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„Den erwarte, der über der Zeit ist…“

06/12/2010

Die scheinbar Glauben verdienen und die Abweichendes lehren, sollen dich nicht einschüchtern. Stehe fest wie ein Ambos unter den Schlägen (des Hammers). Einem starken Ringkämpfer ist es eigen, daß er Streiche erhält und doch den Sieg erringt. Wir müssen in erster Linie um Gottes willen alles ertragen, damit auch er uns ertrage.

Werde noch viel eifriger, als du bist. Lerne die Zeiten kennen. Den erwarte, der über der Zeit ist, den Zeitlosen, den Unsichtbaren, der unseretwegen sichtbar geworden, den Unbetastbaren, den Leidenlosen, der unseretwegen gelitten hat, der auf alle Arten unseretwegen geduldet hat.

(aus dem Brief des hl. Bischofs und Märtyrers Ignatius von Antiochien an Polycarp, zu finden auf „Bibliothek der Kirchenväter“)

Hl. Ignatius von Antiochien

 

Der Advent

25/11/2010

aus dem Missale Romanum von 1910 , dritte Auflage, Herdersche Verlagshandlung:

Der Advent ist die Zeit der Vorbereitung auf das heilige Weihnachtsfest. Der Gedanke, der die Kirche im Advent beschäftigt, ist die Ankunft Jesu Christi. Dieselbe ist eine dreifache. „Dreimal kommt der Herr zu uns hernieder: das erste Mal im Fleische, das zweite Mal im Geiste, das dritte Mal als Richter“ (Peter von Blois).

Die erste Ankunft war demütig und verborgen, die zweite ist geheim und voll Liebe, die dritte offenbar und schrecklich.

In der ersten Ankunft wurde Christus von den Menschen ungerecht verurteilt; in der zweiten macht er uns gerecht, indem er uns seine Gnade schenkt; in der dritten wird er alles richten nach seiner ewigen Gerechtigkeit. Ein Lamm in der ersten Ankunft, ein Löwe in der letzten, ist er in der zweiten ein hingebender Freund.

Die erste Ankunft ist vorüber, wir sind jetzt in der Zeit der zweiten; jedes Jahr findet diese zweite Ankunft, seine Geburt in unseren Herzen durch die Gnade, am Weihnachtsfeste statt, und eine neue Geburt des Sohnes Gottes befreit die Gläubigen von dem Joche der Sklaverei, welches der böse Feind ihnen auflegen wollte.