Posts Tagged ‘China’

abgründe der woche

05/03/2011

+++   druckmittel : usa schulden china ein drittel mehr geld als bisher angenommen + china besitzt us-staatsanleihen im wert von über 1 billion $ + china hat die anleihen teils in drittländern gekauft + machtposition chinas über usa entprechend   +++ eskalation : in libyen tobt bürgerkrieg + trotz internationaler sanktionen kein einlenken gaddafis + flüchtlingsströme ergiessen sich hauptsächlich ins benachbarte tunesien, das mit dem ansturm überfordert ist   +++   minarettverbot : die schweiz legt beim europäischen gerichtshof für menschenrechte in strassburg zum ersten mal veto ein + es gilt zu verhindern, dass die klage mehrerer muslimischer organisationen gegen das schweizer minarettverbot an die grosse kammer des gerichtshofs geht + dann bekäme die klage mehr gewicht + ein verdikt aus strassburg würde die schweiz unter grossen druck setzen   +++ gemeingefährlich : nach dem islamistischen anschlag am frankfurter flughafen stellen sich fragen nach effektivität der deutschen sicherheitsorgane + die islamistischen verbindungen des täters und seine absichten seien den behörden bekannt gewesen + u.a. wusste man, dass der attentäter mehrere waffen besass + kein einzelfall + im namen der integration werden immigranten zu waffenbesitz, mitgliedschaft oder gründung von schützenvereinen ermutigt     +++   unverschämt : der frühere vertreter der kairoer al-azhar-universität al tahtawi fordert, dass sich papst benedikt für die kreuzzüge entschuldigt + dies sei zwingend für die fortsetzung des dialogs zwischen islam und katholischer kirche + al tahtawi berief sich dabei auf die entschuldigung des papstes für den holocaust + die kreuzzüge aber geschahen aus verteidigung von christen vor eroberung durch muslime   +++   gleichmacherei : eu-gerichtshof in luxemburg entscheidet, dass versicherungen künftig einheitliche tarife für frauen und männer berechnen müssen + kostenanstieg vor allem für weibliche versicherte befürchtet + so sind frauen etwa seltener in verkehrsunfälle verwickelt und zahlen daher bislang günstigere prämien    +++   absurd : laut bericht der eu-klimaschutzkommission wird „energie-klima-paket“ voraussichtlich 270 milliarden € pro jahr kosten + bis 2050 sollen treibhausemissionen um 80% gesenkt werden + geplant sind massive investitionen in wärmedämmung von gebäuden und in windkraft- und photovoltaik-anlagen + china hingegen baut weiterhin kohlekraftwerke    +++    entgleist : katholische kirche im erzbistum freiburg durch jugendliche vandalen geschändet + heiligenstatuen zerstört + weihwasserbecken verwüstet     +++

Christen werden „Kakerlaken“ genannt

09/10/2010

Veranstaltung mit „Kirche in Not“ im Europäischen Parlament über Christenverfolgung

Über die schwierige Lage der Christen im Vorfeld des Referendums über die mögliche Teilung des Sudan hat Bischof Edward Hiiboro Kussala aus der Diözese Tombura-Yambio bei einer Veranstaltung des Europäischen Parlaments in Brüssel gesprochen. Die Christen, die vorrangig im Süden des Sudan lebten, würden in den muslimisch geprägten nördlichen Landesteilen kaum beachtet und sogar als Kakerlaken bezeichnet, so Kussala.

Bei der internationalen Tagung über die weltweite Christenverfolgung, bei der auch das weltweite katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ vertreten war, sagte er, dass derzeit nicht absehbar sei, wie das Referendum ausgehen könnte: das Ergebnis könnte einerseits Frieden bringen, andererseits aber auch die Stabilität der Region gefährden und einen Krieg auslösen.

Veranstalter der Tagung im Europäischen Parlament in Brüssel waren die Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (COMECE), die Europäischen Konservativen und Reformisten (ECR) sowie die Europäische Volkspartei (EVP). Berthold Pelster, Menschenrechtsexperte des weltweiten katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“, stellte zu Beginn vor rund 100 Zuhörern im vollbesetzten größten Sitzungssaal des Hauses die Arbeit des Hilfswerks vor und schilderte in einem Impulsreferat die schwierige Lage der Christen in China, Indien und Pakistan.

Neben Bischof Kussala berichteten drei weitere Vertreter aus Staaten, in denen die Einschränkung der Religionsfreiheit besonders gravierend ist, aus erster Hand über die Situation der Christen in ihrem Land. Eindringlich riefen sie in ihren Referaten die internationale Gemeinschaft zur Unterstützung der christlichen Minderheiten in ihren Heimatländern auf.

zerstörte Kirche im Irak

Louis Sako, Erzbischof von Kirkuk (Irak), befürchtet das langsame Aussterben des Christentums in seinem Heimatland, da hunderttausende Christen wegen der andauernden Übergriffe durch radikale Islamisten das Land bereits verlassen hätten. In den vergangenen sieben Jahren seien über 50 Kirchen zum Teil zerstört, drei Priester und ein Bischof entführt und 900 unschuldige Christen getötet worden, berichtete er. Den von den USA geführten alliierten Truppen warf er vor, dass deren Einmarsch im Irak ein großes Desaster für die irakischen Familien gewesen sei. Derzeit sei die Lage chaotisch und von Angst geprägt. Christen müssten sich nach seiner Ansicht entweder für die Auswanderung entscheiden oder sich damit abfinden, Bürger zweiter Klasse zu sein. Bischof Sako sprach sich für den Verbleib der Truppen aus, aber wünschte sich klare und präzise Pläne der internationalen Gemeinschaft.

Dr. T. M. Joseph, Vorsitzender des Newman College im südwestindischen Staat Kerala, erhofft sich mehr Rechte für die Dalits, die keiner hinduistischen Kaste angehören und von höheren Kasten ausgebeutet würden. Unter den Dalits befänden sich viele Christen. Radikale Hindu-Gruppierungen hätten in der Vergangenheit christliche Dörfer angegriffen. Doch der Staat unternehme nichts gegen diese Ungerechtigkeit, so Joseph. Im Sommer 2008 kam es zum Beispiel zu blutigen Übergriffen auf Kirchen und kirchliche Einrichtungen, bei denen zahlreiche Menschen ums Leben kamen.

Das kommunistisch regierte Vietnam gehe derzeit gewalttätig gegen Christen vor, berichtete Kok Ksor, Präsident der Bergvolk-Stiftung. Er berichtete von Überfällen von Regierungstruppen im Juli und August dieses Jahres auf über 200 Dörfer in Vietnam, in denen viele Christen lebten. Menschen seien verschleppt und ins Gefängnis gebracht worden, manche seien spurlos verschwunden. Obwohl in der vietnamesischen Verfassung die Religionsfreiheit festgeschrieben sei, gehe die Regierung weiterhin gegen die christlichen Bergvölker vor, so Ksor.

Zum Abschluss stellte die COMECE eine Stellungnahme zur Religionsfreiheit vor, dass die europäischen Institutionen bei ihren Auslandsbeziehungen auch die Förderung der Religionsfreiheit im Blick haben sollten. In den nächsten Wochen soll dazu eine schriftliche Erklärung im Plenum des Europäischen Parlaments vorgelegt werden.

Berthold Pelster lobte die Veranstaltung zur Christenverfolgung im Haus des Europäischen Parlaments als gehaltvoll und gut organisiert. Das große und parteiübergreifende Interesse zeige die Brisanz des Themas. Eindrücklich hätten die Referenten aus den besonders betroffenen Staaten ihre Situation geschildert.

(Quelle: Kirche in Not)

24. Mai: Gedenktag „Maria, Hilfe der Christen“

23/05/2010

Hehre Königin des Himmels, höchste Herrin der Engel, die Du von Anbeginn von Gott die Macht und die Sendung erhalten hast, den Kopf des Satans zu zertreten, wir bitten Dich demütig, sende Deine heiligen Legionen, damit sie unter Deinem Befehl und durch Deine Macht die höllischen Geister verfolgen, überall bekämpfen, ihre Verwegenheit zuschanden machen und sie in den Abgrund zurückstossen.

Erhabenste Gottesmutter, schicke Dein unüberwindliches Kriegsheer auch in den Kampf gegen die Sendlinge der Hölle unter den Menschen; zerstöre die Pläne der Gottlosen und beschäme alle, die Übles wollen. Erwirke ihnen die Gnade der Einsicht und der Bekehrung, auf dass sie dem dreieinigen Gott und Dir Ehre geben. Verhilf überall der Wahrheit und dem Recht zum Sieg.

Himmlische Mutter, Dir empfehlen wir unsere Kinder. Sei Du ihr täglicher Schutz gegen die Nachstellungen der sichtbaren und unsichtbaren Feinde. Nimm sie an deine Hand, leite und führe sie durch alle Gefahren des Leibes und der Seele zu Deinem göttlichen Sohne! Amen.

Allmächtiger und Barmherziger Gott, der du zur Verteidigung des christlichen Volkes in der allerseligsten Jungfrau Maria eine immerwährende Hilfe wunderbar verordnet hast: verleihe gnädig, dass wir, durch eine solche Macht beschützt, auf Erden streiten und den Sieg über den bösen Feind im Tode zu erlangen vermögen.

Neige dich, Herr, zu den Völkern, die durch die Teilnahme an deinem Leib und Blut erquickt werden, damit sie durch die Hilfe deiner heiligsten Gebärerin von jeder Bedrängnis und Gefahr befreit und in jeglichem guten Werk bewahrt werden. Amen.


Ausserdem hat Papst Benedikt XVI am Pfingstsonntag 2007 den 24. Mai zum internationalen Gebetstag für die Kirche in China erklärt. In dem dazu veröffentlichten Brief an die Katholiken in der Volksrepublik heißt es:

„Liebe Hirten und alle Gläubige, der 24. Mai, der liturgische Gedenktag der Allerseligsten Jungfrau Maria unter dem Titel Hilfe der Christen – die sich im Marienheiligtum von She-Shan in Shanghai so großer Verehrung erfreut –, könnte in Zukunft den Katholiken auf der ganzen Welt Gelegenheit bieten, sich im Gebet mit der Kirche in China zu vereinen. Ich möchte, dass dieses Datum für euch ein Tag des Gebets für die Kirche in China werde. Ich ermuntere euch, ihn zur Erneuerung eurer Gemeinschaft des Glaubens an den Herrn Jesus Christus und der Treue zum Papst zu feiern. Dabei werdet ihr darum beten, dass die Einheit unter euch stets größer und sichtbarer werde.“

Hier das Gebet des Papstes zu Unserer Lieben Frau von Sheshan:

Heilige Jungfrau Maria, Mutter des menschgewordenen Wortes Gottes und unsere Mutter, du wirst im Heiligtum von Sheshan als „Hilfe der Christen“ verehrt,  auf dich schaut mit Andacht und Liebe die ganze Kirche in China,  zu dir kommen wir heute, um dich um deinen Schutz anzuflehen.  Richte deine Augen auf das Volk Gottes und führe es mit mütterlicher Sorge auf den Wegen der Wahrheit und der Liebe,  damit es unter allen Umständen Sauerteig für ein harmonisches Zusammenleben aller Bürger sei.

Bereitwillig hast du in Nazareth dazu Ja gesagt, daß der Ewige Sohn Gottes in deinem jungfräulichen Schoß Fleisch annehme und so das Werk der Erlösung in der Geschichte beginne. Mit großer Hingabe, bereit, deine Seele vom Schwert des Schmerzes durchdringen zu lassen, hast du dann an diesem Werk der Erlösung mitgewirkt bis zu jener äußersten Stunde des Kreuzes,  als du auf Golgota aufrecht stehen bliebst neben deinem Sohn, der starb, damit die Menschheit lebe.

Von da an bist du auf neue Weise zur Mutter all jener geworden, die im Glauben deinen Sohn aufnehmen und bereit sind, ihm zu folgen und sein Kreuz auf die Schultern zu nehmen. Mutter der Hoffnung, die du in der Dunkelheit des Karsamstags mit unerschütterlichem Vertrauen dem Ostermorgen entgegengegangen bist, schenke deinen Kindern die Fähigkeit, in jeder Situation, mag sie auch noch so düster sein, die Zeichen der liebenden Gegenwart Gottes zu erkennen.

Unsere Liebe Frau von Sheshan, unterstütze den Einsatz all derer, die in China unter den täglichen Mühen weiter glauben, hoffen und lieben, damit sie sich nie fürchten, der Welt von Jesus und Jesus von der Welt zu erzählen. An der Statue, die über dem Heiligtum thront, hältst du deinen Sohn hoch und zeigst ihn der Welt mit ausgebreiteten Armen in einer Geste der Liebe. Hilf den Katholiken, stets glaubwürdige Zeugen dieser Liebe zu sein, indem sie mit dem Felsen Petrus vereint bleiben, auf den die Kirche gebaut ist. Mutter von China und von Asien, bitte für uns jetzt und immerdar. Amen!