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11. Februar: Fest Unserer Lieben Frau in Lourdes

11/02/2010

Vor 152 Jahren, am 11. Februar 1858, erblickt die 14-jährige Bernadette Soubirous beim Holzsammeln in der Grotte von Massabielle eine unerwartete Erscheinung: „Ich sah eine in weiß gekleidete Dame. Sie trug ein weißes Kleid, auch einen weißen Schleier, einen blauen Gürtel und eine gelbe Rose auf jedem Fuß.“ sagt Bernadette später. Zitternd macht sie das Kreuzzeichen und betet einen Rosenkranz vor der Dame, die danach verschwindet.

In der folgenden Zeit verspürt Bernadette häufig den inneren Ruf, sich zur Grotte zu begeben, um die schöne unbekannte Dame zu treffen. Am 18. Februar sagt diese zu ihr: „Buße! Buße! Buße! Betet zu Gott für die Sünder. Küßt die Erde zur Buße für die Sünder!“ Nach der neunten Erscheinung, während der 300 Menschen anwesend sind, erzählt Bernadette: „Sie sagte mir, ich solle aus der Quelle trinken (…) Ich habe nur ein wenig schlammiges Wasser gefunden. Beim vierten Versuch konnte ich etwas trinken. Sie ließ mich auch ein Kraut essen, das nahe der Quelle war. Dann verschwand die Vision und ich ging weg.“ Man wirft ihr vor, verrückt geworden zu sein, aber sie sagt, all dies sei für die Sünder.

In der Nacht nach der 12. Erscheinung am 1. März taucht eine Frau aus Lourdes ihren gelähmten Arm in das Wasser der Quelle, daraufhin werden Arm und Hand wieder beweglich. Am nächsten Tag wünscht die weissgekleidete Dame, daß die Priester Prozessionen durchführen und eine Kapelle am Ort der Erscheinung bauen, doch der Dorfpriester will erst einmal den Namen der Dame wissen. Erst drei Erscheinungen später – mittlerweile kommen über 8000 Menschen zu dem Ereignis – sagt die schöne Dame zu Bernadette, wer sie ist: „Que soy era immaculada councepciou – Ich bin die unbefleckte Empfängnis“. Bernadette läuft zum Pfarrer und wiederholt dabei immer wieder diesen Satz ohne den theologischen Inhalt zu verstehen. Der Pfarrer ist daraufhin ziemlich durcheinander- hatte doch erst vier Jahre vorher Papst Pius IX das Dogma der unbefleckten Empfängnis der Jungfrau Maria verkündet.

Bernadette Subirous

Bei der achtzehnten und letzten Erscheinung ist der Zugang zur Grotte gesperrt und Bernadette sieht die Jungfrau ein letztes Mal vom gegenüberliegenden Ufer des Flußes: „Es schien mir, ich sei direkt vor der Grotte in gleicher Entfernung wie die anderen Male. Ich sah die Jungfrau diesmal nur- niemals habe ich sie schöner gesehen!“

1862 wurden die Erscheinungen von der katholischen Kirche offiziell anerkannt, jedes Jahr pilgern nun ca. 4-6 Millionen Besucher aus der ganzen Welt nach Lourdes. Bisher sind 67 von den über 7000 gemeldeten leiblichen Wunderheilungen anerkannt, die seelischen Heilungen sind nicht zu zählen. Bernadette Subirous trat 1866 ins Kloster ein und verstarb im Jahr 1879 mit 35 Jahren. 1925 wurde sie selig und 1933 heilig gesprochen, ihr Gedenktag ist der 18. Februar.

Die Quelle in der Grottes von Lourdes

„Wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.“ Joh 4,14

Vision von Maria Valtorta über die Erscheinung von Lourdes