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„Ich sende euch wie Lämmer unter die Wölfe“

03/07/2010

(zum Sonntags-Evangelium vom 04. Juli 2010: Lk 10,1-12.17-20)

„(…) Seht, ich sende euch wie Lämmer unter die Wölfe. Seid daher klug wie die Schlangen und einfältig wie die Tauben. Denn ihr wisst, wie die Welt, in der es wahrlich mehr Wölfe als Schafe gibt, mich behandelt, der ich Christus bin. Ich kann mich mit meiner Macht verteidigen, und ich werde es auch tun, bis die Stunde des vorübergehenden Triumphes der Welt gekommen ist. Ihr aber habt diese Macht nicht und bedürft daher grösserer Klugheit und Einfalt; und grösserer Vorsicht, um vorerst dem Kerker und der Geisselung zu entgehen. Denn ihr vertragt jetzt noch nicht einmal einen spöttischen oder gehässigen Blick, obgleich ihr behauptet, euer Leben für mich hingeben zu wollen.


Später wird eine Zeit kommen, in der ihr stark sein werdet wie Helden gegen alle Verfolgungen, ja stärker noch als Helden, mit einem für die Welt so unbegreiflichen Heldenmut, dass sie ihn Torheit nennen wird. Nein, es wird nicht Torheit sein: Ihr werdet durch die Liebe in vollkommener Weise an die Stelle des Gottmenschen treten und vollbringen, was ich schon getan habe. Um diesen Heldenmut verstehen zu können, muss man ihn sehen, studieren und vom überirdischen Standpunkt aus beurteilen. Denn er ist etwas Übernatürliches, das alle Grenzen der menschlichen Natur übersteigt. Könige, Könige des Geistes werden meine Helden sein, in Ewigkeit Könige und Helden… (…).“

Auszug aus “Der Gottmensch”, Bd. V von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

Das Grabtuch wird Maria überbracht

13/04/2010

Das Turiner Grabtuch ist vom 10. April – 23. Mai 2010 im Turiner Dom öffentlich ausgestellt. Informationen und Anmeldung unter www.sindone.org

In einer Nacht nach Pfingsten erhält Maria Besuch von Joseph von Arimathäa, Nikodemus und Lazarus.

Nikodemus sagt: „… Das andere, das zweite Grabtuch, das ihn vom Abend des Rüsttags bis zur Auferstehung eingehüllt hat, mußt du erhalten. Und – ich sage es dir, damit du bei seinem Anblick nicht allzusehr erschüttert bist – du mußt wissen, daß im Verlauf der Tage seine Gestalt immer klarer auf dem Leinen in Erscheinung getreten ist, so wie sie nach der Waschung war.

Als wir es aus dem Grab nahmen, schien es nur der Abdruck seiner von Salben und dem Blut und Sekret der vielen Wunden bedeckten Glieder zu sein. Aber durch irgendeinen übernatürlichen Eingriff, durch eines seiner Wunder, mit der er dir Freude bereiten will, erscheint der Abdruck immer klarer und deutlicher. Er ist hier auf dieser Leinwand, schön und mächtig, obgleich verwundet, ruhig und friedvoll, auch nach so viel Marter. Fühlst du dich stark genug, es anzusehen?“

„Oh, Nikodemus! Aber dies war doch mein größter Wunsch! Du sagst, daß sein Antlitz voll Frieden ist… Oh, ihn so sehen zu können,  und nicht mit dem gequälten Ausdruck, den er auf dem Schleier der Nike hat!“ antwortet Maria mit vor der Brust gefalteten Händen.

Die Vier rücken nun um den Tisch in die Mitte, um mehr Platz zu haben, und, Johannes und Lazarus auf der einen und Nikodemus und Joseph auf der anderen Seite, entfalten langsam die lange Leinwand. Zuerst erscheint die Rückseite, bei den Füßen beginnend, dann wo die Abdrücke des Kopfes fast aufeinander treffen, die Vorderseite.

Die Linien sind deutlich, und deutlich sind auch die Male – alle Male, die der Geißelung, der Dornenkrönung – die Schürfwunden vom Kreuz, die Quetschungen der Schläge und Stürze, und die Wunden der Nägel und der Lanze.

Maria fällt auf die Knie, küßt das Tuch, streichelt die Abdrücke, küßt die Wundmale. Sie ist bekümmert, aber ebenso ersichtlich zufrieden, dieses übernatürliche, wunderbare Bild von ihm zu haben.

Auszug aus “Der Gottmensch”, Bd. XII von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch