe in den Karmeliterorden ein. In diesem hatte er über die Jahre mehrere wichtige Positionen sowohl in Frankreich als auch in Rom inne. 1932 gründete er in Venasque/Südfrankreich das Säkularinstitut Notre Dame de Vie, das heute zwei Zweige für Laien (Männer und Frauen) und einen für Priester besitzt und weltweit verbreitet ist. Die Mitglieder verbinden das kontemplative Leben mit ihrer beruflichen Tätigkeit und legen die Gelübde ab. Außerdem unterhält das Institut eine eigene theologische, päpstlich anerkannte Fakultät.

Die Verbreitung der teresianischen Spiritualität des Karmel war eines der Hauptanliegen von Pater Maria-Eugen Grialou. Er hielt zahllose Vorträge und Predigten, die in diversen Sammlungen in Buchform vorliegen. Ziel seines grundlegenden Werkes „Ich will Gott schauen“ (Paulusverlag Freiburg/Schweiz) ist es, alle Getauften über den Weg des inneren Gebetes zur persönlichen Gotteserfahrung zu führen, damit sie vom Heiligen Geist erfasst als Glaubensboten Zeugnis ablegen können.

Das sehr gut verständliche Werk stellt eine meisterhafte Synthese der Botschaft des Karmel dar und bindet die Schriften der großen Heiligen des Ordens mit ein.

Pater Maria-Eugen starb am Ostermontag 1967. 1985 wurde sein Seligsprechungsprozess eröffnet, 2011 erhob ihn Papst Benedikt XVI zum Ehrwürdigen Diener Gottes.

 

Eine kleine weisse Blume: die heilige Therese vom Kinde Jesu

Nada te turbe

Kommentar der heiligen Teresia Benedicta v Kreuz (Edith Stein) 

… und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen.

05/05/2013

zum Evangelium vom 5. Mai 2013: Joh 14,23-29

Heute mal kein Valtorta-Auszug, aber auch sehr schön:

Die ewige Weisheit wollte dem Menschen ihre Liebe beweisen, indem sie für ihn starb, um ihn zu retten; und doch konnte sie es nicht über sich bringen, ihn zu verlassen. Darum fand sie ein wunderbares Geheimnis, um zu sterben und doch zu leben und bis ans Ende der Zeit bei den Menschen zu bleiben. 

So hat sie aus Liebe die heilige Eucharistie erfunden. Und um in diesem Geheimnis ihre Sehnsucht zu stillen, hat sie sich nicht gescheut, die ganze Ordnung der Natur zu ändern und umzustürzen.

Nicht unter dem Glanze eines Diamanten oder eines anderen Edelsteines verbirgt sie sich; denn sie will nicht nur äußerlich bei den Menschen bleiben; vielmehr verbirgt sie sich unter der Gestalt eines Stückchen Brotes, das des Menschen eigenste Nahrung ist; sie wollte vom Menschen genossen werden und so bis ins Innerste seines Herzens dringen, um dort ihr Wohlgefallen zu finden. Das tut nur einer, der glühend liebt.

„Die Liebe zur ewigen Weisheit“, Hl Ludwig Maria Grignion de Montfort

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16. Oktober: Gedenktag der Hl. Maria Alacoque,

16/10/2012

die bekanntlich von unserem Herrn Jesus den Auftrag erhielt, die Andacht zu seinem Heiligsten Herzen auf der Erde bekannt zu machen. Auf adorare.de sind die Gebete der Sieben Geheimnisse des Herzens Jesu zu finden, sowie die Verheissungen, die er ihr für die Verehrer seines Göttlichen Herzens gegeben hat.

Im Juni 1944 hatte Maria Valtorta die Vision der ersten Erscheinung Jesu vor der Klosterschwester Maria Alacoque erhalten, sie beschreibt sie HIER.

Und hier noch der Link zur Webseite der Aktion ‚Das Herz Jesu Apostolat‘ (dort kann man ein bereits gesegnetes Bild bestellen).

11. Oktober 2012 – 24. November 2013: Jahr des Glaubens

11/10/2012

„Selig die, welche ihren Glauben nicht wandeln“

Heute beginnt es, das Jahr des Glaubens. Dazu veröffentlichen wir den nachstehenden Auszug aus einem Diktat Jesu an Maria Valtorta vom 26. August 1943, in dem er sich zum Glauben äußert:

Jesus sagt:

„Schönheit, Macht, Glaubenskraft sind Dinge, deren Fülle ihr erst im Himmel verstehen könnt. Selbst in den Seelen, die am stärksten vom Glauben durchdrungen sind, habt ihr hinieden nur einen blassen Abglanz davon. Aber dieser Abglanz genügt schon, um einem ganzen Leben Orientierung zu geben und es geraden Wegs zu Mir zu führen.

Ich spreche vom Glauben. Von dem wahren Glauben. Vom Glauben an Mich. Es gibt nur einen Gott, nur einen Christus, nur einen Glauben.

Dieser wahre Glaube, der dem Menschen als Erdbewohner als einzige Blüte in der Wüste der Verbannung des ersten Menschen und seiner Nachgeborenen erstanden ist, und sich in den Jahrhunderten vervollkommnet und mit Meinem Kommen als dem Siegel seiner Wahrheit und seiner Unleugbarkeit seine ganze Fülle erreicht hat, angefangen von dem Glauben der Patriarchen und Propheten, dieser Glaube, dessen Hüterin die Kirche ist, die Verwahrerin der Schätze des Göttlichen Wortes, ist nicht wandelbar, denn er teilt die Attribute seiner Unwandelbarkeit und seiner Vollkommenheit mit seinem göttlichen Schöpfer.

Betrachte es wohl. Was versicherte der Glaube den antiken Vätern? Mein Kommen; das war ein Akt so erhabener Liebe, der für sich allein genügt, um das Dasein Gottes, des Vaters des Menschengeschlechtes, zu bezeugen. Er stellte all denen, die im Herrn gestorben sind, das ewige Leben sicher und kündigte den Übertretern des göttlichen Gesetzes ewige Strafe an. Er bezeugte Unsere Eine und Dreieine Wesenheit. Er bezeugte die Existenz des Heiligen Geistes, von dem jedes übernatürliche geistliche Licht ausgeht.

Was versichert der Glaube schon 20 Jahrhunderte bis jetzt? Die selben Dinge. Habe Ich denn vielleicht den Glauben abgeändert? Nein. Ich habe ihn vielmehr bestätigt und die Felsenburg Meiner katholischen, apostolischen, römischen Kirche um ihn herum errichtet, in der die von Mir Selbst niedergelegte Wahrheit sich befindet.

Der Glaube ist und bleibt bis zum letzten Tag und bis zum letzten Menschen „dieser“. Es kann keinen anderen geben. Wenn ihr Mir sagt, dass die Welt sich doch entwickelt, so erwidere Ich euch, dass eine solche Entwicklung kein Hindernis für den Glauben ist, sondern euch vielmehr den Glauben erleichtern müßte.

Glauben heißt nicht, gutgläubig (leichtgläubig) sein. Glauben heißt, mit dem Licht des Verstandes das annehmen und begreifen, was euch von denen, die nie gelogen haben, gesagt wird: von den Heiligen Gottes, angefangen von den Patriarchen; Glauben heißt, im Licht der Gnade, die Ich euch voll und überreich gebracht habe, verstehen, was dem Verstand noch dunkel bleibt. Glauben heißt vor allem Lieben. Die Gutgläubigkeit ist töricht. Das Glauben ist hingegen heilig, weil es bedeutet, den Geheimnissen des Herrn gegenüber einen gehorsamen Geist zu besitzen. 

Selig die, welche ihren Glauben nicht wandeln. Selig die, welche dem Herrn treu bleiben. Der Glaube ist Licht über Licht in einem Dasein. Die Dinge, alle Dinge: seien sie übernatürlich oder natürlich, enthüllen sich in einem Licht der Wahrheit, das den Ungläubigen unbekannt ist, und die Seele steigt zu Höhen der Liebe, der Verehrung, des Friedens, der Sicherheit auf.

Nein, mit menschlichem Wort läßt sich nicht beschreiben, was der Glaube in einem Herzen ist. Und die, welche glauben, können auch ihrerseits nicht verstehen, welch ein Abgrund an Schrecken, an Finsternis, an Verneinung ein glaubensloses Herz ist.

Aber richte niemals über deine unglücklichen ungläubigen Brüder und Schwestern. Glaube auch für sie mit. Um Sühne für ihre Verneinungen zu leisten. Ich allein richte. Ich allein verdamme. Ich allein belohne. Und Ich allein weiß, wie sehr Ich nur belohnen möchte, weil Ich euch liebe. Ich liebe euch bis zu dem Grade, dass Ich, um euch zu retten, für euch gestorben bin, für euch alle. Und ihr könnt Mir keine größere Freude machen, als eure Seele zu retten: sie durch Mich retten zu lassen. Aber ihr könnt Mir keinen größeren Schmerz bereiten, als eure Seele willentlich verloren gehen zu lassen, indem ihr Mein Geschenk der Rettung abweist.

Nun stelle dir vor, Meine Maria, welch einen Schmerz dein Jesus empfindet. Dein Jesus, der die Seelen wie von einem Feuerwind verbrannte Blumen zu Grunde gehen sieht, einem Wind, der von Tag zu Tag sein zerstörerisches Werk beschleunigt. Ich sage dir in Wahrheit, dass dies schmerzlicher als die barbarische Geißelung ist.

Dein Jesus weint, Maria. Lass uns zusammen über die armen Seelen, die sterben wollen, weinen. Auch, wenn unser Weinen sie nicht retten wird, so bleibt doch immerhin dein Weinen als Trost für deinen Jesus, und für diesen Trost sollst du gesegnet sein.“

Auszug aus “Die Hefte 1943″ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.chwww.parvis.ch

Judas Iskariot, der Gotteslästerer par excellence, ist in der Hölle

17/04/2012

15. Januar [1944]

Jesus sagt:

„(…) Die Menschen dieser Zeit glauben nicht mehr an die Existenz der Hölle. Sie haben sich ein Jenseits nach ihrem Geschmack ausgedacht, ein solches, das ihrem Gewissen weniger Schrecken erregend ist, obwohl dieses doch viel Strafe verdient. Als mehr oder weniger getreue Jünger des Bösen Geistes wissen sie freilich, dass ihr Gewissen vor bestimmten Übeltaten zurückschrecken würde, wenn es wirklich an die Hölle glaubte, so wie der Glaube es darüber belehrt; sie wissen, dass ihr Gewissen nach begangener Übeltat sich besinnen und im Gewissensbiss Reue erwecken, in der Angst Reue erwecken und mit der Reue den Weg der Umkehr zu Mir finden würde.

Ihre ihnen von Satan eingegebene Bosheit – sie sind ja seine Diener oder Sklaven (je nachdem, wie weit sie sich dem Willen und den Einflüsterungen des Bösen Feindes ergeben haben) – will dieses Zurückschrecken und diese Rückbesinnung nicht. Deshalb gibt man den Glauben an die Hölle auf, die es hingegen wirklich gibt, und fabriziert sich einen anderen – wenn man sich überhaupt einen fabriziert – einen Glauben, dass es da nichts anderes als eine Verschnaufpause gäbe, um darauf wiederum einen Aufschwung zu neuen, künftigen Höhenflügen zu nehmen.

Diese seine Meinung treibt der Mensch so weit, in gotteslästerlicher Weise  zu glauben, dass der größte aller menschlichen Sünder, Satans geliebter Sohn, der, wie das Evangelium sagt, ein Dieb war (*), der, wie Ich  sage, nach menschlichem Ruhm begierig und süchtig war, der Iskariote, der sich aus Lüsternheit zu der dreifachen Begierlichkeit zum Verkäufer des Gottessohnes gemacht und Mich für 30 Silberlinge und mit dem Zeichen eines Kusses – einem lächerlich kleinen Geldwert, aber einem unendlichen affektiven Wert – in die Hände der Henker überliefert hat, dass also dieser erlöst werden und zu Mir (in die ewige Seligkeit) gelangen könnte, indem er aufeinander folgende Lebensphasen durchlaufen würde.

Nein. Wenn er der Gotteslästerer par excellence war, so bin Ich kein solcher. Wenn er der Unredliche par excellence war, so bin Ich kein solcher. Wenn er derjenige war, der Mein kostbares Blut verächtlich vergoss, so bin ich kein solcher. Judas zu verzeihen wäre eine Lästerung Meiner Gottheit, die von ihm verraten wurde; es wäre Unrecht allen anderen Menschen gegenüber, die weniger schuldig als er sind und doch für ihre Sünden bestraft werden, es wäre Verachtung Meines eigenen kostbaren Blutes, und es hieße schließlich, dass Ich Meine eigenen Gebote nicht achtete. (…)“

(*) Judas Iskariot. Vgl. Joh 12,4-6. Und weiter, was den Iskarioten betrifft: Mt 26, 14-16.47-50; Mk 14,10-11.43-46; Lk 22,3-6.47-48; Joh 18,1-3.

Auszug aus “Die Hefte 1944“ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch