Archive for the 'Psychologie' Category

Augustinus – Kindheit und Jugend

08/11/2011

„Vor dir ist niemand sündenrein“

Erhöre mich, o Gott! Wehe über uns sündige Menschen! So spricht der Mensch, und du erbarmst dich seiner, weil du ihn, aber nicht die Sünde in ihm geschaffen hast. Wer erinnert mich wieder an die Sünden meiner Kindheit? Denn vor dir ist niemand sündenrein, auch das Kind nicht, das nur einen Tag auf der Welt gelebt hat. Wer erinnert mich (an meine Sünden, die ich damals begangen)? Jedes beliebige Kindlein, an dem ich das sehe, was meinem Gedächtnis entflohen? Wie sündigte ich also damals? Etwa, weil ich schreiend nach der Mutterbrust verlangte? Denn täte ich jetzt dasselbe, wenn auch nicht nach der Mutterbrust, so doch nach einer meinem Alter entsprechenden Speise gierig verlangend, würde mich da nicht mit vollem Rechte spottender Tadel treffen? Damals tat ich also Tadelnswertes; aber da ich den Tadel nicht verstehen konnte, war es gegen Herkommen und Vernunft, mich zu tadeln.

Zwar legen wir derartiges, wenn wir älter werden, ab und entfernen es. Denn nie sah ich einen Verständigen, der beim Sondern des Guten vom Schlechten auch das Gute mit preisgibt. Oder galt es seinerzeit auch für gut, mit Tränen das zu begehren, was mir, wäre es mir gewährt worden, zum Schaden gereicht hätte? Oder denen zu zürnen, die mir nicht untergeben waren, freien und älteren Leuten, oder den Eltern und vielen, die bei größerer Einsicht unserem Eigenwillen nicht willig Folge leisteten, ihnen mit Schlagen und Stoßen möglichst zu schaden, weil sie dem kindlichen Eigensinn ohne Schaden für uns nicht gehorchen konnten? So ist nur die Schwäche der kindlichen Gliedmaßen unschuldig, nicht die Kindesseele.

Foto: © Jessica Lucia, Flickr Creative Commons

Mit eigenen Augen beobachtete ich ein zorniges Kind; noch konnte es nicht sprechen und doch sah es bleich mit feindseligbitterem Blick auf seinen Milchbruder. Doch das weiß jeder. Mutter und Ammen sagen, daß sich das gäbe und durch irgendwelche Mittel verlöre. Ist es aber etwa auch Unschuld an der Quelle, die reichlich, ja überreichlich eine Fülle von Milch hervorströmen läßt, den der Hilfe so bedürftigen Bruder nicht zu dulden, der doch nur durch dies eine Nahrungsmittel sein Leben fristen kann? Doch man erträgt es in blinder Zärtlichkeit, nicht als ob es geringfügig oder von gar keiner Bedeutung wäre, sondern weil es sich mit den Jahren verlieren wird. Fände man dasselbe freilich bei einem älteren Menschen, so würde man es nicht mit dem Gleichmute ertragen wie in diesem Falle.

Du, mein Gott und Herr, der du dem Kinde Leben und Leib gabst, den du, wie wir sehen, ausstattetest mit den Sinnen, den du aus Gliedern zusammenfügtest und mit Schönheit schmücktest und dem du alle Triebe eines lebenden Wesens zur Erhaltung seines unversehrten Daseins eingepflanzt hast, dein Wille gebeut mir, dich dafür zu preisen und dir zu danken und deinem Namen, du Höchster, zu lobsingen, weil du bist der allmächtige und gütige Gott, auch wenn du nur das geschaffen, was niemand anders schaffen kann denn du allein, dem alles Dasein sein Sein verdankt, du Schönster, der du alles schön geschaffen rund alles ordnest nach deinem Gesetz.

Dieses Alter also, o Herr, von dessen Durchleben ich keine Ahnung habe, das ich nur nach anderer Glaubwürdigkeit und andern Kindern gefolgert habe, mag ich, obgleich diese Schlüsse vollen Glauben verdienen, kaum zu dem Leben rechnen, das ich in dieser Zeitlichkeit lebe. Denn der dunkle Schleier der Vergessenheit ruht darüber, gerade wie über jenem Leben, das ich verbracht in meiner Mutter Leibe. Doch wenn ich aus sündlichem Samen gezeuget und meine Mutter mich in Sünden empfangen hat, wo, mein Herr und Gott, o sage es mir, ich flehe dich an, wo oder wann war dein Knecht sündlos? Doch lassen wir jene Zeit, ist mir ja von ihr in meiner Erinnerung keine Spur zurückgeblieben.

Quelle: Hl. Augustinus (354-430 n. Chr.): „Bekenntnisse“, Buch 1

Die Bekehrung des Augustinus

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Steve Jobs tritt zurück

25/08/2011

Steve Jobs tritt vom Apple-Vorstand zurück. Das verheißt wohl leider nichts Gutes, was seine Krankheit betrifft. Hier die Rede, die er 2005 vor den Hochschulabsolventen der Stanford University hielt.

Gut, wie er die vermeintlich negativen Erlebnisse in seinem Leben annehmen kann und dankbar anerkennt, dass die ihn weitergebracht haben. Und wie er den jungen Leute rät, die eigene innere Stimme nicht zum Verstummen zu bringen, sondern den Mut zu haben, dem Gefühl und der eigenen Intuition zu folgen.


Filmtipp: The King’s Speech

09/02/2011

Am liebsten würden wir ja den Dingen, die uns schwer fallen, aus dem Weg gehen. Das vermeiden, was uns an schmerzliche Momente aus unserer Kindheit erinnert, und sei es unbewusst. Doch was, wenn wir plötzlich gezwungen sind, uns ihnen zu stellen? Es kein Auskommen mehr gibt? Nun, etwas Besseres kann uns nicht passieren.

Prince Albert, dem späteren König George VI., ist es so ergangen. Er stottert und wird doch von seinem Vater gezwungen („Just get it out!“) , vor Publikum zu sprechen, obwohl er sich so davor fürchtet und schämt, weil er keinen zusammenhängenden Satz herausbekommt. Als nach dem Tod des alten Königs der Thronfolger Edward VIII an seinem unkonventionellen Lebensstil festhält und abdankt, und das am Vorabend des 2. Weltkriegs, liegen alle Hoffnungen auf Albert…

Einfühlsam und humorvoll erzählt der Film die Geschichte eines Mannes, der über seinen Schatten springt und sich in die Hände eines Logopäden begibt, der ihn als Freund und als Therapeut dorthin führt, wohin er zunächst nicht will, aber muss, um dorthin zu gelangen, wohin er gehört.

The King’s Speech, ab 17. Februar in deutschen Kinos

Künstler Julian Schnabel über seine Träume

09/12/2010

Der Maler und Regisseur Julian Schnabel spricht in der „ZEIT“ über seine Träume: er begegnet in ihnen manchmal seinem verstorbenen Vater und sagt, er sieht auch oft seine Bilder im Traum bevor er sie malt: „Schon häufig habe ich mich gefragt, ob das Bild während des Malens entsteht oder ob es bereits vorher existiert.“

Weiter sagt er: „Ich empfinde es als großes Glück, dass ich Zugang zu meinen inneren Welten habe. Und dass ich die Möglichkeit habe, meine Träume, meine Erfahrungen, auch die von Schmerz und Verlust, auf diese Weise in mein Leben zu integrieren.“ Interessantes Gebiet, die Traumwelt.

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„Der Himmel sah schön aus“

Frag die Sterne lieber nicht

24/08/2010

(von Klaus Rösler, PUR-Magazin)


Bis vor 2 Jahren war Uwe M. Kraus (Bad Aibling) der wohl bekannteste Wirtschaftsastrologe im deutschsprachigen Europa. Er hat das Buch „Das Gewinnsystem der Sterne“ geschrieben und Selbstfindungsseminare auf der griechischen Insel Patmos angeboten.

Damals war er davon überzeugt: „Für mich ist Astrologie eine der besten Möglichkeiten zu erkennen, wo ein Mensch gerade im Leben steht, welche Fähigkeiten er hat und wohin er sich entwickeln kann.“ Inzwischen hat der 53-jährige eine völlige Kehrtwendung gemacht. Sein neuestes Buch heißt: „Frag die Sterne lieber nicht“. Denn Kraus ist inzwischen Christ geworden. Jetzt warnt er sogar vor den Horoskopen in der Tageszeitung. Sie zu lesen, sei eine Einstiegsdroge. Man könne dann schnell in der Esoterik landen.

In die Astrologie ist er zufällig reingerutscht, meint er im Rückblick. Bei ihm ist es die pubertäre Rebellion gegen die christliche Erziehung. Die katholische Kirche erlebt er als Zwang. Die Rituale bleiben für ihn inhaltsleer. Stattdessen befasst er sich mit der Astrologie. Der Gedanke, anderen durch die Konstellation der Sterne etwas über die Zukunft sagen zu können, fasziniert ihn. Nur zum Spaß erstellt er Freunden Horoskope – mit großem Erfolg. 1986 macht er sein Hobby zum Zweitberuf. Damals ist ihm nicht klar, dass er seine hohe Trefferquote von 70 bis 80 Prozent auch dämonischen Kräften verdankt, denen er sich unwissentlich geöffnet hat. Hätte er es gewusst, hätte er schon früher die Notbremse gezogen, sagt er.

Schließlich fällt ihm auf: Auch wenn seine Kunden viele Jahre Erfolg mit seinem Rat haben, erleiden viele jedoch Schiffbruch. Kraus fragt sich, ob er nicht dafür mitverantwortlich ist. Sein Gewissen regt sich. Was tun? Er erinnert sich an seine christliche Erziehung. Und er fängt an zu beten. Er bittet Gott, ihm echten Lebenssinn zu schenken. Er lernt Christen kennen, mit denen er über seine Gedanken redet. Vier Jahre dauert die Phase, in der er sich langsam neu orientiert. Dann zieht er einen dicken Schlußstrich unter sein altes Leben. Er tritt wieder in die katholische Kirche ein. Heute bekennt er: „Jesus hat auf meine Gebete geantwortet und mit letztendlich Gnade zuteilwerden lassen: denn sonst kommt man aus diesem ganzen Sumpf der Esoterik nicht heraus.“

Heute versteht er sich als engagierter Gegner jeder Form der Esoterik. Sein Credo: Finger weg! Tarotkarten zu legen sei mit Geistern und Dämonen verbunden. Reiki, eine angeblich neutrale Methode zur Verbesserung des körperlichen und seelischen Wohlbefindens, sei eines der gefährlichsten Gebiete der Esoterik überhaupt: Wer es praktiziert, taucht in ein okkultes System ein, das ihn nicht wieder loslässt. „Sie verlieren dabei möglicherweise Ihre Seele.“

Dasselbe gilt für ihn auch für Yoga, Tai Chi, Pilates, Zen, Bachblüten, Edelsteintherapien. Alle diese Therapien seien wirksam: „Doch alle diese Praktiken haben häufig eine Quelle und ein Ziel, nämlich den Menschen von Gott zu entfernen und eventuell in die Fänge von bösen Mächten zu bringen – in die des Teufels vielleicht.“

Dass er Jesus Christus kennengelernt und ihm sein Leben unterstellt hat, hat er nie bereut: „Er hat unglaublich positive Dinge in meinem Leben bewirkt.“ Er fühle sich nun seelisch und körperlich fitter als je zuvor. Seine Ehe habe eine neue Qualität gewonnen. Und auch beruflich habe sich alles zum Guten gewendet. Er hat nun eine Anstellung als Redaktionsleiter eines technischen Online-Portals gefunden. Und er freut sich, dass er durch Vorträge dazu beitragen kann, als ehemaliger Insider die Menschen vor den Gefahren der Esoterik zu warnen.

Herzlichen Dank dem PUR-Magazin für die Erlaubnis der Veröffentlichung hier auf dem Blog!

Buch bestellen: „Frag die Sterne lieber nicht

Und er konnte dort keine Wunder wirken

Ihr folgt den Stimmen der Unordnung

Dänischer Psychologe über seine Erfahrung mit kriminellen Muslimen

26/05/2010

Der dänische Psychologe Nicolai Sennels hat mehrere Jahre mit jungen, kriminellen Muslimen in einem Kopenhagener Gefängnis sowohl Gruppen- als auch Einzeltherapien durchgeführt. Er sagt in einem Interview mit dem Frontpage Magazin, dass seine 150 muslimischen Klienten spezielle psychologische Charakteristika hatten, die seine 100 nicht-muslimischen Klienten – überwiegend Dänen – nicht hatten.

Unter anderem kommt er zu dem Schluss, dass das Aufwachsen in einer muslimischen Umgebung, d.h. mit muslimischen Eltern und Traditionen, das Risiko beinhaltet, bestimmte antisoziale Verhaltensmuster zu entwickeln. Ausserdem stellt er fest, dass die Kultur, die unter islamischem Einfluss entwickelt wurde (unabhängig von der nationalen Identität und unabhängig von der tatsächlichen praktischen Ausübung dieser Religion), die Entwicklung bestimmter psychologischer Charakteristika begünstigt und zwar im Bereich Aggression, Selbstbewusstsein, individueller Verantwortung und Identität:

Während Wut in unserer westlichen Gesellschaft eher als ein Zeichen von Unbeherrschheit und Schwäche angesehen wird, erwarte man in der muslimischen Kultur, „dass man ein wütendes oder bedrohendes Verhalten zeigt, wenn man kritisiert oder geneckt wird. Wenn ein Muslim nicht aggressiv reagiert, wenn er kritisiert wird, wird er als schwach angesehen, nicht wert, dass man ihm vertraut, und so verliert er sofort seinen sozialen Status.“

Was das Selbstbewusstsein betrifft, so sei das Konzept der Ehre in der muslimischen Kultur ebenfalls konträr zu unserer westlichen Sicht. In der muslimischen Kultur sei es üblich, „dass man sich in hohem Maße seines Status in der Gruppe bewusst ist, dem Blick anderer Menschen auf einen selbst und jedes Zeichens jeder Art von Kritik. Die aggressive Antwort auf alles, das einen verunsichern kann, wird als Ausdruck eines ehrenhaften Verhaltens angesehen.“ Weiter sagt Sennels: „Nachdem ich mehr als Hundert muslimischen Teenagern zugehört hatte, die mir ihre Geschichten erzählten, über Gefühle, Gedanken, Reaktionen, Familien, Religion, Kultur, das Leben in ihren muslimischen Ghettos und in ihren Heimatländern, wurde es mir deutlich, dass für einen Muslim solch ein Verhalten der eigentliche Kern ist, um seine Ehre zu verteidigen. Aber mit den Augen eines westlichen Psychologen gesehen, ist das alles der Ausdruck eines mangelnden Selbstbewusstseins. Unserer Ansicht nach ist die Basis einer authentischen und ehrenvollen Persönlichkeit das Wissen um die Stärken und Schwächen und diese zu akzeptieren.“

So schlussfolgert der Psychologe, dass „das muslimische Konzept der Ehre die Männer in zerbrechliche, Glas-ähnliche Persönlichkeiten [verwandelt], die sich selbst schützen müssen, indem sie ihre Umgebung mit ihrer aggressiven Art und Weise in Angst und Schrecken versetzen. Das Zeigen der sogenannten narzisstischen Wut ist unter Muslimen sehr verbreitet. Ihre Angst vor Kritik liegt in vielen Fällen nicht weit entfernt von Paranoia. Es geschieht nicht ohne Grund, dass Selbstironie und Selbstkritik in muslimischen Gesellschaften komplett fehlt. Aus der psychologischen Perspektive betrachtet – deren Ziel es ist, selbstbewusste, glückliche, freie, liebende und produktive Individuen zu erzeugen, und nicht einem hasserfüllten Gott oder kulturellen Traditionen zu gefallen – ist die muslimische Kultur in vielerlei Hinsicht psychologisch ungesund als Umgebung zum Aufwachsen.“

Was die individuelle Verantwortung betrifft, so sei es in der westlichen Welt üblich, mithilfe psychologischer Methoden an sich zu arbeiten, um sein Bewusstsein zu fördern und das eigene Leben in die Hand zu nehmen. In der muslimischen Gesellschaft dagegen haben Psychologie und Pädagogik keine Wurzeln, sondern seien Gebiete, die aus dem Westen importiert wurden. Dementsprechend schwierig gestaltete sich die therapeutische Arbeit mit den jungen Muslimen: „Unter normalen Umständen kommunizieren westliche Menschen und Muslime vergleichsweise leicht miteinander – so lange dies keine Kritik beinhaltet. Aber in einer Umgebung, in der sich das gesamte Konzept darum dreht, dass der muslimische Klient über seine eigenen Gefühle und Gedanken sprechen muss, weil der Psychologe denkt, dass ihm dies hilft glücklicher zu werden und sein Leben konstruktiv zu leben, „springt ihnen die Kette ab“ wie wir in Dänemark zu sagen pflegen. Sie schütteln die Köpfe: wie können sie glücklicher werden, wenn sie Schwäche zeigen, etwas, von dem sie schon seit ihrer Geburt gelernt haben, dass man es versteckt, um die Ehre zu bewahren? Auf gar keinen Fall.“

Sennels ist der Meinung, dass Integration niemals in dem nötigen Mass erfolgen wird. Eine Untersuchung in Dänemark zeige, dass nur14 Prozent der Muslime, die dort leben, sich selbst als Dänen betrachten und demokratisch gesinnt sind. „Meine Erfahrung mit meinen muslimischen Klienten ist, dass sie ihre muslimische Identität nicht vergleichbar sehen mit dem westlichen Lebensstil. Ein Muslim zu sein bedeutet auch, sich selbst als ganz anders anzusehen und selbstverständlich als ein besserer Mensch als der Nicht-Muslim. Diese Mentalität führt zu Apartheid und Rassismus. (…) Die meisten meiner muslimischen Klienten sahen ihren religiösen und kulturellen Hintergund als den höchsten Gipfel der Zivilisation und Moral – diesen zu verlassen wäre eine Art kultureller und religiöse Apostasie ihrer Landleute. Solche Aktionen haben oft ernsthafte Konsequenzen nicht nur in Gangs wie den Hells Angels und anderen Stammesgemeinschaften sondern auch – und insbesondere – bei den Muslimen.“

Und so warnt der Psychologe: „Es gibt zwei existierende Gruppen, Muslime und Nicht-Muslime, die die Islamisierung als islamischen Dschihad ansehen – aber es ist mehr als das: es ist die menschliche Natur. Menschen, die sich nicht zu Hause fühlen dort wo sie wohnen, werden natürlich danach streben ihre Umgebung zu verändern. Der muslimische Versuch, unsere Gesellschaften zu islamisieren, hat gerade erst begonnen – weil sie sich auch zahlenmäßig immer stärker fühlen. Dieser Prozess wird von muslimischen Führern vorangetrieben innerhalb und außerhalb Europas und wird auf seinem Weg unterstützt von einer Art kollektiver Feigheit, die sich Political Correctness nennt. (…) Nur die massenhafte Konvertierung würde die Regeln des Korans und seiner Prediger zufriedenstellen. Und auch wenn die muslimischen Führer immer wieder fordern, dass es der einzige Weg ist, um einen weltweiten Frieden und Moralität für die Menschheit zu sichern, wenn man Anhänger des Propheten wird, bin ich nicht sicher: muslimische Länder sind definitiv weniger friedlich und die Moralität hinsichtlich Redefreiheit, Menschenrechte und Respekt vor dem menschlichen Leben ist ganz klar geringer unter islamischer Herrschaft als irgendwo anders.“

Missbrauch – ein katholisches Problem?

24/03/2010

Die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche sind für sämtliche Medien ein gefundenes Fressen. Die Berichterstattung trägt Züge einer Hetzkampagne. Wagt es jemand, das auszusprechen oder gar einen Vergleich zu Verleumdungskampagnen des NS-Regimes zu ziehen, wie etwa der Regensburger Bischof Müller am vergangenen Wochenende, hagelt es Proteste.

Der Medientenor suggeriert, Missbrauch finde vor allem in der katholischen Kirche statt. Und weiter: der Zölibat sei schuld und gehöre endlich abgeschafft. Untersucht man den Tatbestand jedoch genauer, stellt sich heraus, dass sich der Grossteil aller Missbrauchsfälle im Familienkreis ereignet. Kriminalstatistiken belegen, dass in den bekanntgewordenen Fällen zwischen 1995 und 2009 nur 0,1 % der Täter Priester waren.

Wie scheinheilig die Debatte ausserdem geführt wird, zeigt sich am Beispiel der  Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger, die zwar besonders laut gegen die katholische Kirche wettert, aber gleichzeitig Vorsitzende der “Humanistischen Union” ist, einem Verein, der Pädophilie unterstützt und gegen den bereits strafrechtlich vorgegangen wurde.

Der Präsident des deutschen Kinderschutzbundes Hilgers kritisiert, dass die Medien Fälle fokussierten, die Jahre oder Jahrzehnte zurückliegen. Er erinnert daran, dass Kindesmissbrauch weiterhin täglich geschieht, bis zu 120 000 Fälle pro Jahr allein in Deutschland, hauptsächlich innerhalb der Familien.

Unerwähnt bleibt die Rolle, die das allmähliche Wegbrechen traditioneller Familienstrukturen bei häuslichen Vergehen spielt. Den oftmals wechselnden Stiefvätern in so lässig betitelten “Patchworkfamilien” fehlt die gesunde Bindung, die ein leiblicher Vater zu seinen Kindern aufbaut. Es würde daher nicht verwundern, wenn oben erwähnte Statistiken entsprechende Zusammenhänge aufzeigten.

Doch Diskurse über Quantität helfen nicht weiter. Was geschehen ist, und handelte es sich auch nur um einen einzigen Fall, verursacht nicht bloss immenses Leid auf Seiten der Opfer, ist Betrug am Priesteramt und an der Kirche Christi.

Die jahrzehntelange Vertuschungstaktik der Kirche hat das Übel nicht an der Wurzel packen können. Vielmehr scheint sie darauf hinzuweisen, dass in den Reihen der Kirche einiges im Argen liegt. Umso wichtiger, dass nun die Wahrheit ans Licht kommt. Die Katharsis der Kirche könnte Vorreiter für einen gesamtgesellschaftlichen Reinigungsprozess sein, da der Umgang mit dem Geschlechtlichen heutzutage immer weiter verkommt und pervertiert wird.

Papst Benedikt schreibt in seinem Hirtenbrief an das irische Volk von “nicht ausreichender menschlicher, moralischer, intellektueller und geistlicher Ausbildung in Seminarien und Noviziaten“. Der einzige Weg aus dem Sumpf führt folglich über präventive Massnahmen, etwa in Form von gründlicher Selbsterforschung, wie sie in der Primärtherapie durchgeführt wird. Es gilt, die dunklen Seiten, die im Unterbewusstsein schlummern, aufzuarbeiten, damit jene Energien des Jung’schen Schattens nicht unkontrolliert über uns hereinbrechen.

Als Fazit bleibt zu sagen, dass wir bei aller Bestürzung und dem Schmerz über das Vorgefallene nicht vergessen dürfen, dass die katholische Kirche an sich, trotzdem sie mit den Folgen menschlicher Sündhaftigkeit aus der eigenen Mitte zu kämpfen hat, den alleinigen Weg zum ewigen Heil weist.

Herr, schau nicht auf unsere Sünden, sondern auf den Glauben deiner Kirche.

Weiterführende Lektüre zu primärtherapeutischer Selbsterfahrung:

Fühlen, und was dann?‘ Die Primärtherapie nach Munk, Shaker Media 2009

Primärtherapie

16/11/2009

Viele Menschen in Deutschland sind vom Tod des deutschen Nationaltorwarts betroffen, in den Medien wird nun das Thema Depression aufgegriffen, was an und für sich etwas Gutes sein könnte. Aber es verwundert, wie einseitig und unkritisch sich damit auseinandergesetzt wird: Depression wird als Krankheit dargestellt, die durchaus ’natürlich‘ Selbstmord zur Folge haben kann, von den angewandten Behandlungsmethoden, sprich Antidepressiva, ist kaum die Rede.

In unserer auf Vergnügen und Schönheit ausgerichteten Gesellschaft hat das Leiden schon lange keinen Platz mehr. Kranke, behinderte und alte Menschen werden in spezielle Häuser verbannt. Wer traurig/ unglücklich ist, wird wie ein Kranker behandelt und bekommt Medikamente, die zwar die Symptome, nicht aber die Ursache des Unglücklichseins bekämpfen. Wie soll da etwas heil werden? Es gibt Studien, die belegen, dass Antidepressiva vermehrt zu Selbstmord führen, es scheint auch ein Zusammenhang zwischen Medikamenten und Amokläufen zu geben.

Einen anderen Ansatz bietet die Primärtherapie: Der Gedanke, der zugrunde liegt ist, dass wir in der Kindheit Leid aus Selbstschutz verdrängt haben, dieses aber irgendwann an die Oberfläche drängt, um bewältigt zu werden. Also ein reinigender und heilsamer Prozess.

1191439734_cb07d09679In der Primärtherapie wird nun  anstelle von unterdrückenden Medikamenten mit Hilfe eines einfühlsamen und erfahrenen Primärtherapeuten über einen längeren Zeitraum behutsam in die Tiefe gestiegen, die alten Gefühle hervorgeholt, die Schmerzen endlich gespürt und durchlebt. Das geht immer mit heilsamen Tränen einher und nur so können Depressionen wirklich dauerhaft bewältigt und hinter uns gelassen werden.

Es braucht ein gewisses Mass an Mut, sich dem Leiden zu stellen, es nicht einfach weghaben zu wollen. Dazu sind die meisten Menschen heute anscheinend nicht mehr bereit, obwohl Jesus es uns doch vorgemacht hat, indem er, der vollkommen Unschuldige, freiwillig für uns unsäglich gelitten hat: „Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“ (Mk 8, 34).

Weitere Informationen zur Primärtherapie:

PT Center Munk

Primärtherapie Kiel

Buchempfehlung: „Fühlen, und was dann? Die Primärtherapie nach Munk“, 2009, Shaker Media