Posts Tagged ‘Erscheinung Jesu’

„Warum habt ihr in euren Herzen so widersprüchliche Gefühle?“

21/04/2012

zum Sonntagsevangelium vom 22. April 2012: Lukas 24,35-48

Das Zimmer erhellt sich ganz plötzlich, wie durch einen blendenden Blitz. Die Apostel verhüllen ihr Gesicht aus Furcht vor einem Einschlag. Aber sie hören keinen Lärm und blicken wieder auf. 

Jesus steht mitten im Raum neben dem Tisch. Er breitet die Arme aus und sagt: „Der Friede sei mit euch.“

Niemand antwortet. Die einen sind blass, die anderen rot im Gesicht, und alle schauen ihn ängstlich und befangen an, hingerissen und doch versucht zu fliehen.

Jesus macht einen Schritt vorwärts und lächelt noch mehr: „Aber fürchtet euch doch nicht! Ich bin es. Warum seid ihr so verwirrt? Habt ihr mich denn nicht herbeigewünscht? Habe ich euch denn nicht ausrichten lassen, dass ich kommen würde? Habe ich es euch nicht schon am Abend des Passahmahls gesagt?“

Keiner getraut sich, den Mund aufzumachen. Petrus weint schon, und Johannes lächelt schon, während die beiden Vettern mit ihren leuchtenden Augen und den sich stumm bewegenden Lippen Statuen gleichen, die die Sehnsucht darstellen.

„Warum habt ihr in euren Herzen so widersprüchliche Gefühle wie Liebe und Angst, Zweifel und Glauben? Warum wollt ihr immer noch Fleisch und nicht Geist sein und nicht nur mit diesem sehen, verstehen, urteilen und handeln? Ist denn im Feuer der Schmerzen nicht das alte Ich verbrannt und das neue Ich eines neuen Lebens erstanden? Ich bin Jesus. Euer auferstandener Jesus, wie ich euch vorausgesagt habe. Schaut! Du, der du meine Wunden gesehen hast, und ihr, die ihr nichts von meinen Qualen wisst; denn das, was ihr gehört habt, unterscheidet sich sehr von der genauen Kenntnis, die Johannes davon hat. Komm also du zuerst. Du bist schon ganz rein. So rein, dass du mich ohne Scheu berühren kannst. Die Liebe, der Gehorsam und die Treue hatten dich schon rein gemacht. Das Blut, das dich benetzte, als du mich vom Kreuz abnahmst, hat dich vollends gereinigt. Sieh her! Es sind wahre Hände und wahre Wunden. Betrachte meine Füße. Siehst du die Male der Nägel? Ja, ich bin es wirklich, und kein Geist. Fasst mich an! Geister haben keinen Körper. Ich habe richtiges Fleisch auf einem echten Skelett.“ Jesus legt die Hand auf das Haupt des Johannes, der gewagt hat, sich ihm zu nähern: „Fühlst du? Sie ist warm und schwer!“ Er haucht ihm ins Gesicht: „Und dies ist mein Atem.“

„O mein Herr!“ flüstert Johannes ganz leise…

„Ja, euer Herr. Johannes, weine nicht aus Furcht und Sehnsucht. Komm zu mir. Ich bin immer noch der, der dich liebt. Wir wollen uns wie immer zu Tisch setzen. Habt ihr nichts mehr zu essen? Bringt es mir!“

Andreas und Matthäus gehen wie zwei Nachtwandler zur Anrichte und holen das Brot, den Fisch und ein Tablett mit einer Honigwabe, von der nur eine kleine Ecke fehlt.

Jesus segnet die Speisen, isst und gibt jedem etwas von dem, was er isst. Er sieht sie an. So gütig, aber auch mit solcher Majestät, dass alle wie gelähmt sind. 

Jakobus, der Bruder des Johannes, wagt als erster zu sprechen: „Warum schaust du uns so an?“

„Weil ich euch kennenlernen will.“

„Kennst du uns denn noch nicht?“

„So wie ihr mich auch nicht kennt. Wenn ihr mich kennen würdet, dann würdet ihr wissen, wer ich bin und wie ich euch liebe, und ihr würdet die Worte finden, um mir eure Not zu klagen. Ihr schweigt aber wie vor einem mächtigen Fremden, den ihr fürchtet. Eben habt ihr noch gesprochen… Seit fast vier Tagen führt ihr schon Selbstgespräche und sagt: ‚Ich werde ihm dies und jenes sagen…‘ Ihr habt meinen Geist gerufen: ‚Komm zurück, Herr, damit ich dir dies sagen kann.‘ Nun bin ich gekommen, und ihr schweigt. Bin ich denn so verändert, dass ich euch fremd erscheine? Oder seid ihr so verändert, dass ihr mich nicht mehr liebt?“

Johannes, der wie üblich neben seinem Jesus sitzt und den Kopf an seine Brust lehnt, flüstert: „Ich liebe dich, mein Gott!“ Doch dann richtet er sich auf, erlaubt sich diese Vertraulichkeit nicht länger aus Ehrfurcht vor dem strahlenden Sohn Gottes. Denn von Jesus scheint Licht auszugehen, obgleich er einen Körper hat wie wir. Jesus aber zieht Johannes an seine Brust, und dieser öffnet seinen seligen Tränen alle Schleusen. 

Dies ist für alle das Zeichen, es ihm nachzutun. 

Petrus, der zwei Plätze von Johannes entfernt sitzt, rutscht zwischen den Tisch und den Sitz auf dem Boden und ruft weinend aus: „Verzeihung, Verzeihung! Entreiße mich dieser Hölle, in der ich mich seit so vielen Stunden befinde. Sage mir, dass du meinen Fehler so gesehen hast, wie er war. Es war nicht der Geist, sondern das Fleisch, das mein Herz überwältigt hat. Sage mir, dass du meine Reue gesehen hast… Sie wird bis zu meinem Tod andauern. Aber du… du sage mir, dass ich dich als Jesus nicht zu fürchten brauche… und ich, und ich… ich will mich bemühen, alles so gut zu machen, dass mir auch Gott verzeihen kann… und ich bei meinem Tod nur ein schweres Fegefeuer zu erwarten habe…“

„Komm her, Simon des Jonas.“

„Ich habe Angst!“

„Komm her und sei nicht länger feige.“

„Ich bin nicht würdig, in deine Nähe zu kommen!“

„Komm her! Was hat die Mutter dir gesagt? ‚Wenn du ihn nicht auf diesem Schweißtuch ansiehst, wirst du nie mehr den Mut haben, ihn anzusehen.‘ O törichter Mensch! Hat dir dieses Antlitz mit seinem schmerzerfüllten Blick nicht gesagt, dass ich dich verstanden und dir verziehen habe? Und ich habe euch dieses Linnen doch zum Trost und zur Führung gegeben, um meine Verzeihung und meinen Segen mitzuteilen… Was hat Satan euch angetan, dass ihr so blind geworden seid? Nun sage ich dir: Wenn du mich jetzt nicht anschaust, da ich über meine Herrlichkeit um eurer Schwäche willen noch einen Schleier breite, dann wirst du niemals ohne Furcht vor deinen Herrn treten können. Und was wird dir dann geschehen? Aus Anmaßung hast du gesündigt. Willst du nun aus Starrköpfigkeit noch einmal sündigen? Komm, sage ich dir.“

Petrus rutscht auf den Knien zwischen dem Tisch und den Sitzen und bedeckt sein tränennasses Gesicht mit den Händen. Als er zu Füßen Jesu anhält, legt dieser ihm die Hand aufs Haupt. Und Petrus ergreift diese Hand, küsst sie und schluchzt dabei hemmungslos. Er kann nur immer wieder bitten: „Verzeihung! Verzeihung!“

Jesus befreit sich aus dieser Klammer, legt seine Hand unter das Kinn des Apostels und zwingt ihn, den Kopf zu erheben. Er schaut mit seinen leuchtenden, gütigen Augen in die geröteten, brennenden, von Reue gequälten Augen, und es scheint, als wolle er mit diesem Blick die Seele des Petrus durchbohren. Dann sagt er: „Nimm die Schmach des Judas von mir. Küsse mich, wo er mich geküsst hat. Wasche mit deinem Kuss das Mal des Verrats ab.“

Petrus hebt das Haupt, während Jesus sich noch tiefer beugt, und berührt mit den Lippen die Wange… Dann legt er seinen Kopf auf Jesu Knie und bleibt so… wie ein großes Kind, das böse gewesen ist und dem man verziehen hat. 

Auszug aus “Der Gottmensch“, Bd. XII von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.chwww.parvis.ch

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Jesus erscheint den Aposteln mit Thomas

10/04/2010

(zum Sonntags-Evangelium vom 11. April 2010: Joh 20,19-31)

Die Apostel sind im Abendmahlsaal versammelt. Sie sitzen um den Tisch, an dem das Abendmahl eingenommen wurde. Doch aus Ehrfurcht haben sie den Platz Jesu in der Mitte freigelassen.

Auch ist die Sitzordnung nicht mehr dieselbe, nun, da niemand mehr den Mittelpunkt bildet und die Plätze nach eigenem Ermessen oder aus Liebe verteilt. Petrus ist noch an seinem Platz. Aber auf dem Platz des Johannes sitzt jetzt Judas Thaddäus. Dann kommt der älteste der Apostel, Bartholomäus, dann Jakobus, der Bruder des Johannes, fast an der rechten Ecke der Tafel, von mir aus gesehen. Neben Jakobus, aber an der Schmalseite des Tisches, sitzt Johannes. Nach Petrus kommt Matthäus, und nach diesem Thomas. Dann Philippus, Andreas, Jakobus, der Bruder des Judas Thaddäus, und Simon der Zelote. Die Längsseite Petrus gegenüber ist leer, da die Apostel enger beisammensitzen als beim Ostermahl.

Die Fenster und Türen sind fest verriegelt. Die Lampe, an der nur zwei Flammen brennen, wirft ein mattes Licht auf den Tisch. Der Rest des großen Saales liegt im Halbschatten.

Johannes, hinter dem eine Anrichte steht, hat den Auftrag, den Gefährten herüberzureichen, was sie von der kargen Mahlzeit essen wollen: Fisch, der schon auf dem Tisch steht, Brot, Honig und kleine frische Käse. Als er sich wieder zum Tisch wendet, um dem Bruder den gewünschten Käse zu geben, sieht Johannes den Herrn.

Jesus ist auf ganz eigenartige Weise erschienen. Die Wand hinter den Tischgenossen, in der es außer der kleinen Tür in der Ecke keine Öffnung gibt, hat in der Mitte, etwa einen Meter über dem Boden, sanft und phosphoreszierend zu leuchten begonnen, wie es manche Bilder im Dunkeln tun. Der fast zwei Meter hohe, ovale Lichtschein erinnert an eine Nische. Aus diesem Leuchten, wie aus schimmernden Nebelschleiern, tritt Jesus immer deutlicher hervor.

Ich weiß nicht, ob ich es richtig erkläre. Es sieht aus, als würde sein Körper durch die Wand fließen. Denn sie öffnet sich nicht, sie bleibt kompakt. Doch der Körper kommt trotzdem durch die Wand. Das Licht scheint dem Körper vorauszugehen, um seine Nähe anzukündigen. Der Körper besteht zuerst nur aus leuchtenden Umrissen, so wie ich den Vater im Himmel und die heiligen Engel sehe: unkörperlich. Dann materialisiert er sich immer stärker und hat schließlich das Aussehen eines wirklichen Körpers. Seines verherrlichten Körpers.

Ich habe lange gebraucht, um es zu beschreiben, aber das Ganze hat sich in wenigen Augenblicken abgespielt. 

Jesus ist weiß gekleidet, so wie er bei der Auferstehung war und seiner Mutter erschienen ist. Er ist wunderschön, liebevoll und lächelt. Die Arme hält er gerade an den Seiten, in geringem Abstand vom Körper, die Fingerspitzen zeigen auf den Boden und die Handflächen sind den Aposteln zugekehrt. Die beiden Wunden der Hände gleichen diamantenen Sternen, von denen zwei außerordentlich helle Strahlen ausgehen. Die Wunden der Füße und der Seite sehe ich nicht, da sie unter dem Gewand verborgen sind. Aber durch den Stoff seines unirdischen Kleides schimmert Licht an den Stellen, wo es die göttlichen Wunden verbirgt. Zuerst scheint es, als sei Jesus ein Körper aus leuchtendem Mondlicht, dann, als er sich verdichtet und aus dem Schein heraustritt, nehmen Haar, Augen und Haut ihre natürliche Farbe an. Und er ist Jesus, der Gottmensch, aber um vieles feierlicher, nun, nach seiner Auferstehung.

Johannes bemerkt ihn, als er schon so aussieht. Kein anderer hat die Erscheinung wahrgenommen. Johannes springt auf, läßt den Teller mit dem runden Käse auf den Tisch fallen, stützt die Hände auf den Rand des Tisches, neigt sich leicht schräg, wie von einem Magnet angezogen, etwas über den Tisch und stößt ein leises, aber inbrünstiges „Oh!“ aus.

Die anderen, die beim Klirren des Käsetellers und Aufspringen des Johannes die Köpfe von ihren Tellern erhoben haben, sehen ihn überrascht an, als sie seine ekstatische Haltung bemerken und folgen seiner Blickrichtung. Sie drehen die Köpfe oder wenden sich ganz um, je nachdem, wo sie sitzen, und erblicken Jesus. Sie stehen gerührt und selig auf und eilen zu ihm, der noch mehr lächelt und auf sie zukommt. Dabei geht er nun wie ein gewöhnlicher Mensch auf dem Boden.

Jesus, der zuerst nur Johannes angesehen hat – und ich glaube, dass die Liebkosung dieses Blickes Johannes veranlaßt hat, sich umzudrehen – schaut nun alle an und sagt: „Der Friede sei mit euch.“

Nun umringen ihn alle, die einen auf den Knien zu seinen Füßen, und unter diesen sind Petrus und Johannes – Johannes küßt den Saum seines Gewandes und drückt ihn an seine Wange, wie um von ihm liebkost zu werden – die anderen stehen etwas weiter hinten, doch ehrfurchtsvoll und tief verneigt.

Petrus ist, um schneller beim Meister zu sein, mit einem Satz über den Tisch gesprungen, ohne abzuwarten, daß Matthäus ihn als erster verläßt und Platz macht. Ich muß zur Erklärung hinzufügen, daß es Sitze für zwei Personen sind.

Der einzige, der verlegen etwas abseits bleibt, ist Thomas. Er ist am Tisch niedergekniet, wagt nicht, näherzukommen, und es sieht vielmehr so aus, als wolle er sich hinter dem Tisch verbergen.

Da Caravaggio: Der ungläubige Thomas berührt die Wunden Jesu

Jesus, der den Aposteln seine Hände zum Kuß reicht – denn sie verlangen in heiligem, liebendem Eifer danach – läßt seinen Blick über die gebeugten Häupter schweifen, als suche er den elften. Aber er hat ihn vom ersten Augenblick gesehen und will Thomas nur ein wenig Zeit lassen, Mut zu fassen und heranzukommen. Da er sieht, daß der Ungläubige sich seines Zweifels schämt und nicht wagt, näherzutreten, ruft er ihn: „Thomas, komm her.“

Thomas hebt den Kopf, verwirrt und beinahe weinend, aber er hat nicht den Mut zu kommen. Er senkt den Kopf wieder. Jesus geht ein Stück auf ihn zu und sagt wiederum: „Komm her, Thomas.“

Die Stimme Jesu ist gebieterischer als beim ersten Mal. Thomas steht widerstrebend und verwirrt auf und nähert sich Jesus.

„Hier ist also der, der nicht glaubt, wenn er nicht sieht!“ ruft Jesus aus.

Doch in seiner Stimme liegt ein Lächeln der Vergebung. Thomas fühlt es, wagt es Jesus anzuschauen, und sieht, daß dieser wirklich lächelt. Da faßt er Mut und eilt zu ihm.

„Komm her, ganz nahe. Sieh! Lege einen Finger in die Wunden deines Meisters, wenn das Sehen dir nicht genügt.“ Jesus streckt ihm die Hände entgegen und öffnet das Gewand über der Brust, um die Seitenwunde zu entblößen.

Nun strahlen die Wunden kein Licht mehr aus. Sie strahlen nicht mehr, seit Jesus aus dem Halo aus Mondlicht herausgetreten ist und wie ein sterblicher Mensch zu gehen begonnen hat. Die Wunden erscheinen nun in ihrer grausamen Wirklichkeit: zwei unregelmäßige Löcher, von denen das linke bis zum Daumen reicht, das eine am Handgelenk und das andere auf der Handfläche, und ein langer, am oberen Ende nicht ganz gerader Schnitt in der Brust.

Thomas zittert, schaut und berührt die Wunden nicht. Er bewegt die Lippen, bringt jedoch kein Wort hervor.

„Gib mir deine Hand, Thomas“, sagt Jesus sehr sanft. Er ergreift die rechte Hand des Apostels mit seiner Rechten, nimmt den Zeigefinger und legt diesen tief in den Schnitt seiner linken Hand, um ihm zu zeigen, daß die Handfläche durchbohrt ist. Dann führt er die Hand zur Seitenwunde. Er nimmt nun die vier Finger an ihrem Anfang, an der Mittelhand, und legt diese vier großen Finger in die Seitenwunde, nicht nur an den Rand, sondern tief in die Wunde hinein. Dabei schaut er Thomas fest an.

Ein strenger und doch gütiger Blick, während er weiterspricht: „Lege deine Finger, die Finger und, wenn du willst, auch die Hand hier in meine Seitenwunde und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!“ So spricht Jesus, als er tut, was ich gerade beschrieben habe.

Carl Heinrich Bloch: Jesus erscheint dem zweifelnden Thomas

Thomas – es scheint, daß die Nähe des göttlichen Herzens, das er beinahe berührt, ihm Mut eingeflößt hat – gelingt es nun endlich zu reden und einige Worte hervorzubringen; er fällt mit erhobenen Armen auf die Knie und sagt mit von Reuetränen erstickter Stimme: „Mein Herr und mein Gott!“ Er weiß nichts anderes zu sagen.

Jesus verzeiht ihm. Er legt ihm die Rechte aufs Haupt und antwortet: „Thomas! Thomas! Nun glaubst du, da du gesehen hast… Selig, die an mich glauben und nicht sehen. Welcher Lohn wird diese erst erwarten, wenn ich euch belohnen muss, euch, deren Glaube das Sehen bestätigt?…“

Dann legt Jesus Johannes einen Arm um die Schultern und nimmt Petrus bei der Hand, um sich mit ihnen zum Tisch zu begeben. Er setzt sich an seinen Platz. Nun sitzen sie wie am Abend des Ostermahles. Aber Jesus will, daß Thomas sich neben Johannes setzt.

„Eßt, Freunde“, sagt Jesus.

Auszug aus “Der Gottmensch”, Bd. XII von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch