Posts Tagged ‘Buße’

Schmerz, Gebet und Buße Jesu (6 – letzter Teil)

02/04/2015

Vision Maria Valtortas: Mitte Dezember des Jahres 28 müssen zwei neubekehrte Jünger Jesu in Sicherheit gebracht werden, da das jüdische Synedrium nach einem Hinweis des Judas Iskariot diesen nachstellt. Ein Teil der Apostel begleitet ohne das Wissen des Iskariot die Jünger nach Antiochien. Während Jesus auf die Rückkehr der Apostel wartet, zieht er sich alleine für fast drei Wochen zu Buße und Gebet für seinen verräterischen Apostel in eine Höhle bei Jiphtael, in der Nähe des heutigen Yodfat, zurück.

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Jesus am Boden

„Ich wollte, dass niemand mein Verräter wäre…Niemand!… Nicht einmal der Entfernteste in den nördlichsten eisigen Zonen oder im Feuer der heissesten Gegenden… Ich wollte, dass der Opfernde du allein seist… wie du es schon andere Male gewesen bist, als du mit deinem Feuer die Brandopfer entzündet hast. Da ich jedoch durch Menschenhand sterben muss, durch die Henkershand eines verräterischen Freundes, des Schamlosen, der die Fäulnis Satans in sich hat und schon danach trachtet, mir an Macht gleich zu sein – so denkt er in Hochmut und Unzucht – da ich durch Menschenhand sterben muss; Vater, gewähre, dass nicht er es sei, den ich Freund genannt und als solchen geliebt habe. 

Vermehre, Vater, meine Qualen, aber gib mir die Seele des Judas. Ich lege diese Bitte auf den Altar meiner selbst als Sühneopfer… Vater, nimm sie an!…

Der Himmel ist stumm und verschlossen!… Wird dies also das Schweigen und der Kerker sein, in dem ich meinen Geist aushauchen werde?

Der Himmel ist stumm und verschlossen!… Wird dies also die größte Pein des Märtyrers sein?…

Vater, dein Wille geschehe, nicht mein Wille… Doch um meiner Leiden willen, oh, wenigstens dies! Um meiner Leiden willen gib Frieden und Hoffnung dem anderen Märtyrer des Judas, Johannes von Endor (*)! Mein Vater… er ist wahrlich besser als viele andere. Er ist einen Weg gegangen, den wenige gehen und gehen werden können. Für ihn ist die Erlösung schon vollzogen. Verleihe ihm daher deinen vollkommenen Frieden, damit ich ihn einst bei mir in meiner Herrlichkeit habe, wenn auch für mich alles erfüllt sein wird zu deiner Ehre und im Gehorsam gegen dich… Mein Vater…!“

Jesus ist allmählich auf die Knie gesunken und weint, das Gesicht am Boden.

Er betet, während das Licht des kurzen Wintertages in der dunklen Höhle rasch abnimmt und das Rauschen des Gießbaches scheinbar um so lauter wird, je länger die Schatten im Tal werden…

(*) Anm.: Es handelt sich um einen der beiden gefährdeten neubekehrten Jünger, gegen den der Iskariot das jüdische Synedrium aus Eifersucht aufgehetzt hat.

Auszug aus “Der Gottmensch″, Bd. V von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.chwww.parvis.ch

Schmerz, Gebet und Buße Jesu (2)

02/03/2015

Vision Maria Valtortas: Mitte Dezember des Jahres 28 müssen zwei neubekehrte Jünger Jesu in Sicherheit gebracht werden, da das jüdische Synedrium nach einem Hinweis des Judas Iskariot diesen nachstellt. Ein Teil der Apostel begleitet ohne das Wissen des Iskariot die Jünger nach Antiochien. Während Jesus auf die Rückkehr der Apostel wartet, zieht er sich alleine für fast drei Wochen zu Buße und Gebet für seinen verräterischen Apostel in eine Höhle bei Jiphtael, in der Nähe des heutigen Yodfat, zurück.

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Jesus geht langsam, vorsichtig, überlegt jeden Schritt auf den spitzen Steinen, von denen einige sich losgelöst haben, und ist manchmal gezwungen, sich an die Wand zu pressen, wenn sich der Weg stark verengt, und um gefährliche Stellen zu überwinden, muss er sich an den Ästen festhalten, die von der Felswand herabhängen. Er geht so um die Westseite herum und gelangt zur Südseite, gerade zu der Stelle, wo der Berg, nach einem senkrechten Abfall vom Gipfel, eine Höhlung bildet, so dass der Weg breiter wird, wenngleich er auch an Höhe verliert. Jesus muss an manchen Stellen mit geneigtem Haupt gehen.

Vielleicht hat er die Absicht, hier anzuhalten, wo der Pfad wie nach einem Steinschlag plötzlich aufhört. Doch nachdem er den Ort genauer betrachtet hat, sieht er, dass sich unter dem Felsvorsprung eine Höhle befindet, mehr ein Felsspalt als eine Höhle, und lässt sich auf dem Geröll hinab. Er geht hinein. Am Anfang ist es ein Spalt, doch im Innern wird es eine geräumige Grotte, als ob der Berg vor langer Zeit, aus ich weiss nicht welchem Grund, mit Pickeln ausgehauen worden wäre. Man kann deutlich erkennen, wo die natürlichen Einbuchtungen des Felsens von Menschenhand erweitert worden sind, und zwar so, dass sich dem Eingang gegenüber ein Gang öffnet, an dessen Ende Lichtschein eindringt und ferne Büsche zu sehen sind; offensichtlich zieht sich der Gang also durch den Sporn des Berges von Süden nach Osten.

Höhle

Jesus zwängt sich durch diesen halbdunklen, engen Stollen und erreicht den Ausgang, der oberhalb der Straße liegt, die er mit den Aposteln und dem Karren genommen hat, um nach Jiphtael zu gelangen.

Die Berge, die den See von Galiläa umgeben, liegen vor ihm, jenseits des Tales, und in Richtung Nordosten glänzt der große Hermon in seinem Gewand aus Schnee. Eine uralte Treppe ist an dieser Seite des Berges, die nicht so steil abfällt, ausgehauen worden, und diese Stufen führen zum Saumpfad im Tal und zur Höhe, auf der Jiphtael liegt.

Jesus freut sich über seine Entdeckung. Er kehrt in die geräumige Höhle zurück und sucht nach einem geschützten Platz, wo er trockenes Laub, das der Wind angeweht hat, aufhäuft. Ein armseliges Lager, ein Schleier trockenen Laubes zwischen seinem Körper und dem nackten, eiskalten Erdboden… Er lässt sich darauf nieder und bleibt reglos liegen, die Hände unter dem Haupt, die Augen zur felsigen Decke gerichtet, gedankenverloren, ich möchte sagen, erschöpft, wie einer, der eine Anstrengung oder einen Schmerz, die seine Kräfte übersteigen, hinter sich hat. Dann beginnen langsam und lautlos Tränen aus seinen Augen zu quellen. Sie rollen an beiden Seiten des Gesichtes herab, verlieren sich bei den Ohren in den Haaren und enden gewiss im dürren Laub… 

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Auszug aus “Der Gottmensch″, Bd. V von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.chwww.parvis.ch

Hl. Rafael Arnaiz Baron (16)

08/03/2012

Am 11. Oktober 2009 wurde der spanische Trappist Rafael Arnaiz Baron (1911-1938) heilig gesprochen. Dieser mit 27 Jahren in der Abtei San Isidro de Duenas verstorbene Mystiker beeindruckt durch seine tiefe Spiritualität und sein einfaches und frohgemutes Wesen, mit dem er vertrauensvoll sein Kreuz auf sich nahm. Dank der freundlichen Genehmigung  der Herausgeberin und des Bernardus-Verlags, bei dem die Gesamtausgabe der Schriften des Heiligen bestellt werden können („Nur Gast auf Erden?“),  veröffentlichen wir hier Auszüge aus denselben.

Gott und meine Seele – San Isidro

7. Januar 1938 – Freitag – im Alter von 26 Jahren

Einer meiner größten Fehler ist die Ungeduld, und manchmal versetzt ein Bruder – ohne es selbst zu merken – meine Nerven in einen derartigen Zustand, besonders mit gewissen Geräuschen, dass ich schreiend davonlaufen würde, wenn ich mich von meinem Naturell leiten ließe.

Aber ich bin in die ‚Trapa‘ gekommen, um mich abzutöten und um zu erdulden, was der Herr mir schicken will. 

Die größte Buße ist das Gemeinschaftsleben.

Herrin und Königin des Himmels, verleih mir die Gnade, sanftmütig zu sein! Amen!

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„Wenn ihr Buße tut…“

22/03/2011

26. Juli [1944]

Jesus sagt:

„… Und die Abtötung? Ach! sie soll rein sein. Wie viele unnütze Abtötungen praktiziert ihr! Unnütze und sündige! Warum? Weil sie unrein sind. Unrein sind die vom Verlangen nach Lob und Lieblosigkeit befleckten. Gut sein, um gelobt zu werden, eine Buße üben, um aufzufallen, sich überwinden, eine bestimmte Frucht nicht zu essen, damit die Welt das bewundere, dann aber nicht geduldig, demütig und barmherzig zu sein, ist wirklich unnütz.

Was soll Ich denn mit dem Opfer eures Verzichts auf eine Frucht anfangen, wenn ihr euch für diesen Verzicht rächt, um einen eurer Brüder mit giftigen Worten zu beißen. Was soll Ich mit einer eurer Bußübungen anfangen, wenn ihr dann nicht einmal das, was das Leben euch bringt, zu ertragen wisst? Welch ein Verdienst ist es, außer dem Haus gut zu sein, aber bei euch daheim giftige Vipern? Welch ein Verdienst ist es, einen Bußgürtel zu tragen, wenn ihr nicht den Bußgürtel meines göttlichen Willens schweigend zu tragen versteht?

El Greco: büßende Maria Magdalena

Denkt an das, was Ich gesagt habe: „Wenn ihr Buße tut, salbt euer Haupt und wascht euer Gesicht“. (1) In den törichten Augen der Welt dürft ihr ruhig als nicht abgetötet erscheinen. Es genügt, wenn ihr kein Ärgernis erregt, denn das Ärgernis ist immer schlecht. Wenn ihr hingegen als gewöhnliche Sterbliche erscheint und deshalb nur Gleichgültigkeit und kein Lob erntet, euch aber insgeheim aus Liebe zu Gott und zu den Nächsten verzehrt, wird euer Verdienst in den Augen Gottes groß sein.

Und wenn ihr euch keine Bußen aufzuerlegen wisst, ach! dann nehmt die an, die das Leben euch auferlegt. Es gibt so viele! Nehmt sie an mit den Worten: „Wenn diese Mühsal von Gott kommt, dann geschehe, Herr, Dein Wille; wenn sie von einem böswilligen Bruder kommt, dann opfere ich sie Dir auf, himmlischer Vater, damit Du ihm verzeihst und ihn rettest“.

So sollt ihr es halten, Geliebte. Und alles in euch soll rein sein. Dann besitzt ihr die Reinheit des Herzens. Aber in einem reinen Herzen schlägt Gott Seinen Thron auf.

Geht nun hin in Frieden. Schreite in Meinem Frieden auf dem Weg der Herzensreinheit voran, und denke daran, dass die Herzensreinen Gott genießen werden. (2)“

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(1) Vgl. Mt 6,17.

(2) Vgl. Mt 5, 8.

Auszug aus “Die Hefte 1944″ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch


Unsere Liebe Frau von Akita

18/03/2011

1973 vernahm in Japan eine taube junge Schwester, Mitglied des Instituts der Dienerinnen der Heiligen Eucharistie, drei verschiedene Botschaften, die von einer Marienstatue im Kloster von Akita ausgingen. In den folgenden Jahren ging von der Statue eine duftende Flüssigkeit aus, ausserdem blutete sie an der rechten Hand und weinte über hundert mal. Diese 1988 vom Vatikan durch Kardinal Ratzinger anerkannte Erscheinung fand 150 Kilometer vom Epizentrum des Erdbebens der vergangenen Woche statt. Danach erfolgten Wunder und Bekehrungen, besagte Schwester Agnes wurde z. B. von ihrer Taubheit geheilt (wie von der Gottesmutter in der ersten Botschaft versprochen).

Die Botschaften weisen grosse Parallelen zu Fatima und La Salette auf: die Heilige Jungfrau ruft zu Buße und Rosenkranzgebet auf, warnt vor teuflischen Machenschaften innerhalb der Kirche („Die Kirche wird erfüllt sein von Menschen, die Kompromisse annehmen“, „Altäre und Kirchen wird man verwüsten“) und vor einer fürchterlichen Strafe, falls die Menschen nicht bereuen und sich nicht bessern: „Die einzigen Waffen, die uns bleiben werden, sind der Rosenkranz und das Zeichen, das der Sohn zurückgelassen hat“.

Die drei Botschaften im Wortlaut:

6. Juli 1973: „Meine Tochter, meine Novizin, du hast gut daran getan, alles zu verlassen, um mir nachzufolgen. Leidest du sehr an deiner Taubheit? Du wirst geheilt werden, sei dessen gewiß. Habe Geduld, es ist die letzte Prüfung. Schmerzt dich die Wunde an deiner Hand? Bete zur Sühne für alle Sünden der Menschen. Jedes Mitglied dieser Gemeinschaft ist mir eine unersetzbare Tochter. Verrichtest du gewissenhaft das Gebet der Dienerinnen der Hl. Eucharistie? Komm, beten wir es zusammen … Bete viel für den Papst, die Bischöfe und die Priester.“

3. August 1973: „Meine Tochter, meine Novizin, liebst du den Herrn? Wenn du den Herrn liebst, dann höre, was ich dir zu sagen habe: es ist sehr wichtig. Du sollst es deinen Vorgesetzten mitteilen. Viele Leute betrüben den Herrn. Ich erwarte Seelen, die ihn trösten wollen. Mit dem Sohn erwarte ich Seelen, die, um den Zorn des himmlischen Vaters zu beschwichtigen, anstelle der Sünder und der Undankbaren leiden und durch ihre Armut (Opfer) Sühne leisten. Um seinen Zorn gegen die Welt zu offenbaren, beabsichtigt der Vater, über die ganze Menschheit eine schwere Strafe zu verhängen. Ich habe schon mehrmals mit dem Sohn versucht, seinen Zorn zu mildern. Ich habe den Vater zurückgehalten, in dem ich ihm das Leiden und das Blut seines Sohnes zeigte und ihm die kostbaren Sühneseelen darbrachte, die unseren Vater trösten. Gebet, Buße, Armut, mutige Opfer können den Zorn des Vaters beschwichtigen. Ich wünsche, daß dein Institut in diesem Sinne handle, daß es seine Armut schätze, daß es sich bekehre und bete, um den Undank und die Beleidigungen vieler, vieler Menschen zu sühnen. Verrichtet fleißig das Gebet des Institutes. Setzt es in die Tat um und bringt es als Sühne dar. Möge sich jede von euch entsprechend ihrer Fähigkeit und ihrer Aufgabe völlig dem Herrn hingeben! Auch in einem Säkularinstitut ist das Gebt notwendig. Die Seelen, die beten wollen, sind bereits vereinigt. Ohne euch allzusehr um die Form zu kümmern, seid treu und eifrig im Gebet, um den Herrn zu trösten.“

Sr. Agnes Sasagawa

 

13. Oktober 1973 [Anm: 13. Oktober 1918 = letzte Erscheinung in Fatima, Sonnenwunder]: „Meine geliebte Tochter, höre gut auf das, was ich dir zu sagen habe. Du sollst deinen Oberen davon berichten. Wie ich dir schon früher sagte, wird der himmlische Vater, wenn die Menschen nicht bereuen und sich nicht bessern, eine schwere Strafe über die ganze Menschheit verhängen; eine Strafe, die fürchterlicher sein wird als die Sintflut: eine Strafe, wie man sie noch nie erlebt hat. Feuer wird vom Himmel fallen und einen großen Teil der Menschheit vernichten. Die Guten wie die Bösen werden sterben, und weder Priester noch Gläubige werden verschont. Die Überlebenden werden so sehr leiden, daß sie die Toten beneiden. Die einzigen Waffen, die uns bleiben werden, sind der Rosenkranz und das Zeichen, das der Sohn zurückgelassen hat. Betet täglich den Rosenkranz. Betet den Rosenkranz für die Bischöfe und die Priester. Teuflische Machenschaften werden sogar in die Kirche eindringen, und Kardinäle werden sich gegen Kardinäle erheben und Bischöfe gegen Bischöfe. Die Priester, die mich verehren, werden von ihren Mitbrüdern verachtet und bekämpft werden. Altäre und Kirchen wird man verwüsten. Die Kirche wird erfüllt sein von Menschen, die Kompromisse annehmen. Durch den Teufel verführt, werden zahlreiche Priester und Ordensleute den Dienst am Herrn aufgeben. Der Teufel wird sich besonders um die gottgeweihten Seelen bemühen. Es betrübt mich, daß so viele Seelen verlorengehen. Wenn man weiter sündigt, wird es keine Vergebung mehr geben.“


Hirtenbrief des zuständigen Bischofs, der die Ereignisse schildert

Botschaft der Gottesmutter bei ihrer Erscheinung in La Salette (1846)

Irlands Bischöfe waschen Füße

21/02/2011

Radiovaticana berichtet, dass Irlands Bischöfe bereits mehrmals Missbrauchsopfern während einer Bußliturgie die Füße wuschen. Das hört sich echt gut an. Wie auch zu lesen ist, planen die deutschen Bischöfe für ihre Vollversammlung Mitte März ebenfalls einen „besonders gestalteten Bußakt“, vielleicht sollten sie einfach die irischen Bischöfe (bzw. Jesus) nachahmen?


20. Februar: Gedenktag der sel. Jacinta Marto

20/02/2011

Sel. Jacinta Marto

In ihren Erinnerungen schildert Schwester Lucia 1935 folgende Begebenheit, die sich 1917 im Gefängnis von Ourem zugetragen hatte, nachdem die drei Seherkinder vom Kreisverwalter, der den dritten Teil des Geheimnisses von Fatima erfahren wollte, entführt worden waren:

Als wir später gefangengenommen wurden, war es die Abwesenheit der Eltern, die Jacinta am schwersten bedrückte. Mit tränenüberströmten Gesicht klagte sie:

– Weder deine noch meine Eltern kamen, um uns zu besuchen. Sie haben nichts mehr für uns übrig.

– Weine nicht! – sagte Francisco zu ihr, – opfern wir es Jesus für die Sünder auf.

Und Augen und Hände zum Himmel erhebend, sprach er das Aufopferungsgebet:

– O mein Jesus, es ist aus Liebe zu Dir und für die Bekehrung der Sünder.

Jacinta fügte hinzu:

– Und auch für den Heiligen Vater und zur Wiedergutmachung der Sünden, die gegen das Unbefleckte Herz Mariens begangen werden.

Als wir nach der Trennung voneinander wieder in einem Gefängnissaal zusammengeführt wurden, erklärten sie, sie würden uns in Kürze holen, um uns zu verbrennen. Da zog sich Jacinta an ein Fenster zurück, das auf den Viehmarkt hinausging. Anfangs dachte ich, sie wolle sich durch den Ausblick zerstreuen, aber dann bemerkte ich, dass sie weinte. Ich nahm sie zu mir und fragte, warum sie weine:

– Weil wir sterben werden, ohne unsere Väter und Mütter wiedergesehen zu haben – antwortete sie.

Und mit tränenüberströmtem Gesicht:

– Ich möchte wenigstens meine Mutter sehen!

– Du möchtest also dieses Opfer nicht für die Bekehrung der Sünder bringen?

– Ich will, ich will.

Und während die Tränen ihr übers Gesicht liefen, erhob sie Hände und Augen zum Himmel und verrichtete das Aufopferungsgebet:

– O mein Jesus! Es ist aus Liebe zu Dir, für die Bekehrung der Sünder, für den Heiligen Vater und zur Wiedergutmachung der Sünden, die gegen das Unbefleckte Herz Mariens begangen werden.

Die Gefangenen, die der Szene beiwohnten, wollten uns trösten:

– Sagt doch dem Herrn Verwalter dieses Geheimnis. Was interessiert es euch, dass diese Dame es nicht will.

– Das nicht! – antwortete Jacinta lebhaft,- lieber möchte ich sterben.


Die frühen Erinnerungen von Schwester Lucia können auf Deutsch über das Secretariado dos Pastorinhos bezogen werden. Wir bedanken uns dort auch dafür, dass wir hier Auszüge aus dem Buch „Schwester Lucia spricht über Fatima – Erinnerungen der Schwester Lucia, Band I“ wiedergeben dürfen.

Die Weihe Russlands ist noch immer nicht erfolgt

„Opfert euch auf…“

„Opfert euch auf…“ (1)

10/11/2010

In der ‚Blogoszese‘ wird überlegt, was wir tun können, um die verfolgten Christen, insbesondere im Irak, zu unterstützen. Es gibt viele gute Wege, die über Gebete, Briefe, Spenden, Petitionen, Solidaritätsmärsche usw. gehen. Wir wollen hier noch in Erinnerung rufen, daß unsere Jungfrau in Fatima Opfer bringen als ein wesentliches Mittel zur Bekehrung der Sünder (und das sind christenverfolgende Muslime sicherlich) bezeichnet und gewünscht hat:

1941 schrieb Schwester Lucia, die Seherin von Fatima, dass bereits der Engel, der den Erscheinungen der Jungfrau vorausging, bei seiner zweiten Erscheinung 1916 die spielend angetroffenen Hirtenkinder ermahnte:

„- Was tut ihr? Betet! Betet viel! Die Herzen Jesu und Mariä haben mit euch Pläne der Barmherzigkeit vor. Bringt dem Allerhöchsten unaufhörlich Gebete und Opfer dar.

– Wie sollen wir Opfer bringen? – fragte ich.

– Macht aus allem, was ihr könnt, ein Opfer zur Sühne für die Sünden, durch die Er beleidigt wird und als Bitte um die Bekehrung der Sünder. So werdet ihr den Frieden auf euer Vaterland herabziehen. Ich bin sein Schutzengel, der Engel Portugals. Vor allem nehmt die Leiden, die euch der Herr schicken wird, in Ergebung an und tragt sie geduldig.

Diese Worte des Engels prägten sich in unseren Geist ein wie ein Licht, das uns erkennen ließ, wer Gott ist, wie sehr Er uns liebt und von uns wiedergeliebt sein will. Wir erkannten den Wert des Opfers und wie es Ihm wohlgefällig ist; und wie Er um des Opfers willen Sünder bekehrt. Von dieser Zeit an begannen wir dem Herrn alles aufzuopfern, was uns kränkte, doch suchten wir damals keine anderen Abtötungen oder Bußübungen, als stundenlang auf die Erde niedergeworfen das Gebet des Engels zu wiederholen.“ (*)

Mit Gebet des Engels ist das folgende gemeint: „Mein Gott, ich glaube an Dich, ich bete Dich an, ich hoffe auf Dich und ich liebe Dich. Ich bitte Dich um Verzeihung für jene, die an Dich nicht glauben, Dich nicht anbeten, auf Dich nicht hoffen und Dich nicht lieben.“

In der ersten Erscheinung der Jungfrau dann am 13. Mai 1917 forderte Maria die drei Hirtenkinder Lucia, Jacinta und Francisco dazu auf, täglich den Rosenkranz zu beten und fragte sie, ob sie sich Gott anbieten wollen, um alle Leiden zu ertragen, die Er ihnen schicken wird, zur Sühne für alle Sünden, durch die Er beleidigt wird und als Bitte um die Bekehrung der Sünder. Die Kinder bejahten. In der Folge begannen sie, ihre Mittagsbrote regelmässig an die Schafe oder an andere Kinder zu verteilen und statt dessen höchstens einige bittere Eicheln und Oliven von den Bäumen zu essen.

Die Seherkinder unmittelbar nach der Höllenvision

Während der Erscheinung am 13. Juli 1917, bei der die Kinder auch die Höllenvision hatten, sagte Maria erneut zu den Seherkindern: „Opfert euch auf für die Sünder und sagt oft, besonders wenn ihr ein Opfer bringt: O Jesus, das tue ich aus Liebe zu Dir, für die Bekehrung der Sünder und zur Sühne für die Sünden gegen das Unbefleckte Herz Mariens.“ Die Vision der Hölle erfüllte die Kinder dermaßen mit Entsetzen, dass sie ihre Gebete, Bußübungen und Abtötungen verstärkten und begannen, auch auf Spiele/ Vergnügungen zu verzichten und Leiden wie Traurigkeit, Verlassenheit, Verleumdungen (und in der Folge auch ihre Krankheiten) auf sich zu nehmen und aufzuopfern. Auch banden sie sich einen rauhen Strick um die Hüften, der ihnen manchmal schreckliche Schmerzen verursachte und verzichteten oft mehrere Tage hintereinander (im portugiesischen Sommer wohlgemerkt!) auf das Trinken.

(weiter zu Teil 2)

(*) Die frühen Erinnerungen von Schwester Lucia können auf Deutsch über das Secretariado dos Pastorinhos bezogen werden. Wir bedanken uns dort auch dafür, dass wir hier Auszüge aus dem Buch „Schwester Lucia spricht über Fatima – Erinnerungen der Schwester Lucia, Band I“ wiedergeben dürfen.

Asche über Europa

16/04/2010

Der erste Engel blies seine Posaune. Da fielen Hagel und Feuer, die mit Blut vermischt waren, auf das Land. Es verbrannte ein Drittel des Landes, ein Drittel der Bäume und alles grüne Gras. Offenbarung des Johannes 8,7

Als am 21. März der Vulkan Eyjafjallajökull in Island ausbrach, hätten wohl die wenigsten von uns mit derart schwerwiegenden Folgen für ganz Europa gerechnet, liegt die kleine Insel doch scheinbar weit ab vom Schuss. Seit Donnerstag aber nun steht der Flugverkehr an immer mehr nordeuropäischen Flughäfen teils oder ganz still, da die Aschewolke des Vulkans die Stratosphäre erreicht hat und sich in südöstlicher Richtung ausweitet. Die Eruptionen können laut dem isländischen Professor für Geophsik Magnus Tumi Gudmundsson bis zu über einem Jahr andauern.

Prognose der Aschenverteilung für Samstag, 17. April 2010. Quelle: www.metoffice.gov.uk

Prognose der Aschenverteilung über Europa für 16./17. April 2010. Quelle: http://www.metoffice.gov.uk

Der letzte isländische Vulkanausbruch von vergleichbarer Tragweite ereignete sich 1783. Der Ausbruch der 25 km langen Lakispalte dauerte acht Monate und gilt als eine der größten Eruptionen seit Beginn der Geschichtsschreibung. Der fluoridhaltige Aschenniederschlag vergiftete Trinkwasser und Böden nicht bloß in Island, auch Großbritannien und Frankreich waren stark betroffen. Das Klima veränderte sich durch den hohen Anteil an vulkanischen Staubpartikeln in der Atmosphäre. Extrem kalte Winter und dürre Sommer führten zu Missernten und Hungersnöten. Die genauen Zahlen sind nicht klar bestimmbar, da nicht genügend Aufzeichnungen von damals existieren, aber vermutlich starben über hunderttausend Menschen in Europa an den Folgen des Vulkanausbruchs.

In einem zeitgenössischen Bericht von 1783/84 heißt es: „Der faule Geschmack der Luft, bitter wie Seetang und nach Fäulnis stinkend, war tagelang so intensiv, dass die Menschen kaum atmen konnten. Außerdem drang das Sonnenlicht nicht mehr durch. Alles war von Dunst eingehüllt.“ (Quelle: Bernd Nebel, siehe auch Link unten).

Auffällig in diesem Zusammenhang stehen zunächst die Gründung des Illuminatenordens und parallel dazu die Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika 1776. Die Illuminaten mit ihrem aufklärerischen Streben hatten zudem bei der Französischen Revolution von 1789 die Finger im Spiel und wussten die katastrophale Lage jener Zeit geschickt für ihre Zwecke zu nutzen.

Weiterlesen:

Webseite Bernd Nebel

Wikipedia