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13. Januar 2013: Fest der Taufe des Herrn

12/01/2013

Passend zum heutigen Sonntagsevangelium, Lukas 3,15-16.21-22.,  hier wieder einmal die schöne Vision der Maria Valtorta zur Taufe Jesu im Jordan durch Johannes den Täufer.

Taufe des Herrn

„Johannes benötigte kein besonderes Erkennungszeichen“

15/01/2011

(zum Sonntags-Evangelium vom 16. Januar 2011: Johannes 1,29-34)

Jesus sagt:

„(…) Johannes benötigte kein besonderes Erkennungszeichen. Doch für die Ungläubigkeit der anderen war ein Zeichen notwendig. Worauf hätte Johannes seine Behauptung stützen sollen? Ein unleugbarer Beweis für die geistig blinden Augen und schwerhörigen Ohren der Zweifler war notwendig.

Ich bedurfte auch keiner Taufe. Doch die Weisheit Gottes hatte diesen Augenblick und diese Art der Einführung für gut befunden. Sie rief Johannes aus seiner Höhle und mich aus dem Haus von Nazareth, da wir uns in dieser Stunde begegnen sollten. Gott öffnete den Himmel, um als göttliche Taube über den herabzusteigen, der die Menschen mit dieser Taufe (dem Heiligen Geist) taufen sollte und den er gleichzeitig mit den Worten ankündigte: „Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich mein Wohlgefallen habe.“ Diese Verkündigung war mächtiger als die des Engels bei meiner Empfängnis. Und alles geschah nur, damit die Menschen keine Entschuldigungen oder Zweifel hätten, mir nachzufolgen oder nicht.

Offenbarungen Jesu Christi hat es viele gegeben. Die erste gleich nach meiner Geburt, nämlich die der Weisen aus dem Morgenland; die zweite im Tempel; die dritte an den Ufern des Jordan. Dann kamen noch viele andere, die ich dir zu erkennen geben werde; denn meine Wunder, die bis zur Auferstehung und Himmelfahrt reichen, sind Äusserungen meiner göttlichen Natur.

Meine Heimat erhielt in reichlichem Maß meine Offenbarungen. Wie Samen, der in die vier Himmelsrichtungen gestreut wird, erreichten sie alle Schichten und Lebensbereiche: die Hirten, die Mächtigen, die Gelehrten, die Ungläubigen, die Sünder, die Priester, die Herrscher, die Kinder, die Soldaten, die Juden und die Heiden.

Auch heute wiederholen sie sich. Doch wie einst wollen die Menschen nichts davon wissen. Sie wollen die heutigen Wunder nicht anerkennen und vergessen gerne die früheren. Ich werde jedoch nicht müde, mich zu offenbaren, um die Menschen zu retten und sie zum Glauben an mich hinzuführen. (…)“

Auszug aus “Der Gottmensch“, Band I von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

Die Taufe Jesu am Jordan


Bereitet dem Herrn den Weg!

13/12/2009
(zum Sonntags-Evangelium vom 13. Dezember 2009: Lukas 3, 10-18)

Ich befinde mich also am Jordan, und die verlassene Gegend auf meiner rechten Seite ist die Wüste Juda. Ob man von Wüste sprechen kann, um damit einen Ort zu bezeichnen, an dem es keine Häuser und keine arbeitenden Menschen gibt? Nach unseren Begriffen sicher nicht. Hier sind keine vom Wind gewellten Sandflächen; nur nackte Erde, mit Steinen und Geröll übersät, wie bei einem Überschwemmungsgebiet nach überstandenem Hochwasser.

In der Ferne liegen Hügel. Hier am Jordan herrscht ein tiefer Friede, ein gewisses Etwas, das über alles Gewöhnliche hinausgeht, wie man es auch am Trasimenischen See erleben kann. Es ist eine Gegend, die an Engelsflug und himmlische Stimmen erinnert. Ich kann nicht ausdrücken, was ich empfinde. Doch ich fühle mich an einem Ort, der zur Seele spricht.

Während ich dies beobachte, bemerke ich, dass die Szene sich bevölkert. Längs des rechten Ufers des Jordan (von mir aus gesehen) haben sich viele Männer in verschiedenartiger Kleidung eingefunden. Die einen machen einen volkstümlichen Eindruck, andere scheinen reich zu sein; es fehlen auch nicht etliche Pharisäer, die an ihren mit Fransen besetzten Gewändern zu erkennen sind.

Bartolomäus Breenbergh - Johannes der Täufer predigt

In ihrer Mitte, auf einem Felsblock stehend, befindet sich ein Mann, den ich, obwohl ich ihn zum ersten Mal sehe, als den Täufer erkenne. Er spricht zum Volk, und ich kann euch versichern, es ist keine sanfte Predigt. Jesus nannte Jakob und Johannes „Donnersöhne“. Wie soll ich nun diesen gewaltigen Redner nennen? Johannes der Täufer verdient die Namen: Blitz, Lawine, Erdbeben… so eindrucksvoll und machtvoll ist seine Sprache und sein Gebaren. Er verkündet den Messias und fordert auf, die Herzen für seine Ankunft vorzubereiten, alles Hinderliche aus dem Weg zu räumen und die Gedanken geradeaus zu richten. Es ist eine harte und rauhe Rede. Der Vorläufer hat nicht die leichte Hand Jesu für die Wunden der Herzen. Jesus ist wie ein Arzt- auch Johannes, doch einer, der entblößt, wühlt und erbarmungslos schneidet. Während ich zuhöre- ich wiederhole die Worte nicht, denn es sind dieselben, die uns von den Evangelisten überliefert worden sind- sehe ich auf einem Sträßlein, das dem bewachsenen und schattigen Verlauf des Jordan folgt, meinen Jesus.

Auszug aus “Der Gottmensch″, Band I von Maria Valtorta, mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören.