Posts Tagged ‘Erkenntnis’

25. Januar: Fest der Bekehrung des heiligen Apostels Paulus

25/01/2011
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Der Gott Jesu Christi, unseres Herrn, der Vater der Herrlichkeit,
gebe euch den Geist der Weisheit und Offenbarung,
damit ihr ihn erkennt.

Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht,
zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid,
welchen Reichtum die Herrlichkeit seines Erbes
den Heiligen schenkt
und wie überragend groß seine Macht sich an uns, den Gläubigen,
erweist durch das Wirken seiner Kraft und Stärke.

(Gebet des Paulus in Epheser 1,17-19)


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Herr Jesus Christus, Du hast Dich einst dem Saulus, der Dich verfolgte, in wunderbarer Weise offenbart. Du hast ihn zum Apostel berufen. Er sollte den Heiden Deine Frohe Botschaft verkünden. Schenke Deiner Kirche auf seine Fürsprache auch heute Apostel, die erfaßt sind von Deiner Liebe, die mit Freimut das Wort der Wahrheit verkünden. Und gib ihren Mühen Deinen Segen, damit Dein Reich wachse in aller Welt. Denen aber, die Dich in Deiner Kirche verfolgen, gib auf seine Bitten die Gnade der Erkenntnis und Bekehrung. Der Du lebst und herrschest in alle Ewigkeit. Amen.
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Valtorta-Auszug: Der hl. Apostel Paulus über die Reinkarnations-Theorie

Besondere Aufgaben Mariä für die letzten Zeiten (3)

16/03/2010

Gott will also Maria, das Meisterwerk seiner Hände, in den letzten Zeiten offenbaren und verherrlichen:

1. weil sie sich in dieser Welt verborgen und aufs tiefste verdemütigt hat, indem sie es sich von Gott, von seinen Aposteln und Evangelisten erwirkte, dass ihre Herrlichkeit der Welt nicht geoffenbart wurde.

2. Wie Maria einst hier auf Erden durch die Gnade, so ist sie jetzt im Himmel durch die Glorie das Meisterwerk der Hände Gottes, weswegen ihn preisen und verherrlichen sollen alle Geschlechter auf Erden.

3. Weil Maria die Morgenröte ist, die dem Heiland als der Sonne der Gerechtigkeit vorausgeht und sie ankündigt, so muß sie erkannt und verstanden werden, um die Menschen zur Erkenntnis Jesu Christi zu führen.

4. Wie Maria der Weg ist, auf dem Jesus Christus das erste Mal zu uns gelangte, so wird sie dies auch bei seiner zweiten Ankunft sein, wenn auch nicht auf gleiche Weise.

5. Da Maria der sichere, gerade und makellose Pfad ist, um Jesus zu finden und ihn vollkommen zu erkennen, so müssen alle Seelen, die nach Heiligkeit streben, dieses Ziel durch Maria erreichen. Denn wer Maria findet, findet das Leben, nämlich Jesus Christus, welcher der Weg ist, die Wahrheit und das Leben. Man kann aber Maria nur finden, wenn man sie kennt; denn niemand sucht und verlangt etwas, was er nicht kennt. Zur Erkenntnis und Verherrlichung der heiligsten Dreifaltigkeit ist daher mehr als je die Erkenntnis Mariä notwendig.

Sixtinische Madonna (Raffael)

6. Maria soll deswegen mehr als je zuvor in ihrer Barmherzigkeit, Macht und Gnadenfülle gerade in den letzten Zeiten erkannt und geliebt werden: in ihrer Barmherzigkeit, damit sie die armen Sünder und irrenden Söhne zurückführe und liebreich aufnehme, welche sich bekehren und zur katholischen Kirche zurückkehren wollen; in ihrer Macht gegen die Feinde Gottes, die Götzendiener, Schismatiker und Mohammedaner, die Juden und alle verhärteten Gottlosen, welche sich erheben werden, um mit furchtbarer Wut möglichst viele zu verführen und durch Versprechen und Drohungen zum Abfall zu bringen. Endlich soll Maria auch leuchten in ihrer Gnadenfülle, um die tapferen Streiter und die treuen Diener Jesu Christi, welche für seine Kirche kämpfen werden, zu begeistern und zu stärken.

7. Schließlich soll Maria der Schrecken der Dämonen und ihres Anhanges werden, gleich einem in Schlachtordnung aufgestellten Heere, und zwar gerade in den letzten Zeiten, weil der Satan wohl weiß, dass ihm dann nur noch wenig Zeit zur Verfügung steht, um die Seelen zu verderben, und er daher seine feindlichen Anstrengungen und Angriffe von Tag zu Tag verdoppeln wird. Alle Kraft wird er zusammenfassen, um neue Verfolgungen gegen die Kirche heraufzubeschwören und besonders den treuen Dienern und wahren Kindern Mariä schreckliche Nachstellungen zu bereiten, weil er sie am wenigsten zu überwinden vermag.

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Auszug aus “Das Goldene Buch” vom hl. Ludwig Maria Grignion v. Montfort, zu beziehen über den Lins-Verlag,  A-6804 Feldkirch

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Was ist Wahrheit?

05/07/2009

„Was ist Wahrheit?“ fragt Pilatus in den Raum, nachdem Jesus ihm zuvor geantwortet hat: „Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren, dass ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme.“ (Joh 18, 37-38) Mit dieser Antwort kann Pilatus nichts anfangen, er stößt sich am Begriff der Wahrheit, wie so viele andere.

Pilatus zweifelt an, dass es die Wahrheit gibt. Mit dieser Haltung trifft er den heutigen Zeitgeist, der von Relativismus und sogenannter Toleranz gegenüber Lebensstilen geprägt wird:  – beinahe – alles ist erlaubt, Richtlinien des Handelns unterliegen subjektiver Auslegung. Eine absolute Wahrheit als Grundfeste und Ursache allen Lebens wird als unzeitgemäß und kleingeistig abgelehnt. Gleichzeitig aber ist in dieser „offenen“ Gesellschaft mehr und mehr festzustellen, dass die Kritik an ihrer „Offenheit“ weniger und weniger erlaubt zu sein scheint, siehe die Kontroverse um den diesjährigen Marburger Kongress.

Was also ist Wahrheit? Die Wahrheit ist, dass der Mensch bloß innerhalb seines persönlichen Radius die Dinge erfassen, zuordnen und werten kann. Zwar erhebt die Wissenschaft (*) den Anspruch, der Wahrheit auf der Spur zu sein, mit Hilfe objektiver Untersuchungen und Experimenten, und mag dadurch eine Vielzahl an Vorgängen analysieren und erklären können. Den Grund für die erforschten biochemische Reaktionen des Organismus, den Antrieb zur Entstehung neuen Lebens und das Leben an sich, wird sie jedoch mit all ihrer Methodik nie herausfinden können, da auch die Wissenschaft bloß innerhalb jenes Radius menschlicher Verstandeskraft agiert. Was die Wissenschaft von der Erkenntnis der Wahrheit trennt, ist die Verweigerung des Eingeständnisses, dass es ausserhalb des menschlich erfassbaren und messbaren das Unfassbare, Unermessliche gibt, welches Kraft, Antrieb und Ursprung des Lebens ist: den Schöpfergott. Gott, der als Mensch zur Welt kam, um den Menschen die Wahrheit zu zeigen und sie in der Wahrheit zu unterweisen. Der Gott-Mensch, der sich aus Liebe zu den hochmütigen, abtrünnig gewordenen Menschen, Verrat, Verleumdung und einer grausamen Hinrichtung ergeben hat.

Was ist Wahrheit? Die Wahrheit ist, dass es eine absolute Wahrheit gibt. Es muss sie geben, gibt es sie doch immer: in jedem Streitfall, bei jedem kriminellen Delikt kommt früher oder später ans Licht, wie es sich wirklich zugetragen hat.

Die absolute Wahrheit, die unverrückbar allen zeitlichen Veränderungen und Umwälzungen widersteht. Die Wahrheit, die sich niemals ändert, die gestern so gültig war wie es heute ist und morgen sein wird. Die Wahrheit, die auf alle Fragen Antworten gibt und keine Zweifel offen lässt. Die Wahrheit, die impliziert, dass jene Lehren, die sich nicht mit ihr decken, falsch sind.

Die Wahrheit möchte gesucht werden. Sie lässt sich finden.

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(*) Wissenschaft = hier gemeint: atheistische, darwinistische Wissenschaft