Posts Tagged ‘Hinduismus’

abgründe der woche

12/02/2011

+++   kein grund zum jubel (I) : nach dem rücktritt ben alis und jetzt auch mubaraks bahnt sich die revolutionäre energie in nordafrika weiter ihren weg + grosses militäraufgebot in algier, um gegen demonstranten vorzugehen + bürgerkrieg droht   +++ kein grund zum jubel (II) : pulverfass nahost droht hochzugehen + krieg nicht auszuschliessen + zunächst zunahme von flüchtlingsströmen aus nordafrika nach europa   +++   pleitegeier : irland hat vermutlich weiteren bedarf an eu-finanzhilfe + staatlich kontrollierte anglo-irish-bank verzeichnet 17,6 mrd € verlust für 2010 + ratingagenturen werten irland weiter ab   +++ ausspioniert : im anklagefall einer highschool in pennsylvania, die ihre schüler mittels webcams in kostenlos zur verfügung gestellten laptops ausspioniert hatte, bekam jetzt die schule recht + die spyware sei auf den laptops installiert worden, um etwaigen drogenmissbrauch der schüler aufzudecken + somit liege keine strafbare handlung von seiten der schule vor + elternklage gegen die schule wurde abgewiesen   +++   antichristlich : massenversammlung hinduistischer nationalisten vom 10. – 12. februar im indischen madhya pradesh + kirchenvertreter besorgt um sicherheit von christen + madhya pradesh einer von 7 bundesstaaten mit antibekehrungsgesetz + demnach seien alle inder hindus, wendeten sie sich vom hinduismus ab und würden z.b. christen, müssen sie „rückbekehrt“  werden + das wird oft mittels einsatz von gewalt versucht   +++

Christenverfolgung 2009

29/01/2010

Das internationale katholische Hilfswerk ‚Kirche in Not‘ stellt fest, dass im Jahr 2009 weltweit ungefähr 75 bis 80% aller aus religiösen Gründen verfolgten Menschen Christen sind.

‚KiN‘ macht besonders auf die Länder, in denen 2009 starke Tendenzen zur Verschlechterung der Lage der Christen bemerkbar sind, aufmerksam: Irak, gefolgt von Pakistan, Nigeria und Ägypten, aber auch Lateinamerika, wo neosozialistische Regierungen die katholische Kirche zunehmend angreifen, enteignen etc.

Im Irak, wo schon ¾ aller Christen das Land verlassen haben, leiden die verbliebenen und schutzlosen Gläubigen unter Bombenattentaten, Überfällen, Schikanen und Entführungen, sowohl durch sunnitische als auch durch schiitische Extremisten.

Zerstörte Kirche in Bagdad (Bildquelle: Kirche in Not)

Zerstörte Kirche in Bagdad (Bildquelle: Kirche in Not)

In der islamischen Republik Pakistan werden Christen von radikalen Islamisten terrorisiert und mithilfe des sog. Anti-Blasphemie-Gesetzes, das Beleidigungen des Propheten Mohammed mit drastischen Strafen ahndet, mit falschen Beschuldigungen verfolgt. 2009 kam es mehrmals zu Ausschreitungen durch Menschenmassen, die von Imamen aufgestachelt waren, christliche Wohnviertel verwüsteten und Christen töteten, ohne dass die Polizei eingriff.

In Nigeria sind 2009 über 800 Menschen bei Unruhen, die durch eine islamistische Sekte ausgelöst wurden, umgekommen. Die Situation hat sich momentan beruhigt, ist aber weiterhin offen.

Die Lage der Christen in Ägypten verschlechtert sich rapide, eine islamistische Erneuerungsbewegung mit stark wachsendem Einfluss hat sich die Schaffung eines islamischen Gottesstaates zum Ziel gemacht. Schwere Übergriffe wie Morde und Brandanschläge auf die christliche Minderheit (Kopten) nehmen zu. Wir verlinken hier auf das Interview, das „Kirche in Not“ mit dem koptischen Bischof Anba Damian führte und in dem er von den schlimmen Zuständen in Ägypten spricht: INTERVIEW