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Kreuzweg mit dem hl. Pfarrer von Ars (1. und 2. Station)

11/03/2011

An den Freitagen vor Ostern geben wir jeweils zwei Stationen der Kreuzweg-Betrachtung des hl. Pfarrers von Ars wieder.


Vorbereitungsgebet

Ewiger Vater, nimm hin das göttliche Blut, das Jesus Christus, dein Sohn, bei seinem Leiden vergossen hat! Im Blick auf seine Wunden, auf sein von Dornen durchbohrtes Haupt, auf sein liebendes Herz, um aller seiner Verdienste willen verzeihe den Seelen ihre Schuld und rette sie!

Göttliches Blut meines Erlösers, ich bete dich mit großer Ehrfurcht und Liebe an, um die Beleidigungen zu sühnen, welche dir so viele Menschen zufügen.

Mein Jesus, schenk mir Verzeihung und Barmherzigkeit um der Verdienste deines bitteren Leidens und deiner heiligen Wunden willen! Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die ganze Welt erlöst.

O Maria, Schmerzensmutter, drücke deines Sohnes Wunden tief in unsere Herzen ein.


I. Station: Jesus wird zum Tode verurteilt

Wenn du meine Leiden betrachtest, bringst du mir Erleichterung. Sag mir, dass du keinen Anstoß an mir nimmst und bereit bist, mich auf meinem Kreuzweg zu begleiten! Tust du es gerne, bist du meine ganze Freude. Betrachte mein Herz in allen Phasen meiner Passion und meine Liebe, mit der ich alles durchlitt! Schau meine Augen! Darin findest du Mitleid und größte Liebe inmitten der Grausamkeit der Qualen.

Bringe bei jeder Station dem Vater mein Blut dar, das ich für das Heil der Welt vergossen habe! Denk daran, dass ich beim Aufstieg nach Kalvaria auch für jene betete, die mich einst begleiten würden! Ja, ich bitte dich, geh mit mir und sei an meiner Seite! Bedenke, mit welcher Liebe ich den Kreuzweg ging, um dir durch meinen Tod das Siegel göttlichen Lebens zu geben! Um den Meinen das Leben zu geben, bin ich für sie gestorben.


II. Station: Jesus nimmt das Kreuz auf sich

Willig, ja mit innerer Freude habe ich das Kreuz auf mich genommen und getragen. Schon lange sehnte ich mich nach ihm um deinetwillen und aus Gehorsam zum Vater. Es war dein Heil! Die Welt erlösen, weißt du, was das für mich war? Ich trug dich beim Kreuztragen wie eine Mutter und sehnte mich danach, dir mein Bild in die Seele zu prägen. So bitte ich dich:

Nimm dein Kreuz auf dich, wie ich das meinige annahm! Doch nicht nur tragen sollst du es, sondern auch innerlich bejahen. Es ist die Reliquie meiner großen Liebe. Ganz eins geworden bin ich mit meinem Kreuz. Wenn du ihm begegnest, begegnest du mir. Tragen wir gemeinsam unser Kreuz!

Betrachten wir seine Leiden, so hören wir Jesus sagen: Meine Leiden habe ich für dich übernommen und durchlitten. Biete sie dem Vater an zur Sühne, so trägst du bei zum Heil der Welt. Wir sollten unseren Tageskreuzweg gehen mit dem Gebet: „Würdige mich, Herr, deine Last zu tragen, denn es ist unaussprechlich herrlich: DEIN zu sein.“

weiter zur 3. und 4. Station des Kreuzwegs

Kreuzweg von Sr. Josefa Menendez

4. August: Gedenktag hl. Johannes Maria Vianney

04/08/2010

„Der Mensch ist so groß, dass nichts auf der Erde ihm genügen kann. Nur wenn er sich Gott zuwendet, ist er zufrieden. Zieh einen Fisch aus dem Wasser: er wird nicht leben können. Das ist der Mensch ohne Gott.“ (Johannes Maria Vianney, der heilige Pfarrer von Ars)

Der heilige „Pfarrer von Ars“ wurde am 8. Mai 1786 in der Nähe von Lyon geboren. Seine Jugend fällt also in die Zeit der Französischen Revolution. Die erste Kommunion empfing er bei verschlossenen Fensterläden in seinem Elternhaus. Er arbeitete zunächst auf dem Bauernhof seiner Eltern. Mit 19 Jahren begann er zu studieren, um Priester zu werden. Obwohl nicht unbegabt, war er im Studium ein Versager. Wegen seiner großen Frömmigkeit wurde er trotzdem zum Priestertum zugelassen (1815).

Als Pfarrer von Ars lebte er in harter Armut. Die verwahrloste Pfarrei erweckte er zu neuem Leben. Bei Tag und Nacht war er als Beichtvater, Prediger und Seelenführer tätig. Zahllose Menschen aus nah und fern suchten bei ihm Rat und Hilfe. Dabei fühlte er, der eine große Ehrfurcht vor dem Priestertum hatte, sich in seinem Beruf immer wieder unsicher und wäre in einen kontemplativen Orden eingetreten, wenn nicht seine Gemeinde ihn daran gehindert hätte. Er starb am 4. August 1859 und wurde in Ars begraben. Papst Pius XI. hat ihn heilig gesprochen und zum Patron der Seelsorger erklärt. (Quelle: Schott)


Unter anderem wird folgendes von ihm berichtet: Zwei ungläubige Professoren der Universität Lyon beschlossen, nach Ars zu gehen, um den bekannten Pfarrer genau zu beobachten. Als im Augenblick der heiligen Wandlung die anwesenden Gläubigen sich knieten, sagten jene zueinander, wie es nur möglich sein könne, daß vernünftige Leute vor einem Stückchen Brot niederknien. Als dann der Heilige Johannes Maria Vianney, wie der Name des Pfarrers von Ars lautete, die erste Hostie vor dem Austeilen an die Gläubigen zeigte, entschwebte sie seinen Fingern und legte sich von selbst auf die Lippen des ersten Kommunizierenden. Einer der beiden Zweifler kehrte um und wurde später Priester und Dominikanermönch.

In einer Predigt sagte  hl. Pfarrer von Ars einmal nachdem er von nachfolgenden Gebet gesprochen hatte: „Liebe Kinder, denkt immer daran: Jedesmal, wenn mir eine besondere Gnade zuteil wurde, habe ich sie mit diesem Gebet erfleht.“

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„O Mutter Jesu,

durch deine unermeßlichen Schmerzen

beim Leiden und Sterben deines göttlichen Sohnes

und um der bitteren Tränen will, die du vergossen hast,

bitte ich dich,

opfere den heiligen, mit Wunden und Blut bedeckten Leib

unseres göttlichen Erlösers

in Vereinigung mit deinen Schmerzen und Tränen

dem Himmlischen Vater auf zur Rettung der Seelen

und um die Gnade zu erlangen, um die ich dich bitte…“

Zum Schluß dreimal:

„Jesus und Maria, ich liebe euch, rettet Seelen,

rettet die Gottgeweihten!“