Posts Tagged ‘Antisemitismus’

abgründe der woche

21/05/2011

+++   ausgeblendet : im kernkraftwerk fukushima ereignete sich bereits kurz nach dem fatalen erdbeben eine kernschmelze in reaktor 1 + weitere kernschmelzen nicht auszuschliessen + lage im kraftwerk nach wie vor ausser kontrolle + berichterstattung über fukushima inzwischen fast völlig versiegt + derweil nimmt die schweizer armee den wehrpflichtigen, die an der jährlichen militärübung teilnehmen, die geigerzähler ab + erhöhte radioaktivitätswerte in europa ?   +++ frustriert : nach den arabischen ländern scheinen revolutionäre umbrüche auch in südeuropa in reichweite + in spanien gehen täglich zehntausende überwiegend junge menschen auf die strasse + griechischer präsident erwägt militäreinsatz gegen gewalttätige demonstranten + proteste gegen massenarbeitslosigkeit und sparmassnahmen der regierung   +++  eigensinnig : israel genehmigt bau von 1520 neuen siedlungsgebäuden in ost-jerusalem + widerspruch zu barack obamas nahost-rede am donnerstag, worin er zu erneuten friedensverhandlungen aufrief und einen palästinensischen staat innerhalb der grenzen von 1967 guthiess + benjamin netanyahu lehnt eine solche grenzziehung vehement ab + ost-jerusalem würde in diesem fall zu palästina gehören   +++   tabubruch : skandal-regisseur lars von trier vom cannes-filmfestival suspendiert + in interview hatte sich von trier positiv über albert speers künstlerische leistungen geäussert und mit sichtlichem vergnügen nachgelegt, dass er selbst ein nazi sei    +++ rätselhaftes bienensterben : schweizer forscher daniel favre experimentiert mit mobilfunkstrahlen nahe eines bienenstocks + bei aktiver funkverbindung zwischen handys stieg der lärmpegel im bienenstock stark an + mobilfunkstrahlung beeinflusst ausserdem das schwarmverhalten und das wachstum der königin +++   ausspioniert (I) : wikileaks‘ julian assange nennt facebook in einem aktuellen interview mit russia today „das beängstigendste spionageinstrument, das jemals erfunden wurde“ + us-geheimdienste hätten dank facebook zugriff auf die „weltweit umfassendste datenbank über menschen und ihre beziehungen, ihre namen, ihre adressen und ihre wohnsitze und über die kommunikation untereinander, ihre verwandten“ + assange warnt, dass jedem klar sein müsse, „dass er, wenn er seine freunde seinem facebook-konto hinzufügt, damit praktisch unentgeltlich für amerikanische nachrichtendienste arbeitet, indem er diese daten für sie vorbereitet“   +++   ausspioniert (II) : 13-jähriger us-schüler nach facebook-eintrag über mögliche racheaktion von al-quaida auf barack obama von geheimdienstbeamten verhört + eintrag stelle bedrohung für präsidenten dar   +++   misstrauisch : künftiger katholischer hauskaplan des us-repräsentantenhauses betet nach eigenen angaben „nie im namen jesu“, es sei denn, er täte „etwas katholisches“, wie etwa das lesen der messe + im heutigen tagesevangelium sagt jesus zu philippus: „alles, um was ihr in meinem namen bittet, werde ich tun, damit der vater im sohn verherrlicht wird. wenn ihr mich um etwas in meinem namen bittet, werde ich es tun.“   +++

Avignon: Rabbi kennt Christen nicht

22/04/2011

„Ich kenne Sie nicht,“ blieb die einzige Aussage des Rabbiners von Avignon und Carpentras, Jonathan Sfadj, zur blasphemischen Jesus-Fotografie in einer aktuellen Kunstausstellung in Avignon. Auch der Präsident der jüdischen Gemeinde der Stadt, Claude Nahoum, hatte dazu nicht viel mehr zu sagen. Katholiken könnten von der Fotografie wohl schockiert sein, er aber habe keinen weiteren Kommentar hinzuzufügen, so berichtet das Online-Magazin „Nouvelles de France“, das die beiden kontaktiert hatte.

Kein Zufall, dass sich diese Episode so kurz vor der Osterwoche abspielt? Sie erinnert jedenfalls etwas an die ablehnende und feindselige Haltung etlicher Juden, insbesondere oberer geistlicher Würdenträger, gegenüber Jesus, damals im Heiligen Land. Die Lesungen der vergangenen Tage aus dem Johannesevangelium schildern einen Vorfall nach dem anderen und verdeutlichen, wie sich die Lage zugespitzt hat bis hin zum Beschluss, Jesus hinzurichten:

Donnerstag, 14. April: Johannes 8,51-59

Freitag, 15. April: Johannes 10,31-42

Samstag, 16. April: Johannes 11,45-56

Und weiter springt folgende Aussage Jesu ins Auge:

„Wer sich nun vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen. Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen.“ 

Matthäus 10,32

Vor diesem Hintergrund versteht sich die umstrittene traditionelle Karfreitagsfürbitte der katholischen Kirche für die Bekehrung der Juden als völlig angemessen. Hier wird um die Einsicht gebetet, den gravierenden Irrtum (Verleugnen des Messias) mit schwerwiegenden Folgen (Ausschluss aus dem Himmelreich) als solchen zu erkennen. Das hat mit Antisemitismus rein gar nichts zu tun. 

Die Karfreitagsfürbitte wird seit 1970 im ordentlichen Post-Vatikan-II-Ritus in einer bis zur Unkenntlichkeit veränderten Version verwendet, als Reaktion auf Empörung seitens der Juden, man bezichtige ihre christusferne Haltung eines Irrtums. 2008 wurde die Debatte um die Fürbitte im Zuge des päpstlichen Motu Proprio zugunsten des lateinischen Messritus neu entfacht. Trotz entschärfter Formulierung Benedikts XVI. blieb die lateinische Fassung viel näher am Original als die 1970er-Light-Version. Folglich rief und ruft die „neue alte“ Fürbitte heftige Kontroversen hervor, vor allem auf jüdischer Seite, aber auch innerhalb der Kirche.

Eines ist klar, und damit sieht sich allen voran der Papst konfrontiert: wer Christus bekennen will, kommt um eine Stellungnahme bezüglich der Juden und ihrem Bezug zum Christentum nicht herum. Auch wenn es bedeutet:  

Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie an meinem Wort festgehalten haben, werden sie auch an eurem Wort festhalten. Das alles werden sie euch um meines Namens willen antun; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat.

Wenn ich nicht gekommen wäre und nicht zu ihnen gesprochen hätte, wären sie ohne Sünde; jetzt aber haben sie keine Entschuldigung für ihre Sünde. Wer mich hasst, hasst auch meinen Vater. Wenn ich bei ihnen nicht die Werke vollbracht hätte, die kein anderer vollbracht hat, wären sie ohne Sünde. Jetzt aber haben sie (die Werke) gesehen und doch hassen sie mich und meinen Vater.

Aber das Wort sollte sich erfüllen, das in ihrem Gesetz steht: Ohne Grund haben sie mich gehasst.“

Johannes 15,20-25

Meinungsunfreiheit 2

04/09/2010

Wie der Spiegel berichtet, reagiert der Zentralrat der Juden „entsetzt“, weil der EU-Handelskommissar De Gucht in einem Interview gesagt haben soll, es gebe einen „Glauben bei der Mehrzahl der Juden, dass sie Recht haben“ und dass es schwierig sei, gegen diesen Glauben „mit rationalen Argumenten zu kämpfen“. Ausserdem dürfe man, so De Gucht weiter, den Einfluss der jüdischen Lobby in Washington auf die US-Politik nicht unterschätzen: „Es ist die bestorganisierte Lobby dort.“ Nun heisst es natürlich, er sei Antisemit usw.

Karel De Gucht

Karel De Gucht

Ganz naive Frage: was ist an seinen Aussagen so schlimm, dass man das nicht aussprechen darf? De Gucht wird vorgeworfen, er habe die Juden als rechthaberisch bezeichnet. Na und? Ist das eine unsägliche Beleidigung? Davon abgesehen: gibt es irgendwo ein Volk, das nur positive Eigenschaften hat? Kann das, angesichts der Tatsache, dass wir Menschen ALLE fehlerhaft sind und immer wieder sündigen, überhaupt sein? Und ist es nicht so, dass Völker nun mal gewisse Charakteristika aufweisen? Das heisst ja nicht, dass alle Menschen in einen Topf geworfen werden, ausserdem hat er von der „Mehrzahl“ und nicht von allen Juden gesprochen. Es geht gar nicht darum, ob er Recht hat oder nicht, Tatsache ist: eine unliebsame Meinung/ Kritik an den Juden ist von vornherein niemals erlaubt, da hört die Meinungsfreiheit schlichtweg auf.

Der EU-Handelskommissar hat enormen Druck und wohl Angst bekommen und mittlerweile eine Art Entschuldigung verlauten lassen, was als Beleg dafür gewertet werden kann, wie stark diese Lobby tatsächlich ist – nicht nur in den USA.

Thilo Sarrazin ist nicht politisch korrekt

31/08/2010

Selbst Bischof Trelle, der Vorsitzende der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz, drischt nun auf Thilo Sarrazin ein. Dabei war dessen Buch „Deutschland schafft sich ab – Wie wir unser Land aufs Spiel setzen“, in dem er schwierigste Zeiten für Deutschland u.a. aufgrund der nicht gelungenen Integration von Moslems mit niedrigem Bildungsniveau vorhersieht, zum Zeitpunkt der Kritik durch den Bischof noch gar nicht erschienen. Es ist alarmierend, dass jeder, der bei gewissen Themen von der verlangten Einheitsmeinung abweicht, systematisch durch Verleumdung, Verdrehung seiner Aussagen usw. fertig gemacht werden soll.

Besonders furchtbar ist es aber, wenn ein hoher Kirchenmann bei dem ganzen Mainstream-Kreuzzug mitmacht. Noch am Sonntag sagte Kardinal Meisner in Fulda, die Kirche „hat nicht den Menschen und der Welt nach dem Mund zu reden, sondern sie hat Gott nach dem Mund zu reden. Die Kirche ist in der Welt, aber nicht von der Welt und das kann ihr die Welt oft nicht verzeihen.“ Wir hätten uns gewünscht, dass Bischof Trelle Gott und nicht der Welt nach dem Mund redet. So aber tut er das seine dazu, damit die Wahrheit/ das Christentum in Europa weiter untergeht und belegt die Aussage unseres Papstes, der gesagt hat, dass die grössten Bedrohungen der Kirche nicht von aussen, sondern aus ihrem Inneren kommen.

Im Gegensatz zu Bischof Trelle ist Thilo Sarrazin ein mutiger Mensch. Er verliert nun evtl. seinen Posten im Vorstand der Bundesbank und wird aus der SPD, einer angeblich demokratischen Partei, die unserem Grundgesetz verpflichtet ist und die Meinungsfreiheit verteidigen muss, ausgeschlossen! Gute Nacht, Deutschland. Wie er selbst sagt, sind in seinem Buch empirisch fundierte Antworten auf die Fragen zu finden, die sich ihm stellen: „Von dem, was ich geschrieben habe, sind achtzig Prozent Analyse, zehn Prozent Wertung und maximal zehn Prozent Maßnahmenvorschläge.“ Das hört sich interessant und wahrheitsnah an. Aber seit wann liebt die Welt die Wahrheit?

Wahrheit und Welt schliessen einander aus, daher wurde der, der der Weg, die Wahrheit und das Leben ist, schliesslich auch gekreuzigt. Und zwar just von den Juden, von deren Genen Herr Sarrazin in seinem Buch fatalerweise auch noch spricht. Das darf man in Deutschland nun wirklich nicht und so wird er boshafterweise auch dafür heftig angegriffen. Wie Udo Ulfkotte in seinem Artikel „Thilo Sarrazin und das Juden-Gen – die Fakten“ darlegt, hat der jetzt an vorderster Front mithetzende Spiegel bereits 1999 von einem Priester-Gen des jüdischen Volkes gesprochen hat und jüdische Verbände werben heute offiziell dafür, mit Gentests herauszufinden, ob man jüdischer Herkunft ist. Wo ist also das Problem?

Das Problem ist, dass wir uns weit von Gott entfernt haben und ihn, d.h. die Wahrheit, nicht mehr erkennen. Wer uns Funken der Wahrheit aufzeigt, ruft Hass hervor, denn es herrscht Satan, der Vater der Lüge und er ist mittlerweile in alle Bereiche vorgedrungen.

FAZ-Interview mit Thilo Sarrazin vom 30. August 2010

Rezension von Udo Schulze zu Thilo Sarrazins Buch

Erfahrungen eines dänischen Psychologen mit kriminellen Muslimen