Posts Tagged ‘Christkönig’

„Nehmt Mein Wort an, ohne es anzufechten“

24/11/2012

zum Christkönigssonntag, dem 25. November 2012: Johannes 18,33b-37: 

27. September [1943]

„… Glaubt nur, Meine Kinder, es genügt, auch nur einen Teil der göttlichen Wahrheit zurückzuweisen, um schon ein Chaos in euch hervorzurufen. Es genügt, eine Wahrheit weniger von Meiner Lehre anzunehmen, und schon stürzt das ganze Glaubensgebäude ein, und ihr befindet euch wie in den Ruinen eines zertrümmerten Hauses voller Abgründe und Gefahren.

Verhält sich nun die moderne Welt nicht gerade so? Wählt sie nicht aus Meinen Reden das aus, was ihr am bequemsten ist und weist sie nicht alles andere zurück? Ist es nicht so, dass sie nur an einzelne Punkte glaubt und die übrigen leugnet? Aber, ihr Kinder Meiner Liebe, überlegt doch! Sollte Ich denn gekommen sein, um euch überflüssige Worte zu sagen? Lügnerische? Solche, die unmöglich zu glauben und unmöglich durchzuführen sind?

Nein, ihr Geschöpfe Meines Schmerzes. Ich habe kein einziges überflüssiges Wort gesagt und tue das auch jetzt nicht. Ich habe kein einziges unwahres Wort gesagt und tue das auch jetzt nicht. Ich habe kein einziges Wort gesagt, das dem Geist zu glauben unmöglich wäre – ich sage, dem von Gott gezeugten Geist, dem in euch eingeschlossenen Teil Gottes Selbst (1). Ich habe kein einziges Wort gesagt, das ihr nicht ausführen könntet, wenn ihr es nur wolltet, denn ich bin Einsichtig, Gerecht, Gütig, und erteile keine törichten Befehle, belaste euch nicht über eure Kräfte, und fordere nichts, das durch seine Strenge im Gegensatz zu meiner Güte stünde.

Seid Mir treu, liebe Kinder. Nehmt Mein Wort an, ohne es anzufechten, und da, wo eure Schwachheit nicht begreifen kann, wendet euch an Mich: das Licht der Welt.

Ich, Gott, versichere euch zum millionsten Male, dass Ich nicht euer Verderben, sondern euer Heil will, und wie eine um ihre Küchlein besorgte Glucke halte Ich euch unter Meiner Umarmung, denn euer ewiges Heil ist Mir ein dringendes Anliegen. Schert nicht aus Meiner Umarmung aus. Ich bin Meinen Kindern treu, seid ihr Mir treu.

Wie schön wird der Tag sein, an dem ihr für immer zu Mir kommen werdet, und, nachdem wir uns über so weite Ätherräume hin geliebt haben, uns dann in Ewigkeit lieben können: ihr kleinen Lichter, die zu dem großen göttlichen Licht heimkehren; Kinder, die zum Vater heimkehren; in der Fremde Lebende, die in das Vaterland heimkehren; Erben eines Königs, die in das Reich eures Gottes, des Königs der Könige und Herrn des ganzen Universums aufgenommen werden.“

(1) Klarer in dem Diktat vom 1. Oktober ausgedrückt

Auszug aus “Die Hefte 1943″ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.chwww.parvis.ch

Gebet zum Christkönigssonntag

Unser Herr Jesus vor Pilatus

20. November 2011: Christkönigssonntag

19/11/2011

Jesus, König der Liebe, erbarme Dich unser.

Weil wir Dich lieben wollen, hilf uns Dich zu lieben.

Weil wir Dich als den wahren König anerkennen, hilf uns,

Dich immer tiefer zu erkennen.

Weil wir glauben, dass Du alles vermagst,

stärke in Deiner Barmherzigkeit unseren Glauben.

Du König der Welt, erbarme Dich der armen Welt und unser,

die wir in dieser Welt leben.

Du König des Friedens, schenke der Welt und uns den Frieden.

Du König des Himmels, gewähre uns,

Deine Untertanen zu werden.

Du weisst, dass wir weinen: tröste uns.

Du weisst, dass wir leiden: richte uns auf.

Du weisst, dass es uns an allem gebricht: komm uns zu Hilfe.

Wir wissen, dass wir um unserer Sünden willen leiden,

aber wir hoffen auf dich.

Wir wissen, dass das, was wir erleiden,

noch wenig ist im Vergleich zu dem,

was wir an Leiden verdient hätten,

aber wir vertrauen auf Dich.

Wir wissen, was wir Dir angetan haben, aber wir wissen auch,

was Du für uns getan hast.

Wir wissen, dass Du der Heiland bist: rette uns, Jesus!

Dornengekrönter König, sei uns

um Deines Liebesmartyriums willen

die helfende göttliche Liebe.

Öffne uns mit Deinen durchbohrten Händen die Schätze

der göttlichen Gnade und der Gnaden.

Komm zu uns mit Deinen verwundeten Füßen.

Heilige die Erde und uns

mit dem Kostbaren Blut, das aus Deinen heiligen Wunden,

den Edelsteinen Deines erlösenden Herrschertums, tropft.

Öffne mit den Flammen Deines für uns geöffneten Herzens

unsere Herzen der Liebe.

Wenn wir Dich lieben, werden wir hier,

sowie in der Stunde unseres Todes

und beim Letzten Gericht gerettet werden.

Dein Reich komme, Herr, auf Erden, im Himmel

und in unseren Herzen.

Auszug aus “Die Hefte 1944“ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com,dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.chwww.parvis.ch

21. November: Christkönigssonntag

20/11/2010
(zum Sonntagsevangelium vom 21. November 2010: Lukas 23, 35-43)

Die Dornenkrönung

Sie binden ihm erneut die Hände. Der Strick schneidet dort ein, wo schon ein roter Streifen abgeschürfter Haut ist.

„Und nun? Was tun wir mit ihm? Mir ist langweilig.“

„Warte. Die Juden wollen einen König. Nun, wir geben ihnen einen. Diesen da…“ sagt ein Soldat.

Er eilt hinaus, gewiß in einen weiter hinten liegenden Hof, von wo er mit einem Bündel Weißdorn zurückkommt. Jetzt, im Frühling, sind die Zweige noch relativ weich und biegsam, die langen, spitzen Dornen aber sehr hart. Mit ihren Dolchen entfernen sie Blätter und Blüten, biegen die Zweige zu einem Kranz und drücken ihn auf das arme Haupt. Aber die barbarische Krone fällt auf den Hals.

„Sie paßt nicht. Wir müssen sie kleiner machen. Nimm sie wieder weg.“

Sie nehmen die Krone herunter, zerkratzen ihm dabei die Wangen, stechen ihm beinahe die Augen aus und reißen ihm auch Haare aus. Sie machen sie kleiner. Aber nun ist sie zu klein, und soviel sie auch drücken und dadurch die Dornen in Jesu Kopf treiben, droht sie doch herunterzufallen. Wieder nehmen sie sie herunter und reißen noch mehr Haare aus. Sie verändern sie noch einmal, und nun paßt sie. Vorne ist ein dreifacher Dornenreif. Hinten, wo die Enden der drei Zweige ineinandergeschlungen sind, ist ein richtiger Knoten aus Dornen, die Jesus in den Nacken dringen.

„Siehst du, wie gut sie dir steht? Naturbronze und echte Rubine. Spiegle dich in meinem Harnisch, o König!“ spottet der Erfinder dieser Qual.

„Eine Krone allein genügt nicht, um einen König zu machen. Er braucht auch Purpur und ein Szepter. Im Stall ist ein Rohr, und auf dem Abfall liegt ein roter Mantel. Hole sie, Cornelius.“

Bald darauf legen sie Jesus den schmutzigen roten Fetzen um die Schultern, und bevor sie ihm das Rohr in die Hände geben, schlagen sie ihn damit auf das Haupt, verneigen sich und grüßen: „Ave, König der Juden!“ Dabei schütteln sie sich vor Lachen.


Jesus läßt sie gewähren. Er läßt sich auf einen „Thron“ setzen, eine umgestülpte Wanne, die sonst wohl als Pferdetränke dient; er läßt sich schlagen und verspotten, ohne jemals etwas zu sagen. Er schaut sie nur an… und sein Blick ist so voll Güte, aber auch so voll des furchtbarsten Schmerzes, daß ich ihn nicht ertragen kann, ohne mein Herz dadurch verwundet zu fühlen.

Die Soldaten hören erst auf zu spotten, als ihnen die rauhe Stimme eines Vorgesetzten gebietet, den Schuldigen wieder vor Pilatus zu bringen.

Schuldig? Wessen?

Jesus wird in das Atrium zurückgeführt, das nun durch einen kostbaren Vorhang vor der Sonne geschützt ist. Jesus hat noch die Krone, den Umhang und das Rohr.

„Komm nach vorne, damit ich dich dem Volk zeigen kann.“

Obwohl er schon völlig gebrochen ist, richtet sich Jesus doch würdevoll auf. Oh, er ist wirklich ein König!

„Hört, Hebräer! Hier ist der Mensch. Ich habe ihn bestraft. Aber nun laßt ihn gehen.“

„Nein, nein! Wir wollen ihn sehen! Heraus mit ihm! Wir wollen den Gotteslästerer sehen!“

„Führt ihn hinaus und gebt acht, daß man sich seiner nicht bemächtigt!“

Während Jesus in die Vorhalle hinausgeht und sich im Viereck der Soldaten dem Volk zeigt, weist Pontius Pilatus mit der Hand auf ihn und sagt: „Seht, welch ein Mensch! Euer König! Ist es noch nicht genug?“

Die Sonne eines schwülen Tages, die nun fast im Zenit steht, denn es ist schon zwischen der dritten und der sechsten Stunde, entzündet und akzentuiert noch die Blicke und die Gesichter. Sind das noch Menschen? Nein. Es sind tollwütige Hyänen. Sie heulen, sie schütteln die Fäuste und fordern den Tod…


Jesus steht aufrecht da, und ich kann versichern: Niemals war er so erhaben wie jetzt. Nicht einmal, als er die größten Wunder vollbrachte. Der Adel des Schmerzes!  Aber so göttlich, daß er schon allein deshalb als Gott anerkannt werden müßte. Doch um diesen Namen sagen zu können, muß man wenigstens ein Mensch sein. In Jerusalem gibt es heute aber keine Menschen, sondern nur Dämonen.

Jesus läßt seine Blicke über die Menge schweifen, sucht und findet im Meer der haßerfüllten Gesichter die Gesichter der Freunde. Wie viele? Weniger als zwanzig unter Tausenden von Feinden… Er neigt das Haupt in Trauer über diese Verlassenheit. Eine Träne fällt… noch eine… und noch eine… Der Anblick seiner Tränen erzeugt kein Mitleid, sondern noch wilderen Haß.

Auszug aus “Der Gottmensch“, Band XI von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR),www.mariavaltorta.com,dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch