Archive for the 'Islam' Category

Sind wir Charlie?

08/01/2015

Eine Welle der Solidarität geht durch das zerbröckelnde Frankreich und die Politiker schüren und nutzen sie einstimmig. Es war schon verwunderlich, dass es so lange ruhig blieb in diesem Land, in dem rund 7,5% der Bevölkerung Muslime sind (Tendenz rapide steigend) und von denen wiederum viele zu den knapp 25% Arbeitslosen unter 25 Jahren zählen. Während Nicolas Sarkozy gewisse Problemzonen noch mit dem Karcher reinigen wollte und sich daher unter den meisten Immigranten keiner großen Beliebtheit erfreute, gelang es François Hollande mit schleimigen Versprechungen deren Wählerstimmen einzufangen.

Spätestens nach dem Einstieg der Grande Nation in den Kampf gegen die IS-Kämpfer im September 2014 (angeblich um den islamistischen Terrorismus zu bekämpfen) war klar, dass in Frankreich jederzeit ein Pulverfass hochgehen kann, und das ist nun gestern in Paris geschehen. Getroffen hat es Mitarbeiter einer satirischen Zeitschrift, die sich gerne an den großen Religionen gütlich taten und gelegentlich durchaus die Grenzen des Humors in Richtung Gehässigkeit überschritten. Während beleidigte Christen sich meist nicht einmal verbal zur Wehr setzen, weiss heute jeder, dass man sich in Lebensgefahr begibt, wenn man sich an den Inhalten des Islam vergreift. Die Mitarbeiter von ‚Charlie Hebdo‘ haben diese Gefahr vielleicht unterschätzt und sind nun dem kaltblütigen Hass zum Opfer gefallen.

Charlie

???

Und schon geht es von allen Seiten los: Einflussreiche aller Religionen und Nationen spulen wie unter Hypnose die übliche Floskel ab: solche extremistischen Terrorakte hätten mit dem Islam nichts zu tun. Man kann es nicht mehr hören! Wo sind die öffentlichen Personen, die sich trauen, das Kind beim Namen zu nennen? Wird nicht grade großsprecherisch die Meinungs- und Pressefreiheit verteidigt, sind wir nicht alle Charlie, wie es in Frankreich allenthalben tönt? Die Empörung über das Attentat unter den Franzosen ist groß und vermutlich auch ein Ventil dafür, was in diesem Land schon lange vor sich hin gärt und leider außer von der extremen Rechten nicht thematisiert wird: die Unzufriedenheit bzw. Angst und Unsicherheit großer Teile der Bevölkerung gegenüber den nordafrikanischen, muslimischen Immigranten. Bereits heute kommt es zu wütenden Gegenangriffen an Moscheen, einer zweiten Schießerei in Paris usw. und alles könnte sich weiter hochschaukeln. 

Traurig ist auch sehr, dass die verabscheuungswürdigen Gewalttaten durch Muslime an Zigtausenden von friedlichen christlichen Kindern, Frauen und Männern in großen Teilen der Welt, vor allem in jüngster Zeit im Irak, in der Mainstream-Presse und in der Bevölkerung so gut wie keinen Widerhall erfahren, während die gestern ermordeten Journalisten bereits als Märtyrer bezeichnet werden. Was hat sich eigentlich geändert in den letzten 2000 Jahren?

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Wie steht es um das Kloster Mor Gabriel?

13/11/2014

Auf der IGfM-Seite gibt es einen neuen Bericht vom 10. Oktober 2014 zur Lage des bedrohten Klosters in der Türkei und zur Situation der Christen in der Türkei: so steht z.B. im Ausweis die Religionszugehörigkeit!

Mor Gabriel

Von der laut Gesetz vorgesehenen Religionsfreiheit keine Spur in diesem Land, in dem rund 98% der Bevölkerung Muslime sind und das sich um einen EU-Beitritt bemüht. Gebe Gott, dass es nie dazu kommt.

Weitere Artikel zum Thema:

Unterstützung für Mor Gabriel

Erdogan Besuch 2011 und Interview mit Volker Kauder

Mor Gabriel gibt nicht auf

Webseite: nordirak-turabdin.de

Iran: Pastor Behnam Irani ist immer noch in Haft,

14/10/2014

er wurde/wird gefoltert und dabei schwer verletzt. Ihm droht die Todesstrafe, eventuell Kreuzigung!  Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGfM) setzt sich weiter für ihn ein, wir sollten sie dabei unterstützen und den Pastor unbedingt in unsere Gebete einschließen. 

Benham-Irani

UPDATE VOM 30. OKTOBER 2014: Laut IGfM wurde der Pastor am 19. Oktober zu 12 Jahren Haft und Verbannung verurteilt. Die Strafe soll er 1000 Kilometer von seiner Familie entfernt verbüßen.

Hunderttausende Christen im Iran in Gefahr

27/11/2013

Während jedes Land nun darum bemüht ist, sich eine möglichst große Scheibe vom Atomgeschäft mit dem Iran abzuschneiden, werden die dort lebenden und bedrohten Christen, hauptsächlich Konvertiten, in den meisten Medien weiterhin nicht erwähnt.

Von einem gemäßigten neuen Präsidenten kann im Iran nicht die Rede sein, ganz im Gegenteil: „seit seiner Amtseinführung bis heute, sind mehr Menschen exekutiert worden als unter der Herrschaft von Ahmadinedschad im selben Zeitraum“ heisst es im Interview auf der Domradio-Seite.

Wenn der 2008 mit großer Mehrheit gebilligte Gesetzesentwurf, der für den Abfall vom Islam strafrechtlich die Todesstrafe vorsieht, tatsächlich ratifiziert wird, sind im Iran 300.000 Konvertiten in Todesgefahr. Wäre das nicht ein wirklicher Grund für ein Wirtschaftsembargo?

zum Artikel auf domradio.de

Am Samstag, dem 30. November 2013, findet in Hamburg um 15.45 Uhr am Mönckebrunnen wieder eine Lichterkette für den immer noch inhaftierten Pastor Irani statt. 

Bildschirmfoto 2013-11-27 um 11.03.27

Beten für Maaloula

09/09/2013

Kath.net berichtet, dass diese syrische Kleinstadt von Dschihadisten erobert wurde. In diesem Christenstädtchen wird noch aramäisch gesprochen. Wenn man sich Fotos des Ortes anschaut, fühlt man sich gleich in die Valtorta versetzt… Beten wir für die Christen in dieser Stadt und weiterhin für Frieden in ganz Syrien. Heilige Thekla, hilf!

Bildschirmfoto 2013-09-09 um 21.27.06

Aufruf der IGfM: Lichterkette für Pastor Behnam Irani am 8. Dezember in HH

28/11/2012
Was: Lichterkette für die Freiheit von Pastor Behnam Irani
Wann: Samstag, 8.12.12 um 15:45 Uhr
Wo: Mönckebergbrunnen in der Mönckebergstraße Hamburg
Wer: Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) Hamburg

Der Pastor wird in der Haft brutal misshandelt, medizinische Hilfe wird ihm verweigert. Er befindet sich in einem lebensgefährlichen Zustand.

Da das iranische Regime sehr sensibel auf öffentliche Aufmerksamkeit regiert, bittet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte, die sich bereits in der Vergangenheit erfolgreich für inhaftierte Pastoren eingesetzt hat, um zahlreiches Erscheinen.

Windgeschützte Lichter, Sterne, sowie Schilder, die die Freilassung fordern, sind willkommen. Das Mitbringen von Plakaten mit islamkritischen Texten oder Emblemen von Organisationen bitte unterlassen.

zur Onlinepetition für Pastor Behnam Irani

„Jesus Christus“ ist verbotenes Wort in Pakistan

22/11/2011

Der französische Zweig von ‚Kirche in Not‘, AED, berichtet, dass der Name Jesus Christus zu den 1600 verbotenen Wörtern in Pakistan gehört, die nicht in einer SMS verwendet werden dürfen. Die pakistanische Behörde für Telekommunikation hat diese Wörter verboten, weil sie als vulgär, obszön oder schädlich eingestuft werden. 

Nach der kürzlich erfolgten Ermordung eines christlichen pakistanischen Familienvaters stellt dies einen weiteren Angriff auf die Christen dar. In Pakistan leben ungefähr 3 Millionen Christen, das sind knapp 2 % der Bevölkerung. Die Kirche und Menschenrechtsorganisation legen Protest ein, die Frage ist nur, ob sie damit etwas erreichen. Die Welt steht Kopf!

UPDATE VOM 22/11 abends: Nach dem Einspruch des pakistanischen Ministers für religiöse Minderheiten, Gill, darf der Name unseres Heilands jetzt doch in SMS verwendet werden (Fides-Pressedienst). 

Bischof Coutts: Situation „so schlimm wie nie zuvor“

Islamischer Rechtsgelehrter: Mord an Christen war richtig

Pastor Youcef Nadarkhani soll widerrufen

28/09/2011

Der iranische Gerichtshof hat Pastor Youcef Nadarkhani am 25. September aufgefordert, seinem christlichen Glauben abzuschwören, sonst würde er hingerichtet werden. Puh. Wir müssen ihn geistig unterstützen und für ihn um Standhaftigkeit und himmlischen Beistand beten. Meine Güte, so ein junger Mann und mit Familie… 

Adressen der iranischen Botschafter usw. für Mailaktion mit Briefmuster

Petition


IGfM ruft zu Mahnwache auf

24/08/2011

Folgende Email erreicht uns von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte aus Frankfurt:

Im Alter von 19 Jahren konvertierte Youcef Nadarkhani vom Islam zum Christentum. Bereits seit 2001 ist er Pastor in einem Netzwerk von Hauskirchen. Zudem war er bis zu seiner Verhaftung Gemeindeleiter einer 400 Mitglieder großen Gemeinde. Am 22. September 2010 verurteilte ihn das Revolutionsgericht in Rasht wegen Abfall vom Islam und Verbreitung nichtislamischer Lehren zum Tod durch den Strang. Das Urteil ist letztinstanzlich bestätigt und kann jederzeit vollstreckt werden. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert die Aufhebung des Urteils und die sofortige Freilassung von Pastor Nadarkhani. Die freie Wahl des Glaubens ist Teil des Menschenrechts auf Religionsfreiheit, das auch der Iran völkervertragsrechtlich anerkannt hat.
 
 Am Donnerstag, den 25. August 2011 findet eine Mahnwache gegen Pastor Nadarkhanis Todesurteil statt. Die IGFM lädt alle Interessierten ein, sich an den Aktionen für Youcef Nadarkhani zu beteiligen.

Wann: Donnerstag 25. August 2011
Uhrzeit: 10.00 bis 14.00 Uhr
Wo: Generalkonsulat der Islamischen Republik Iran in Frankfurt, Raimundstraße 90, 60320 Frankfurt am Main

Unterschriftenliste für den Pastor

Iran: Todesurteil für Pfarrer

Norwegen: Feldzug unter falscher Flagge

31/07/2011

Attentäter und ihr Dunstkreis bringen Kreuz und Kirche in Misskredit

Der Norwegen-Attentäter und sein Umfeld schreiben sich als Mission aufs Banner, das Kreuzrittertum wiederbeleben zu wollen und brüsten sich damit, Mitglieder des wiedererstandenen Templerordens zu sein, hier auf „Spiegel-online“ anschaulich dargestellt. Der „Vordenker“, der den Attentäter inspiriert hat, zeigt sich im weißen Kapuzenpulli mit Kreuzsymbol über dem Herzen, andächtig rezitierend aus einem fragwürdigen Manifest, kontemplativ wie ein Klosterbruder.

Irreführend, denn das Kreuzrittertum wird durch solche Gewaltaktionen keineswegs wiederbelebt, sondern missbraucht. Die ohnehin unter Verruf stehenden Kreuzritter kann man sich nun erst recht als Massenmörder und Terroristen des Mittelalters vorstellen. Was den im 14. Jhd. u.a. wegen Vorwürfen der Häresie und Götzendienst ausgemerzten Templerorden betrifft: seit 2007 ist die lange verschwunden geglaubte Templerakte des Vatikans zur Untersuchung freigegeben. Die historische Forschung bewertet die Vorwürfe inzwischen als haltlos. Eventuell wäre mit einer offiziellen Rehabilitierung des Ordens durch den Vatikan zu rechnen gewesen, nach den jüngsten Ereignissen ist sie vermutlich in weite Ferne gerückt.

Nationalisten, Rechtsradikale, Neonazis, Faschisten, Rassisten, Islamgegner, Antikommunisten, Terroristen, Christen – Norwegen bietet den willkommen und vermutlich bewusst hergeführten Anlass, alle offiziell in einen Topf geworfen und als bedrohlich einzustufen.