Posts Tagged ‘Anschlag Kopten in Ägypten’

abgründe der woche

26/02/2011

+++   beunruhigend : in griechenland erneut gewalttätige proteste wegen hartem sparkurs der regierung + ausschreitungen in athen + streiks legen öffentlichen verkehr lahm, auch radio und fernsehen werden zeitweilig bestreikt   +++    druckmittel : revolutionäre unruhen in der islamischen welt wirken sich auf ölverfügbarkeit und ölpreis aus + ölförderung teils eingestellt oder beschränkt + revolutionäre drohen ölpipelines und förderanlagen lahmzulegen + bombenanschlag auf grösste ölraffinerie im irak + rationalisierung befürchtet   +++   richtungweisend (I) : obama-regierung erklärt bundesgesetz, das die ehe als institution zwischen mann und frau festlegt, als verfassungswidrig + bisher hatte obama sogenannte „homo-ehen“ und „eingetragene partnerschaften“ abgelehnt   +++   richtungweisend (II) : der wissenschaftsberater des weißen hauses, john holdren, bezeichnet klimawandel-skeptiker als „häretiker“ + holdren war 2009 in die kritik geraten, da er in den 70er jahren co-autor eines buches war, das sich u.a. für bevölkerungskontrolle per zwangssterilisation aussprach + holdren hatte sich daraufhin öffentlich von diesen ansichten distanziert   +++ himmelschreiend (I) : gemäss einem report des international bulletin of missionary research wurde weltweit in den letzten 10 jahren etwa 1 million christen wegen ihres glaubens gewaltsam getötet + das entspricht 270 märtyern, die täglich ihr leben lassen für ihren glauben   +++ himmelschreiend (II) : die revolution in arabien fordert weitere opfer unter den christen + in ägypten wurden ein koptischer priester erstochen, ein mönch erschossen, ein anderer entführt + ägyptisches militär zerstört schutzzäune und beschiesst koptische klöster mit maschinengewehren + mehrere mönche und klosterangestellte verletzt und verhaftet   +++   lebensverachtend : stadt freiburg verfügt bannmeile im eingangsbereich von profamilia + erschwerte bedingungen für christliche lebensschützer, die bislang direkt vor dem profamilia-gebäude die frauen ansprechen konnten und zur umkehr bewegen   +++

2011- wohin geht die Reise?

04/01/2011

„Es kommt die Stunde, in der jeder, der euch tötet, meint, Gott einen heiligen Dienst zu leisten. Das werden sie tun, weil sie weder den Vater noch mich erkannt haben. Ich habe es euch gesagt, damit ihr, wenn deren Stunde kommt, euch an meine Worte erinnert.“ (Joh 16,2-4)

„Deren Stunde“ scheint gekommen – bisher 22 Tote bei dem Anschlag auf die Kopten in Ägypten, also ausgerechnet in dem Land, in dem die Heilige Familie Zuflucht und Sicherheit gefunden hatte (siehe Valtorta-Auszug unten), so fängt das neue Jahr bezeichnenderweise an. Wie es im Sudan nach der für den 9. Januar vorgesehenen Volksabstimmung über die Unabhängigkeit des Südsudan weitergeht, ist auch ungewiss und brenzlig. Und grade lese ich auch noch, dass einem 25-jährigen Christ in Afghanistan die Todesstrafe droht, wenn er nicht bis gestern dem Christentum abgeschworen hat. Der junge Mann hatte einem Landsmann ein Neues Testament gegeben, eventuell lebt er schon gar nicht mehr. Die IGfM hatte sich an Guido Westerwelle gewandt, denn die Hinrichtung würde auf deutschem Mandatsgebiet stattfinden. Eigentlich müssten doch Aufschreie und sofortige Interventionen vonseiten der deutschen Politiker zu verzeichnen sein! Ich denke, wir verteidigen da unten die Menschenrechte und die Demokratie, bla bla bla? Wann folgen endlich Taten statt schöner oder empörter Worte?


Angela Merkel hat die Nachricht von dem Anschlag in Ägypten angeblich „mit Wut“ aufgenommen und dann gleich politisch korrekt darauf hingewiesen, dass auch Muslime unter den Todesopfern sind. Solche Worte können Sie sich sparen, Frau Merkel! Da finden wir die Initiative des Bürgermeisters von Rom doch viel handfester, er bietet die Schirmherrschaft seiner Stadt für alle Initiativen an, die sich von Rom aus für Religionsfreiheit einsetzen. Und der italienische Aussenminister Frattini fordert von der EU, dass die Hilfen für Länder, die Christen nicht ausreichend schützen, eingeschränkt werden. Das sind gute erste Ansätze und es wäre wünschenswert, dass sie von weiteren Politikern aufgegriffen, ausgeweitet und in die Praxis umgesetzt werden. Es muss zur Tat geschritten und Einhalt geboten werden!