Posts Tagged ‘Homoehe’

Französische Bürgermeisterin verweigert gleichgeschlechtliche Eheschließung

30/08/2013

Im südfranzösischen Bollène hat die Bürgermeisterin Marie-Claude Bompard Mut bewiesen: sie lehnte letzte Woche das Gesuch von zwei Frauen ihrer Gemeinde ab, sie am 10. September miteinander zu verheiraten. In der Pressemitteilung auf der Webseite der Stadt schreibt die Bürgermeisterin, dass der Antrag zu dieser „Eheschließung“ zwar (seit Mai 2013) gesetzlich rechtens sei, ihr aber ein großes Gewissensproblem bereite. Daher sei es für sie unmöglich, diese Zeremonie durchzuführen.

Marie-Claude Bompard

Marie-Claude Bompard

Natürlich wurde daraufhin auf Madame Bompard von allen möglichen Seiten ein gewaltiger Druck ausgeübt. Sie riskiert 5 Jahre Gefängnis und 75.000€ Geldstrafe. Um ihr Sanktionen zu ersparen, hat sich mittlerweile einer ihrer Stellvertreter entschlossen, die beiden Frauen zu trauen. Die Bürgermeisterin hat sich schriftlich an den französischen Innenminister Manuel Valls gewandt. Sie beruft sich in ihrem Brief auf die Gewissensfreiheit, die Staatspräsident François Hollande noch im Dezember 2012 den Bürgermeistern Frankreichs zugesichert hatte.

Die meistgelesene Zeitung im Süden Frankreichs, „La Provence“, hat sehr einseitig in mehreren Artikeln über diese Vorkommnisse berichtet. Die beiden Frauen wurden sehr sympatisch mit Druck auf die Tränendrüse beschrieben. Bei der Bürgermeisterin wurde hingegen betont, dass sie der Front Nationale angehört und behauptet, dass sie sich nur geschickt für die nächstes Jahr anstehenden Kommunalwahlen als Opfer in Szene setzen wolle, indem sie ihr angebliches „Gewissen“ ins Spiel bringe (Ausgabe vom 29. August, Rubrik „Region II“).

Wer mag, kann Madame le Maire eine Mail zur Unterstützung schicken: maire@ville-bollene.fr

Um sich bei „La Provence“ zu Wort zu melden, muss man über deren Kontaktseite gehen.

abgründe der woche

26/02/2011

+++   beunruhigend : in griechenland erneut gewalttätige proteste wegen hartem sparkurs der regierung + ausschreitungen in athen + streiks legen öffentlichen verkehr lahm, auch radio und fernsehen werden zeitweilig bestreikt   +++    druckmittel : revolutionäre unruhen in der islamischen welt wirken sich auf ölverfügbarkeit und ölpreis aus + ölförderung teils eingestellt oder beschränkt + revolutionäre drohen ölpipelines und förderanlagen lahmzulegen + bombenanschlag auf grösste ölraffinerie im irak + rationalisierung befürchtet   +++   richtungweisend (I) : obama-regierung erklärt bundesgesetz, das die ehe als institution zwischen mann und frau festlegt, als verfassungswidrig + bisher hatte obama sogenannte „homo-ehen“ und „eingetragene partnerschaften“ abgelehnt   +++   richtungweisend (II) : der wissenschaftsberater des weißen hauses, john holdren, bezeichnet klimawandel-skeptiker als „häretiker“ + holdren war 2009 in die kritik geraten, da er in den 70er jahren co-autor eines buches war, das sich u.a. für bevölkerungskontrolle per zwangssterilisation aussprach + holdren hatte sich daraufhin öffentlich von diesen ansichten distanziert   +++ himmelschreiend (I) : gemäss einem report des international bulletin of missionary research wurde weltweit in den letzten 10 jahren etwa 1 million christen wegen ihres glaubens gewaltsam getötet + das entspricht 270 märtyern, die täglich ihr leben lassen für ihren glauben   +++ himmelschreiend (II) : die revolution in arabien fordert weitere opfer unter den christen + in ägypten wurden ein koptischer priester erstochen, ein mönch erschossen, ein anderer entführt + ägyptisches militär zerstört schutzzäune und beschiesst koptische klöster mit maschinengewehren + mehrere mönche und klosterangestellte verletzt und verhaftet   +++   lebensverachtend : stadt freiburg verfügt bannmeile im eingangsbereich von profamilia + erschwerte bedingungen für christliche lebensschützer, die bislang direkt vor dem profamilia-gebäude die frauen ansprechen konnten und zur umkehr bewegen   +++

Industrielle Menschenproduktion: einmal Israel – USA – Indien und zurück

05/04/2010

Wir danken der Redaktion von  KATHOLISCHES  für die Genehmigung der Veröffentlichung dieses Artikels, bei dessen Lektüre einem wirklich die Worte fehlen:

 

Der israelische Dokumentarfilm Google Baby von Zippi Brand Frank enthüllt, wie die internationale „Leihmütter“-Industrie zur Menschenproduktion funktioniert. In Israel ausgewählte Spermien, in den USA gekaufte und in amerikanischen Labors befruchtete Eizellen, in Indien gemieteter Uterus. Ein lukratives Geschäft. Im Film wird das Beispiel eines israelischen Homosexuellen gezeigt, der selbst über eine amerikanische Firma zu einem Kind gelangte und dann ein eigenes gewinnträchtiges Unternehmen daraus machte.

Der Dokumentarfilm wirft eine ganze Reihe ethischer Fragen auf, ohne jedoch Antworten zu geben. Israel zählt in bioethischen Fragen zu den „Schurkenstaaten“.

Der Film zeigt Indische Frauen, die in Serie künstlich befruchtet werden, die gedrängt werden ihren Uterus zu „vermieten“ und Kinder zur Welt zu bringen, die sie nie sehen werden. Auf der anderen Seite skrupellose Geschäftemacher, die sie ausnutzen. Und dann noch die reichen Kunden, die zu allem bereit sind. Der Dokumentarfilm zeigt jene, die in den Labors mit dem Leben spielen, um Menschen zu erzeugen. Menschen, um sie leben zu lassen, Menschen, um sie zu töten. Er deckt den Wahn vom Kind um jeden Preis und die Brutalität und Gesetzlosigkeit des Wilden Westen der künstlichen Befruchtung auf.

Das Mädchen, eine Inderin, atmet schwer und weint, es ist die letzte Anstrengung, dann kommt das Kind zur Welt und die Equipe in grünen Kitteln trennt die Nabelschnur ab. Für einen kurzen Augenblick wird das Neugeborene der Frau gezeigt, sie streicht ihm liebevoll über die Wange, doch sofort wendet sie ihren Blick vom Baby ab, um nicht Gefahr zu laufen, es zu lieben. „Jetzt bringen wir es zu seiner Mutter“, lacht die Ärztin zufrieden, auch sie ist Inderin. Hat der Zuseher falsch verstanden?

Er hat nicht! Es ist die erschreckende und grausame Logik, die ein israelischer Dokumentarfilm aufdeckt. Es ist das internationale Geschäft der Schwangerschaften durch „Leih-Mütter“, der „gespendeten“ Eier und Spermien. Der Dokumentarfilm verleiht mit seinen Aufnahmen dem erschreckenden Treiben ein Gesicht.

„Viele Betriebe verlagern ihre Produktion ins Ausland, um die Kosten zu senken“, lacht Doron, ein israelischer Homosexueller, der aus seiner persönlichen Situation ein gewinnträchtiges Geschäft machte. „So habe ich mir gesagt: warum nicht auch die Schwangerschaften nach Indien ‚auslagern‘? Für eine Leihmutter-Schwangerschaft genügen zwei junge, gesunde Frauen, die Geld brauchen, um sich ein Haus kaufen zu können.“ Er selber habe das als Kunde erlebt. In einem Katalog hatte er mittels Foto eine schöne Blondine als „Spenderin“ der zu befruchtenden Eizellen ausgewählt. „Das kaukasische Modell zieht am meisten“, sagt er. Dann wählte er die Leihmutter aus, die ihren Uterus vermietet. „Und schon ist das Produkt fertig“, lacht er. Das Kind kam neun Monate später in Israel bei den „Eltern“, zwei schwulen Männern an. Das Ganze kostete ihn 140.000 Dollar. Zuviel?

Da kam Doron die Geschäftsidee. Er reiste nach Indien und verhandelte mit einer Ärztin. Die In-Vitro-Befruchtung der Eizelle durch die Spermien wird in den USA erfolgen, der Embryo wird dann aber in Indien eingepflanzt, wo er im Bauch einer armen Frau heranwächst, die aus Not zu allem bereit ist. Am Ende wird das neugeborene Kind nach New York, Tel Aviv oder Dubai verschickt, wo es „Vater“ und „Mutter“ kennenlernen wird. Während des gesamten Films sieht man Doron mit einem Kühlbehälter voll Spermien herumfahren. Die Spermien werden im Labor zu Embryonen. „Schauen Sie, wie niedlich die sind“, seine Augen kleben am Mikroskop, „sie schwimmen, jetzt fange ich drei und mache einen Menschen daraus“. Wie wählt er sie aus?, fragt eine Stimme im Film. „Die, die mir am besten gefallen. Sehen Sie, wie der sich flott bewegt? Jetzt hole ich die Pipette und Zack, ab in die Eizelle: Ich habe einen Menschen gemacht.“ Er liefert „natürlich“ nur „erstklassige Ware“. Zum „Paket“ gehört die Präimplantationsdiagnostik, um „jede Form von Mißbildung oder genetischen Defiziten auszuschalten“.

Eine Frau, 57 Jahre, wohlhabend, ruft ihn am Handy an. Sie braucht Eizellen wegen ihres Alters, aber auch Spermien („Ich habe keinen Partner“) und dann noch eine Leihmutter für die Schwangerschaft. Das ganze Programm. Um die gutes Geld zahlende Kundin zufriedenzustellen ist Doron bereit zu verdoppeln: „Wir setzen einfach zwei Leihmüttern Embryonen ein. Sollten beide schwanger werden, treiben wir einfach bei einer ab.“ Operationssaal, der Film muß geschnitten werden. Die Frau ist wach, sie zittert. Die Mutter hat sehr dunkle Haut, das Kind kommt ganz weiß zur Welt. Das große Geschäft mit dem Leben…