Posts Tagged ‘Iran’

Iran: Pastor Behnam Irani ist immer noch in Haft,

14/10/2014

er wurde/wird gefoltert und dabei schwer verletzt. Ihm droht die Todesstrafe, eventuell Kreuzigung!  Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGfM) setzt sich weiter für ihn ein, wir sollten sie dabei unterstützen und den Pastor unbedingt in unsere Gebete einschließen. 

Benham-Irani

UPDATE VOM 30. OKTOBER 2014: Laut IGfM wurde der Pastor am 19. Oktober zu 12 Jahren Haft und Verbannung verurteilt. Die Strafe soll er 1000 Kilometer von seiner Familie entfernt verbüßen.

Aufruf der IGfM: Lichterkette für Pastor Behnam Irani am 8. Dezember in HH

28/11/2012
Was: Lichterkette für die Freiheit von Pastor Behnam Irani
Wann: Samstag, 8.12.12 um 15:45 Uhr
Wo: Mönckebergbrunnen in der Mönckebergstraße Hamburg
Wer: Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) Hamburg

Der Pastor wird in der Haft brutal misshandelt, medizinische Hilfe wird ihm verweigert. Er befindet sich in einem lebensgefährlichen Zustand.

Da das iranische Regime sehr sensibel auf öffentliche Aufmerksamkeit regiert, bittet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte, die sich bereits in der Vergangenheit erfolgreich für inhaftierte Pastoren eingesetzt hat, um zahlreiches Erscheinen.

Windgeschützte Lichter, Sterne, sowie Schilder, die die Freilassung fordern, sind willkommen. Das Mitbringen von Plakaten mit islamkritischen Texten oder Emblemen von Organisationen bitte unterlassen.

zur Onlinepetition für Pastor Behnam Irani

Pastor Nadarkhani ist frei!

25/09/2012

Gott sei Dank! Nach drei Jahren Gefängnis und der Ungewissheit, vielleicht hingerichtet zu werden für Abfall vom Islam, ist er nun endlich wieder mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen vereint. Die Bilder sprechen wohl für sich…

Die Mahnwachen für verfolgte Christen im Iran gehen trotzdem weiter, immer Samstags am Mönckebergbrunnen in Hamburg, 15-16h30. Und vor allem sollten wir uns für seinen Anwalt einsetzen, der nun unter Beschuss ist: Unterschriftsliste IGfM

Update: Pastor Nadarkhani weiter in akuter Lebensgefahr

22/02/2012

Wie wir soeben erfahren haben, sieht es nach wie vor nicht gut aus für den wegen Konversion zum Christentum zum Tode verurteilten Pastor Youcef Nadarkhani in Iran. Dank des zahlreichen internationalen Einsatzes für ihn ist er zwar noch immer am Leben, aber es hängt wohl am seidenen Faden, da die Neuverhandlung seines Falls derzeit nicht weiter behandelt wird. 

Update 28.02.: Laut IGFM hat das Gefängnis, in dem er inhaftiert ist, Befehl erhalten, seine Hinrichtung in den nächsten Tagen einzuleiten. Die IGFM ruft daher erneut zu Mahnwachen für Pastor Nadarkhani auf, am Dienstag und Mittwoch den 28. / 29. Februar 2012 von 14-16 Uhr in Frankfurt vor dem iranischen Konsulat, Raimundstraße 90, 60320 Frankfurt/Main, sowie am Donnerstag den 1. März 2012 von 15-18 Uhr vor der iranischen Botschaft in Berlin, Podbielskiallee 67, 14195 Berlin.

Unterstützen wir Pastor Nadarkhani auch weiter mit unseren Gebeten. Besonders jetzt ist auch die beginnende Fastenzeit ein guter Anlass, wieder mehr an die verfolgten Christen weltweit zu denken und ihnen mit Gedanken und Taten unsere Unterstützung zukommen zu lassen.

abgründe der woche

11/11/2011

+++   eudssr : eu-komissionspräsident barroso fordert einführung des euro für alle eu länder + zerfall und spaltung der eu + eu-länder ohne euro sind derzeit bulgarien, dänemark, lettland, litauen, polen, rumänien, schweden, tschechien, ungarn sowie das vereinigte königreich   +++   wackelkandidat : efsf-chef regling rechnet mit baldigem antrag italiens auf hilfen aus dem euro-rettungsschirm + bis zu einer billion euro würden dann für italien aufgebracht + efsf-schirm soll im dezember nochmals aufgestockt werden   +++   wettrüsten : usa plant lieferung von tausenden fliegerbomben und anderen waffen an seine verbündeten im nahen osten wie die arabischen emirate + derweil warnt auch us-verteidigungsminister panetta vor unvorhersehbaren folgen bei einem angriff auf den iran   +++   big brother : massen-sms-dienst twitter muss nutzerdaten an us-justizbehörden aushändigen, für ermittlungen in der wikileaks-affäre  +++   signalwirkung ? : kirchengeschichtllich bedeutende kirche hagia sophia in izmit (nicäa), schauplatz zweier ökumenischer konzile vor dem morgenländischen schisma, wieder in moschee umgewandelt + die kirche war ab 1331 als moschee genutzt worden + von 1920 an diente sie jedoch als museum + auf antrag durften dort auch christliche gottesdienste gefeiert werden, wie auch in anderen ehemaligen kirchen in der türkei, die jetzt museen sind    +++ 

abgründe der woche

09/04/2011

+++   super-gau : nach weiterem schweren erdbeben meldet nun auch akw onagawa einen zwischenfall + radioaktives wasser aus abkühlbecken für verbrauchte brennelemente geschwappt + onagawa liegt 160 km nördlich von fukushima, ebenfalls an der pazifikküste   +++   pleitegeier (I) : nach griechenland und irland ist nun auch portugal offiziell bankrott + hilfeleistungen aus eu-rettungstopf und iwf angefordert + die eu-finanzhilfen belaufen sich bereits auf über 1/4 billion euro + grossteil der gelder wird von deutschland getragen   +++ pleitegeier (II) : in den usa ist die staatspleite knapp abgewendet worden + kompromisslösung des us-repräsentantenhauses beschliesst kürzungen des laufenden haushaltsetats von fast 40 mrd dollar + ohne entsprechende einigung hätten kurzfristig 800.000 staatsbeamte in zwangsurlaub gehen, staatliche einrichtungen wie nationalparks und museen hätten schliessen müssen   +++   grössenwahn :  expertentreffen im englischen chicheley hall + mittels geoengineering soll weitere erderwärmung verhindert werden + ideen u.a. versprühen von aerosolen wie schwefeldioxid, eisenzugabe in ozeane, um planktonwachstum anzuregen +++   überwachungsstaat : us-heimatschutzbehöre plant nutzung von facebook und twitter für terrorwarnungen + dienste von google und facebook richten zudem hotspots ein, wo sich der nutzer einloggen kann, um standortspezifischen angebote zu nutzen + flächendeckende dauerüberwachung per mobiltelefon im vormarsch   +++ gewaltwelle : in ägypten hat sich die kriminalitätsrate seit mubaraks abtreten um 200% gesteigert + morde, entführungen und diebstähle sind an der tagesordnung + radikale islamisten gewinnen immer mehr zuspruch   +++ empörend : während sich die welt über die verbrennung eines korans durch us-pastor aufregt und gewalttätige proteste in islamischen ländern als verständliche reaktion der muslime hinnimmt, bleibt die verbrennung hunderter bibeln in iran ohne konsequenzen   +++ euro-islam (I) : deutsche islamkonferenz fordert religionsunterricht für muslimische schüler + islamischer dachverband ditib warnt vor zunehmender islamfeindlichkeit + integrationssprecher der grünen memet kilic fordert entschuldigung von innenminister friedrich für seine äusserung, der islam gehöre nicht zu deutschland   +++ euro-islam (II) : österreichisches unterrichtsministerium sieht einführung von türkisch als 2. lebender fremdsprache vor + künftig sollen schüler die matura auch auf türkisch machen können + uni graz will türkisch als lehramtsstudium einführen   +++

Schöne neue Welt-Religion? : Die Baha’i

25/02/2011
Gäbe es diese Religion noch nicht, würde sie sicher dieser Tage erfunden werden. Die Lehre der Bahai mit ihren weltweit etwa 8 Millionen Anhängern wirkt auf den ersten Blick wie ein „Best of“ der Weltreligionen. Sie liefert das ideale spirituelle Gerüst für eine politisch korrekte Weltregierung. Ihre ethischen Grundsätze lesen sich wie eine Erweiterung der UN-Charta:

„Die ganze Menschheit ist als Einheit zu betrachten.“

„Mann und Frau haben gleiche Rechte.“

„Vorurteile jeglicher Art müssen abgelegt werden.“

„Der Weltfrieden muss verwirklicht werden.“

„Es muss ein Weltschiedsgerichtshof eingesetzt werden.“

Weiter werden eine Weltsprache und Einheitsschrift, sowie eine allgemeine Schulpflicht gefordert, um allen Kindern eine optimale Bildung (= gemäß Bahai/UN-Weltbild) zuteil werden zu lassen.

Bahai-Schrein auf dem Berg Karmel, Israel

Die hohe Kompatibilität mit den UN-Prinzipien hat zu einer engen Kooperation beider Organisationen geführt: die Bahai International Community ist bei der UN als Nichtregierungsorganisation anerkannt und agiert als Berater bei verschiedenen UN-Gremien wie Wirtschafts- und Sozialrat, Entwicklungs- und Umweltprogramm, Bevölkerungsfonds und WHO. 2008 erklärte die UNESCO die Bahai-Stätten und das Pilgerzentrum, die sich im Heiligen Land (!) auf dem Berg Karmel, in Haifa und Akko befinden, zum Weltkulturerbe.

Auch was das Spirituelle betrifft, gibt sich die Bahai-Religion verführerisch wohlklingend und zieht aus diesem Grund vortrefflich junge Menschen in ihren Bann. Immerzu ist die Rede von Einheit, Gleichheit, Harmonie, gepaart mit dem Versprechen, all dies aus eigener Kraft, im hier und jetzt, verwirklichen zu können:

„Alle Menschen müssen die Wahrheit selbständig erforschen.“

„Alle Religionen haben eine gemeinsame Grundlage.“

„Die Religion muss die Ursache der Einigkeit und Eintracht unter den Menschen sein.“

„Die Religion muss mit Wissenschaft und Vernunft übereinstimmen.“

Die Bahai haben ein monotheistisches Gottesverständnis und folgen damit der jüdisch-islamischen Tradition. Die Betonung des Selbsterlösungsgedankens (es gibt kein Opfer, keine Priester, jeder muss die Wahrheit selbst herausfinden), erinnert an fernöstliche Philosophien wie den Buddhismus.

Aber die Bahai-Religion bedient sich auch aus dem Fundus der Christlichen Lehre, modifiziert sie jedoch zu einem Zerrbild. So gelten die Prinzipien der Nächstenliebe und Gewaltlosigkeit, und die Heilige Dreifaltigkeit -Vater, Sohn und Heiliger Geist- taucht als Zerrbild, als „dreifache Einheit“ auf: Einheit Gottes, mystische Einheit der göttlichen Offenbarer und Einheit der Menschheit. Die Ähnlichkeiten gehen noch weiter: der Religionsstifter Bab wurde öffentlich hingerichtet, sein Nachfolger Baha’u’llah ins israelische Exil nach Akko verbannt. Ihre Anhänger werden bis heute im Iran verfolgt und mit strengen Repressalien belegt.

Die Bahai glauben an eine „fortschreitende Gottesoffenbarung“. Ähnlich dem islamischen Verständnis werden alle Religionsstifter und Propheten in einen Topf geworfen, d.h. Jesus Christus ist einer von Vielen in einer Reihe von  „Offenbarern“, darunter Moses, Buddha, Mohammed, und eben die Bahai-Religionsstifter.

Die Bahai-Religion ist antichristlich, und zudem explizit anti-katholisch: so ist z.B. die Beichte verboten.

Es wird sich herausstellen, inwieweit die Bahai noch an Bedeutung gewinnen werden im Zuge der fortschreitenden Bemühungen, eine Weltregierung zu installieren. Hält man sich vor Augen, dass der Bahai-Glaube im Iran seit der islamischen Revolution trotz schwerer Verfolgungen regen Zulauf erfahren hat, ist denkbar, dass dieser Glaube mit seinen islamischen Wurzeln für abtrünnige Moslems eine attraktive Alternativreligion darstellt. Angesichts der jüngsten Revolten in der arabischen Welt könnte die Bahai-Gemeinde daher rasant anwachsen und so an Einfluss gewinnen.

Ob der Antichrist tatsächlich mit der Bahai-Religion in Verbindung stehen wird, ist fraglich, seine Irrlehren aber werden sicher die ein oder andere Parallele zu denen der Bahai aufweisen. Es ist wohl auch kein Zufall, dass sich das Bahai-Hauptquartier im Heiligen Land befindet, dem Heimatland Christi, wo auch die anderen monotheistischen Weltreligionen in Erwartung der Dinge verharren. Denn dort liegt schließlich jener Ort Harmagedon (heute: Megiddo), wo die siegreiche Schlacht Christi über den Antichrist stattfinden wird (vgl Offb. 16, 16).

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Quellen und Verweise:

Dokumentation über die Bahai

Wikipedia

Wieder zwei Christen in Bagdad erschossen

06/12/2010

Wie Asianews berichtet, wurde letzte Nacht ein älteres christliches Ehepaar in Bagdad erschossen. Derweil flüchten immer mehr christliche Familien aus der Hauptstadt in den Norden des Landes. Die neue Regierung des Irak ist immer noch nicht vollständig gebildet, verspricht aber nun jeder Familie, die bereit ist, ihr Heim zu verlassen, 400 US-Dollar. Das genügt aber noch nicht einmal für die Monatsmiete einer Wohnung im Norden. Davon abgesehen, wollen die Menschen am liebsten in ihrem Zuhause bleiben und sich nicht vom Geld ködern lassen. Die Christen in Mosul halten bisher trotz der grossen Angst, die sie haben, noch Stand.

Die Bischöfe im Irak werden diese Woche den Donnerstag, 9. Dezember, als Gedenktag an die Märtyrer der syrisch-katholischen Kathedrale von Bagdad begehen und rufen alle Christen auf, an diesem Tag für die verfolgten Christen zu fasten. Da sollten wir uns anschliessen, denn zusätzlich zu unseren Gebeten und anderen Engagements ist das Opfer ein wesentliches Mittel, um unsere verfolgten Glaubensgeschwister zu unterstützen.


Der Papst hat gestern auch noch zur Unterstützung der  80 Geiseln in der Wüste Sinai aufgerufen. Sie sind vermutlich zum grössten Teil christliche Flüchtlinge aus Eritrea, einem Land, in dem Christen verfolgt und gefoltert werden.

Und hier noch zum Downloaden ein Musterbrief an die iranische Botschaft für die Freilassung des iranischen Pfarrers Yousef Nadarkhani. Die Forderung nach Freilassung seiner Frau sollten wir auch noch einbauen in den Brief. Der Brief kann auch per email abgeschickt werden, hier die Adressen der Botschaft in Berlin und hier in Österreich: public[at]iranembassy-wien.at


Iran: Todesurteil für Pfarrer

03/12/2010

Pfarrer Nadarkhani

Der iranische Pfarrer Yousef Nadarkhani ist wegen „Apostasie“, also Glaubensabfall vom islamischen „Glauben“ zum Tode verurteilt worden. Seiner Frau, die mit ihm zum christlichen Glauben (Pfingstgemeinde) konvertiert war, droht die für Frauen vorgesehene Strafe bei Apostasie: lebenslange Haft und tägliche Auspeitschung zu den fünf islamischen Pflichtgebeten. Das Ehepaar hat zwei Söhne (6 und 8 Jahre). Wie die IGfM berichtet, droht noch einem weiteren Pfarrer die Hinrichtung im Iran.

Was ist das nur für eine „Religion“, dieser Islam? Hass, niemals Verzeihung/ Vergebung siehe Asia Bibi in Pakistan, wo gegen eine Begnadigung oder einen Freispruch der mehrfachen Familienmutter protestiert und ihrem Mörder sogar eine finanzielle Belohnung versprochen wird. So ist also Allah: unnachgiebig, hasserfüllt, stolz, grausam und er wünscht seinen Gegnern den Tod. Er hat rein gar nichts mit unserem Gott gemeinsam, das sollten wir nie vergessen bei dem ganzen Multikultigetue.

Eine Bekannte von mir war neulich mehrere Tage im Krankenhaus, sie trug auch dort ihre Kette mit einem grossen Kreuz und wurde darauf von einer anderen Patientin, einer Muslimin, angesprochen. Die beiden kamen ins Gespräch, die muslimische Frau wollte gerne mehr über Jesus und Maria wissen. Daraufhin lieh ihr meine Bekannte ein christliches Büchlein (weiss nicht mehr welches), jedenfalls gab die Muslimin ihr das einige Tage später zurück und sagte, sie habe es zusammen mit einer Freundin gelesen und sie haben beide geweint dabei. Ich vermute, die beiden waren berührt von der Güte/ Liebe, Verzeihung und Barmherzigkeit, die sie dort gefunden haben, so etwas gibt’s ja gar nicht bei denen.

Wenn auch immer ich mit Muslimen diskutiere (und das hier in Europa!) – Verzeihung ist für die ein Fremdwort. Wenn man dann noch davon redet, dass wir auch unsere Feinde lieben sollen (ich sag ja nicht, dass das leicht ist), dann stösst man auf das allergrösste Unverständnis. Der Islam hat rein gar nichts mit dem Christentum gemein und die schönen Phrasen im Koran, die uns irreführen sollen, verblassen gegenüber den zur Gewalt aufrufenden Suren und zählen gar nichts angesichts der Tatsachen.

Wo es lebensgefährlich ist, Christ zu werden

Exklusiv-Interview mit dem pakistanischen Minderheitenminister Bhatti

Enthüllt: Europäische Militärs nutzen den Totalausfall der zivilen Luftfahrt für Kriegsspiele

20/04/2010

von Udo Ulfkotte

Journalisten der Systempresse erwähnen – wenn überhaupt – nur ganz am Rande bei Berichten über die Sperrung des europäischen Luftraumes, dass einige NATO-Militärflugzeuge mit durch Vulkanasche hervorgerufenen Schäden vom Einsatz zurückgekehrt sind. Irgendwie ist der Systempresse im Trubel wohl auch entgangen, was da gerade über Europa stattfindet: Das Manöver »Brilliant Ardent 2010«. Es spielt gerade durch, wie man in Europa reagieren würde, wenn die USA oder Israel überraschend die Atomanlagen in der Islamischen Republik Iran bombardieren würden – und Teheran dann zurückschlagen würde. Bei so einem Manöver, das nun zu Ende geht, war es rein zufällig ziemlich nützlich, wenn die vielen hinderlichen Zivilflugzeuge bei den Kriegssimulationen einige Tage am Boden blieben. Denn es geht um die schnelle Eingreiftruppe »NATO Response Force« (NRF) – hier eingestellt am 20. April um 7.35 Uhr …

Nicht allen Politikern behagt die Vorstellung, dass die Mullahs der Islamischen Republik Iran über Atomwaffen verfügen könnten. Denn die Auffassungen der Iraner und aufgeklärter westlicher Bürger driften mitunter ziemlich weit auseinander, ein Beispiel: In der Islamischen Republik Iran hat der einflussreiche Mullah Hodschatoleslam Kazem Sedighi den Iranern gerade erklärt, warum es auf der Welt Erdbeben gibt und Vulkane ausbrechen: Schuld daran ist aus der Sicht iranischer Erdbebenforscher nur die aufreizende Kleidung von Frauen. Nein, das ist kein Scherz: Wo Frauen sich schön keusch verhüllen und in islamische Komplettverhüllungen stecken lassen, da gibt es – so der Mullah – keine Erdbeben. Ähnliches gilt aus iranischer Sicht auch für Vulkanausbrüche. Wenn ein Land wie der Iran, in dem die höchsten Repräsentanten die Erdbeben- und Vulkanforschung »revolutionieren«, bald möglicherweise über Atomwaffen verfügt, dann sorgt das irgendwie bei manchen Menschen für Unruhe.

Nun bereiten sich nicht nur Politiker, sondern auch Militärs auf die Folgen vor. Und deshalb gab es vom 12. bis 22. April in Deutschland das nun zu Ende gehende großangelegte Luftmanöver der NATO Response Force/NRF in Zusammenhang mit dem Manöver BRILLIANT ARDENT 2010. Kampfjets, Bomber, Hubschrauber, Tankflugzeuge und AWACS-Maschinen zur Überwachung des Luftraumes operierten dabei mit Militärflugzeugen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Polen und der Tschechischen Republik – geführt aus Izmir/Türkei. Mit dem Manöver werden die erforderlichen Kommandostrukturen für ein schnelles Eingreifen in realistischen Szenarien getestet. Man wollte beispielsweise erkunden, wie man europäische Ballungsgebiete verteidigt, wenn Großflughäfen durch Raketeneinschläge getroffen sind, völlige Verwirrung am Boden herrscht und zehntausende Menschen von ihrer Heimat entfernt herumirren. Am Donnerstag morgen ist das Manöver beendet.

Die Europäische Union behauptet derweilen, die zivile Sperrung des Luftraumes (nur dafür ist die europäische Flugsicherung zuständig, die militärische Flugsicherung agiert getrennt von der zilivilen) sei aus wissenschaftlicher Sicht nicht notwendig gewesen – die zugrunde liegenden Computer-Simulationen seien »veraltet«.

Dagegen spricht: Mehrere NATO-Maschinen haben in den letzten Tagen Triebwerksschäden wegen der Vulkanasche gehabt, die sich in den Triebwerken zu Glas verdichtete und die Schaufeln beschädigte, berichtete AP: »Even as airline officials were clamoring for relief – both financial and operational – a senior Western diplomat told The Associated Press that several NATO F-16 fighter jets had suffered engine damage after flying through the cloud, suggesting government caution was warranted. The official declined to provide more details on the military flights, except to say that glasslike deposits were found in the planes‘ engines after they patrolled over unspecified European airspace.«

Nach dem Abschluss des Manövers gibt es noch eine Standby-Phase des Manövers, die mehrere Monate dauert – rein zufällig deckt sich das mit den möglichen prognostizierten weiteren Vulkanaschewolken. Es geht also um die  schnelle Eingreiftruppe NATO Response Force (NRF), die sich auf Kriegseinsätze vorbereiten muss. Und es geht um eine militärische Reaktion auf eine Bedrohungslage aus Staaten wie dem Iran.

Admiral Mike Mullen, der ranghöchste Soldat der Vereinigten Staaten (Vorsitzender der Joint Chiefs of Staff), macht bei einer Rundreise durch die USA in diesen Tagen gerade Stimmung für einen baldigen Militärangriff auf den Iran. Angeblich ist der Iran schon bald in der Lage, die USA anzugreifen. Nach Angaben des russischen Staatspräsidenten Dmitri Medwedew könnte Israel bis Jahresende 2010 den Iran angreifen und die Welt in einen Atomkrieg führen.

Wie man sieht, spielen alle Seiten mit verdeckten Karten. Die Iraner verwirren die Bevölkerung mit wahrlich merkwürdigen Aussagen über Erdbeben und Vulkanausbrüche. Die westlichen Militärs wetzen die Messer und machen Kriegsspiele – und es brodelt im Vulkan, der auf Island schon wieder neue Aschewolken ausspuckt.

Fazit: Für zivile Flugreisende mit ihren Koffern ist das Fliegen derzeit angeblich zu gefährlich. Für militärische Kampfflieger mit scharfen Bomben unter den Tragflächen ist der Himmel über Europa derzeit zugleich absolut offen – trotz erkannter Triebwerksschäden durch Vulkanasche. Das ist der Systempresse irgendwie noch nicht aufgefallen, oder sie unterdrückt diese Informationen bewusst …

Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Ulfkotte und dem Kopp-Verlag.

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