Posts Tagged ‘Heiligkeit’

Maria ist das Paradies Gottes

18/05/2014

Es gibt kein Geschöpf und wird nie ein solches geben, in welchem Gott mehr verherrlicht wird als in der heiligsten Jungfrau Maria; selbst die Cherubim und die Seraphim im Himmel nehme ich nicht davon aus. Maria ist das Paradies Gottes, seine geheimnisvolle Welt, in die der Sohn Gottes eintrat, um in ihr Wunder seiner Allmacht und Weisheit zu wirken, um sie unversehrt zu erhalten und sich ewig in ihr zu gefallen.

Gott schuf eine Welt für den pilgernden Menschen, nämlich die Erde, die wir bewohnen, und eine Welt für den seligen Menschen, das himmlische Paradies. Für sich selbst schuf er eine andere Welt, der er den Namen Maria gab, unbekannt fast allen Sterblichen hienieden, unbegreiflich selbst den Engeln und Heiligen des Himmels. Überwältigt von Staunen, Gottes Herrlichkeit und Majestät in Maria verborgen zu sehen, rufen sie unaufhörlich bewundernd und jauchzend vor Freude: Heilig, Heilig, Heilig.

aus „Das Goldene Buch“ vom hl. Ludwig Maria Grignion v. Montfort

 

Muttergottes

 

Herrscherin der freudenvollen Stadt

Die Heilige Jungfrau Maria ist das vollkommene Werk des Schöpfers

24. Juni: Hochfest der Geburt des Hl. Johannes des Täufers

23/06/2012

zum Sonntagsevangelium vom 24. Juni 2012: Lukas 1,57-66.80. 

Johannes der Täufer, “ein Großer des Reiches Gottes” (1)

„Ich bin die Erlösung“

15/03/2012

zum Evangelium des 4. Fastensonntags 2012: Joh 3,14-21

„… Ich komme, um euch mit mir zu nehmen. Kommt! Wer an den Eingeborenen Sohn glaubt, wird nicht gerichtet. Er ist schon gerettet, denn der Sohn bittet den Vater und sagt: „Dieser liebt mich.“ Doch wer nicht glaubt, dem nützen heilige Werke nicht. Er ist schon gerichtet, denn er hat nicht an den Namen des Einen Sohnes Gottes geglaubt. Kennst du meinen Namen, Nikodemus?“

„Jesus.“

„Nein, Erlöser. Ich bin die Erlösung. Wer nicht an mich glaubt, lehnt sein Heil ab und ist von der Ewigen Gerechtigkeit gerichtet. Und das Urteil wird lauten: „Das Licht war dir gesandt worden, dir und der Welt, um für euch Rettung zu sein. Du und die anderen Menschen, ihr habt dem Licht die Finsternis vorgezogen, denn ihr habt die schlechten Werke, die euch zur Gewohnheit geworden sind, den guten vorgezogen. Er hat euch diese gezeigt, damit ihr heilig werdet. Ihr habt das Licht gehasst, denn die Übeltäter lieben die Finsternis für ihre Verbrechen, und ihr seid dem Lichte entflohen, damit es eure verborgenen Wunden nicht beleuchte.“ Das gilt nicht für dich, Nikodemus. Das ist die Wahrheit. Und die Strafe wird dem Urteil entsprechen, für den Einzelnen wie für die Gemeinschaft.

Was nun sie betrifft, die mich lieben und die die Wahrheiten, die ich lehre, in die Tat umsetzen und so zum zweiten Mal im Geist geboren werden – das ist die echtere Geburt -, sage ich dir, dass sie das Licht nicht scheuen, sondern sich ihm nähern, damit ihr Licht das Licht vermehre, von dem sie erleuchtet worden sind, in einer gegenseitigen Verherrlichung, die Gott in seinen Kindern und die Kinder im Vater beglückt.

Nein, die Kinder des Lichtes fürchten nicht, erleuchtet zu werden. Sie sagen vielmehr in ihrem Herzen und durch ihre Werke: „Nicht ich, sondern Er, der Vater, Er, der Sohn, und Er, der Heilige Geist, haben in mir das Gute vollbracht! Ihnen sei Ehre in Ewigkeit.“

Und vom Himmel antwortet der ewige Hymnus der Drei Personen, die sich in vollkommener Einheit lieben: „Du seist gesegnet in Ewigkeit, wahrer Sohn unseres Willens.“ Johannes, denke an diese Worte, wenn es an der Zeit sein wird, sie niederzuschreiben…

Nikodemus, bist du nun überzeugt?“

„Ja, Meister. Wann kann ich dich wieder sprechen?“

„Lazarus wird wissen, wohin er dich führen kann. Ich werde zu ihm gehen, bevor ich mich von hier entferne.“

„Ich gehe, Meister. Segne deinen Diener!“

„Mein Friede sei mit dir!“

Nikodemus geht mit Johannes hinaus.

Auszug aus “Der Gottmensch“, Bd. II von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

„Seid vollkommen wie Mein himmlischer Vater“

20/02/2011
(zum Sonntags-Evangelium vom 20. Februar 2011: Matthäus 5,38-48)

„(…) Die weit verbreitete Unkenntnis unter den Gläubigen ruft falsche Vorstellungen über das Abbild Gottes hervor. Es ist kein physisches Abbild. Gott, der Geist, hat weder ein Gesicht, noch eine Gestalt oder Körperbildung. Vielmehr trägt der Mensch das Abbild dessen an sich, was der Schöpfergott sich von ihm vorgestellt hat.

Der Allmächtige und Unendliche hatte gewiss nicht nötig, den Menschen in einer Jahrhunderte langen Evolution aus den Vierhändern (Affen) zu gewinnen. Der Vierhänder war von dem Augenblick seiner Erschaffung an Vierhänder und machte seine ersten Sprünge auf den Bäumen des irdischen Paradieses. Der Mensch war hingegen Mensch von dem Augenblick an, da Gott ihn aus dem Schlamm erschaffen (1) und ihm – was Er bei keinem anderen Geschaffenen tat – den Geist in sein Angesicht gehaucht hatte.

Chagall: Erschaffung des Menschen

Die Gottähnlichkeit besteht also in diesem übernatürlichen, unkörperlichen, ewigen Geist, den ihr in euch habt. In diesen engen, vorläufigen Kerker eingeschlossen, wie es der Geist als ein Atom des unendlichen Gottesgeistes ist, erwartet und ersehnt er die Wiedervereinigung mit seiner göttlichen Quelle, mit der er Freiheit, Freude, Frieden, Licht, Liebe und Ewigkeit teilen möchte.

Das Bild besteht hingegen auch dort fort, wo es keine (Gott)ähnlichkeit mehr gibt. Denn in seinem körperlichen Aussehen bleibt der Mensch in den Augen der Menschen das, was er ist, wenn er auch in den Augen Gottes und der übernatürlichen Himmelsbewohner und einiger weniger irdischer Auserwählter sein neues Dämonenaussehen annimmt. Sein wahres Aussehen, seitdem die Todsünde ihn der Gottähnlichkeit beraubt, weil sein Geist in ihm das Leben verloren hat.

Der Mensch, der durch Schuld die Gnade verloren hat, ist nur noch ein Grab, in dem der tote Geist verwest. Wenn deshalb bei der Auferstehung des Fleisches auch alle Menschen ein gleiches körperliches Aussehen haben werden, so werden sie unter einander doch gänzlich verschieden sein. Halbgöttlich werden die Seligen aussehen, dämonisch die Verdammten. Das, was insgeheim in ihrem Gewissen war, wird dann nach außen dringen. Ein furchtbares Wiedererkennen!

Der Mensch wird Gott umso ähnlicher, je mehr er in der Gnade lebt und diese, die für sich genommen schon unendlich ist, durch die Verdienste seines heiligmäßigen Lebens vermehrt. Es gilt, sich anzustrengen, um die Vollkommenheit der Gottähnlichkeit zu erreichen. Ihr werdet sie niemals ganz erreichen, denn das Geschöpf kann dem Schöpfer nicht gleichen; ihr dürft euch aber, soweit es euch gewährt wird, dieser übernatürlichen Schönheit annähern.

Ich habe gesagt: „Seid vollkommen wie Mein himmlischer Vater“. (2) Ich habe euch keine Grenze der Vervollkommnung gesetzt. Je mehr ihr euch anstrengt, diese Vollkommenheit zu erlangen, desto mehr fallen die Scheidewände des Menschlichen wie eine von siegreichen Kräften erstürmte Mauer, vermindert sich die Distanz, nimmt der Ausblick zu und mit ihm die Fähigkeit, Gott zu verstehen und Ihn zu erkennen.

Aber es gilt, mit allen euren Kräften nach dieser Vollkommenheit zu streben, mit all eurer Hochherzigkeit. Ohne nach dem, was man erlässt, „zurückzuschauen“. (3) Ohne jemals anzuhalten. Ohne zu ermüden. Der Lohn rechtfertigt das Heldentum, denn der Lohn ist das Eintauchen in den Genuss der göttlichen Liebe, und Gott damit so zu besitzen, wir ihr Ihn im Himmel besitzen werdet.

O selige Vereinigung und wunderbarer Besitz! Sie gehören euch, ihr getreuen Kinder! Kommt doch, und sättigt euch daran!“

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(1) Vgl. Gen 2,7

(2) Vgl. Mt 5,48

(3) Vgl. Lk 9,62

Auszug aus “Die Hefte 1944″ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

„Eure Wissenschaft ist Mir ein Abscheu“

Hl. Rafael Arnaiz Baron (13)

18/02/2011

Am 11. Oktober 2009 wurde der spanische Trappist Rafael Arnaiz Baron (1911-1938) heilig gesprochen. Dieser mit 27 Jahren in der Abtei San Isidro de Duenas verstorbene Mystiker beeindruckt durch seine tiefe Spiritualität und sein einfaches und frohgemutes Wesen, mit dem er vertrauensvoll sein Kreuz auf sich nahm. Dank der freundlichen Genehmigung  der Herausgeberin und des Bernardus-Verlags, bei dem die Gesamtausgabe der Schriften des Heiligen bestellt werden können („Nur Gast auf Erden?“),  veröffentlichen wir hier Auszüge aus denselben.

An seine Tante Maria, Herzogin von Maqueda, von Oviedo aus

11. November 1935 – Montag – im Alter von 24 Jahren

(TEIL 2)

(zurück zu TEIL 1 dieses Briefes)

Wie einfältig bin ich, mein Gott! Wie wirst du über mich lachen, liebste Schwester! Aber das macht mir nichts aus. Ich habe mir vorgenommen, Dich dahin zu bringen, die Gottesmutter sehr zu lieben, weil ich erkenne, dass es das erste ist, was du tun musst, um heilig zu werden. Und da dir noch viel fehlt, sage ich Dir: der schnellste Weg, um anzufangen Gott zu lieben, ist der, Seine Mutter innig zu lieben. Siehst du einen anderen? Sag es mir mit aller Klarheit, so wie ich es auch Dir deutlich sage! Zeig mir meine Fehler oder wenigstens diejenigen, die Du beobachtet hast! Ich tue es auch bei Dir.

Beim Aufstieg müssen wir viele Dinge nach und nach abschleifen und andere aufgreifen, die uns zur Erklimmung des Berges der Vollkommenheit erforderlich sind. Manchmal genügen wir uns nicht selbst, um uns wirklich zu kennen, und wenn wir in den anderen nur Vollkommenheiten und Tugenden sehen und es ihnen auch noch sagen, haben wir eine falsche Liebe zu ihnen – jedenfalls kommt es mir so vor. Und was Dich und mich betrifft, sind wir so gering und so armselig und elend, dass es wirklich eine Schande ist, dass wir – mit allem, was uns Gott gegeben hat – noch nicht heilig sind.

Wie ist es nur möglich, mein Gott, so zu leben? Wie ist es möglich, so vielen Gnaden, so vielem Trost, so vielem Licht und so grosser Klarheit, wie Du uns schenkst, zu widerstehen? Sehr elende Wesen müssen wir sein, wenn Du uns, damit wir Dich ein wenig lieben, so unendlich viel geben musst. Wieviel Geduld bringst Du auf, Herr! Anderen hätte der hundertste Teil genügt von dem, was Du uns gibst, um sich Dir ganz zu schenken… Und doch: trotz unseres Widerstandes Deiner Gnade gegenüber gibst Du nicht nach und bestehst hartnäckig darauf, Dein Werk fortzusetzen und ein wenig Liebe von uns zu bekommen. Wie blind sind wir, wie schwerfällig! Wieviel Lehm und Schmutz haften an uns, die uns daran hindern, Dir entgegenzufliegen!

Aber es ist nie zu spät, mein Gott. Jetzt geben wir Dir voll und ganz das, wozu wir vorher so lange gebraucht haben, es Dir zu überlassen. Einverstanden, Tante Maria? Wie armselig sind wir, und wie sehr liebt uns Gott! Nie werden wir es ganz verstehen. Lass uns jetzt tun, was wir können, denn der Herr ist schon mit wenig zufrieden!

Bruder Rafael mit seiner Tante Maria

Heute habe ich den Herrn gefragt, ob ich Dir das alles schreiben soll. Es sieht aus, als habe Er mir zu verstehen gegeben, dass wir – wenn Er durch uns etwas in einer Seele wirken kann – grossmütig sein sollen und uns anbieten müssen und nicht das „Licht unter den Scheffel stellen“ dürfen. Ich versichere Dir, liebe Schwester, der Herr hat mir so viel Licht gegeben, dass ich nicht weiss, was ich anfangen soll. Wenn ich es nur irgendwie mitteilen könnte! Trotz allem bin ich so glücklich! Der Herr ist so gut zu mir! Tante Maria, ich habe Angst! Ich weiss nicht, was mit mir los ist!

Gut, ich will Dir nicht von mir reden. Wozu? Ich sage Dir aber, dass es mir gesundheitlich weiterhin gut geht. Jetzt passe ich besser auf mich auf. Mein Leib gehört nicht mir, sondern Gott, und wenn ich ihn in Seinen Dienst stellen will, muss er so gesund wie möglich sein, obwohl das nicht so wichtig ist. Ich zähle schon die Tage… Hier läuft alles ganz normal.

Ist Onkel Polin aus Toro zurück? Auch wenn es Dir schwerfällt, erzähl mir alles, was Euch betrifft, weil es auch mich angeht! Wie geht’s Pili? Oft denke ich an Euch alle und besonders an Dich. Nun gut, wie gross ist Gott, und was lässt Er nicht alles zu! Er wird wissen, warum.

Die Aufmerksamkeit mit dem Bildchen, das Du mir schicktest, ist eine Aufmerksamkeit Gottes. Wie gut bist Du! Ich habe nichts, was ich Dir senden könnte, es sei denn das Salve, das ich Dir versprach. Ich weiss nicht, ob Du es lesen kannst; das Bildchen ist nichts wert. P. Vicente, ein Trappist, gab es mir, als ich die Abtei verliess, damit ich die Gottesmutter nicht vergessen sollte. Jetzt, wo ich dorthin zurückkehre, ist es vielleicht Dir von Nutzen. Als ich so krank war, habe ich oft vor diesem Bild geweint und an die ‚Trapa‘ gedacht… Was will man machen? Das sind Schwächen… Gott lässt sie zu, und wer hat sie nicht?

In diesen Tagen schreibe ich Dir häufiger, und das tröstet mich sehr: auch eine Schwäche!

Gut, ich höre auf. Heute habe ich überhaupt keine Zeit. In einem der nächsten Briefe erzähle ich Dir von meinem Leben zu Hause und von dem, was ich tue, damit wir dann unsere Gebetszeiten aufeinander abstimmen können. Für heute verabschiede ich mich. Antworte mir, auch wenn es nur mit zwei Zeilen ist. Tust Du es?

Nimm an die riesengroße Liebe zu Dir von Deinem

Bruder Maria Rafael

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Hl. Rafael Arnaiz Baron (12)

15/02/2011

Am 11. Oktober 2009 wurde der spanische Trappist Rafael Arnaiz Baron (1911-1938) heilig gesprochen. Dieser mit 27 Jahren in der Abtei San Isidro de Duenas verstorbene Mystiker beeindruckt durch seine tiefe Spiritualität und sein einfaches und frohgemutes Wesen, mit dem er vertrauensvoll sein Kreuz auf sich nahm. Dank der freundlichen Genehmigung  der Herausgeberin und des Bernardus-Verlags, bei dem die Gesamtausgabe der Schriften des Heiligen bestellt werden können („Nur Gast auf Erden?“),  veröffentlichen wir hier Auszüge aus denselben.


Im November 1935, zwei Monate vor seiner Rückkehr in die Trapa, beginnt eine regelmässige Korrespondenz zwischen Rafael, der sich seit eineinhalb Jahren zur Heilung der Diabetes in Oviedo im Haus seiner Eltern aufhält und seiner Tante Maria in Avila, mit der er ausgemacht hat, sich ‚Bruder‘ bzw. ‚Schwester‘ zu nennen.

An seine Tante Maria, Herzogin von Maqueda, von Oviedo aus

11. November 1935 – Montag – im Alter von 24 Jahren

Meine liebste Schwester! Wie viele Dinge vergaß ich vor ein paar Tagen trotz des langen Briefes! In Wirklichkeit sagte ich Dir gar nichts. Es stimmt, dass unsere Worte zu armselig sind, um manches auszudrücken, und dass wir unfähig zu allem sind. Nun ist es aber ebenso eine Tatsache, dass es unter uns auch nicht nötig ist, meinst Du nicht?

Heute oder morgen erwarte ich Deinen Brief, in dem Du mir viel „dummes Zeug und Einfältigkeiten“ schreibst … Wenn Du wüßtest, wie oft ich Deinen Brief gelesen habe! Du machst mir so viel Mut zum Fortsetzen meines Weges! Wie gut ist der Herr! Wie einfach sind Seine Wege! Es sieht aus, als warte Er darauf, daß wir in Schwierigkeiten geraten, um uns eine Hand hinzuhalten und uns Seine Hilfe anzubieten. Siehst Du das auch so?

Weißt Du was? Es scheint mir, daß Dich der Herr erhört hat; Deine Liebe ist nicht umsonst. Ich habe großen inneren Frieden, und mein Ungestüm hat sich etwas gelegt; zumindest habe ich es in eine Bahn gelenkt. Und Dir, wie geht’s Dir? Bestimmt liebst Du Maria jetzt mehr; ist es nicht so? Hat sie Dir nicht geholfen? Teil mir alles mit! Das hilft mir sehr.

Du sagst an einer Stelle Deines Briefes, wo Du von Maria sprichst, daß Du zu ihren Füßen gekniet hast und daß Du das Salve nicht vergißt. Beides ist sehr gut, aber es ist wenig. Ich muß mit Dir schimpfen. Verzeih mir, aber wir sind so verblieben, daß ich nicht Dein Neffe, sondern Dein Bruder bin! Und wenn ich mich darauf berufe, dann sage ich Dir, daß Dir die Briefe besser gelängen, wenn Du in ihnen mehr von der Jungfrau Maria redetest… Sieh, Schwesterchen, nimm dies nicht als Belehrung;  aber als ich anfing, Maria zu lieben, nahm ich mir vor, nichts und niemandem zu schreiben, ohne Maria wenigstens einmal zu erwähnen… Und ich habe mir angewöhnt, mich ihr immer anzuempfehlen, bevor ich zu schreiben beginne. Dann suche ich in meinen Gedanken auch stets nach einer günstigen Gelegenheit, um aus irgendeinem Grund von ihr zu sprechen, und schließlich – wenn ich fertig bin – danke ich ihr für alles, besonders dafür, mir erlaubt zu haben, so kühn zu sein, um… Gut, Du verstehst mich schon!

Die Gottesmutter liebt Dich sehr? Darüber mußt Du vor Jesus, ihrem göttlichen Sohn, Rede und Antwort stehen. Alles, was wir für sie und durch sie tun, ist wenig.

Ich erlaube mir, Dir diese Dinge zu sagen, weil ich versprach, Dir zu helfen. Sieh darin keine Überheblichkeit, sondern meine Liebe zu Dir und meinen Wunsch, daß Du sie sehr liebst, weil Dich dann Gott mehr liebt und Du Ihn! Der hl. Bernhard sagt, daß wir alles durch die Vermittlung Mariens erhalten, und das stimmt.

Wie sollten wir nicht heilig werden, mein Gott, wenn Du uns auf Erden durch so viele gottverbundene Seelen hilfst und vom Himmel aus mit Maria! Entsprechen wir hin und wieder dieser Tatsache? Ich glaube, ja. Jetzt versuchen wir es jedenfalls, meinst Du nicht? Du wirst schon sehen, wie gut das geht. Mit der heiligsten Jungfrau gehen wir, egal wohin. Vergiß das nicht, und bitte sie darum! Ich flehe sie auch für Dich an, und Du wirst sehen, wie sie mich erhört. Sie liebt mich sehr: meine Berufung gehört ihr, und ihr habe ich sie zu verdanken.

(weiter zu TEIL 2)

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„Ihr seid das Licht der Welt“

05/02/2011
(zum Sonntags-Evangelium vom 6. Februar 2011: Matthäus 5,13-16)

„(…) Ebenso habe ich euch gesagt, dass ihr ein Licht seid. Wenn jemand am Abend in einem Haus eine Lampe anzündet, wohin stellt er sie? In das Loch unter dem Herd? In die Höhle, die ihm als Keller dient? In eine geschlossene Truhe? Oder verbirgt man ihr Leuchten, indem man sie unter den Scheffel stellt? Nein, denn dann wäre es sinnlos, das Licht anzuzünden. Vielmehr stellt man das Licht auf eine Konsole oder auf einen Leuchter, so dass es von der Höhe herab den ganzen Raum erhellt und alle Bewohner in sein Licht taucht. Doch gerade weil das, was hoch steht, die Aufgabe hat, zu leuchten und an Gott zu erinnern, muss es seiner Aufgabe gewachsen sein.

Ihr habt die Aufgabe, an den wahren Gott zu erinnern. Handelt also so, dass in euch nicht das siebenfache Heidentum sei, sonst würdet ihr sein wie die Stätten der Götzendiener mit ihren Hainen, die diesem oder jenem Gott geweiht sind, und mit eurem Heidentum würdet ihr jene verführen, die in euch Tempel Gottes sehen. Ihr müsst das Licht Gottes in euch tragen. Ein schmutziger Docht, oder ein Docht ohne Öl, qualmt und gibt kein Licht, er stinkt und leuchtet nicht. Eine Flamme hinter einem schmutzigen Kristall verbreitet nicht die frohe Helligkeit, nicht das leuchtende Spiel des Lichtes, das aus einem klaren Glas erstrahlen kann. Sie flimmert nur schwach durch den schwarzen Rauchschleier, der den funkelnden Schutz trübt.

Das Licht Gottes erstrahlt dort, wo man willig und eifrig darum bemüht ist, es von den Schlacken zu reinigen, die sich aus dem Wirken des Menschen ergeben: aus seinen Kontakten, Reaktionen und Enttäuschungen. Das Licht Gottes erstrahlt dort, wo der Docht in reichlich Öl des Gebetslebens und der Nächstenliebe getaucht ist. Das Licht Gottes leuchtet mit so unendlich vielen Strahlen, wie es Vollkommenheiten Gottes gibt, von denen jede einzelne im heiligmässigen Menschen eine heldenhaft ausgeübte Tugend erweckt, wenn der Diener Gottes den Kristall seiner Seele rein bewahrt und dem qualmenden Rauch der bösen Leidenschaften zu widerstehen vermag.

Unanfechtbar soll der Kristall eurer Seele sein! Unanfechtbar! (Die donnernde Stimme Jesu wiederhallt dröhnend in diesem natürlichen Amphitheater.) Nur Gott allein hat das Recht und die Macht, diesen Kristall zu ritzen und mit dem Diamanten seines Willens seinen heiligsten Namen darin einzugraben. Dann wird dieser Name zur Zierde und lässt ein Feuer übernatürlicher Schönheiten von unendlicher Vielfalt auf diesem reinsten Quarz erstrahlen. (…)“

Auszug aus “Der Gottmensch″ Band III von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

„Ich kam als Licht der Welt“

„Wehe den Hirten, die sich selbst weiden“

„Die Zeit“ erstellt statistischen Sündenatlas für Deutschland

26/07/2010

„Die Zeit“ hat unter der irreführenden Überschrift „Die sieben Todsünden“ eine Infografik zur regionalen Verteilung derselben in Deutschland erstellt, indem sie Statistiken konsultiert und daraus einen Index für die knapp 100 Regionen Deutschlands berechnet.

Sie schreibt: „Was wir als die sieben Todsünden bezeichnen, das sind zunächst einmal überhaupt keine Sünden, sondern Laster“. Das ist nicht falsch, was wirklich mit Todsünde gemeint ist, interessiert aber anscheinend nicht weiter. Es wird nur herablassend gefragt, warum die sieben Todsünden nicht mit den Zehn Geboten, „dem kompletten Verbotskatalog für Christenmenschen“, übereinstimmen. Die auf der Hand liegende Frage, warum die Bezeichnung TODsünde lautet, wird sich allerdings nicht gestellt, lapidar heißt es „Aber selbst die können nach christlicher Lehre vergeben werden“. Ach so, na dann ist ja gut. Jetzt aber erstmal die Ergebnisse laut „Zeit“:

Hochmut: München (29 Schönheitschirurgen pro einer Million Einwohner)
Geiz: Hamburg (mittleres verfügbares Einkommen von 1.496 € pro Person, jedoch Armutsanteil von 14,1 Prozent)
Neid: Bremen (5.313 Einbrüche pro einer Million Einwohner)
Zorn: Berlin (12.958 Körperverletzungen pro einer Million Einwohner)
Wollust: Düsseldorf (21 Beate-Uhse-Läden und ähnliches auf eine Million Einwohner)
Völlerei: Oberbayern (14 Restaurants mit Michelin-Sternen auf eine Million Einwohner)
Trägheit: Uckermark (weniger als 14 Einwohner von einer Million sozial engagiert)

Wir wollen hier nicht darauf eingehen, ob das ganze hieb- und stichfest ist, sondern die Gelegenheit beim Schopf ergreifen und den wahren Standpunkt der katholischen Kirche in Erinnerung rufen: Die richtigen Namen der sieben HAUPTsünden (so lautet nämlich die richtige Bezeichnung) sind: Stolz, Habsucht, Neid, Zorn, Unkeuschheit, Unmäßigkeit, Trägheit/ Überdruß.

Hieronymus Bosch - Sieben Hauptsünden

Hauptsünden (oder Wurzelsünden/ Hauptlaster) heißen sie deshalb, weil sie weitere Sünden und weitere Laster erzeugen, die dann entweder läßlich oder schwer sind. Die letzteren, die schweren Sünden, sind dann die sogenannten Todsünden.

Todsünden heißen diese, weil sie den Verlust der Liebe und der Gnade nach sich ziehen, die den Ausschluß aus dem Reich Christi und den ewigen Tod in der Hölle verursachen, sofern sie nicht durch Reue und göttliche Vergebung (Beichte für die Katholiken) wieder gutgemacht werden. Diese verheerenden Konsequenzen sind es der „Zeit“ nicht wert, auch nur erwähnt zu werden, die Oberflächlichkeit des Artikels ist eine wahre Schande!

Hierzu die Auszüge aus dem Katechismus der Katholischen Kirche:

Die Todsünde zerstört die Liebe im Herzen des Menschen durch einen schweren Verstoß gegen das Gesetz Gottes. In ihr wendet sich der Mensch von Gott, seinem letzten Ziel und seiner Seligkeit, ab und zieht ihm ein minderes Gut vor. Die läßliche Sünde läßt die Liebe bestehen, verstößt aber gegen sie und verletzt sie. (KKK1855)

Damit eine Tat  eine Todsünde ist, müssen gleichzeitig drei Bedingungen erfüllt sein: „Eine Todsünde ist jene Sünde, die eine schwerwiegende Materie zum Gegenstand hat und die dazu mit vollem Bewußtsein und bedachter Zustimmung begangen wird“. (KKK1857)

Was eine schwerwiegende Materie ist, wird durch die zehn Gebote erläutert, entsprechend der Antwort Jesu an den reichen Jüngling: „Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen … ehre deinen Vater und deine Mutter“ (Mk 10,19). (KKK1858)

Da die Todsünde in uns das Lebensprinzip, die Liebe, angreift, erfordert sie einen neuen Einsatz der Barmherzigkeit Gottes und eine Bekehrung des Herzens, die normalerweise im Rahmen des Sakramentes der Versöhnung erfolgt. (KKK1856)

Die Todsünde ist wie auch die Liebe eine radikale Möglichkeit, die der Mensch in Freiheit wählen kann. Sie zieht den Verlust der göttlichen Tugend der Liebe und der heiligmachenden Gnade, das heißt des Standes der Gnade, nach sich. Wenn sie nicht durch Reue und göttliche Vergebung wieder gutgemacht wird, verursacht sie den Ausschluß aus dem Reiche Christi und den ewigen Tod in der Hölle, da es in der Macht unseres Willens steht, endgültige und unwiderrufliche Entscheidungen zu treffen. Doch wenn wir auch beurteilen können, daß eine Handlung in sich ein schweres Vergehen darstellt, müssen wir das Urteil über die Menschen der Gerechtigkeit und der Barmherzigkeit Gottes überlassen. (KKK 1861)

Heiligkeit der Kirche

07/07/2010
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Du hast einen Mantel aus Purpurfäden,
die sind nicht auf der Erde gesponnen.

Deine Stirn ist mit einem Schleier geschmückt,
den haben dir unsre Engel geweint:

Denn du trägst Liebe um die, die dir gram sind,
du trägst grosse Liebe um die, welche dich hassen.

Deine Ruhe ist immer auf Dornen, weil du ihrer Seelen gedenkst.

Du hast tausend Wunden, daraus strömt dein Erbarmen,
du segnest alle deine Feinde.

Du segnest noch, die es nicht mehr wissen.

Die Barmherzigkeit der Welt ist deine entlaufene Tochter,
und alles Recht der Menschen hat von dir empfangen.

Alle Weisheit der Menschen hat von dir gelernt.

Du bist die verborgene Schrift unter all ihren Zeichen.
Du bist der verborgene Strom in der Tiefe ihrer Wasser.

Du bist die heimliche Kraft ihres Dauerns.

Die Irrenden gehen nicht unter, weil du noch den Weg weisst,
und die Sünder werden verschont, weil du noch betest.

Dein Gericht ist die letzte Gnade über den Verstockten.

Wenn du einen Tag verstummtest, so würden sie auslöschen,
und wenn du eine Nacht schliefest, so wären sie dahin!

Denn um deinetwillen lassen die Himmel den Erdball nicht fallen:
alle, die dich lästern, leben nur von dir!

aus: Gertrud von le Fort, Hymnen an die Kirche, München 61961, S. 25. – Gertrud von le Fort (1876-1971) konvertierte 1926 vom Protestantismus zum katholischen Glauben. 1924 schrieb sie die „Hymnen an die Kirche“.

„Meine durch die eigenen Priester aus den Angeln gehobene Kirche!“

19/05/2010

Auszug aus einer Rede Jesu vor den Aposteln und Jüngern in der Zeit zwischen seiner Auferstehung und seiner Himmelfahrt:

„… Wehe, dreimal wehe, wenn es keine wahren Priester mehr geben wird, um die letzten Christen zu trösten, so wie es sie für die ersten Christen geben wird. Wahrlich, die letzte Verfolgung wird furchtbar sein, da es keine Verfolgung durch Menschen, sondern durch die Söhne Satans und ihre Anhänger sein wird. Priester? Mehr als Priester werden jene der letzten Stunde sein müssen, so furchtbar wird die Verfolgung durch die Horden des Antichrist sein. Gleich dem in Linnen gekleideten Mann, der so heilig ist, daß er an der Seite des Herrn steht in der Vision des Ezechiel, müssen sie unermüdlich in ihrer Vollkommenheit ein Tau auf die Seelen der wenigen Gläubigen zeichnen, damit die Flammen der Hölle diese Zeichen nicht auslöschen. Priester? Engel! Engel, die das mit dem Weihrauch ihrer Tugenden gefüllte Weihrauchfaß schwingen, um die Luft von den Miasmen Satans zu reinigen. Engel? Mehr als Engel: andere Christusse, andere Ichs, damit die Gläubigen der letzten Zeit ausharren können bis ans Ende.

Das werden sie sein müssen. Doch das künftige Gute und Böse hat seine Wurzel in der Gegenwart. Die Lawinen beginnen mit einer Schneeflocke. Ein unreiner, unwürdiger, häretischer, untreuer, ungläubiger, lauer oder kalter, erloschener, kraftloser, unzüchtiger Priester verursacht hundertmal mehr Schaden als ein einfacher Gläubiger, der dieselben Sünden begeht, und zieht viele andere nach sich in die Sünde. Die Nachlässigkeit im Priesteramt, die Annahme unreiner Lehren, der Egoismus, die Gier und die Unzucht im Priesterstand, ihr wißt, wo sie enden: im Gottesmord. Der Sohn Gottes kann zwar nicht mehr getötet werden in späteren Jahrhunderten, aber der Glaube an Gott, die Vorstellung von Gott. Und so wird ein Gottesmord begangen, der noch viel weniger gutzumachen ist, da keine Auferstehung folgt. Oh, man kann ihn begehen, ja. Ich sehe… Man wird ihn begehen können wegen der vielen Judasse von Kerioth der künftigen Jahrhunderte. Schrecklich…!

Meine durch die eigenen Priester aus den Angeln gehobene Kirche! Ich stütze sie mit Hilfe der Sühnopfer. Und sie, die Priester, die nur das Gewand, aber nicht die Seele des Priesters haben, tragen dazu bei, die von der höllischen Schlange aufgerührten Wellen noch höher gegen dein Schiff schlagen zu lassen, o Petrus. Steh auf! Erhebe dich! Übermittle diesen Befehl deinen Nachfolgern: „Hand ans Steuer! Stoße die Schiffbrüchigen zurück, die Schiffbruch erleiden wollen und auch das Schiff Gottes versenken wollen.“ Bestrafe, aber rette, und fahre weiter. Sei streng, denn die Strafe für die Piraten ist gerecht. Verteidige den Schatz des Glaubens. Halte hoch die Lampe über die aufgebrachten Wellen wie einen Leuchtturm, damit alle, die deinem Schiff folgen, sehen und nicht untergehen. Hirte und Seemann dieser furchtbaren Zeiten, sammle, leite und halte mein Evangelium hoch, denn in ihm und in keiner anderen Wissenschaft liegt das Heil.(…)

Dein Kompaß sei das Evangelium. In ihm ist das Leben und das Heil. Und alles steht in ihm geschrieben. Jeder Artikel des heiligen Gesetzbuches, jede Antwort auf die vielfältigen Fragen bezüglich der Seele ist in ihm enthalten. Und sorge dafür, daß Priester und Gläubige nicht davon abweichen. Sorge dafür, daß keine Zweifel aufkommen, dass nichts verändert, nichts ersetzt wird durch Sophistereien. Das Evangelium bin ich selbst, von der Geburt bis zum Tod. Im Evangelium ist Gott. Denn in ihm offenbaren sich die Werke des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Das Evangelium ist Liebe. Ich habe gesagt: Mein Wort ist Leben.“ Ich habe gesagt: „Gott ist die Liebe.“ Daher sollen die Völker mein Wort kennen und Liebe, also Gott, in sich haben, um das Reich Gottes zu besitzen. Denn wer nicht in Gott ist, der hat das Leben nicht in sich. Und wer das Wort des Vaters nicht aufnimmt, kann nicht eins sein mit dem Vater, mit mir und mit dem Heiligen Geist im Himmel, und er kann auch nicht zu dem einen Schafstall gehören, der so heilig ist, wie ich es will. Er wird keine Rebe am Weinstock sein, denn wer mein Wort ganz oder teilweise ablehnt, ist ein Glied, durch das der Saft des Lebens nicht mehr fließt. Mein Wort ist der Saft, der nährt, wachsen und Früchte bringen läßt…“

Auszug aus “Der Gottmensch”, Bd. XII von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch