Posts Tagged ‘Heilung’

„… und salbten die Kranken mit Öl und heilten sie.“

15/07/2012

zum Evangelium vom 15. Juli 2012: Markus 6,7-13

31. Dezember [1943]

(…) Ein weiterer Punkt im Markusevangelium ist der Vers 13 desselben 6. Kapitels: „… und salbten die Kranken mit Öl und heilten sie“. In der damaligen empirischen Medizin nahm das Öl eine wichtige Stelle ein. Man kann auch nicht sagen, dass es schädlicher oder weniger wirksam war als eure heutigen komplizierten Heilmittel. Es war vielmehr ganz gewiß unschädlicher. Aber nicht in dem Öl steckte die Heilkraft für die Kranken, die von meinen Aposteln gesalbt wurden.

Wie immer, war der menschlichen Schwerfälligkeit ein sichtbares Zeichen nötig. Wer hätte sonst glauben können, dass die Berührung mit der Hand durch diese armen Menschen, Meine Apostel, die als Fischer und einfache Leute aus dem Volk bekannt waren, hätte heilen können? Wenn sie es geglaubt hätten, hätten sie gesagt: „Ihr heilt in der Macht des Anführers der Dämonen“, wie sie es zu Mir gesagt haben (1). Und sie hätten sie als von Dämonen Besessene angeschuldigt. Das sollte nicht geschehen. Dafür gab Ich ihnen das Mittel, ein menschliches, damit ihnen, wenn nicht anders, wenigstens von den Empirikern geglaubt würde. Aber die Macht, die ihnen die Heilkraft eingoß, war Gott, damit sie Jünger für Seine Lehre gewinnen könnten.

Ich habe gesagt: „Die, welche an Mich glauben, werden auf Schlangen treten können und die Werke vollbringen, die Ich tue“ (2). Ich lüge niemals, und kann göttiche Mach auch in die Hand eines an Mich glaubenden und in Mir lebenden Kindes legen. Ist nicht die Geschichte des Christentums voll von solchen Wundern? Die ersten Jahrhunderte sind davon durchzogen, aber ihr Blühen ist zurückgegangen, und zwar nicht, weil Gottes Allmacht geringer geworden wäre, sondern weil ihr der Aufgabe, Gottes Amtsdiener zu sein, nicht genügt.

Habt doch, habt doch, habt doch Glauben! Er wird euch retten.“

(1) Mt 12,24

(2) Mk 16,17-18; Lk 10,19

Auszug aus “Die Hefte 1943″ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.chwww.parvis.ch

Heilung des blinden Bartimäus

Jesus erscheint den Aposteln mit Thomas

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11. Februar: Fest Unserer Lieben Frau in Lourdes

11/02/2010

Vor 152 Jahren, am 11. Februar 1858, erblickt die 14-jährige Bernadette Soubirous beim Holzsammeln in der Grotte von Massabielle eine unerwartete Erscheinung: „Ich sah eine in weiß gekleidete Dame. Sie trug ein weißes Kleid, auch einen weißen Schleier, einen blauen Gürtel und eine gelbe Rose auf jedem Fuß.“ sagt Bernadette später. Zitternd macht sie das Kreuzzeichen und betet einen Rosenkranz vor der Dame, die danach verschwindet.

In der folgenden Zeit verspürt Bernadette häufig den inneren Ruf, sich zur Grotte zu begeben, um die schöne unbekannte Dame zu treffen. Am 18. Februar sagt diese zu ihr: „Buße! Buße! Buße! Betet zu Gott für die Sünder. Küßt die Erde zur Buße für die Sünder!“ Nach der neunten Erscheinung, während der 300 Menschen anwesend sind, erzählt Bernadette: „Sie sagte mir, ich solle aus der Quelle trinken (…) Ich habe nur ein wenig schlammiges Wasser gefunden. Beim vierten Versuch konnte ich etwas trinken. Sie ließ mich auch ein Kraut essen, das nahe der Quelle war. Dann verschwand die Vision und ich ging weg.“ Man wirft ihr vor, verrückt geworden zu sein, aber sie sagt, all dies sei für die Sünder.

In der Nacht nach der 12. Erscheinung am 1. März taucht eine Frau aus Lourdes ihren gelähmten Arm in das Wasser der Quelle, daraufhin werden Arm und Hand wieder beweglich. Am nächsten Tag wünscht die weissgekleidete Dame, daß die Priester Prozessionen durchführen und eine Kapelle am Ort der Erscheinung bauen, doch der Dorfpriester will erst einmal den Namen der Dame wissen. Erst drei Erscheinungen später – mittlerweile kommen über 8000 Menschen zu dem Ereignis – sagt die schöne Dame zu Bernadette, wer sie ist: „Que soy era immaculada councepciou – Ich bin die unbefleckte Empfängnis“. Bernadette läuft zum Pfarrer und wiederholt dabei immer wieder diesen Satz ohne den theologischen Inhalt zu verstehen. Der Pfarrer ist daraufhin ziemlich durcheinander- hatte doch erst vier Jahre vorher Papst Pius IX das Dogma der unbefleckten Empfängnis der Jungfrau Maria verkündet.

Bernadette Subirous

Bei der achtzehnten und letzten Erscheinung ist der Zugang zur Grotte gesperrt und Bernadette sieht die Jungfrau ein letztes Mal vom gegenüberliegenden Ufer des Flußes: „Es schien mir, ich sei direkt vor der Grotte in gleicher Entfernung wie die anderen Male. Ich sah die Jungfrau diesmal nur- niemals habe ich sie schöner gesehen!“

1862 wurden die Erscheinungen von der katholischen Kirche offiziell anerkannt, jedes Jahr pilgern nun ca. 4-6 Millionen Besucher aus der ganzen Welt nach Lourdes. Bisher sind 67 von den über 7000 gemeldeten leiblichen Wunderheilungen anerkannt, die seelischen Heilungen sind nicht zu zählen. Bernadette Subirous trat 1866 ins Kloster ein und verstarb im Jahr 1879 mit 35 Jahren. 1925 wurde sie selig und 1933 heilig gesprochen, ihr Gedenktag ist der 18. Februar.

Die Quelle in der Grottes von Lourdes

„Wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.“ Joh 4,14

Vision von Maria Valtorta über die Erscheinung von Lourdes

Heilung des blinden Bartimäus

25/10/2009
(zum Sonntags-Evangelium vom 25. Oktober 09: Mk 10, 46-52)

Jesus will gehen, aber von der schon etwas zurückliegenden Weggabelung, an denen die Leute, denen das Wunder gewährt wurde, ihre Esel gelassen haben, sind zwei klagende Hilferufe in dem so typischen hebräischen Tonfall zu hören: „Jesus, Herr! Sohn Davids, erbarme dich meiner!“ Und dann, um den Geschrei der Menge zu übertönen, die sagt: „Schweigt. Laßt den Meister gehen. Der Weg ist weit, und die Sonne brennt immer stärker. Laßt ihn vor der größten Hitze die Hügel erreichen“, rufen sie noch einmal lauter: „Jesus, Herr! Sohn Davids, erbarme dich meiner!“

Jesus bleibt wieder stehen und sagt: „Geht und holt sie, die mich rufen, und führt sie zu mir.“

Einige Gutwillige gehen. Als sie zu den beiden Blinden kommen, sagen sie: „Kommt, er hat Erbarmen mit euch. Steht auf, denn er will euch erhören. Er hat uns geschickt, um euch in seinem Namen zu holen.“ Und sie versuchen, die beiden Blinden durch die Menge zu führen.

Einer der beiden läßt sich führen; der andere, der jüngere und vielleicht gläubigere, kommt der Aufforderung der Helfer zuvor und geht allein, mit seinem vor sich ausgestreckten Stock und dem charakteristischen Lächeln und Ausdruck der Blinden auf dem nach oben, zum Licht gewandten Gesicht… Und es scheint, dass sein Engel ihn leitet, so rasch und sicher geht er. Wenn seine Augen nicht weiss wären, könnte man kaum glauben, dass er blind ist. Er kommt als erster bei Jesus an, der ihn anhält und sagt: „Was soll ich für dich tun?“

Carl Bloch: Christ healing the blind Bartimeus

Carl Bloch: Christus heilt den blinden Bartimäus

„Ich möchte sehen, Meister. Gewähre, o Herr, dass meine Augen und die Augen meines Gefährten sich öffnen.“ Der andere Blinde ist nun auch da, und man fordert ihn auf, neben seinem Gefährten niederzuknien.

Jesus legt seine Hände auf die zu ihm erhobenen Gesichter und sagt: „Eure Bitte sei euch gewährt. Geht. Euer Glaube hat euch gerettet!“

Er nimmt die Hände weg, und zwei Ausrufe ertönen von den Lippen der Blinden: „Ich kann sehen, Uriel!“ „Ich kann sehen, Bartimäus!“ Und dann beide zusammen: „Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn! Gepriesen sei, der dich gesandt hat! Ehre sei Gott! Hosanna dem Sohne Davids!“ Nun verneigen sie sich bis zur Erde, um die Füße Jesu zu küssen. Dann stehen die beiden jetzt nicht mehr Blinden auf, und der Uriel genannte sagt: „Ich gehe und zeige mich meinen Verwandten, und dann komme ich zurück und folge dir, o Herr.“ Bartimäus indessen sagt: „Ich verlasse dich nicht mehr. Ich werde die Meinen benachrichtigen lassen. Es wird auch so eine große Freude für sie sein. Aber von dir weggehen? Nein! Du hast mir das Augenlicht geschenkt, und ich weihe dir mein Leben. Erbarme dich des Wunsches deines geringen Knechtes.“

„Komm und folge mir. Der gute Wille macht alle Menschen gleich, und nur der ist groß, der am besten dem Herrn zu dienen versteht.“

Jesus setzt seinen Weg fort, begleitet von den Hosanna-Rufen des Volkes, und Bartimäus schließt sich diesem an, ruft mit den anderen Hosanna und sagt: „Ich bin gekommen, um ein Stück Brot zu erbitten, und ich habe den Herrn gefunden. Ich war arm, und nun bin ich ein Diener des heiligen Königs. Ehre sei dem Herrn und seinem Messias!“

Auszug aus “Der Gottmensch″, Band X  von Maria Valtorta, mit  der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören.

… und salbten die Kranken mit Öl und heilten sie.

„Das Gebet ist ein Akt der Liebe“

Das Wunder am gelähmten Kinde

20/09/2009

Jesus erhebt sich, breitet die Arme aus und ruft mit sehr lauter Stimme  aus : « Der Herr segne euch und behüte euch! Er zeige euch sein Angesicht und habe Erbarmen mit euch! Der Herr zeige euch sein Antlitz und gebe euch seinen Segen! Der Name des Herrn sei in eurem Herzen, über euren Häusern und über euren Feldern ». Die kleine versammelte Schar jubelt dem Messias zu. Doch dann verstummt sie, teilt sich und lässte eine Mutter durchgehen, die auf den Armen einen etwa zehn Jahre alten gelähmten Jungen trägt. Am Fusse der Treppe angelangt, hält sie das Kind in die Höhe, als wolle sie es Jesus darbieten.

« Sie ist eine meiner Mägde. Der Knabe fiel im vergangenen Jahr von der hohen Terrasse und brach sich das Kreuz. Er wird nun das ganze Leben auf dem Rücken liegen müssen », erklärt der Herr. « Sie hat all die letzten Monate auf dich gehofft », sagt die Herrin. « Sag ihr, sie möge zu mir kommen ».

Doch die arme Frau ist so erregt, dass es aussieht, als wäre sie gelähmt. Sie zittert am ganzen Leibe und stolpert über ihr eigenes langes Kleid, als sie mit dem Kind in den Armen die hohen Stufen hinaufsteigt. Maria steht mitleidig auf und geht der Frau mit dem Kind entgegen. « Komm, habe keine Angst! Mein Sohn liebt dich. Gib mir dein Kind! Dann kannst du besser hinaufsteigen. Komm, meine Tochter! Auch ich bin eine Mutter! » Und sie nimmt ihr den Knaben ab, dem sie sanft zulächelt, und geht nun mit der Mitleid erregenden Last auf ihren Armen die Treppe hinauf. Die Mutter des Jungen folgt ihr weinend.

Maria steht nun vor Jesus. Sie kniet nieder und sagt : «Sohn! Um dieser Mutter willen! » Sonst nichts. Jesus fragt nicht einmal wie gewöhnlich : « Was willst du, dass ich für dich tue? Glaubst du, dass ich es tun kann? » Nein, heute lächelt er nur und sagt : » Frau, komm hierher! » Die Frau geht an die Seite Marias. Jesus legt eine Hand auf ihr Haupt und sagt nur : »Freue dich! » und er hat noch nicht zu Ende gesprochen, als der Knabe, der bis dahin schwer auf den Armen Marias gelegen hatte mit regungslosen Beinen, sich mit einem Ruck aufsetzt, um mit dem Freudenschrei : »Mama! » an die mütterliche Brust zu flüchten. Die Hosanna-Rufe scheinen bis zum Himmel zu steigen, der in der Abendröte glüht. Die Frau hat ihren Knaben ans Herz gedrückt und fragt : » Was muss ich tun, um zu bezeugen, wie glücklich ich bin ? » Jesus liebkost sie noch einmal : « Gut sein, Gott und deinen Nächsten lieben und in dieser Liebe auch deinen Sohn erziehen. » Doch die Frau ist noch nicht zufrieden. Sie möchte… sie möchte… und endlich bittet sie : « Deinen Kuss und den Kuss deiner Mutter für mein Kind ! »

Jesus beugt sich und küsst den Jungen. Maria tut dasselbe. Und während die Frau strahlend davoneilt, von beifallklatschenden Freunden gefolgt, erklärt Jesus der Hausherrin : « Es bedufte nicht mehr. Das Kind befand sich in den Armen meiner Mutter. Auch ohne bittende Worte hätte ich es geheilt; denn sie ist glücklich, wenn sie eine Not lindern kann, und ich will sie glücklich machen. » Und Jesus und Maria wechseln einen der Blicke, die nur jemand, der sie gesehen hat, verstehen kann, so tief und bedeutungsvoll sind sie!

Auszug aus dem Band “Der Gottmensch Bd II″ von Maria Valtorta, mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören.