Posts Tagged ‘Israel’

Gebet des Papstes, am Pfingstfest heute

08/06/2014

für das Heilige Land während des Treffens von Abbas und Peres im Vatikan:

Herr, Gott des Friedens, erhöre unser Flehen!

Viele Male und über viele Jahre hin haben wir versucht, unsere Konflikte mit unseren Kräften und auch mit unseren Waffen zu lösen; so viele Momente der Feindseligkeit und der Dunkelheit; so viel vergossenes Blut; so viele zerbrochene Leben; so viele begrabene Hoffnungen… Doch unsere Anstrengungen waren vergeblich. Nun, Herr, hilf Du uns! Schenke Du uns den Frieden, lehre Du uns den Frieden, führe Du uns zum Frieden! Öffne unsere Augen und unsere Herzen, und gib uns den Mut zu sagen: „Nie wieder Krieg!“; „Mit dem Krieg ist alles zerstört!“ Flöße uns den Mut ein, konkrete Taten zu vollbringen, um den Frieden aufzubauen.

Herr, Gott Abrahams und der Propheten, Du Gott der Liebe, der Du uns erschaffen hast und uns rufst, als Brüder zu leben, schenke uns die Kraft, jeden Tag Baumeister des Friedens zu sein; schenke uns die Fähigkeit, alle Mitmenschen, denen wir auf unserem Weg begegnen, mit wohlwollenden Augen zu sehen. Mach uns bereit, auf den Notschrei unserer Bürger zu hören, die uns bitten, unsere Waffen in Werkzeuge des Friedens zu verwandeln, unsere Ängste in Vertrauen und unsere Spannungen in Vergebung. Halte in uns die Flamme der Hoffnung am Brennen, damit wir mit geduldiger Ausdauer Entscheidungen für den Dialog und die Versöhnung treffen, damit endlich der Friede siege. Und mögen diese Worte – Spaltung, Hass, Krieg – aus dem Herzen jedes Menschen verbannt werden! Herr, entwaffne die Zunge und die Hände, erneuere Herzen und Geist, damit das Wort, das uns einander begegnen lässt, immer „Bruder“ laute und unser Leben seinen Ausdruck finde in „Shalom, Frieden, Salam“! Amen.

Holy Land

 

Hier geht’s zur deutschen Version der Seite des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem

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Jerusalmer Patriarch protestiert gegen Hauszerstörung

14/11/2013

Eine Mitteilung des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem (aber hierzulande interessiert sich die Presse ja lieber ausführlichst dafür, welche Flugklasse ein Bischof geflogen ist – verkehrte Welt!)

Jesu Unterredung mit einem Schriftgelehrten

21/07/2012

zum Evangelium vom 22. Juli 2012: Markus 6,30-34

(…) und Jesus geht zu der Menge der Kranken, die ihn mit sehnsuchtsvollen Gesichtern erwarten; er heilt einen nach dem anderen, gütig und geduldig auch einem Schriftgelehrten gegenüber, der ihm sein krankes Kind vorstellt.

Dieser Schriftgelehrte sagt ihm: „Siehst du? Du fliehst. Aber es ist unnütz. Hass und Liebe sind klug im finden. Hier hat dich die Liebe gefunden, wie es im Hohenlied geschrieben steht. Du bist ja schon für viele wie der Bräutigam des Hohenliedes. Und man kommt zu dir, wie Sulamith dem Bräutigam trotz der Runden der Wächter und der Viergespanne des Amminadab entgegengeht.“

„Warum sagst du das? Warum?“

„Weil es wahr ist! Es ist gefahrvoll, zu dir zu kommen, denn du bist verhasst. Weisst du denn nicht, dass du in der Gunst Roms stehst, und der Tempel dich hasst?“

„Warum versuchst du mich, Mann! Du legst Arglist in deine Worte, um dem Tempel und Rom meine Antworten zu bringen. Ich habe deinen Sohn nicht aus Arglist geheilt…“

Der Schriftgelehrte neigt, durch den sanften Vorwurf verwirrt, das Haupt und bekennt: „Ich sehe, dass du wirklich die Herzen der Menschen kennst. Verzeih… Ich sehe, dass du wirklich heilig bist. Verzeih! Ich bin hierher gekommen, um in mir die Hefe gären zu lassen, die andere in mich gestreut haben…“

„Und die in dir die geeignete Wärme gefunden hat, um aufzugehen.“

„Ja, das ist wahr… Aber jetzt gehe ich ohne Hefe im Herzen weg. Oder besser gesagt, mit einer neuen Hefe.“

„Ich weiss es. Ich trage dir nichts nach. Viele sind durch eigenen Willen schuldig, viele durch den Willen anderer. Und der gerechte Richter wird verschiedene Maßstäbe anlegen, wenn er über sie urteilen wird. Du, Schriftgelehrter, sei gerecht und verführe in Zukunft nicht, wie du verführt worden bist. Wenn die Welt Druck auf mich ausübt, dann betrachte die lebendige Gnade, die dein Sohn ist, der vom Tod errettet wurde, und sei Gott dankbar!“

„Dir!“

„Gott! Ihm gebührt alle Ehre und Preis. Ich bin sein Messias und preise ihn als erster. Ich gehorche ihm als erster. Denn der Mensch erniedrigt sich nicht, wenn er Gott in Wahrheit verehrt, aber er entwürdigt sich, wenn er der Sünde dient.“

„Du sagst es gut. Sprichst du immer so? Für alle?“

„Für alle! Ob ich zu Annas, zu Gamaliel oder zu einem bettelnden Aussätzigen auf einer Bahre rede, die Worte sind immer dieselben, weil es nur eine Wahrheit gibt.“

„Rede also, da wir alle hier sind, um ein Wort oder eine Gunst von dir zu erbitten.“

„Ich werde reden. Damit man nicht sagen kann, dass ich voreingenommen bin gegen den, der ehrlich in seinen Überzeugungen ist.“

„Die ich gehabt habe, sind schon dahin. Aber es ist wahr, ich war ehrlich in ihnen. Ich glaubte Gott einen Dienst zu erweisen, als ich dich bekämpfte.“

„Du bist aufrichtig. Und deshalb verdienst du, Gott zu verstehen, der niemals Lüge ist. Doch deine Überzeugungen sind noch nicht gestorben, ich sage es dir. Nur oberflächlich gesehen scheinen sie abgestorben zu sein; denn sie sind wie verbranntes Unkraut, dessen Wurzeln noch leben und vom Erdreich genährt werden. Der Tau lädt sie ein, neue Triebe zu bilden und diese wiederum, neue Blätter. Du musst darüber wachen, dass dies nicht geschieht, sonst wirst du aufs neue vom Unkraut überwuchert. Israel stirbt sehr schwer.“

„Muss Israel also sterben? Ist es eine schlechte Pflanze?“

„Es muss sterben, um auferstehen zu können.“

„Eine geistige Reinkarnation?“

„Eine geistige Entfaltung! Es gibt keine Reinkarnationen, bei keiner Art.“

„Manche glauben aber daran.“

„Sie sind im Irrtum!“

„Der Hellenismus hat auch in uns einen solchen Glauben aufkommen lassen. Die Gelehrten weiden sich daran und rühmen sich seiner wie einer vornehmen Speise.“

„Es handelt sich um den absurden Widerspruch derer, die den Fluch über jeden aussprechen, der eine der sechshundertdreizehn kleinen Vorschriften übertreten hat.“

„Das ist wahr. Aber… so ist es. Man macht gerne nach, was man doch im Grunde hasst.“

„Dann ahmt mich nach, da ihr mich hasst. Es wird besser für euch sein.“

Der Schriftgelehrte muss notgedrungen über diese Folgerung Jesu lachen. Das Volk steht mit offenem Mund da und hört zu, und die entfernter Stehenden lassen sich von ihren Nachbarn die Worte der beiden wiederholen. (…)

Auszug aus “Der Gottmensch″, Bd. V von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.chwww.parvis.ch

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abgründe der woche

05/11/2011

+++   weltregierung ante portas : g20-gipfel in cannes beschliesst, dass iwf künftig die kontrolle über die finanzen von eu-pleiteländern übernimmt + iwf soll etwa den vollzug der sparpläne italiens kontrollieren und dem euro-rettungsfonds gelder geben + mitbestimmung von ländern wie china und den usa in europa damit weg geebnet   +++   eudssr : griechenlands premier papandreou zieht pläne für volksabstimmung über den verbleib des landes in der eurozone zurück + referendum nicht mit den anderen eu-ländern abgestimmt + harsche kritik und hoher druck von seiten der eu + deutschland und frankreich setzten vorübergehend hilfszahlungen an griechenland aus   +++   aus dem auge, aus dem sinn ? : lage im havarierten kernkraftwerk fukushima bleibt kritisch + unkontrollierte kernspaltung in reaktor 2 befürchtet + in fukushima hatte es bereits in 3 reaktoren kernschmelzen gegeben + stilllegung des akw wird laut experten mindestens 30 jahre dauern + internationale atomenergiebehörde (iaea) rechnet trotz des unglücks in japan mit zahlreichem neubau von atomkraftwerken weltweit   +++   zündstoff (I) : scharfe kritik an unesco wegen aufnahme palästinas + unesco erste un-organisation, die palästina als staat anerkennt + usa, kanada und israel setzen freiwillige zahlungen an die organisation aus + israel beschliesst ausserdem als reaktion auf unesco-aufnahme den siedlungsbau im besetzten palästinensischen ost-jerusalem + bau von 2000 neuen häusern geplant   +++   drohgebärden : in erwartung eines berichts der atomenergiebehörde iaea über irans atomprogramm diskutiert israels premier netanyahu laut „haaretz“ derzeit mit seinem kabinett einen militärschlag gegen iranische atomanlagen + noch fehlt ihm die notwendige mehrheit + israelische militärspitze und geheimdienst gegen solchen angriff + iran in habachtstellung +++ zündstoff (II) : brandanschlag auf redaktionsbüros des französischen satireblatts „charlie hebdo“ + die zeitschrift hatte zuvor am gleichen tag eine sonderausgabe über die islamistischen wahlgewinner in tunesien herausgegeben + webseite gehackt + redakteure unter polizeischutz   +++ 

Das Gleichnis vom König, der seinem Sohn die Hochzeit bereitet

09/10/2011

zum Sonntags-Evangelium vom 9. Oktober 2011: Mt 22,1-14

„… Die Verbündeten, die Freunde, die Großen seines Volkes hat Gott wirklich durch seine Diener eingeladen, und er wird sie immer dringender einladen, je näher die Stunde der Hochzeit rückt. Aber sie werden die Einladung nicht annehmen, denn sie sind falsche Verbündete, falsche Freunde und nur dem Namen nach Große; denn Niederträchtigkeit steckt in ihnen.“

Jesus läßt seine Stimme immer mehr anschwellen; seine Augen sind wahre Lichtbündel im Schein des Feuers, das für ihn und die Zuhörer angezündet worden ist, um den Abend zu erhellen, da der im letzten Viertel stehende Mond erst spät aufgeht. „Ja, Niederträchtigkeit steckt in ihnen, und daher verstehen sie nicht, dass es eine Pflicht und eine Ehre für sie ist, der Einladung des Königs zu folgen.

Hochmut, Härte und Fleischeslust bilden ein Bollwerk in ihren Herzen. Und – Unglückliche, die sie sind! – sie hassen mich und wollen daher nicht zur Hochzeit kommen. Sie wollen nicht kommen. Sie ziehen der Hochzeit schmutzige Verbindungen mit der Politik, schmieriges Geld und schmutzige Sinnenlust vor. Sie ziehen die schmählichen Berechnungen, Verschwörungen, heimtückische Verschwörungen, die Täuschung und das Verbrechen vor.

Dies alles verurteile ich im Namen Gottes. Und gerade deshalb hasst man die Stimme, die spricht, und die Feste, zu welchen sie einlädt. In diesem Volk werden Henker der Diener Gottes, der Propheten gesucht. Die Propheten waren die Diener Gottes bis jetzt; meine Jünger sind die Diener von jetzt an. In diesem Volk werden Spötter gesucht, die sagen: „Ja, wir kommen“, während sie im Innern denken: „Nie und nimmer.“ Das geschieht in Israel.

Damit der Sohn eine würdige Hochzeitsfeier habe, schickt der König des Himmels seine Diener an die Wegkreuzungen, um jene einzuladen, die keine Freunde, keine Vornehmen und keine Verbündeten sind, sondern einfaches, vorüberziehendes Volk. Durch meine Hand, die Hand des Sohnes und Dieners Gottes, ist schon mit der Ernte begonnen worden.

Wer es auch sein mag, kann kommen… Es sind ihrer schon gekommen. Ich helfe ihnen, sich rein und schön für das Hochzeitsfest zu machen. Aber es sind Menschen darunter, die zu ihrem Unglück von der Hochherzigkeit Gottes Wohlgerüche und königliche Gewänder annehmen, um sich selbst erscheinen zu lassen, was sie nicht sind: als reich und würdig; sie missbrauchen die Güte, um in unwürdiger Weise zu verführen und zu verdienen… Individuen mit niederträchtiger Seele in den Fängen des abstoßenden Polyps der Laster. Sie unterschlagen wohlriechende Essenzen und Gewänder, um unerlaubten Gewinn daraus zu ziehen und sie nicht für die Hochzeit des Königssohnes, sondern für ihre Hochzeit mit dem Satan zu verwenden.

Dies alles wird geschehen, denn viele sind berufen, aber nur wenige, die in der Berufung auszuharren verstehen, auserwählt. 

Es wird aber auch geschehen, dass diese Hyänen, die das Aas der lebendigen Nahrung vorziehen, zur Strafe aus dem Festsaal in die Finsternis des ewigen Sumpfes geworfen werden, in welchem Satan bei jedem Sieg über eine Seele sein schreckliches Gelächter ausstößt, und in dem auf ewig das Klagen der Verzweiflung der Törichten ertönt, die dem Bösen folgten statt der Güte, die sie gerufen hatte.

 


Erhebt euch und lasst uns zur Ruhe gehen. Ich segne euch alle, ihr Bewohner von Bethanien, alle. Ich segne euch und schenke euch meinen Frieden. Und ich segne besonders dich, Lazarus, mein Freund, und dich, Martha. Ich segne meine alten und meine neuen Jünger, die ich in die Welt sende, um zur Hochzeit des Königs einzuladen. Kniet euch alle nieder, ich will euch segnen.

Petrus, sag das Gebet, das ich euch gelehrt habe; sage es hier, an meiner Seite stehend, denn so muss es von dem gesagt werden, der von Gott dazu bestimmt ist.“

Die ganze Versammlung kniet nieder im Heu. Nur Jesus steht in seinem Leinenkleid groß und schön da, Petrus neben ihm, ist aufgeregt, beinahe zitternd. Er betet mit seiner nicht schönen, aber männlichen Stimme langsam, aus Angst, einen Fehler zu machen: „Vater unser…“

Man hört vereinzelt Schluchzen… von Männern, von Frauen… 

Auszug aus “Der Gottmensch″ Band IV von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

abgründe der woche

24/09/2011

+++   sammelwut : facebook stellt auf entwicklerkonferenz expansionspläne vor + ginge es nach mark zuckerberg, sollen künftig mittels einer timeline von babyfotos über lieblingslieder, abschlusszeugnisse und reiseetappen sämtliche aspekte und informationen aus dem leben der nutzer auf facebook verwaltet werden   +++   feindbild : papst benedikt wird beim besuch in seinem heimatland vielerorts mit protesten begegnet + bei seiner rede im bundestag etliche abgeordnete vorwiegend der linksfraktion ferngeblieben   +++   zündstoff : mahmoud abbas reicht bei uno antrag auf anerkennung palästinas als vollmitglied ein + experten gehen von ablehnung des antrags aus + insbesondere von den usa wird ein veto erwartet + derweil rüstet sich israel für mögliche anschläge der hamas   +++   verlustängste : unternehmen ziehen vermehrt hohe geldbeträge von grossbanken ab und legen sie bei der ezb an, weil sie dort als sicherer gelten + so z.b. hat siemens dort bereits mehrere milliarden euro liegen   +++   unter beschuss : immigrantenverein fordert abschaffung des kreuzes auf schweizer flagge + angesichts der vielen nicht-christlichen immigranten wäre eine flagge ohne christliches symbol zeitgemässer, argumentiert der verein second@s plus   +++ 

abgründe der woche

19/03/2011

+++   prekär (I) : während im japanischen erdbebengebiet die menschen zusätzlich durch den erneuten wintereinbruch an der kälte leiden, gelingt es im kernkraftwerk fukushima weiterhin nicht, die überhitzten brennelemente zu kühlen + radioaktiv verseuchte lebensmittel in der region festgestellt + ausländer verlassen japan scharenweise + japanische regierung zeigt sich noch immer stoisch und spielt tragweite des unfalls herunter +++ prekär (II) : alle welt schaut auf japan, während sich in libyen die lage ebenfalls zuspitzt + un-resolution beschliesst flugverbotszone über libyen + frankreich bereit für militärschlag gegen gaddafi-regime + gaddafi reagiert mit versprechen auf waffenstillstand + greift aber offenbar trotzdem weiter rebellen an, auch mit kampfflugzeugen   +++   verzweiflungstat: in irland steigt die selbstmordrate im zuge der wirtschaftskrise dramatisch an, um fast 25 % gegenüber vorjahren + viele iren sind noch aus den erfolgreichen „celtic tiger“-zeiten hoch verschuldet und können nun wegen arbeitsverlust ihre raten nicht mehr zahlen + 10 suizide pro woche + auch zeichen von rückgang des katholischen glaubens auf der insel   +++   aug um auge, zahn um zahn : als reaktion auf einen mordanschlag auf jüdische siedler gibt israelische regierung grünes licht für bau hunderter neuer häuserblocks in besetzten gebieten in der west bank + usa zeigen sich besorgt um friedensprozess   +++   verdächtig : wegen blasphemie inhaftierter christ in pakistan stirbt unvermittelt angeblich an herzinfarkt + christliche menschenrechtsaktivisten fordern klärung der todesumstände + familie des toten berichtet von wiederholten angriffen auf ihn durch mithäftlinge und gefängnispersonal   +++

Schöne neue Welt-Religion? : Die Baha’i

25/02/2011
Gäbe es diese Religion noch nicht, würde sie sicher dieser Tage erfunden werden. Die Lehre der Bahai mit ihren weltweit etwa 8 Millionen Anhängern wirkt auf den ersten Blick wie ein „Best of“ der Weltreligionen. Sie liefert das ideale spirituelle Gerüst für eine politisch korrekte Weltregierung. Ihre ethischen Grundsätze lesen sich wie eine Erweiterung der UN-Charta:

„Die ganze Menschheit ist als Einheit zu betrachten.“

„Mann und Frau haben gleiche Rechte.“

„Vorurteile jeglicher Art müssen abgelegt werden.“

„Der Weltfrieden muss verwirklicht werden.“

„Es muss ein Weltschiedsgerichtshof eingesetzt werden.“

Weiter werden eine Weltsprache und Einheitsschrift, sowie eine allgemeine Schulpflicht gefordert, um allen Kindern eine optimale Bildung (= gemäß Bahai/UN-Weltbild) zuteil werden zu lassen.

Bahai-Schrein auf dem Berg Karmel, Israel

Die hohe Kompatibilität mit den UN-Prinzipien hat zu einer engen Kooperation beider Organisationen geführt: die Bahai International Community ist bei der UN als Nichtregierungsorganisation anerkannt und agiert als Berater bei verschiedenen UN-Gremien wie Wirtschafts- und Sozialrat, Entwicklungs- und Umweltprogramm, Bevölkerungsfonds und WHO. 2008 erklärte die UNESCO die Bahai-Stätten und das Pilgerzentrum, die sich im Heiligen Land (!) auf dem Berg Karmel, in Haifa und Akko befinden, zum Weltkulturerbe.

Auch was das Spirituelle betrifft, gibt sich die Bahai-Religion verführerisch wohlklingend und zieht aus diesem Grund vortrefflich junge Menschen in ihren Bann. Immerzu ist die Rede von Einheit, Gleichheit, Harmonie, gepaart mit dem Versprechen, all dies aus eigener Kraft, im hier und jetzt, verwirklichen zu können:

„Alle Menschen müssen die Wahrheit selbständig erforschen.“

„Alle Religionen haben eine gemeinsame Grundlage.“

„Die Religion muss die Ursache der Einigkeit und Eintracht unter den Menschen sein.“

„Die Religion muss mit Wissenschaft und Vernunft übereinstimmen.“

Die Bahai haben ein monotheistisches Gottesverständnis und folgen damit der jüdisch-islamischen Tradition. Die Betonung des Selbsterlösungsgedankens (es gibt kein Opfer, keine Priester, jeder muss die Wahrheit selbst herausfinden), erinnert an fernöstliche Philosophien wie den Buddhismus.

Aber die Bahai-Religion bedient sich auch aus dem Fundus der Christlichen Lehre, modifiziert sie jedoch zu einem Zerrbild. So gelten die Prinzipien der Nächstenliebe und Gewaltlosigkeit, und die Heilige Dreifaltigkeit -Vater, Sohn und Heiliger Geist- taucht als Zerrbild, als „dreifache Einheit“ auf: Einheit Gottes, mystische Einheit der göttlichen Offenbarer und Einheit der Menschheit. Die Ähnlichkeiten gehen noch weiter: der Religionsstifter Bab wurde öffentlich hingerichtet, sein Nachfolger Baha’u’llah ins israelische Exil nach Akko verbannt. Ihre Anhänger werden bis heute im Iran verfolgt und mit strengen Repressalien belegt.

Die Bahai glauben an eine „fortschreitende Gottesoffenbarung“. Ähnlich dem islamischen Verständnis werden alle Religionsstifter und Propheten in einen Topf geworfen, d.h. Jesus Christus ist einer von Vielen in einer Reihe von  „Offenbarern“, darunter Moses, Buddha, Mohammed, und eben die Bahai-Religionsstifter.

Die Bahai-Religion ist antichristlich, und zudem explizit anti-katholisch: so ist z.B. die Beichte verboten.

Es wird sich herausstellen, inwieweit die Bahai noch an Bedeutung gewinnen werden im Zuge der fortschreitenden Bemühungen, eine Weltregierung zu installieren. Hält man sich vor Augen, dass der Bahai-Glaube im Iran seit der islamischen Revolution trotz schwerer Verfolgungen regen Zulauf erfahren hat, ist denkbar, dass dieser Glaube mit seinen islamischen Wurzeln für abtrünnige Moslems eine attraktive Alternativreligion darstellt. Angesichts der jüngsten Revolten in der arabischen Welt könnte die Bahai-Gemeinde daher rasant anwachsen und so an Einfluss gewinnen.

Ob der Antichrist tatsächlich mit der Bahai-Religion in Verbindung stehen wird, ist fraglich, seine Irrlehren aber werden sicher die ein oder andere Parallele zu denen der Bahai aufweisen. Es ist wohl auch kein Zufall, dass sich das Bahai-Hauptquartier im Heiligen Land befindet, dem Heimatland Christi, wo auch die anderen monotheistischen Weltreligionen in Erwartung der Dinge verharren. Denn dort liegt schließlich jener Ort Harmagedon (heute: Megiddo), wo die siegreiche Schlacht Christi über den Antichrist stattfinden wird (vgl Offb. 16, 16).

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Quellen und Verweise:

Dokumentation über die Bahai

Wikipedia

abgründe der woche

18/12/2010

+++   global warming ? : während des klimagipfels im mexikanischen cancun wurde die kälteste nacht gemessen seit beginn der wetteraufzeichnungen + auch in europa war die erste dezemberwoche die kälteste seit der ersten aufzeichnung 1772 +++  eudssr : euro-währungskrise ruft staatsinterventionismus auf den plan + merkel inzwischen angetan von nationsübergreifender „wirtschaftsregierung“ der eu + ständiger euro-rettungsschirm erster schritt in diese richtung   +++  krawalle (I) : die teils gewalttätigen proteste in london in den vergangenen wochen waren keineswegs bloss aufmärsche empörter britischer studenten + per facebook und twitter wurde ein internationaler mob von aktivisten (anarchisten, trotzkisten, klimaschützern) neben lokalen strassen-gangs zusammengerufen, um gezielt unruhe zu stiften + bis zu 30 militante gruppen nutzten die unmut über erhöhte studiengebühren für ihre zwecke +++   krawalle (II) : in moskau eskaliert nach einem fussballspiel die gewalt zwischen ultra-nationalisten und kaukasischen einwanderern + 1300 menschen verhaftet + ausgangssperre über die stadt verhängt + polizeipatrouillen allerorten   +++   krawalle (III) : erneut gewalttätige ausschreitungen in athen + bürgerkriegsartige zustände + attacken gegen polizei und politiker + generalstreiks über mehrere tage, wegen sparmassnahmen der regierung, z.b. kürzung von gehältern und sozialleistungen  +++ zensiert (I) : facebook sperrt seiten von wikileaks-sympathisanten + es sei gegen die nutzungsbedingungen verstossen worden +++ zensiert (II) : us-luftwaffe sperrt mitarbeitern den zugriff auf zeitungs-webseiten, die dokumente von wikileaks veröffentlicht hatten + u.a. guardian, new york times   +++   big brother : neues tool bei facebook ermöglicht automatische gesichtserkennung bei fotos + zunächst in den usa eingesetzt + kritiker besorgt, da sich damit auch unbekannte identifizieren lassen + tool könne jederzeit vom nutzer deaktiviert werden   +++   erpressung durch vater staat : ungarn hebt freie wahl der pensionskasse auf, um marode staatskassen zu füllen + bürger müssen entweder ihr pensionsvermögen der „2. säule“ aus privaten fonds in die staatliche kasse transferieren, oder aber sie verlieren anspruch auf staatliche rente aus der „1. säule“   +++   europäer in not : portugal zahlt kein kindergeld mehr + spanien streicht sozialhilfe   +++   amerikaner in not : in den usa steigt anzahl der bezugsnehmer von lebensmittelmarken stetig an + im september knapp 43 mio amerikaner, die diese hilfe in anspruch nehmen + gegenüber vorjahr ein anstieg von 6 mio menschen + kosten des regierungsprogramms zuletzt bei 5,7 mrd dollar +++   israel manövriert sich ins diplomatische abseits : rabbiner weltweit unterzeichnen petition gegen jüngste verordnung, wonach juden die vermietung oder der verkauf von wohnraum an nicht-juden verboten ist + baustopp gegen jüdischen siedlungsbau in palästinensergebieten nicht verlängert, usa bricht daraufhin friedensverhandlungen ab + argentinien, brasilien und uruguay erkennen palästinensischen staat an, eu-aussenminister äussern sich ebenfalls positiv bzgl palästinenserstaat   +++   grüner einheitsbrei : die grünen fordern gleichstellung des christentums mit dem islam + „islamische organisationen teil der deutschen zivilgesellschaft“ + „christlich-abendländische kultur als solche existiere nicht“, sie sei ein kontrukt, „um andere gruppen auszuschliessen“ + chef der grünen özdemir ist muslim    +++

abgründe der woche

04/12/2010

+++   denn es ist nichts verborgen, was nicht offenbar werden soll, und nichts geheim, was nicht an den tag kommen soll (mk 4,22) : wikileaks-veröffentlichung von 250.000 diplomatischen geheimdokumenten treibt insbesondere us-regierung zur weissglut + gründer julian assange untergetaucht + auf roter fahndungsliste von interpol + seine hinrichtung im amerikanischen tv gefordert, u.a. von us-senator huckabee + amazon-server nehmen webseite vom netz + assange kündigt für 2011 weitere enthüllungen an, diesmal über us-grossbank   +++   lichterloh : schwere waldbrände in israel nahe der hafenstadt haifa + bereits über 40 todesopfer + internationale hilfe in anmarsch, sogar löschflugzeuge aus der türkei + keine entspannung der lage in sicht + in haifa leben 600 000 menschen   +++ finanzkrise schürt ängste : angst um spareinlagen lässt iren binnen kurzem milliarden euro von den banken abziehen + so wurden bei der angloirish bank bereits 13 mrd euro, bei der bank of ireland über 10 mrd euro abgehoben + in deutschland existiert notfallplan zum schliessen von bankschaltern und geldautomaten, falls es zu ähnlichen massenabhebungen käme   +++   online-zensur in action (I) : us-dept of homeland security (dhs) übernimmt mehr als 75 internetseiten + auf der seite dann nur noch das logo des dhs mit einer einschlägigen mitteilung zu sehen + zunächst seiten im visier, die links zu urheberrechtsverletzenden inhalten aufzeigen, obwohl sie selbst diese inhalte nicht hosten + ausweitung auf andere „unbequeme“ webseiten denkbar   +++   online-zensur in action (II) : us-patentbehörde ustpo gesteht facebook alleiniges markenrecht auf das wort „face“ zu + theoretisch könnten nun alle webseiten, die das wort enthalten, gesperrt werden, unter berufung auf urheberrechtsverletzung   +++   missverständnis zieht kreise : nach angeblichem abrücken des papstes von kondomverbot steigt seine akzeptanz, gemäss umfragen + dekan in südafrikanischer erzdiözese johannesburg verteilt kondome +++   hass gegen christen : in oberägypten setzen muslime hunderte geschäfte und häuser von christen in brand + grund war angebliche beziehung eines jungen muslims zu einer christin +++