Posts Tagged ‘Blut Jesu’

„Ich will euch auferwecken.“

13/04/2020

8. Oktober 1943

Jesus sagt:

„Meine Barmherzigkeit ist so unendlich, dass sie Wunder wirkt – deren Kraft und Form ihr erst in dem anderen Leben erkennen werdet – um die größte Anzahl von Seelen für die Auferstehung des Fleisches in Christus zu gewinnen.

Ich will nicht, dass ihr, die ihr mit Meinem Namen bezeichnet seid, für die Ewigkeit sterbt. Ich will euch auferwecken. Ich bin gestorben, um euch auferwecken zu können. Ich habe Mein Blut wie eine gekelterte Traube aus Meinem Fleisch gepresst, um euch auferwecken zu können. Meine Blutstropfen sind in euch und verlangen danach, in das Herz, aus dem sie hervorkamen, zurückzukehren.

Ich wiederhole das, was Ich gestern sagte. Es gibt nur Wenige, in denen Mein Blut nicht jenes Minimum an Verdiensten erbringt, das die Seele retten kann. Das hängt nicht von dem Heiligen Blut ab, sondern davon, wie der Mensch darauf erwidert. Die Judasse sind nicht die große Masse, denn oftmals gibt es nach dem schändlichen Leben eines Körpers, in dem die Seele als Sklavin gehalten wurde, einen Triumpf der Seele über die Materie durch die Tatsache, dass diese Seele in ihrer äußersten Stunde, an der Schwelle des Todes, der den Geist aus dem Fleisch befreit, sich zu Gott hinwendet, von dem sie eine Erinnerung behalten hat, und sich zu Ihm hinflüchtet.

Und glaubt Mir: Es genügt wahrhaftig ein Herzschlag der Liebe, des Vertrauens und der Reue, um das Bad Meiner Verdienste auf den Sünder niederfließen zu lassen und ihn in Sicherheit zu bringen.

Meine Gerichtigkeit ist nämlich nicht die eure, und Mein Mitleid ist ganz anders als das eure.

Dann, wenn man die Geretteten Meiner göttlichen Liebe, die ganz Erbarmen ist, sehen wird, werden die Tugenden des Gotteslammes von allen in Seinem Reich lebenden Geistern jubelnd verkündet werden. Ihr seid ja die von dem Lamme Geretteten, das sich für euch hat hinopfern lassen. Und wenn die, welche allezeit in Ihm und von Ihm so gelebt haben, dass sie die Sinnlichkeit nicht kannten, dem Lamme folgen und das Lied, das nur sie kennen, singen werden, so werden die in ihrer letzten Erdenstunde Geretteten Seiner Barmherzigkeit Ihn, in Liebesanbetung verneigt, in Ewigkeit beneiden, denn Er ist in doppelter Weise ihr Erretter, Erretter in Gerechtigkeit und Erretter in Liebe. Um der Gerechtikeit willen ist Er gestorben, um euch in Seinem Blut zu reinigen. Um der Liebe willen schenkt Er euch Sein geöffnetes Herz hin, um euch, noch von Schuld verunstaltet, dort aufzunehmen und in dem Feuer Seiner Liebe zu reinigen, wenn ihr Ihn, der euch liebt, auch nur im Tode ruft, Ihn, der euch ein Königreich verheisst.“

Jan van Eyck, Anbetung Lamm Gottes

Auszug aus “Die Hefte 1943“ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben, bitte an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz, wenden: book@parvis.ch, www.parvis.ch

Judas Iskariot, der Gotteslästerer par excellence, ist in der Hölle

17/04/2012

15. Januar [1944]

Jesus sagt:

„(…) Die Menschen dieser Zeit glauben nicht mehr an die Existenz der Hölle. Sie haben sich ein Jenseits nach ihrem Geschmack ausgedacht, ein solches, das ihrem Gewissen weniger Schrecken erregend ist, obwohl dieses doch viel Strafe verdient. Als mehr oder weniger getreue Jünger des Bösen Geistes wissen sie freilich, dass ihr Gewissen vor bestimmten Übeltaten zurückschrecken würde, wenn es wirklich an die Hölle glaubte, so wie der Glaube es darüber belehrt; sie wissen, dass ihr Gewissen nach begangener Übeltat sich besinnen und im Gewissensbiss Reue erwecken, in der Angst Reue erwecken und mit der Reue den Weg der Umkehr zu Mir finden würde.

Ihre ihnen von Satan eingegebene Bosheit – sie sind ja seine Diener oder Sklaven (je nachdem, wie weit sie sich dem Willen und den Einflüsterungen des Bösen Feindes ergeben haben) – will dieses Zurückschrecken und diese Rückbesinnung nicht. Deshalb gibt man den Glauben an die Hölle auf, die es hingegen wirklich gibt, und fabriziert sich einen anderen – wenn man sich überhaupt einen fabriziert – einen Glauben, dass es da nichts anderes als eine Verschnaufpause gäbe, um darauf wiederum einen Aufschwung zu neuen, künftigen Höhenflügen zu nehmen.

Diese seine Meinung treibt der Mensch so weit, in gotteslästerlicher Weise  zu glauben, dass der größte aller menschlichen Sünder, Satans geliebter Sohn, der, wie das Evangelium sagt, ein Dieb war (*), der, wie Ich  sage, nach menschlichem Ruhm begierig und süchtig war, der Iskariote, der sich aus Lüsternheit zu der dreifachen Begierlichkeit zum Verkäufer des Gottessohnes gemacht und Mich für 30 Silberlinge und mit dem Zeichen eines Kusses – einem lächerlich kleinen Geldwert, aber einem unendlichen affektiven Wert – in die Hände der Henker überliefert hat, dass also dieser erlöst werden und zu Mir (in die ewige Seligkeit) gelangen könnte, indem er aufeinander folgende Lebensphasen durchlaufen würde.

Nein. Wenn er der Gotteslästerer par excellence war, so bin Ich kein solcher. Wenn er der Unredliche par excellence war, so bin Ich kein solcher. Wenn er derjenige war, der Mein kostbares Blut verächtlich vergoss, so bin ich kein solcher. Judas zu verzeihen wäre eine Lästerung Meiner Gottheit, die von ihm verraten wurde; es wäre Unrecht allen anderen Menschen gegenüber, die weniger schuldig als er sind und doch für ihre Sünden bestraft werden, es wäre Verachtung Meines eigenen kostbaren Blutes, und es hieße schließlich, dass Ich Meine eigenen Gebote nicht achtete. (…)“

(*) Judas Iskariot. Vgl. Joh 12,4-6. Und weiter, was den Iskarioten betrifft: Mt 26, 14-16.47-50; Mk 14,10-11.43-46; Lk 22,3-6.47-48; Joh 18,1-3.

Auszug aus “Die Hefte 1944“ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch