Posts Tagged ‘Glaube’

„Ich sende euch wie Lämmer unter die Wölfe“

03/07/2010

(zum Sonntags-Evangelium vom 04. Juli 2010: Lk 10,1-12.17-20)

„(…) Seht, ich sende euch wie Lämmer unter die Wölfe. Seid daher klug wie die Schlangen und einfältig wie die Tauben. Denn ihr wisst, wie die Welt, in der es wahrlich mehr Wölfe als Schafe gibt, mich behandelt, der ich Christus bin. Ich kann mich mit meiner Macht verteidigen, und ich werde es auch tun, bis die Stunde des vorübergehenden Triumphes der Welt gekommen ist. Ihr aber habt diese Macht nicht und bedürft daher grösserer Klugheit und Einfalt; und grösserer Vorsicht, um vorerst dem Kerker und der Geisselung zu entgehen. Denn ihr vertragt jetzt noch nicht einmal einen spöttischen oder gehässigen Blick, obgleich ihr behauptet, euer Leben für mich hingeben zu wollen.


Später wird eine Zeit kommen, in der ihr stark sein werdet wie Helden gegen alle Verfolgungen, ja stärker noch als Helden, mit einem für die Welt so unbegreiflichen Heldenmut, dass sie ihn Torheit nennen wird. Nein, es wird nicht Torheit sein: Ihr werdet durch die Liebe in vollkommener Weise an die Stelle des Gottmenschen treten und vollbringen, was ich schon getan habe. Um diesen Heldenmut verstehen zu können, muss man ihn sehen, studieren und vom überirdischen Standpunkt aus beurteilen. Denn er ist etwas Übernatürliches, das alle Grenzen der menschlichen Natur übersteigt. Könige, Könige des Geistes werden meine Helden sein, in Ewigkeit Könige und Helden… (…).“

Auszug aus “Der Gottmensch”, Bd. V von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

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Jesus erscheint den Aposteln mit Thomas

10/04/2010

(zum Sonntags-Evangelium vom 11. April 2010: Joh 20,19-31)

Die Apostel sind im Abendmahlsaal versammelt. Sie sitzen um den Tisch, an dem das Abendmahl eingenommen wurde. Doch aus Ehrfurcht haben sie den Platz Jesu in der Mitte freigelassen.

Auch ist die Sitzordnung nicht mehr dieselbe, nun, da niemand mehr den Mittelpunkt bildet und die Plätze nach eigenem Ermessen oder aus Liebe verteilt. Petrus ist noch an seinem Platz. Aber auf dem Platz des Johannes sitzt jetzt Judas Thaddäus. Dann kommt der älteste der Apostel, Bartholomäus, dann Jakobus, der Bruder des Johannes, fast an der rechten Ecke der Tafel, von mir aus gesehen. Neben Jakobus, aber an der Schmalseite des Tisches, sitzt Johannes. Nach Petrus kommt Matthäus, und nach diesem Thomas. Dann Philippus, Andreas, Jakobus, der Bruder des Judas Thaddäus, und Simon der Zelote. Die Längsseite Petrus gegenüber ist leer, da die Apostel enger beisammensitzen als beim Ostermahl.

Die Fenster und Türen sind fest verriegelt. Die Lampe, an der nur zwei Flammen brennen, wirft ein mattes Licht auf den Tisch. Der Rest des großen Saales liegt im Halbschatten.

Johannes, hinter dem eine Anrichte steht, hat den Auftrag, den Gefährten herüberzureichen, was sie von der kargen Mahlzeit essen wollen: Fisch, der schon auf dem Tisch steht, Brot, Honig und kleine frische Käse. Als er sich wieder zum Tisch wendet, um dem Bruder den gewünschten Käse zu geben, sieht Johannes den Herrn.

Jesus ist auf ganz eigenartige Weise erschienen. Die Wand hinter den Tischgenossen, in der es außer der kleinen Tür in der Ecke keine Öffnung gibt, hat in der Mitte, etwa einen Meter über dem Boden, sanft und phosphoreszierend zu leuchten begonnen, wie es manche Bilder im Dunkeln tun. Der fast zwei Meter hohe, ovale Lichtschein erinnert an eine Nische. Aus diesem Leuchten, wie aus schimmernden Nebelschleiern, tritt Jesus immer deutlicher hervor.

Ich weiß nicht, ob ich es richtig erkläre. Es sieht aus, als würde sein Körper durch die Wand fließen. Denn sie öffnet sich nicht, sie bleibt kompakt. Doch der Körper kommt trotzdem durch die Wand. Das Licht scheint dem Körper vorauszugehen, um seine Nähe anzukündigen. Der Körper besteht zuerst nur aus leuchtenden Umrissen, so wie ich den Vater im Himmel und die heiligen Engel sehe: unkörperlich. Dann materialisiert er sich immer stärker und hat schließlich das Aussehen eines wirklichen Körpers. Seines verherrlichten Körpers.

Ich habe lange gebraucht, um es zu beschreiben, aber das Ganze hat sich in wenigen Augenblicken abgespielt. 

Jesus ist weiß gekleidet, so wie er bei der Auferstehung war und seiner Mutter erschienen ist. Er ist wunderschön, liebevoll und lächelt. Die Arme hält er gerade an den Seiten, in geringem Abstand vom Körper, die Fingerspitzen zeigen auf den Boden und die Handflächen sind den Aposteln zugekehrt. Die beiden Wunden der Hände gleichen diamantenen Sternen, von denen zwei außerordentlich helle Strahlen ausgehen. Die Wunden der Füße und der Seite sehe ich nicht, da sie unter dem Gewand verborgen sind. Aber durch den Stoff seines unirdischen Kleides schimmert Licht an den Stellen, wo es die göttlichen Wunden verbirgt. Zuerst scheint es, als sei Jesus ein Körper aus leuchtendem Mondlicht, dann, als er sich verdichtet und aus dem Schein heraustritt, nehmen Haar, Augen und Haut ihre natürliche Farbe an. Und er ist Jesus, der Gottmensch, aber um vieles feierlicher, nun, nach seiner Auferstehung.

Johannes bemerkt ihn, als er schon so aussieht. Kein anderer hat die Erscheinung wahrgenommen. Johannes springt auf, läßt den Teller mit dem runden Käse auf den Tisch fallen, stützt die Hände auf den Rand des Tisches, neigt sich leicht schräg, wie von einem Magnet angezogen, etwas über den Tisch und stößt ein leises, aber inbrünstiges „Oh!“ aus.

Die anderen, die beim Klirren des Käsetellers und Aufspringen des Johannes die Köpfe von ihren Tellern erhoben haben, sehen ihn überrascht an, als sie seine ekstatische Haltung bemerken und folgen seiner Blickrichtung. Sie drehen die Köpfe oder wenden sich ganz um, je nachdem, wo sie sitzen, und erblicken Jesus. Sie stehen gerührt und selig auf und eilen zu ihm, der noch mehr lächelt und auf sie zukommt. Dabei geht er nun wie ein gewöhnlicher Mensch auf dem Boden.

Jesus, der zuerst nur Johannes angesehen hat – und ich glaube, dass die Liebkosung dieses Blickes Johannes veranlaßt hat, sich umzudrehen – schaut nun alle an und sagt: „Der Friede sei mit euch.“

Nun umringen ihn alle, die einen auf den Knien zu seinen Füßen, und unter diesen sind Petrus und Johannes – Johannes küßt den Saum seines Gewandes und drückt ihn an seine Wange, wie um von ihm liebkost zu werden – die anderen stehen etwas weiter hinten, doch ehrfurchtsvoll und tief verneigt.

Petrus ist, um schneller beim Meister zu sein, mit einem Satz über den Tisch gesprungen, ohne abzuwarten, daß Matthäus ihn als erster verläßt und Platz macht. Ich muß zur Erklärung hinzufügen, daß es Sitze für zwei Personen sind.

Der einzige, der verlegen etwas abseits bleibt, ist Thomas. Er ist am Tisch niedergekniet, wagt nicht, näherzukommen, und es sieht vielmehr so aus, als wolle er sich hinter dem Tisch verbergen.

Da Caravaggio: Der ungläubige Thomas berührt die Wunden Jesu

Jesus, der den Aposteln seine Hände zum Kuß reicht – denn sie verlangen in heiligem, liebendem Eifer danach – läßt seinen Blick über die gebeugten Häupter schweifen, als suche er den elften. Aber er hat ihn vom ersten Augenblick gesehen und will Thomas nur ein wenig Zeit lassen, Mut zu fassen und heranzukommen. Da er sieht, daß der Ungläubige sich seines Zweifels schämt und nicht wagt, näherzutreten, ruft er ihn: „Thomas, komm her.“

Thomas hebt den Kopf, verwirrt und beinahe weinend, aber er hat nicht den Mut zu kommen. Er senkt den Kopf wieder. Jesus geht ein Stück auf ihn zu und sagt wiederum: „Komm her, Thomas.“

Die Stimme Jesu ist gebieterischer als beim ersten Mal. Thomas steht widerstrebend und verwirrt auf und nähert sich Jesus.

„Hier ist also der, der nicht glaubt, wenn er nicht sieht!“ ruft Jesus aus.

Doch in seiner Stimme liegt ein Lächeln der Vergebung. Thomas fühlt es, wagt es Jesus anzuschauen, und sieht, daß dieser wirklich lächelt. Da faßt er Mut und eilt zu ihm.

„Komm her, ganz nahe. Sieh! Lege einen Finger in die Wunden deines Meisters, wenn das Sehen dir nicht genügt.“ Jesus streckt ihm die Hände entgegen und öffnet das Gewand über der Brust, um die Seitenwunde zu entblößen.

Nun strahlen die Wunden kein Licht mehr aus. Sie strahlen nicht mehr, seit Jesus aus dem Halo aus Mondlicht herausgetreten ist und wie ein sterblicher Mensch zu gehen begonnen hat. Die Wunden erscheinen nun in ihrer grausamen Wirklichkeit: zwei unregelmäßige Löcher, von denen das linke bis zum Daumen reicht, das eine am Handgelenk und das andere auf der Handfläche, und ein langer, am oberen Ende nicht ganz gerader Schnitt in der Brust.

Thomas zittert, schaut und berührt die Wunden nicht. Er bewegt die Lippen, bringt jedoch kein Wort hervor.

„Gib mir deine Hand, Thomas“, sagt Jesus sehr sanft. Er ergreift die rechte Hand des Apostels mit seiner Rechten, nimmt den Zeigefinger und legt diesen tief in den Schnitt seiner linken Hand, um ihm zu zeigen, daß die Handfläche durchbohrt ist. Dann führt er die Hand zur Seitenwunde. Er nimmt nun die vier Finger an ihrem Anfang, an der Mittelhand, und legt diese vier großen Finger in die Seitenwunde, nicht nur an den Rand, sondern tief in die Wunde hinein. Dabei schaut er Thomas fest an.

Ein strenger und doch gütiger Blick, während er weiterspricht: „Lege deine Finger, die Finger und, wenn du willst, auch die Hand hier in meine Seitenwunde und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!“ So spricht Jesus, als er tut, was ich gerade beschrieben habe.

Carl Heinrich Bloch: Jesus erscheint dem zweifelnden Thomas

Thomas – es scheint, daß die Nähe des göttlichen Herzens, das er beinahe berührt, ihm Mut eingeflößt hat – gelingt es nun endlich zu reden und einige Worte hervorzubringen; er fällt mit erhobenen Armen auf die Knie und sagt mit von Reuetränen erstickter Stimme: „Mein Herr und mein Gott!“ Er weiß nichts anderes zu sagen.

Jesus verzeiht ihm. Er legt ihm die Rechte aufs Haupt und antwortet: „Thomas! Thomas! Nun glaubst du, da du gesehen hast… Selig, die an mich glauben und nicht sehen. Welcher Lohn wird diese erst erwarten, wenn ich euch belohnen muss, euch, deren Glaube das Sehen bestätigt?…“

Dann legt Jesus Johannes einen Arm um die Schultern und nimmt Petrus bei der Hand, um sich mit ihnen zum Tisch zu begeben. Er setzt sich an seinen Platz. Nun sitzen sie wie am Abend des Ostermahles. Aber Jesus will, daß Thomas sich neben Johannes setzt.

„Eßt, Freunde“, sagt Jesus.

Auszug aus “Der Gottmensch”, Bd. XII von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

Palmsonntag oder Karfreitag?

30/03/2010

Wir zitieren aus einem Artikel von Mag. Michael Gurtner, veröffentlicht auf kathnews zu Situation und Zukunft der katholischen Kirche, bzw. der Gläubigen:

„Bis in die 1950er Jahre hinein jubelten beinahe alle ihrem Erlöser zu. Viele taten dies aus Überzeugung, das steht außer Zweifel. Aber ebenso fehlte es nicht an denen, welche in den Chor der Vielen einstimmten, weil es erwartet wurde und weil man Teil der Mehrheit sein wollte, nicht Minderheit. Es war manchmal vielleicht auch eine Zeit des Palmsonntags. Mittlerweile jedoch scheinen wir jedoch am Mittwochabend der Karwoche angelangt zu sein: die jubelnde Mehrheit gibt es nicht mehr, wir stehen kurz davor, daß sich das jubelnde Hosanna der Mehrheit in ein anklagendes „Kreuziget ihn!“ verwandelt.

Der Glaube kann sich auf keinen allgemeinen Konsens mehr stützen: entweder ist er fähig auf eigenen Beinen zu stehen, oder aber er sackt in sich zusammen. Wir sind dabei, uns in eiligen Schritten auf den Karfreitag, auf die Kreuzigung des Glaubens zuzubewegen – diese geschieht durch das gesellschaftliche und mediale Kreuzigen der Gläubigen.

So werden sich schon bald viele der Frage stellen müssen: Gehörst etwa auch du zu ihm? Die Antwort kann uns dann gefährlich sein. Wir werden entscheiden müssen, ob wir vom Stadttor nach Kalvaria mitziehen, oder nicht. Doch dies bedeutet auch, daß wir uns von der gemeinschaftsstiftenden Masse, die uns das Gefühl von Schutz und Sicherheit gibt, lösen und uns in großer Einsamkeit unter das Kreuz stellen müssen.“

„Kommt doch, arme Kinder, kommt zu Mir“

13/03/2010
zum Sonntags-Evangelium vom 14. März 2010: Lukas 15,1-3.11-32

22. Juli 1943

Jesus sagt:

„Gott wird nicht geliebt. Weder von den bloßen Namenschristen, noch von denen, die eifrige Christen zu sein scheinen. Sie scheinen es zu sein, sind es aber nicht. Sie geben sich vielen religiösen Praktiken hin, sprechen viele Gebete, aber alles oberflächlich, mehr aus Aberglauben als aus eigentlicher Religion. Viele fürchten, Gott würde sie strafen, wenn sie nicht eine bestimmte Anzahl von Gebeten sprächen, nicht bestimmte Riten vollzögen, oder sogar – wobei sie Gott ganz beiseite lassen – dass ihre Geschäfte dann nicht erfolgreich gingen. Auch hier nur Egoismus.

Sie haben die Liebe des göttlichen Vaters zu seinen Kindern und der Kinder zu ihrem Vater nicht verstanden. Es gibt Gott, das glauben sie schon. Aber Er ist in so weiter Ferne, ganz abstrakt… so, als ob Er gar nicht da wäre. Sie glauben Gott nicht nur in weiter Ferne, sondern finster und geizig. Sie halten Ihn für einen, der Strafen austeilt.

Nein. Euer Gott ist euch immer nahe. Nicht Er entfernt sich, sondern ihr. Nicht er ist geizig und mürrisch, sondern ihr. Nicht Er verschließt die Pforten der Gnade, sondern ihr. Ihr verschließt sie dadurch, dass ihr keinen Glauben, keine Liebe und keine Hoffnung zu Ihm hegt.

Aber kommt doch, arme Kinder, kommt zu Mir, der Ich von dem Verlangen brenne, euch glücklich zu machen. Kommt zu Mir, der ich mich betrübe, euch nicht an Meine Brust ziehen zu können, um eure Tränen zu trocknen. Kommt zu dem Einzigen, der euch Gutes und Frieden und wahre, ewige Liebe schenkt.

In meiner Nähe leben, bedeutet Freude auch im Schmerz. Mit Mir an der Seite sterben, heißt in die Freude eintreten. Wer sich Mir anvertraut, braucht vor nichts auf der Erde und vor nichts in der Ewigkeit Angst zu haben, denn dem, der Mir ein wahrer Sohn ist, öffne ich das Herz eines wahren Vaters voll Verständnis und Verzeihung.“

Rembrandt: Die Rückkehr des verlorenen Sohnes

Auszug aus “Die Hefte 1943″ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

Ihr folgt den Stimmen der Unordnung

Bleibt in Mir

Und er konnte dort keine Wunder wirken

Haiti – warum?

18/01/2010

von Lomitas

Es ist wohl wirklich ALLES eine Frage der Deutung oder Betrachtungsweise. In kath.net konnte man heute lesen, dass in Haiti neben dem katholischen Glauben, dem ca. 75% der ca 8 Mio Einwohner angehören, gleich die 2. offizielle Staatsreligion der Voodooismus ist. Mit offiziellen Feiertagen. Es scheint so zu sein, dass die Einwohner gleichzeitig katholisch sind als auch Voodoopraktiken anhängen.

Bei kath.net konnte man auch lesen, dass 1791 das unter französischer Kolonialherrschaft stehende Haiti sich gegen die Fremdherrschaft zusammenschloss und untereinander beschwor, sofern Haiti je frei käme sich das Land dem Teufel zuwenden wolle. Bezeichnenderweise entließ Frankreich Haiti 1804 in die Unabhängigkeit. Jean-Bertrand Aristide hatte dann 2003 als 2. Staatsreligion den Voodoo-Kult zugelassen.

In Spiegel-online waren hingegen nur die üblichen Meldungen über Erfolg und Misserfolg der Rettungsaktionen bei solchen Naturkatastrophen zu lesen. Doch immerhin konnte man dort unter all der Dramatik einen kleinen Satz lesen: „Wie durch ein Wunder ist das bunte runde Glasfenster mit dem Jesusbild in der Mitte intakt geblieben.“ Dieser Satz ist finde ich entscheidend. Zeigt er doch den Haitianern die Kraft Christi. Auch auf der Site von „Kirche in Not“ ist unter dem Punkt Aktuelles ein Foto der zerstörten Kirche Sacre Coeur in Port-au-Prince zu sehen wo NUR noch das Kruzifix zu sehen ist. Es sind also eher die kleinen Zeichen die eine Botschaft inmitten der Katastrophe übermitteln können: Jesus Christus – Weg, Wahrheit, Leben.

Glasfenster/ Kathedrale v. Port-au-Prince (AFP Photo/ J. Barreto)

Um vielleicht eine Antwort auf das Warum zu geben: Massenhafte, offiziell praktizierte Voodoo-Magie wird ihre Wirkung nicht verfehlen. Darum ist sie ein Greuel und wird im AT mit der Todesstrafe bedroht. Sie ist gleichzeitig Verrat am 1. Gebot und eine bewusste Zuwendung zum Bösen/Teufel/Satan, wie auch immer man ihn nennen mag. Das kann keine gute Wirkung haben.

Zum Weiterlesen:

Kath.net

Kirche in Not

Die Bekehrung des Augustinus (5)

03/12/2009

Daher kehrte ich eiligst auf den Platz zurück, wo Alypius sass; denn dort hatte ich die Briefe des Apostels liegen lassen, als ich aufgestanden war. Ich griff nach ihnen, öffnete sie und las für mich das Kapitel auf das zuerst meine Augen fielen: „Nicht in Schmausereien und Trinkgelagen, nicht in Schlafkammern und Unzucht, nicht in Zank und Neid; sondern ziehet den Herrn Jesum Christum an und pfleget nicht des Fleisches in seinen Lüsten.“ Ich wollte nicht weiter lesen, es war auch nicht nötig; denn bei dem Schlusse dieses Satzes strömte das Licht der Sicherheit in mein Herz ein, und alle Zweifel der Finsternis verschwanden.

Dann legte ich den Finger oder ein anderes Zeichen auf die Stelle, schloss das Buch und machte mit bereits ruhiger Miene dem Alypius Mitteilung von dem Vorfalle. Er aber tat mir kund, was in ihm vorging und was ich natürlich nicht wusste, auf folgende Weise. Er bat, die Stelle einsehen zu dürfen; ich zeigte sie ihm, und er las noch über meine Stelle hinaus. Was folgte, wusste ich nicht. Es folgte aber: „Des Schwachen aber im Glauben nehmet euch an“. Dies bezog jener, wie er mir eröffnete, auf sich. Durch diese Ermahnung wurde er nur noch bestärkt; ohne Zaudern und Unruhe trat er meinem Entschlusse und meinen guten Vorsätzen bei; entsprachen sie doch so ganz seinen Sitten, in denen er sich schon längst zu seinem grössten Vorteile von mir unterschied.

Dann gingen wir zur Mutter und erzählten ihr; gross war ihre Freude. Wir erzählten ihr, wie es sich zugetragen: sie jubelte und triumphierte und pries dich, der du die Macht hast, mehr zu tun, als was wir bitten oder verstehen; sah sie doch, dass du mir weit mehr gegeben, als sie in ihrem Jammer und ihrem tränenreichen Seufzen für mich zu erbitten pflegte.

Denn du hast mich zu dir bekehrt, so dass ich nun auch kein Weib mehr begehrte noch sonst etwas, worauf die Hoffnung dieser Welt gerichtet ist. Ich stand nunmehr mit ihr auf dem Richtscheite des Glaubens, auf dem du mich ihr vor so vielen Jahren gezeigt hattest, „Und du hast ihre Trauer in Freude umgekehrt“ und zwar in weit reicherem Masse, als sie selbst es gewollt hatte, und ihre Freude war viel köstlicher und keuscher, als wenn sie sie in leiblichen Enkeln gesucht hätte.

Quelle: Hl. Augustinus (354-430 n. Chr.): „Bekenntnisse“, Buch 8

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Sandro Botticelli - Der Heilige Augustinus

Der Fernsehsender BR-alpha zeigt am 25. und 26. Dezember 2009 um 20.15 Uhr die auf Anregung des Papstes entstandene Verfilmung des Lebens des Hl. Augustinus,  näheres siehe HIER.

30. November: Beginn der Novene zum 8. Dezember

29/11/2009

Am Montag, dem 30. November, beginnt die Novene zum Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria, das am 8. Dezember gefeiert wird. Für die Leser, die sie gerne beten möchten, hier ein Link zu den Gebeten: NOVENE

Unsere Liebe Frau von Lourdes: "Ich bin die Unbefleckte Empfängnis"

Hungersnot und großes Sterben werden eines der Vorzeichen Meines zweiten Kommens sein

28/11/2009

Hungersnot und großes Sterben werden eines der Vorzeichen Meines zweiten Kommens sein. Strafen, die über euch hereinbrechen, um euch zu züchtigen und euch zu Gott zurückzurufen, werden unter den Söhnen Gottes und denen Satans mit schmerzlicher Gewalt eine Scheidung vornehmen.

Der Hunger wird dieses halsstarrige und gottesfeindliche Geschlecht grausam quälen, der Hunger, der von den Räubereien und unseligen Kriegen herrührt, die aus bloßer Machtgier und dem Übermut der Dämonen, ohne die Rechtfertigung der nationalen Unabhängigkeit geführt werden; der Hunger, der auch durch den von Gott zugelassenen Stillstand der kosmischen Gesetze hervorgerufen wird, wodurch der Frost heftig und langandauernd, die Hitze sengend und nicht durch Regenfälle gemildert sein werden; die Jahreszeiten werden sich verkehren; ihr werdet in den Regenperioden Dürre, aber zur Reifezeit der Ernten Regen haben; deshalb werden die Pflanzen, getäuscht vom plötzlich einsetzenden milden Klima oder ungewöhnlichem Frost, zur Unzeit blühen und die Bäume, nachdem sie schon Frucht getragen, sich erneut mit überflüssigen Blüten bedecken, die den Baum entkräften, ohne dass er Frucht bildet- denn jegliche Unordnung ist ja schädlich und führt zum Tode; denkt daran, o ihr Menschen!

William Turner - SchneesturmDie Tiere werden Hungers sterben, da ihnen das Heu und der Hafer, das Korn und der Samen fehlen, und die Menschen werden sie aus Hunger abschlachten, ohne ihnen Zeit zu lassen, sich fortzupflanzen. Die Vögel des Himmels und die Fische der Gewässer, die Herden werden von allen Seiten angefallen werden, um euren Bäuchen Nahrung zu geben, die die Erde nicht mehr oder nur noch spärlich für euch hervorbringt.

Das Sterben durch Kriege und Seuchen, durch Erdbeben und Wolkenbrüche wird Gute und Böse ins Jenseits befördern. Die Ersteren zu eurer Bestrafung, so dass ihr, der Besten beraubt, immer mehr verroht, die Letzteren zu ihrer eigenen Bestrafung, da sie noch vor der vorgesehenen Stunde die Hölle zu ihrem Aufenthaltsort erhalten.

Ihr Menschen, die ihr zu Tausenden und Zehntausenden unter der scharfen Sichel der göttlichen Blitze dahingerafft werdet, ihr seid das vom Herrn zubereitete Opfer, um den durch die Sünden des Götzendienstes, der Ausschweifung, des Hasses und des Hochmuts entweihten Altar der ganzen Erde zu reinigen. Wie auf einer Aprilwiese abgemähtes Gras werdet ihr übereinandersinken: die heiligen Blüten zwischen die giftigen, die weichen Stengel zwischen die stachligen Dornsträucher. Die Hand Meiner Engel wird die Gesegneten aus den Verfluchten auslesen und sie von diesen trennen und die ersteren in den Himmel tragen, die letzteren aber den Heugabeln der Dämonen als Höllenweide überlassen. Es wird kein Unterschied oder ein Bollwerk gegen den Tod darin bestehen, dass einer König oder Priester war. Das Strafgericht wird kommen, und es wird furchtbar sein.

Diktat Jesu an Maria Valtorta, Auszug aus dem Band “Die Hefte 1943″ mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören.

Die Zeit der Ernte


22. November – Christkönigsfest

21/11/2009

« Jesus, König der Liebe, erbarme Dich unser.

Weil wir Dich lieben wollen, hilf uns Dich zu lieben.

Weil wir Dich als den wahren König anerkennen, hilf uns,

Dich immer tiefer zu erkennen.

Weil wir glauben, dass Du alles vermagst,

stärke in Deiner Barmherzigkeit unseren Glauben.

Du König der Welt, erbarme Dich der armen Welt und unser,

die wir in dieser Welt leben.

Du König des Friedens, schenke der Welt und uns den Frieden.

Du König des Himmels, gewähre uns,

Deine Untertanen zu werden.

Du weisst, dass wir weinen: tröste uns.

Du weisst, dass wir leiden: richte uns auf.

Du weisst, dass es uns an allem gebricht: komm uns zu Hilfe.

Wir wissen, dass wir um unserer Sünden willen leiden,

aber wir hoffen auf dich.

Wir wissen, dass das, was wir erleiden,

noch wenig ist im Vergleich zu dem,

was wir an Leiden verdient hätten,

aber wir vertrauen auf Dich.

Wir wissen, was wir Dir angetan haben, aber wir wissen auch,

was Du für uns getan hast.

Wir wissen, dass Du der Heiland bist: rette uns, Jesus!

Dornengekrönter König, sei uns

 um Deines Liebesmartyriums willen

die helfende göttliche Liebe.

Öffne uns mit Deinen durchbohrten Händen die Schätze

der göttlichen Gnade und der Gnaden.

Komm zu uns mit Deinen verwundeten Füssen.

Heilige die Erde und uns

mit dem Kostbaren Blut, das aus Deinen heiligen Wunden,

den Edelsteinen Deines erlösenden Herrschertums, tropft.

Öffne mit den Flammen Deines für uns geöffneten Herzens

 unsere Herzen der Liebe.

Wenn wir Dich lieben, werden wir hier,

sowie in der Stunde unseres Todes

und beim Letzten Gericht gerettet werden.

Dein Reich komme, Herr, auf Erden, im Himmel

 und in unseren Herzen. »

 

Diktat Jesu an Maria Valtorta am 22. Oktober 1944 für die Oktav des Christkönigsfestes aus “Die Hefte 1944″ , mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören.

Das Heilige Messopfer (Eucharistie)

19/11/2009

Messopfer

Ein katholischer Priester und ehemaliger Liturgieprofessor aus Graz spricht sich für zeitweises „Eucharistiefasten“ aus: er meint damit, dass Priester auf die Zelebration und Kommunion, sowie Laien auf die Kommunion verzichten sollen, dies diene angeblich der Ökumene.

Auf die verschiedenen gefährlichen Irrtümer, denen er unterliegt, wird hervorragend in einem Artikel auf kathnews.de von Mag. Gurtner, auf den wir unten verlinken, eingegangen. Wir zitieren den Teil daraus, der gut erklärt, um was es sich bei der Eucharistie, dem Heiligen Messopfer, handelt, welche Auswirkungen sie hat und warum sie für uns Menschen existentiell ist:

„Die Heiligste Eucharistie ist der reale Leib und das wahre Blut des Gottessohnes Jesus Christus: Fleisch, Blut, Menschheit, Gottheit, Leib und Seele. Kurz: das Zentrum der Kirche, von dem und aus dem die Kirche lebt: Ecclesia de Eucharistia vivit. Dieser Herrenleib kommt in der Heiligen Messe durch die Wandlungskraft des Priesters auf Erden herab, indem der Priester gemäß göttlicher Verfügung das eine und selbe Erlösungsopfer des Kreuzestodes Gottes unblutig fortsetzt. Es ist ein einziges, fortdauerndes Opfer, welches allein fähig ist, den Menschen zum Heile zu erlösen. Indem die eine und einzige Kirche fortfährt die Heilige Messe zu lesen, setzt sie das erlösende Kreuzesopfer fort. Es handelt sich bei der Heiligen Messe, genauer bei der Heiligsten Eucharistie, nicht um ein ideelles Opfer, sondern um ein eigentliches und reales Opfer, weil es dasselbe Opfer ist wie das Kreuzesopfer des Herrn, mit denselben Wirkungen und Früchten.

Weil das Kreuzesopfer das Heiligste und größte ist, was je auf Erden geschehen ist, da es den Menschen Erlösung wirkt, ist auch die Heiligste Eucharistie, der sich hinopfernde Herrenleib, das Allerheiligste, das heiligste Opfer, ein Gottesopfer, dessen Wert in sich selbst gelegen ist.

In dem Moment, in dem wir freiwillig aufhören würden das Opfer darzubringen und zu vollziehen, würden wir auch auf die Opferwirkung verzichten. Das eucharistische Opfer des Priesters ist zwar immer dasselbe Opfer wie das im Abendmahlssaal und am Kreuzesstamm vollzogene Opfer des Gottessohnes, und insofern ist das einmal vollzogene Kreuzesopfer hinreichend und wird weder vermehrt noch wiederholt, woraus sich ergibt, daß die gewirkte Erlösung nicht mehr zurückgenommen und die Opferwirkung nicht unterbrochen würde. Aber dennoch ist es kein Luxus und keine Fleißaufgabe, wenn die Kirche das Opfer darbringt.

Indem die Kirche nämlich opfert, opfert sie auch immer für etwas oder jemanden, ein Anliegen oder eine Seele. Denn das Opfer, das muß man unbedingt bedenken, geht in zwei Richtungen. Es ist sowohl katabatisch, als auch anabatisch. Es geht einerseits von Gott in Richtung Mensch indem der Vater seinen Sohn für die Menschen opfert, aber zugleich opfert auch die Kirche dem Vater den Sohn, und nicht nur den Sohn, sondern auch sich selbst.

Deshalb bedeutet ein zeitliches Einstellen des Opferns doppeltes: durch schuldhafte Unterlassung würde das Opfer, das Gott ohne Unterlaß durch die Kirche für die Menschen und deren Heil darbringen möchte unterbrochen, andererseits würde aber zugleich auch das Opfer der Kirche an Gott unterbrochen, welches nicht nur ein Lob- und Dankopfer ist, sondern zudem auch ein überaus wirksames Bittopfer.“

Wir danken kathnews.de einmal mehr für die Genehmigung der Veröffentlichung auf unserem Blog, der vollständige Artikel ist HIER nachzulesen.