Posts Tagged ‘Bitten’

„Bleibt in Mir“

06/05/2012

zum Sonntagsevangelium vom 6. Mai 2012: Johannes 15,1-8

14. Juni (1944)

… und Jesus sagt mir: 

„(…) Ich steige in euch herab und mache Mich zu eurer Speise. Aber da Ich die Mitte bin, ziehe Ich euch in Mich hinein. Ihr nährt euch von Mir, aber noch mehr nähre ich Mich von euch. Der beiderseitige Hunger ist unersättlich und beständig. Der Rebstock nährt seine Pollen. Aber aus den Pollen entsteht der Rebstock. Das Wasser speist die Meere, aber die Meere speisen die Wasser, indem sie verdunstend aufsteigen und von neuem herabfallen. Deshalb sollt ihr in Mir bleiben, wie Ich in euch. Getrennt von Mir, würde zwar Ich nicht, ihr aber würdet sterben. (…)

Bleibt in Mir. Wenn ihr das nicht tut, ist es Anzeichen dafür, dass ihr Mich hasst. Der Himmlische Vater hasst (1) jedoch die, welche Mich hassen, denn wer Mich hasst, hasst auch den Vater, da Ich mit dem Vater Eines bin. Bleibt in Mir. Sorgt dafür, dass der Vater die Rebe nicht von dem Weinstock unterscheiden kann, weil die Rebe so sehr eines mit diesem ist (2). Sorgt dafür, dass der Vater nicht mehr erkennen kann, wo Ich aufhöre, und wo ihr anfangt, weil die Ähnlichkeit so vollständig ist. Der, der liebt, nimmt ja die Neigungen, die Lieblingsredearten und die Gesten des Geliebten an.

Ich will, dass ihr andere Jesus seid, und zwar deshalb, weil Ich wünsche, dass ihr das erhaltet, worum ihr bittet – mit Mir verschmolzen, könnt ihr ja nur um Gutes bitten – und keine Abweisung zu befürchen habt. Das aber, weil ich möchte, dass ihr noch mehr als das, worum ihr bittet, erhaltet, denn der Vater gießt ja Seine Schätze in ununterbrochenem Liebesstrom auf den Göttlichen Sohn aus. Und der, welcher im Sohn ist, kommt in den Genuss dieser unendlichen Ausgießung der Gottesliebe, die ja ihr Wohlgefallen in Ihrem Wort findet und in Ihm pulsiert. Ich bin nämlich der Leib, und ihr seid die Glieder (3), und daher überträgt sich die göttliche, vom Vater ausgehende Freude, die Mich überflutet, die Allmacht, der Friede so wie jegliche andere in Mir pulsierende Vollkommenheit auf euch, Meine Getreuen, die ihr hier und im Jenseits unablöslicher Teil (4) von Mir seid.

Kommt also und bittet. Habt keine Angst zu bitten. Ihr dürft um alles bitten, denn Gott kann alles gewähren. Bittet für euch und für alle. Ich habe es euch so gelehrt (5). Bittet für die Anwesenden und die Abwesenden. Bittet für die Früheren, die Gegenwärtigen und die Zukünftigen. Bittet für euren Tag und für eure Ewigkeit und für den Tag und die Ewigkeit eurer Lieben.

Bittet, bittet, bittet. Für alle. Für die Guten, damit Gott sie segne. Für die Bösen, damit Gott sie bekehre. Sagt mit Mir zusammen: „Vater, verzeih ihnen.“ (6) Bittet um Gesundheit, den Frieden in der Familie, den Frieden in der Welt, den Frieden für die Ewigkeit. Bittet um Heiligkeit. Ja, auch darum. Gott ist der Heilige und der Vater. Erbittet von Ihm zugleich mit dem Leben, das euch erhält, die Heiligkeit durch die von Ihm kommende göttliche Kraft.

Habt keine Angst zu bitten. Um das tägliche Brot und um den täglichen Segen. Ihr seid nicht nur Körper, seid jedoch noch nicht ganz Geist. Bittet also für diesen und für jenen, und es wird euch zuteil werden. Fürchtet nicht, zu viel zu wagen. (…)“  

____________________________

(1) Vgl. Weish 14,9 und Sir 12,6

(2) Vgl. Joh 15,1-11

(3) Vgl. Kor 12,12

(4) In der paulinischen Bedeutung von „Teilhaber“, nicht Bruchteil

(5) Vgl. Mt 7,7-8; 21,22; Mk 11,24; Lk 11,9-10

Auszug aus “Die Hefte 1944″ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.chwww.parvis.ch

„Das Brot, das Gott ist und der Wein, der Blut ist“

„Die Liebe wird euch Freude schenken“

„Im Vaterunser ist die ganze Vollkommenheit eines Gebetes vorhanden“

„Gib uns unser tägliches Brot“

24/07/2010
(zum Sonntagsevangelium vom 25. Juli 2010: Lk 11,1-13)

„Wenn ihr im Himmel seid, werdet ihr euch nur in Gott nähren. Die Seligkeit wird eure Nahrung sein. Aber hier habt ihr noch Brot nötig. Ihr seid die Kinder Gottes. Es ist daher richtig zu bitten: „Vater, gib uns Brot“. Habt ihr Angst, nicht erhört zu werden? O nein. Überlegt: Wenn einer von euch einen Freund hat und bemerkt, daß er kein Brot hat, um einen anderen Freund oder Verwandten, der am Ende der zweiten Nachtwache zu ihm kommt, zu sättigen, dann geht er zum ersten und sagt: „Freund, leihe mir drei Brote, denn es ist ein Gast gekommen und ich habe nichts zu essen im Haus.“ Wird er je die Antwort hören müssen: „Störe mich nicht, ich habe die Türe schon geschlossen und den Riegel vorgelegt, und meine Kinder schlafen schon an meiner Seite. Ich kann nicht aufstehen und dir geben, was du verlangst?“ Nein. Wenn er sich an einen wahren Freund gewandt hat und weiter bittet, wird er bekommen, was er verlangt. Er würde es auch bekommen, wenn er sich an keinen besonders guten Freund gewandt hätte. Er bekäme es schon wegen seines Drängens; denn der um diesen Gefallen Ersuchte würde dem Drängen nachgeben, um nicht länger belästigt zu werden.

Ihr aber wendet euch, wenn ihr den Vater bittet, nicht an einen Freund dieser Erde, sondern an den vollkommenen Freund, den Vater des Himmels! Daher sage ich euch: „Bittet, und es wird euch gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch aufgemacht werden.“ Denn wer bittet, empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet werden.


Welches Menschenkind bekommt einen Stein in die Hand gelegt, wenn es den eigenen Vater um Brot bittet? Wird der Vater ihm anstelle eines gebratenen Fisches eine Schlange geben? Ein Vater, der die eigenen Kinder so behandelt, wäre ein Verbrecher. Ich habe es euch schon einmal gesagt, und ich wiederhole es nun, um in euch die Güte und das Vertrauen zu stärken: Wenn also einer, mit gesundem Verstand, keinen Skorpion anstelle eines Eies gibt, mit welch größerer Güte wird Gott euch geben, um was ihr bittet! Denn er ist gut, während ihr mehr oder weniger schlecht seid. Bittet also mit demütiger und kindlicher Liebe den Vater um das tägliche Brot.“

Auszug aus “Der Gottmensch“, Bd. IV von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz:book@parvis.ch, www.parvis.ch