Posts Tagged ‘Irak’

Gebet für die verfolgten Christen

25/08/2014

Allgütiger Gott,

Wir bitten Dich für unsere Brüder und Schwestern, die wegen ihres Glaubens verfolgt und getötet werden: Gib ihnen Kraft, damit sie in ihrer Bedrängnis die Hoffnung nicht verlieren. Öffne Wege, damit sie leben können.

Wir bitten Dich auch für die Verfolger: Öffne ihr Herz für das Leid, das sie anderen antun, und für Deine Gnade, die uns Menschen allein bekehren kann. 

Wir bitten Dich für alle, die aus religiösen, politischen oder rassistischen Gründen verfolgt werden: Sieh auf das Unrecht, das ihnen widerfährt und schenke ihnen deine Nähe.

Wir bitten auch für die Kirche: Stärke unseren Glauben durch das Zeugnis unserer bedrängten Brüder und Schwestern. Mach uns empfindsam für die Not aller Unterdrückten und entschieden im Einsatz gegen jedes Unrecht.

Wir bitten für alle, die mit dem Opfer ihres Lebens Zeugnis für dich abgelegt haben: Lass sie deine Herrlichkeit schauen.

Gott unser Vater, im Gebet tragen wir das Leiden der Verfolgten vor dich und die Klage derer, denen die Sprache genommen wurde. Wir vertrauen auf dein Erbarmen und preisen deine Güte durch Christus unseren Herrn und Gott.

Amen.

(Das Gebet kursiert im Internet/ per Mail, die Quelle ist uns leider unbekannt. Falls jemand die Herkunft kennt, bitte Kommentar hier schreiben, wir tragen das dann nach.)

Chrétiens-Irak

abgründe der woche

26/02/2011

+++   beunruhigend : in griechenland erneut gewalttätige proteste wegen hartem sparkurs der regierung + ausschreitungen in athen + streiks legen öffentlichen verkehr lahm, auch radio und fernsehen werden zeitweilig bestreikt   +++    druckmittel : revolutionäre unruhen in der islamischen welt wirken sich auf ölverfügbarkeit und ölpreis aus + ölförderung teils eingestellt oder beschränkt + revolutionäre drohen ölpipelines und förderanlagen lahmzulegen + bombenanschlag auf grösste ölraffinerie im irak + rationalisierung befürchtet   +++   richtungweisend (I) : obama-regierung erklärt bundesgesetz, das die ehe als institution zwischen mann und frau festlegt, als verfassungswidrig + bisher hatte obama sogenannte „homo-ehen“ und „eingetragene partnerschaften“ abgelehnt   +++   richtungweisend (II) : der wissenschaftsberater des weißen hauses, john holdren, bezeichnet klimawandel-skeptiker als „häretiker“ + holdren war 2009 in die kritik geraten, da er in den 70er jahren co-autor eines buches war, das sich u.a. für bevölkerungskontrolle per zwangssterilisation aussprach + holdren hatte sich daraufhin öffentlich von diesen ansichten distanziert   +++ himmelschreiend (I) : gemäss einem report des international bulletin of missionary research wurde weltweit in den letzten 10 jahren etwa 1 million christen wegen ihres glaubens gewaltsam getötet + das entspricht 270 märtyern, die täglich ihr leben lassen für ihren glauben   +++ himmelschreiend (II) : die revolution in arabien fordert weitere opfer unter den christen + in ägypten wurden ein koptischer priester erstochen, ein mönch erschossen, ein anderer entführt + ägyptisches militär zerstört schutzzäune und beschiesst koptische klöster mit maschinengewehren + mehrere mönche und klosterangestellte verletzt und verhaftet   +++   lebensverachtend : stadt freiburg verfügt bannmeile im eingangsbereich von profamilia + erschwerte bedingungen für christliche lebensschützer, die bislang direkt vor dem profamilia-gebäude die frauen ansprechen konnten und zur umkehr bewegen   +++

Wieder zwei Christen in Bagdad erschossen

06/12/2010

Wie Asianews berichtet, wurde letzte Nacht ein älteres christliches Ehepaar in Bagdad erschossen. Derweil flüchten immer mehr christliche Familien aus der Hauptstadt in den Norden des Landes. Die neue Regierung des Irak ist immer noch nicht vollständig gebildet, verspricht aber nun jeder Familie, die bereit ist, ihr Heim zu verlassen, 400 US-Dollar. Das genügt aber noch nicht einmal für die Monatsmiete einer Wohnung im Norden. Davon abgesehen, wollen die Menschen am liebsten in ihrem Zuhause bleiben und sich nicht vom Geld ködern lassen. Die Christen in Mosul halten bisher trotz der grossen Angst, die sie haben, noch Stand.

Die Bischöfe im Irak werden diese Woche den Donnerstag, 9. Dezember, als Gedenktag an die Märtyrer der syrisch-katholischen Kathedrale von Bagdad begehen und rufen alle Christen auf, an diesem Tag für die verfolgten Christen zu fasten. Da sollten wir uns anschliessen, denn zusätzlich zu unseren Gebeten und anderen Engagements ist das Opfer ein wesentliches Mittel, um unsere verfolgten Glaubensgeschwister zu unterstützen.


Der Papst hat gestern auch noch zur Unterstützung der  80 Geiseln in der Wüste Sinai aufgerufen. Sie sind vermutlich zum grössten Teil christliche Flüchtlinge aus Eritrea, einem Land, in dem Christen verfolgt und gefoltert werden.

Und hier noch zum Downloaden ein Musterbrief an die iranische Botschaft für die Freilassung des iranischen Pfarrers Yousef Nadarkhani. Die Forderung nach Freilassung seiner Frau sollten wir auch noch einbauen in den Brief. Der Brief kann auch per email abgeschickt werden, hier die Adressen der Botschaft in Berlin und hier in Österreich: public[at]iranembassy-wien.at


Bagdad 31. Oktober

07/11/2010

Unser Pfarrer kam heute in der Predigt auf das Attentat in Bagdad am vergangenen Sonntag zu sprechen. Unter anderem sagte er, die Anzahl der friedliebenden Muslime im Orient sei gering und es sei naiv, nicht sehen zu wollen, dass das Ziel des Islam, dessen fester Bestandteil die Gewalt ist, die systematische Auslöschung des Christentums ist. Find ich gut und mutig, wenn ein Priester so deutliche Worte während der Predigt ausspricht.

 

Linkliste auf ‚Rheinisch-Katholisch‘ zum Thema CHRISTEN IM IRAK

 

abgründe der woche

06/11/2010

+++   terrorwelle (I) : paketbomben an regierungen in deutschland, frankreich, belgien geschickt + herkunft – griechische linksradikale untergrundaktivisten + motiv – protest gegen von eu verordnete sparmassnahmen   +++   terrorwelle (II) : an bord einer maschine der delta airlines von tokio nach oregon wurde ein teppichmesser gefunden + luftfahrtverband iata zeigt sich besorgt über sicherheitslücken bei der flugabfertigung   +++ sicherheitswahn (I) : eu-justiz- und innenminister werden auf konferenz am 7.-8. novemver über aufbau einer neuen datenbank beraten + flugpassagiere sollen künftig nur dann noch an bord gelassen werden, wenn es in dieser datenbank keine hinweise auf sicherheitsrisiko gibt + möglicherweise erweiterung der sicherheitsmassnahmen auf „rassentrennung“ von passagieren, wonach manche „rassen“ grundsätzlich als gefährlich eingestuft werden, z.b. muslime   +++   sicherheitswahn (II) : in niederländischen strassenbahnen werden seit oktober passagiere mit gesichtsscanner-kameras identifiziert + stimmt profil mit eintrag in verbrecherdatenbank überein, ertönt ein warnsignal, welches die passagiere auffordert, die bahn zu verlassen + drastische massnahme, weil es besonders in rotterdamer strassenbahnen bislang täglich zu raubüberfällen und vergewaltigungen kam   +++   osterweiterung : wenn albanien ende des jahres reisefreiheit in alle eu-länder erhält, könnte es zur massenabwanderung kommen + offiziellen angaben zufolge plane bereits ein drittel der 3,2 mio albaner seine ausreise + vor monaten hatte die visafreiheit für serben und mazedonier dazu geführt, dass sich aslyanträge aus diesen ländern in der eu häuften   +++   euro-islam : laut libyens diktator gaddafi bräuchte es keine bekehrungsaufforderungen zum islam für europa + dank der zuwanderung aus islamischen ländern und der eu-eingliederung von islamisch geprägten ländern wie albanien, bosnien und kosovo würde europa automatisch in wenigen jahren islamisch werden + zudem steige die zahl der (west-)europäer, die zum islam konvertierten, kontinuierlich an   +++ christenverfolgung : geiseldrama in katholischer kirche in irak + islamische extremisten hatten mehrere 100 gläubige in einer kirche in bagdad stundenlang in ihrer gewalt, um freilassung von inhaftierten extremisten gefordert + 58 todesopfer, darunter 2 priester, zahlreiche kinder   +++

Christen werden „Kakerlaken“ genannt

09/10/2010

Veranstaltung mit „Kirche in Not“ im Europäischen Parlament über Christenverfolgung

Über die schwierige Lage der Christen im Vorfeld des Referendums über die mögliche Teilung des Sudan hat Bischof Edward Hiiboro Kussala aus der Diözese Tombura-Yambio bei einer Veranstaltung des Europäischen Parlaments in Brüssel gesprochen. Die Christen, die vorrangig im Süden des Sudan lebten, würden in den muslimisch geprägten nördlichen Landesteilen kaum beachtet und sogar als Kakerlaken bezeichnet, so Kussala.

Bei der internationalen Tagung über die weltweite Christenverfolgung, bei der auch das weltweite katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ vertreten war, sagte er, dass derzeit nicht absehbar sei, wie das Referendum ausgehen könnte: das Ergebnis könnte einerseits Frieden bringen, andererseits aber auch die Stabilität der Region gefährden und einen Krieg auslösen.

Veranstalter der Tagung im Europäischen Parlament in Brüssel waren die Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (COMECE), die Europäischen Konservativen und Reformisten (ECR) sowie die Europäische Volkspartei (EVP). Berthold Pelster, Menschenrechtsexperte des weltweiten katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“, stellte zu Beginn vor rund 100 Zuhörern im vollbesetzten größten Sitzungssaal des Hauses die Arbeit des Hilfswerks vor und schilderte in einem Impulsreferat die schwierige Lage der Christen in China, Indien und Pakistan.

Neben Bischof Kussala berichteten drei weitere Vertreter aus Staaten, in denen die Einschränkung der Religionsfreiheit besonders gravierend ist, aus erster Hand über die Situation der Christen in ihrem Land. Eindringlich riefen sie in ihren Referaten die internationale Gemeinschaft zur Unterstützung der christlichen Minderheiten in ihren Heimatländern auf.

zerstörte Kirche im Irak

Louis Sako, Erzbischof von Kirkuk (Irak), befürchtet das langsame Aussterben des Christentums in seinem Heimatland, da hunderttausende Christen wegen der andauernden Übergriffe durch radikale Islamisten das Land bereits verlassen hätten. In den vergangenen sieben Jahren seien über 50 Kirchen zum Teil zerstört, drei Priester und ein Bischof entführt und 900 unschuldige Christen getötet worden, berichtete er. Den von den USA geführten alliierten Truppen warf er vor, dass deren Einmarsch im Irak ein großes Desaster für die irakischen Familien gewesen sei. Derzeit sei die Lage chaotisch und von Angst geprägt. Christen müssten sich nach seiner Ansicht entweder für die Auswanderung entscheiden oder sich damit abfinden, Bürger zweiter Klasse zu sein. Bischof Sako sprach sich für den Verbleib der Truppen aus, aber wünschte sich klare und präzise Pläne der internationalen Gemeinschaft.

Dr. T. M. Joseph, Vorsitzender des Newman College im südwestindischen Staat Kerala, erhofft sich mehr Rechte für die Dalits, die keiner hinduistischen Kaste angehören und von höheren Kasten ausgebeutet würden. Unter den Dalits befänden sich viele Christen. Radikale Hindu-Gruppierungen hätten in der Vergangenheit christliche Dörfer angegriffen. Doch der Staat unternehme nichts gegen diese Ungerechtigkeit, so Joseph. Im Sommer 2008 kam es zum Beispiel zu blutigen Übergriffen auf Kirchen und kirchliche Einrichtungen, bei denen zahlreiche Menschen ums Leben kamen.

Das kommunistisch regierte Vietnam gehe derzeit gewalttätig gegen Christen vor, berichtete Kok Ksor, Präsident der Bergvolk-Stiftung. Er berichtete von Überfällen von Regierungstruppen im Juli und August dieses Jahres auf über 200 Dörfer in Vietnam, in denen viele Christen lebten. Menschen seien verschleppt und ins Gefängnis gebracht worden, manche seien spurlos verschwunden. Obwohl in der vietnamesischen Verfassung die Religionsfreiheit festgeschrieben sei, gehe die Regierung weiterhin gegen die christlichen Bergvölker vor, so Ksor.

Zum Abschluss stellte die COMECE eine Stellungnahme zur Religionsfreiheit vor, dass die europäischen Institutionen bei ihren Auslandsbeziehungen auch die Förderung der Religionsfreiheit im Blick haben sollten. In den nächsten Wochen soll dazu eine schriftliche Erklärung im Plenum des Europäischen Parlaments vorgelegt werden.

Berthold Pelster lobte die Veranstaltung zur Christenverfolgung im Haus des Europäischen Parlaments als gehaltvoll und gut organisiert. Das große und parteiübergreifende Interesse zeige die Brisanz des Themas. Eindrücklich hätten die Referenten aus den besonders betroffenen Staaten ihre Situation geschildert.

(Quelle: Kirche in Not)

Irak: Panik unter den Christen in Mossul

01/03/2010

Die Situation der Christen im Nordirak spitzt sich zu. Der Erzbischof von Mossul, Amil Shamaaoun Nona, sagte gegenüber KIRCHE IN NOT, wenn es so weitergehe wie in den vergangenen Tagen, würden bald alle Christen Mossul verlassen haben.

Allein in der vergangenen Woche seien dort sechs Christen von Extremisten ermordet worden. Die Morde seien nach Aussage von Erzbischof Nona politisch motiviert gewesen und hätten die Vertreibung aller Christen aus der Stadt zum Ziel gehabt. Wer genau hinter den Anschlägen stecke, sei ihm nicht bekannt. Er vermutet aber, es sei eine „politische Gruppierung, die einen Nutzen vom Verschwinden der Christen hätte“.

Die Stimmung unter seinen Gläubigen beschreibt der Erzbischof als „blanke Panik“. Ob bei der Arbeit, in der Schule oder zu Hause – nirgendwo seien Christen in Mossul vor Mordanschlägen sicher, sagte Nona. Unter diesen Umständen falle es den Menschen sehr schwer, noch in der Stadt zu bleiben. Von den fünftausend christlichen Familien, die noch im Jahr 2003 in der Stadt lebten, seien heute nur noch wenige geblieben. Täglich verlassen nach Aussage des Erzbischofs etwa ein Dutzend Familien Mossul.

Erzbischof Nona appellierte an die westlichen Medien. Er betonte, dass über das Leid der Christen in Mossul dringend mehr berichtet werden müsse, wolle man ihrer Ausrottung nicht tatenlos zusehen. Den Christen in aller Welt rief Nona zu: „Wir bitten verzweifelt um Euer Gebet für uns!“

KIRCHE IN NOT schließt sich diesem Aufruf an und bittet seine Unterstützer um ihr Gebet für die Christen im Irak. Am 7. März wird in dem Land ein neues Parlament gewählt.

Quelle: KIRCHE IN NOT

Wir bitten unsere Leser, die Christen im Irak in ihre Gebete einzuschliessen.

Hier noch weitere Informationen von KIN zur Lage im Irak.