Posts Tagged ‘CO2’

abgründe der woche

03/09/2011

+++   leichtfertig : wikileaks verrät passwort für zugriff auf dokumente an journalisten, der es in einem buch veröffentlicht + eine zuvor geheime datei mit 250 000 depeschen des us-aussenministeriums ist somit frei einsehbar, inklusive namen von informanten + diese fürchten nun teils um ihr leben   +++ zielstrebig : arbeitsministerin von der leyen fordert „vereinigte staaten von europa“ in einem föderalistischen verband + über von der leyen wird als mögliche kanzleramtsanwärterin spekuliert   +++ frostig : nach dem konflikt um eine angegriffene türkische hilfsflotte für gaza 2010 frieren israel und die türkei ihre diplomatischen beziehungen ein + keine diplomatischen vertreter mehr im jeweils anderen land + experten fürchten weitere destabilisierung im nahen osten   +++   gescannt : indien baut riesige datenbank mit biometrischen daten seiner 1,2 mrd einwohner auf + in der datenbank werden fingerabdrücke und irisscans erfasst + jeder bürger erhält eine digitale nummer + die regierung will mit dem projekt armut und bürokratische willkür bekämpfen   +++   unter zugzwang : auf facebook hagelte es kritik für outdoor-firma mammut, weil die firma eine schweizer kampagne gegen ein geplantes co2-gesetz unterstützt hatte + u.a. wurde ein boykott der firma gefordert + mammut hat sich daraufhin bei seinen „fans“ entschuldigt und von der kampagne distanziert +++   sündenbock : us-regierung reicht klage gegen 17 grossbanken ein + diese hätten 2008 mit unzuläsigen hypothekengeschäften die immobilien- und finanzkrise in den usa ins rollen gebracht + entschädigung in milliardenhöhe gefordert + angeklagt u.a. deutsche bank   +++   politisch korrekt : australien beschliesst korrektur der zeitrechnung in sämtlichen schulbüchern + statt  „vor Christus“ und „nach Christus“ soll es künftig „vor der Neuzeit“ und „nach der Neuzeit“ heissen + „Christmas“ gibt es schon länger nicht mehr, nur noch die „festive season“   +++ 

Herr Glück freut sich über den grünen Wahlsieg

02/04/2011

„Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück, lobt Kretschmann, der ebenfalls dem ZdK angehört, für seine offen katholische Haltungberichtet Radio Vatikan. Anscheinend fände Herr Glück das ganz klasse, wenn Herr Kretschmann in Baden-Württemberg grüner Ministerpräsident würde: „Er wird nichts tun, wo er seine Grundsätze verraten müsste, so kenne ich ihn.“

Hä? Wie soll das also zusammengehen mit dem Landtagswahlprogramm der Grünen, wie es kath.net hier beschreibt: Kita oder Kindergarten ab Säuglingsalter, Gemeinschafts-Ganztagsschulen, Verständnis für die schwullesbische Leitkultur fördern, Darstellung der verschiedenen Regenbogenfamilienformen in Schulbüchern, Förderung der Genderideologie, Einführung von Adoptionsrecht und reproduktionsmedizinischen Massnahmen für alle möglichen Arten von Lebensgemeinschaften usw…?

Giovanni di Paolo: Schöpfung und Vertreibung aus dem Paradies

Grün und Katholik sein, das geht doch gar nicht zusammen, da würden zwangsläufig „Grundsätze verraten“, Herr Glück! Edgar Gärtner hat das neulich in seinem Artikel „Öko-Nihilismus: Können Katholiken grün sein?“ gut dargelegt, er meint dort unter anderem:

„Es handelt sich bei der grünen Ideologie, dem „Ökologismus“, also im Kern um die triste, unschöpferische Religion einer manichäischen Selbstmordsekte nach dem Vorbild der Katarer im Mittelalter, die ex- oder implizit davon ausgingen, dass die materielle Welt nicht von Gott, sondern vom Teufel erschaffen worden ist. Aktueller Ausdruck dieser Weltsicht ist die Verteufelung des lebenswichtigen atmosphärischen Spurengases Kohlenstoffdioxid (CO2), dessen Netto-Emission mithilfe planwirtschaftlicher Vorgaben tendenziell bis auf Null gebracht werden soll. Kurz: Endziel der „grünen“ Bewegung ist letztlich das Nichts, die Tilgung des menschlichen „Fußabdrucks“ von der Erde.

Joseph Ratzinger selbst hat in seinen früheren Schriften zur Eschatologie gezeigt, dass sich hinter dem malthusianischen Nihilismus und dem Versprechen einer heilen Welt ein Vorbote des Antichrist verbirgt.“

Das Wahlprogramm der Grünen hat Echo Romeo übrigens zu folgendem Brief inspiriert: „An Frau Direktor Hans-Peter Schmitz…“