Posts Tagged ‘Fatima Muttergottes’

Marienweihe morgen durch unseren Papst…

12/10/2013

Aus diesem Anlass möchten wir nochmal darauf hinweisen, dass die in Portugal von der Muttergottes erbetene Russland-Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens immer noch nicht erfolgt ist… und auch morgen nicht erfolgen wird. Wir hatten die Fakten HIER zusammengetragen.

Bildschirmfoto 2013-10-12 um 17.36.04

Rote Sonne?!

07/05/2012

Mit Verlaub, Herr Augstein, aber was Sie da im Spiegel von sich geben, ist total daneben. Dass die Banken die Hauptschuldigen an der Finanzkrise sind, wird uns zwar auch anderswo beständig eingehämmert, aber dass Sie so unverfroren behaupten, der Merkel’sche (bzw. europäische!) Sparkurs sei an der spanischen Jugendarbeitslosigkeit schuld, ist schon ein Hammer. 

Ich kann jedenfalls Ihre Freude über den europäischen Linksruck überhaupt nicht teilen, von roter Sonne sollten Sie schon mal gar nicht reden, das klingt verdächtig nach Kommunismus und lässt mich an die Aufforderung der Jungfrau Maria in Fatima aus dem Jahr 1917 denken: wenn die von ihr geforderte Weihe Russlands an ihr Unbeflecktes Herz nicht erfolge, werde das Land seine Irrtümer über die ganze Welt verbreiten. Kommunistische „Werte“ und Ideen haben in den letzten Jahrzehnten (und in den letzten Jahren verstärkt) schleichend Einzug ins mainstream’sche Gedankengut gehalten, während die nationalsozialistische Gefahr künstlich aufgebauscht wird – also, mir läuft da ein Schauer den Rücken hinunter, das klingt nach Eiszeit, nicht nach Sonne.

Nein, nein, Europa braucht sicher kein neues sozialdemokratisches Zeitalter, wie Sie es in Ihrem Schlusssatz so freudig herbeiwünschen. Europa braucht eine Rückbesinnung auf seinen christlichen Ursprung, auf das Christentum, auf Gott. Und das ist mit dem Kommun- bzw. dem salonfähigeren Sozialismus nun mal nicht vereinbar. Mir ist recht bang.

Die Geheimnisse von Fatima IV: Die Weihe Russlands ist noch immer nicht erfolgt

Die Geheimnisse von Fatima II: Widersprüche um das dritte Geheimnis

13. Oktober: Fatimatag

13/10/2011

Schwester Lucia schildert in Band I ihrer Erinnerungen den 13. Oktober 1917, den Tag des Sonnenwunders:

Wir verließen schon ziemlich früh das Haus, da wir mit Verzögerungen auf dem Weg rechneten. Das Volk kam in Massen. Es regnete in Strömen. Meine Mutter, die fürchtete, dies werde der letzte Tag meines Lebens sein, und der die Ungewissheit über das Kommende das Herz zerriss, wollte mich begleiten. Auf dem Weg die Szenen des vergangenen Monats, aber noch zahlreicher und bewegender. Nicht einmal der Schlamm auf den Wegen konnte diese Leute aufhalten, sich in demütiger und bittender Haltung niederzuknien. Wir kamen an der Cova da Iria bei der Steineiche an und unter einer inneren Eingebung bat ich das Volk, die Regenschirme zu schließen, um den Rosenkranz zu beten. Kurz darauf sahen wir den Lichtschein und dann Unsere Liebe Frau über der Steineiche. 

– Was wünschen Sie von mir?

– Ich möchte dir sagen, dass hier eine Kapelle zu meiner Ehre gebaut werden soll. Ich bin Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz. Man soll weiterhin täglich den Rosenkranz beten. Der Krieg geht zu Ende, und die Soldaten werden in Kürze nach Hause zurückkehren. 

– Ich wollte Sie um vieles bitten: ob Sie einige Kranke heilen und einige Sünder bekehren möchten, und vieles mehr.

– Einige ja, andere nicht. Sie müssen sich bessern und um Vergebung ihrer Sünden bitten.

Und noch trauriger sagte sie:

– Man soll Gott unsern Herrn nicht mehr beleidigen, der schon so sehr beleidigt worden ist.

Sie öffnete die Hände und ließ sie im Sonnenschein erstrahlen. Während sie sich erhob, strahlte ihr eigenes Licht in der Sonne wider. Dies war der Grund, hochwürdigster Herr Bischof, weswegen ich rief, man solle auf die Sonne schauen. Es war nicht meine Absicht, die Aufmerksamkeit des Volkes dorthin zu lenken, denn ich war mir nicht einmal mehr seiner Gegenwart bewusst. Ich tat es nur, aus einer inneren Bewegung heraus, die mich dazu antrieb. 

Nachdem Unsere Liebe Frau in der unendlichen Ferne des Firmaments verschwunden war, sahen wir dann neben der Sonne den heiligen Josef mit dem Jesuskind und Unsere Liebe Frau in Weiß gekleidet mit einem blauen Mantel. Der heilige Josef mit dem Jesuskind schien die Welt mit einer Handbewegung in Kreuzesform zu segnen. 

Kurz darauf verschwand diese Erscheinung. Dann sahen wir Unseren Herrn und Unsere Liebe Frau. Ich hatte den Eindruck, es sei Unsere Liebe Frau von den Schmerzen. Unser Herr schien die Welt in der gleichen Weise zu segnen wie der heilige Josef. Diese Erscheinung verschwand, und ich meine wohl, dass ich auch noch Unsere Liebe Frau vom Karmel gesehen habe.

Die frühen Erinnerungen von Schwester Lucia können auf Deutsch über das Secretariado dos Pastorinhos bezogen werden. Wir bedanken uns dort auch dafür, dass wir hier Auszüge aus dem Buch „Schwester Lucia spricht über Fatima – Erinnerungen der Schwester Lucia, Band I“ wiedergeben dürfen.

Das Sonnenwunder von Fatima

Weitere Erinnerungen Sr Lucias 

13. September: Fatimatag

13/09/2011

Aus den Erinnerungen der Schwester Lucia, Band I, über den 13. September 1917:

Als die erwartete Stunde sich näherte, ging ich mit Jacinta und Francisco zwischen zahlreichen Personen hindurch, die uns kaum vorbeiließen. Die Wege waren voll von Leuten. Alle wollten uns sehen und mit uns sprechen. Es gab dort keine Menschenfurcht. Zahlreiche Leute, sogar vornehme Damen und Herren, drängten sich durch die Menge hindurch, die uns umgab. Sie warfen sich vor uns auf die Knie und baten uns, Unserer Lieben Frau ihre Anliegen vorzutragen. Andere, die nicht bis zu uns gelangen konnten, riefen von weitem:

– Um der Liebe Gottes willen bittet Unsere Liebe Frau, sie möge meinen verkrüppelten Sohn heilen.

Ein anderer rief:

– Sie möge mein blindes Kind heilen.

Wieder ein anderer:

– Und das meine, das taub ist;

– Sie möge meinen Mann und meinen Sohn aus dem Krieg heimbringen;

– Sie möge einen Sünder bekehren;

– Sie möge mich von der Tuberkulose heilen usw.

Dort zeigte sich all das Elend der armen Menschheit, und einige riefen von den Bäumen und Mauern herab, auf die sie gestiegen waren, um uns vorbeigehen zu sehen. Während wir es einigen versprachen und anderen die Hände reichten, um ihnen vom Boden aufzuhelfen, gingen wir mit Hilfe einiger Männer weiter, die uns einen Durchgang durch die Menge bahnten.

Wenn ich jetzt im Neuen Testament die wunderbaren Dinge lese, die sich ereigneten, als der Heiland durch Palästina wanderte, erinnere ich mich dieser Ereignisse, die ich als kleines Kind auf den armseligen Wegen und Straßen von Aljustrel nach Fatima und zur Cova da Iria erleben durfte. Ich danke Gott und opfere Ihm den Glauben unseres guten portugiesischen Volkes auf. Ich denke, wenn diese Leute sich vor drei armen Kindern niederwarfen, nur weil ihnen barmherzigerweise die Gnade geschenkt wurde, mit der Gottesmutter zu sprechen, was würden sie erst tun, wenn sie Jesus Christus selbst vor sich sähen? Schön, aber das gehört nicht hierher. Es war eher eine Abschweifung der Feder, die mir dorthin entglitt, wohin ich nicht wollte. Geduld, wieder etwas Unnützes! Ich reiße es aber nicht heraus, um das Heft nicht zu ruinieren.

Wir kamen schließlich in der Cova da Iria bei der Steineiche an und begannen, mit dem Volk den Rosenkranz zu beten. Kurz darauf sahen wir den Lichtschein und danach Unsere Liebe Frau über der Steineiche.

– Betet weiter den Rosenkranz, um das Ende des Krieges zu erlangen. Im Oktober wird auch Unser Herr kommen, Unsere Liebe Frau von den Schmerzen und vom Karmel, der Heilige Josef mit dem Jesuskind, um die Welt zu segnen. Gott ist mit euren Opfern zufrieden, aber Er will nicht, dass ihr mit dem Strick schlaft (die Seherkinder trugen als Bußübung grobe Stricke um den Leib gebunden, Anm. d. Red.). Tragt ihn nur tagsüber.

– Man hat mich gebeten, vieles von Ihnen zu erflehen: die Heilung einiger Kranker und die eines Taubstummen.

 – Ja, einige werde ich heilen, andere nicht. Im Oktober werde ich ein Wunder wirken, damit alle glauben.

Und sie begann sich zu erheben und verschwand wie gewöhnlich. 

Die frühen Erinnerungen von Schwester Lucia können auf Deutsch über das Secretariado dos Pastorinhos bezogen werden. Wir bedanken uns dort auch dafür, dass wir hier Auszüge aus dem Buch „Schwester Lucia spricht über Fatima – Erinnerungen der Schwester Lucia, Band I“ wiedergeben dürfen.

weitere Erinnerungen Sr Lucias

13. Mai: Gedenktag erste Marienerscheinung in Fatima

13/05/2011

Schwester Lucia schreibt in ihren Erinnerungen über den 13. Mai 1917:

Ich spielte mit Francisco und Jacinta auf dem Gipfel des Abhanges der Cova da Iria. Wir bauten eine kleine Mauer rund um ein Gebüsch, da sahen wir plötzlich etwas wie einen Blitz. 

– Es ist besser, wenn wir nach Hause gehen – sagte ich zu meinen kleinen Verwandten – es blitzt und könnte ein Gewitter geben.

– Also gut!

Wir begannen den Abhang hinunterzusteigen und trieben die Schafe in Richtung auf die Straße. Als wir ungefähr in der Mitte des Abhangs waren, fast neben einer großen Eiche, sahen wir wieder einen Blitz und nach einigen Schritten erblickten wir über einer Steineiche eine Dame, ganz in Weiß gekleidet, strahlender als die Sonne. Sie verbreitete ein noch helleres Licht als die hellsten Sonnenstrahlen, die durch ein mit Wasser gefülltes Kristallglas scheinen. Überrascht durch diese Erscheinung blieben wir stehen. Wir standen so nahe, dass wir innerhalb des Lichtes blieben, welches sie umgab, oder das sie ausstrahlte. Der Abstand betrug etwa eineinhalb Meter. Dann sagte Unsere Liebe Frau:

– Habt keine Angst! Ich tue euch nichts Böses!

– Woher kommen Sie? – fragte ich sie.

– Ich bin vom Himmel!

– Und was wollen Sie von mir?

 – Ich bin gekommen, euch zu bitten, dass ihr in den folgenden sechs Monaten, jeweils am Dreizehnten zur selben Stunde hierherkommt. Dann werde ich euch sagen, wer ich bin und was ich will. Ich werde danach noch ein siebtes Mal hierher zurückkehren.*

– Komme ich auch in den Himmel?

– Jawohl!

– Und Jacinta?

– Auch!

– Und Francisco?

– Auch, aber er muss noch viele Rosenkränze beten.

Ich erinnerte mich daran, nach zwei Mädchen zu fragen, die kurz vorher gestorben waren. Sie waren meine Freundinnen gewesen und hatten bei meiner älteren Schwester weben gelernt.

– Ist Maria das Neves schon im Himmel?

– Jawohl.

(Ich glaube, sie war ungefähr 16 Jahre alt gewesen).

-Und Amelia?

– Sie bleibt bis zum Ende der Welt im Fegfeuer.

(Ich glaube, sie wurde etwa 18 bis 20 Jahre alt).

– Wollt ihr euch Gott anbieten, um alle Leiden zu ertragen, die Er euch schicken wird, zur Sühne für alle Sünden, durch die Er beledigt wird und als Bitte um die Bekehrung der Sünder?

– Ja, wir wollen es!

– Ihr werdet also viel leiden müssen, aber die Gnade Gottes wird eure Stärke sein!

Als sie diese letzten Worte sagte (die Gnade Gottes usw.), öffnete sie zum ersten Mal die Hände und übermittelte uns ein so starkes Licht, das wie ein Widerschein von ihren Händen ausging. Es drang uns in die Brust und bis in die tiefste Tiefe der Seele und wir erkannten uns selber in Gott, der dieses Licht war, viel klarer, als wir uns im besten Spiegel sehen konnten. Durch eine innere Anregung, die uns ebenfalls mitgeteilt wurde, fielen wir nun auf die Knie und wiederholten ganz innerlich:

– O Heiligste Dreifaltigkeit, ich bete dich an. Mein Gott, mein Gott, ich liebe Dich im heiligsten Sakrament.

Nach einigen Augenblicken fügte Unsere Liebe Frau hinzu:

Betet täglich den Rosenkranz, um den Frieden der Welt und um das Ende des Krieges zu erlangen!

Daraufhin begann sie sich langsam zu erheben und in Richtung des Sonnenaufgangs aufzusteigen, bis sie in der Unendlichkeit der Ferne verschwand. Das Licht, das sie umgab, schien einen Weg durch die Himmelswölbung zu öffnen. Aus diesem Grunde haben wir zuweilen erklärt, wir hätten den Himmel sich öffnen sehen.

Ich glaube, dass ich schon in der Schrift über Jacinta oder in einem Brief dargelegt habe, dass wir eigentlich nicht vor Unserer Lieben Frau Angst hatten, sondern vor dem Gewitter, das wir erwarteten und und vor dem wir flüchten wollten. Die Erscheinungen Unserer Lieben Frau flößten uns weder Angst noch Schrecken ein, sondern überraschten uns nur. Wenn ich die Frage bejahte, ob ich Angst gehabt hätte, meinte ich die Angst, die ich vor den Blitzen und vor dem nahenden Gewitter hatte; vor diesem wollten wir flüchten, denn wir sahen gewöhnlich Blitze nur bei einem Gewitter. 

Die Blitze waren keine eigentlichen Blitze, sondern ein Widerschein des Lichtes, das sich näherte. Wenn wir dieses Licht sahen, sagten wir manchmal, wir sähen Unsere Liebe Frau kommen. Aber Unsere Liebe Frau konnten wir in diesem Licht erst erkennen, wenn sie schon über der Steineiche war. Da wir dies nicht zu erklären vermochten und auch lästigen Fragen ausweichen wollten, sagten wir mehrmals, wir sähen sie kommen, und andere Male, wir sähen sie nicht kommen. Wenn wir sagten, ja, wir sähen sie kommen, meinten wir damit, dass wir dieses Licht näherkommen sahen, welches schließlich sie war. Und wenn wir sagten, wir sähen sie nicht kommen, meinten wir damit, dass wir Unsere Liebe Frau erst dann sahen, wenn sie schon über der Steineiche war.

* Dieses siebte Mal fand schon am 16. Juni 1921 statt, am Vorabend ihrer Abreise nach Vilar in Porto. Es handelt sich um eine Erscheinung mit einer persönlichen Botschaft für Lucia.

Die frühen Erinnerungen von Schwester Lucia können auf Deutsch über das Secretariado dos Pastorinhos bezogen werden. Wir bedanken uns dort auch dafür, dass wir hier Auszüge aus dem Buch „Schwester Lucia spricht über Fatima – Erinnerungen der Schwester Lucia, Band I“ wiedergeben dürfen.

Die Weihe Russlands ist noch immer nicht erfolgt

20. Februar: Gedenktag der sel. Jacinta Marto

20/02/2011

Sel. Jacinta Marto

In ihren Erinnerungen schildert Schwester Lucia 1935 folgende Begebenheit, die sich 1917 im Gefängnis von Ourem zugetragen hatte, nachdem die drei Seherkinder vom Kreisverwalter, der den dritten Teil des Geheimnisses von Fatima erfahren wollte, entführt worden waren:

Als wir später gefangengenommen wurden, war es die Abwesenheit der Eltern, die Jacinta am schwersten bedrückte. Mit tränenüberströmten Gesicht klagte sie:

– Weder deine noch meine Eltern kamen, um uns zu besuchen. Sie haben nichts mehr für uns übrig.

– Weine nicht! – sagte Francisco zu ihr, – opfern wir es Jesus für die Sünder auf.

Und Augen und Hände zum Himmel erhebend, sprach er das Aufopferungsgebet:

– O mein Jesus, es ist aus Liebe zu Dir und für die Bekehrung der Sünder.

Jacinta fügte hinzu:

– Und auch für den Heiligen Vater und zur Wiedergutmachung der Sünden, die gegen das Unbefleckte Herz Mariens begangen werden.

Als wir nach der Trennung voneinander wieder in einem Gefängnissaal zusammengeführt wurden, erklärten sie, sie würden uns in Kürze holen, um uns zu verbrennen. Da zog sich Jacinta an ein Fenster zurück, das auf den Viehmarkt hinausging. Anfangs dachte ich, sie wolle sich durch den Ausblick zerstreuen, aber dann bemerkte ich, dass sie weinte. Ich nahm sie zu mir und fragte, warum sie weine:

– Weil wir sterben werden, ohne unsere Väter und Mütter wiedergesehen zu haben – antwortete sie.

Und mit tränenüberströmtem Gesicht:

– Ich möchte wenigstens meine Mutter sehen!

– Du möchtest also dieses Opfer nicht für die Bekehrung der Sünder bringen?

– Ich will, ich will.

Und während die Tränen ihr übers Gesicht liefen, erhob sie Hände und Augen zum Himmel und verrichtete das Aufopferungsgebet:

– O mein Jesus! Es ist aus Liebe zu Dir, für die Bekehrung der Sünder, für den Heiligen Vater und zur Wiedergutmachung der Sünden, die gegen das Unbefleckte Herz Mariens begangen werden.

Die Gefangenen, die der Szene beiwohnten, wollten uns trösten:

– Sagt doch dem Herrn Verwalter dieses Geheimnis. Was interessiert es euch, dass diese Dame es nicht will.

– Das nicht! – antwortete Jacinta lebhaft,- lieber möchte ich sterben.


Die frühen Erinnerungen von Schwester Lucia können auf Deutsch über das Secretariado dos Pastorinhos bezogen werden. Wir bedanken uns dort auch dafür, dass wir hier Auszüge aus dem Buch „Schwester Lucia spricht über Fatima – Erinnerungen der Schwester Lucia, Band I“ wiedergeben dürfen.

Die Weihe Russlands ist noch immer nicht erfolgt

„Opfert euch auf…“

„Opfert euch auf…“ (1)

10/11/2010

In der ‚Blogoszese‘ wird überlegt, was wir tun können, um die verfolgten Christen, insbesondere im Irak, zu unterstützen. Es gibt viele gute Wege, die über Gebete, Briefe, Spenden, Petitionen, Solidaritätsmärsche usw. gehen. Wir wollen hier noch in Erinnerung rufen, daß unsere Jungfrau in Fatima Opfer bringen als ein wesentliches Mittel zur Bekehrung der Sünder (und das sind christenverfolgende Muslime sicherlich) bezeichnet und gewünscht hat:

1941 schrieb Schwester Lucia, die Seherin von Fatima, dass bereits der Engel, der den Erscheinungen der Jungfrau vorausging, bei seiner zweiten Erscheinung 1916 die spielend angetroffenen Hirtenkinder ermahnte:

„- Was tut ihr? Betet! Betet viel! Die Herzen Jesu und Mariä haben mit euch Pläne der Barmherzigkeit vor. Bringt dem Allerhöchsten unaufhörlich Gebete und Opfer dar.

– Wie sollen wir Opfer bringen? – fragte ich.

– Macht aus allem, was ihr könnt, ein Opfer zur Sühne für die Sünden, durch die Er beleidigt wird und als Bitte um die Bekehrung der Sünder. So werdet ihr den Frieden auf euer Vaterland herabziehen. Ich bin sein Schutzengel, der Engel Portugals. Vor allem nehmt die Leiden, die euch der Herr schicken wird, in Ergebung an und tragt sie geduldig.

Diese Worte des Engels prägten sich in unseren Geist ein wie ein Licht, das uns erkennen ließ, wer Gott ist, wie sehr Er uns liebt und von uns wiedergeliebt sein will. Wir erkannten den Wert des Opfers und wie es Ihm wohlgefällig ist; und wie Er um des Opfers willen Sünder bekehrt. Von dieser Zeit an begannen wir dem Herrn alles aufzuopfern, was uns kränkte, doch suchten wir damals keine anderen Abtötungen oder Bußübungen, als stundenlang auf die Erde niedergeworfen das Gebet des Engels zu wiederholen.“ (*)

Mit Gebet des Engels ist das folgende gemeint: „Mein Gott, ich glaube an Dich, ich bete Dich an, ich hoffe auf Dich und ich liebe Dich. Ich bitte Dich um Verzeihung für jene, die an Dich nicht glauben, Dich nicht anbeten, auf Dich nicht hoffen und Dich nicht lieben.“

In der ersten Erscheinung der Jungfrau dann am 13. Mai 1917 forderte Maria die drei Hirtenkinder Lucia, Jacinta und Francisco dazu auf, täglich den Rosenkranz zu beten und fragte sie, ob sie sich Gott anbieten wollen, um alle Leiden zu ertragen, die Er ihnen schicken wird, zur Sühne für alle Sünden, durch die Er beleidigt wird und als Bitte um die Bekehrung der Sünder. Die Kinder bejahten. In der Folge begannen sie, ihre Mittagsbrote regelmässig an die Schafe oder an andere Kinder zu verteilen und statt dessen höchstens einige bittere Eicheln und Oliven von den Bäumen zu essen.

Die Seherkinder unmittelbar nach der Höllenvision

Während der Erscheinung am 13. Juli 1917, bei der die Kinder auch die Höllenvision hatten, sagte Maria erneut zu den Seherkindern: „Opfert euch auf für die Sünder und sagt oft, besonders wenn ihr ein Opfer bringt: O Jesus, das tue ich aus Liebe zu Dir, für die Bekehrung der Sünder und zur Sühne für die Sünden gegen das Unbefleckte Herz Mariens.“ Die Vision der Hölle erfüllte die Kinder dermaßen mit Entsetzen, dass sie ihre Gebete, Bußübungen und Abtötungen verstärkten und begannen, auch auf Spiele/ Vergnügungen zu verzichten und Leiden wie Traurigkeit, Verlassenheit, Verleumdungen (und in der Folge auch ihre Krankheiten) auf sich zu nehmen und aufzuopfern. Auch banden sie sich einen rauhen Strick um die Hüften, der ihnen manchmal schreckliche Schmerzen verursachte und verzichteten oft mehrere Tage hintereinander (im portugiesischen Sommer wohlgemerkt!) auf das Trinken.

(weiter zu Teil 2)

(*) Die frühen Erinnerungen von Schwester Lucia können auf Deutsch über das Secretariado dos Pastorinhos bezogen werden. Wir bedanken uns dort auch dafür, dass wir hier Auszüge aus dem Buch „Schwester Lucia spricht über Fatima – Erinnerungen der Schwester Lucia, Band I“ wiedergeben dürfen.

Das Sonnenwunder von Fatima

13/10/2009

Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen, und auf der Erde werden die Völker bestürzt und ratlos sein über das Toben und Donnern des Meeres. Die Menschen werden vor Angst vergehen in der Erwartung der Dinge, die über die Erde kommen; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.

Lk 21, 25-26

Am 13. Oktober 1917 ereignete sich nahe Fatima, Portugal ein unerklärliches Naturschauspiel, welches von über 50.000 Zeugen aus teilweise bis zu 65 km Entfernung beobachtet wurde. An jenem Tag regnete es in Strömen. Die Pilgerscharen, die anlässlich der erwarteten fünften Erscheinung der Gottesmutter zur Cova da Iria gekommen waren, waren völlig durchnässt. Hoffnung und Vertrauen, Skepsis und Zweifel bewegten die Menschen.

Wie angekündigt, erschien die Heilige Jungfrau den drei Seherkindern um die Mittagszeit.

 

Die Seher von Fatima

 

Sie zeigte ihnen drei Tafeln am Himmel mit Szenen aus dem freudenreichen, schmerzhaften und glorreichen Rosenkranz und forderte erneut dazu auf, täglich den Rosenkranz zu beten, sich vom sündigen Leben zu bekehren und Sühne zu leisten für die unzähligen Beleidigungen, die Gott zugefügt werden.

Dann öffnete sie die Hände, und das Licht, welches von ihnen ausging, schien die Wolken beiseite zu schieben. Das für diesen Tag angekündigte Wunder nahm seinen Lauf. Trotz des hohen Sonnenstandes ließ sich mit bloßem Auge in die Sonne schauen. Augenzeugen vergleichen ihr Aussehen zu Beginn mit dem einer silbernen Scheibe, die sich schneller und schneller drehte. Während 10 Minuten vollführte die Sonne einen „Tanz“, rotierte in verschiedenen Farben oder sprang mit abrupten Bewegungen im Zick-Zack.

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Bild: NASA

Die Sonne, aufgenommen per Extreme Ultraviolet Imaging Telescope (EIT) der NASA

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Noch blickt die Menge fasziniert nach oben ...

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Nachdem zunächst alle dem Farbenspiel und den Bewegungen der Sonne zugeschaut hatten, folgte großer Schrecken, als es danach aussah, als ob die Sonne auf die Erde stürzen würde. Die Anwesenden fielen teils mit lautem Gebet und Flehen um Vergebung auf die Knie, im Glauben, das Ende der Welt sei gekommen.

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... um gleich darauf vor Schrecken und aus Reue betend auf die Knie zu fallen.

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Als das Wunder vorüber war, ließ sich nicht mehr in die Sonne schauen ohne schmerzhaft geblendet zu werden. Die durchweichte Kleidung war auf wundersame Weise getrocknet.

Die Welt war in ihren Normalzustand zurückgekehrt, und doch war nichts mehr wie zuvor.

Viele Menschen wurden an diesem Tag bekehrt oder doch zumindest in ihren Grundfesten erschüttert, unter anderem der Chefredakteur der größten portugiesischen Zeitung „O Seculo“, ein Freimaurer. Nachdem er im Vorfeld kritisch über die Erscheinungen berichtet hatte, zeigte er sich nach dem Erlebnis des Sonnenwunders schlicht überwältigt:

„Ich sah…ich sah…ich sah… Wunder, wie die Leute riefen? Natürliches Phänomen, wie die Experten sagen? Im Augenblick kümmert mich das nicht, ich sage nur, was ich gesehen habe … alles Übrige ist Angelegenheit von Wissenschaft und Kirche.“

(Übersetzung eines Auszugs aus dem Artikel aus „Ilustracao Portuguesa“ vom 29. Oktober 1917, von Avelino de Almeida)

Die Erscheinungen von Fatima wurden am 13. Oktober 1930 von der Kirche anerkannt.

Von Papst Pius XII wird berichtet, dass er am Vortag der Verkündigung des Dogmas der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel, dem 31. Oktober 1950 ein ähnliches Sonnenwunder bei einem Spaziergang in den Vatikanischen Gärten gesehen hat. Die Vision wiederholte sich mehrfach. Er nahm sie als Bestätigung und Bekräftigung dieser dogmatischen Wahrheit an.

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Mehr zu den Erscheinungen von Fatima: hier

Literatur: „Our Lady of Fatima“ von William Thomas Walsh