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Griechen, Geld, Gold

25/02/2010

Bereits im August 2008 hat der Globalstratege Connolly der Banque AIG gesagt, dass die Eurozone komplett auseinanderfallen wird, falls Deutschland nicht Rettungsaktionen in der Grössenordnung der Reparationszahlungen wie im Versailler Vertrag (1919) durchführt.

Offiziell heisst es nach dem EU-Krisengipfel von Mitte Februar, dass die Griechen sich selbst helfen sollen, die Deutsche Kreditanstalt für Wiederaufbau soll nur einspringen, wenn es gar nicht mehr anders geht (d.h. griechische Staatsanleihen aufkaufen, die keinen Pfifferling mehr wert sind). Wenn man dann noch liest, dass die Griechen wohl keine wirklichen Sparmassnahmen ergreifen werden, weil ihnen sonst Streiks und Aufstände im eigenen Land drohen, möchte man zu den 71% der Deutschen gezählt werden, die laut einer Emnid-Umfrage gegen ein finanzielles Eingreifen der EU in Griechenland sind.

Laut Handelsblatt schuldet Griechenland ausländischen Banken insgesamt rund 302 Mrd. Dollar, an erster Stelle der Gläubiger steht Frankreich (75Mrd. Dollar), dann die Schweiz (64 Mrd. Dollar) und Deutschland an dritter Stelle mit 43 Mrd. Dollar.

In Spanien, Portugal, Italien und Irland sieht es auch verheerend aus, den grössten Teil der Schulden haben die Staaten bei den deutschen und französischen Banken. Es ist damit zu rechnen, dass diese Länder ihre Staatsanleihen demnächst nicht mehr losbekommen. Was dann? Soll Deutschland da auch zahlen und ausgeblutet werden wie nach dem ersten Weltkrieg?

Auf manchen Seiten ist zu lesen, dass sich die Gerüchte über einen Euro-Ausstieg der stärkeren Länder verdichten und eine Währungsreform, die zum Verlust von 90% der Ersparnisse führe, vorbereitet werde. Meist wird in diesem Zusammenhang zum Kauf von Gold aufgerufen, ob das uns aber wirklich retten kann, wenn’s hart auf hart kommt? Dazu scheinen die Worte Jesu im 3. Kapitel der Offenbarung passend:

„Darum rate ich dir: Kaufe von mir Gold, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst; und kaufe von mir weiße Kleider und zieh sie an, damit du nicht nackt dastehst und dich schämen musst; und kaufe Salbe für deine Augen, damit du sehen kannst. Wen ich liebe, den weise ich zurecht und nehme ihn in Zucht. Mach also Ernst und kehr um! Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer meine Stimme hört und die Tür öffnet, bei dem werde ich eintreten und wir werden Mahl halten, ich mit ihm und er mit mir.“

„Wehe euch!“

14/02/2010
(zum Sonntags-Evangelium vom 14. Februar 2010: Lukas 6,17.20-26.)

Jesus fährt fort:

„Ich habe gesagt, daß man dem Gesetz treu sein, demütig und barmherzig sein soll, daß man nicht nur die Menschen seines eigenen Geblütes lieben soll, sondern auch jene, die wie wir Menschen und somit unsere Brüder sind. Ich habe euch gesagt, daß Vergebung besser ist als Groll, daß Nachsicht besser ist als Unerbittlichkeit. Nun aber sage ich euch, daß man nicht verurteilen darf, wenn man nicht selbst frei von der Sünde ist, die man verurteilen will. Macht es nicht wie die Schriftgelehrten und wie die Pharisäer, die streng mit allen, aber nicht mit sich selbst sind, die unrein nennen, was äußerlich ist und nur das Äußere verunreinigen kann, und dann in tiefster Brust, im Herzen, der Unreinheit Raum gewähren.

Gustave Doré: Die Bergpredigt

Gott ist nicht mit den Unreinen, denn die Unreinheit zerstört, was Gottes Eigentum ist: die Seele, und besonders die Seelen der Kinder, der auf der Erde verstreuten Engel. Wehe allen, die ihnen mit der Rohheit dämonischer Bestien die Flügel ausreißen, diese Himmelsblumen in den Schmutz ziehen und in ihnen den Lebensgenuss wecken! Wehe! Es wäre besser, sie würden vom Blitz getroffen verbrennen, als einer solchen Sünde zu verfallen!

Wehe euch Reichen und Genießern! Gerade unter euch gärt die größte Unreinheit, der Müßiggang und Geld als Bett und Polster dienen. Ihr seid jetzt überfüttert. Bis an die Kehle reicht euch die Begehrlichkeit und würgt euch. Aber einst werdet ihr einen Hunger kennenlernen, einen schrecklichen, unersättlichen Hunger, der nicht gelindert werden kann und ewig dauert! Jetzt seid ihr reich. Wieviel Gutes könntet ihr mit eurem Reichtum tun! Aber ihr benützt ihn zum Bösen, sowohl für euch als auch für die anderen. Eines Tages werdet ihr eine entsetzliche Armut kennenlernen, und sie wird kein Ende nehmen. Nun lacht ihr. Ihr wähnt zu triumphieren, doch eure Tränen werden die Pfuhle der Hölle (Gehenna) füllen, und sie werden endlos fließen.“

Auszug aus “Der Gottmensch″ (Band III) von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch