Posts Tagged ‘Kirche in Not’

Spendenaufruf Kirche in Not Frankreich

27/09/2014

Die Christen im Irak brauchen dringend unsere Hilfe. Dort ist es bereits Winter, die Menschen sind in Flüchtlingscamps oder in beengten Räumlichkeiten untergebracht und brauchen unbedingt winterresistente Unterkünfte, Kleidung usw. Der französische Zweig von ‚Kirche in Not‘, AED = Aide à l’Eglise en Detresse, ruft daher zu einer Spendenaktion auf. 

Auf der französischen Seite von Kirche in Not lässt sich schnell und sicher per Kreditkarte spenden. Man kann einen Betrag auswählen oder einen freien Betrag („autre montant“) angeben. Nachdem die Angaben zur eigenen Person ausgefüllt sind, auf „Je confirme mon don“ klicken, dann geht das Fenster mit den Angaben für die Zahlung auf. HIER geht’s zur Seite.

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„Nigeria kann nicht nach Religionen geteilt werden“

13/01/2012

John Onaiyekan, Erzbischof von Abuja / Nigeria.

Ein Artikel von Kirche in Not: Gespräch mit Erzbischof John Olurunfemi Onaiyekan, Abuja, Nigeria. 

Der Erzbischof von Abuja, John Olurunfemi Onaiyekan, hat im Gespräch mit unserem Hilfswerk  Mediendarstellungen kritisiert, denen zufolge Nigeria vor einem Bürgerkrieg zwischen Muslimen und Christen stehen soll. Ebenso sei es falsch, die Christen einerseits als „hilflos“ oder andererseits als „bereit, sich mit Waffengewalt zu verteidigen“, darzustellen, wie es in vielen Berichten geschehe.

Ebenso wies er den immer wieder geäußerten Vorschlag zurück, das westafrikanische Land nach Religionen in zwei unabhängige Staaten zu teilen. Dieses Vorhaben sei „sinnlos“. Die Durchführung würde das Land in noch größere Probleme stürzen. Es sei „ohnehin irrig, vom islamischen Norden und christlichen Süden zu sprechen“. „Sogar viele Familien bestehen zur Hälfte aus Muslimen, zur Hälfte aus Christen. Nigeria kann nicht nach Religionen geteilt werden. Christen und Muslime gehen gemeinsam in die Schule, zum Markt, zur Arbeit, sie dienen zusammen in der Armee. Sie sind dort, wo sie leben, aufgewachsen. Man kann nicht auf einmal alle Muslime in den Norden und alle Christen in den Süden umsiedeln und das Land teilen“, so der Erzbischof.

Die islamistische Boko Haram-Gruppierung, die für die Bombenanschläge auf Kirchen am vergangenen Weihnachtsfest verantwortlich ist, bezeichnete Onaiyekan als „Terroristen, die jedem in Nigeria Probleme bereiten, der sich ihnen in den Weg stellt.“ Sie beanspruchten für sich, im Namen des Islam zu handeln, jedoch sei das Töten Unschuldiger gegen den Islam. Es sei erfreulich, dass acht Imame zentraler Moscheen in Abuja den Erzbischof nach den Anschlägen aufgesucht und ihm kondoliert haben. Ebenso habe er zahlreiche Beileidsschreiben von Muslimen erhalten.

Onaiyekan forderte die nigerianische Regierung auf, ihrer Pflicht nachzukommen und für Sicherheit zu sorgen. Zugleich rief er die nigerianischen Christen dazu auf, sich nicht zu Rachegedanken hinreißen zu lassen. „Jesus Christus würde es nicht wollen, dass wir Vergeltung üben“, betonte er. Die Christen in aller Welt bat er darum, für den Frieden in Nigeria zu beten.

Verfolgte Christen in Nigeria mit einer Spende unterstützen

Pakistan: „Mit Gottes Gnade halten wir durch“

12/03/2011

Eine Meldung von Kirche in Not:

Nach der Ermordung des pakistanischen Ministers für Minderheiten, Shabaz Bhatti, sehen die Christen in Pakistan ihre Zukunft düster. Der Erzbischof von Lahore, Lawrence Saldanha, sagte gegenüber dem weltweiten katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“, mit Bhatti seien die Christen eines „großen Führers“ beraubt worden. Die Stimmung unter den Gläubigen beschrieb er als „eingeschüchtert, unterdrückt und depressiv“. Ein neuer „starker Mann“ sei für die Christen nicht in Sicht. Der Anschlag auf Bhatti habe gezeigt, wie sehr religiöse Parteien die Oberhand über eine „sehr schwache“ Regierung gewonnen hätten, betonte Saldanha.

Erzbischof Lawrence Saldanha

Die 2,5 Millionen Christen Pakistans seien nun verstärkt der Gewalt und Einschüchterung durch Muslime ausgesetzt, deren Denkweise sich zunehmend im extremistischen Islam verankert sehe. „Die Christen Pakistans fühlen sich wie Bürger zweiter Klasse. Wir dürfen uns nicht einmal zu Wort melden!“ kritisierte Saldanha. Mit Minderheitenminister Bhatti und dem Gouverneur von Punjab, Salman Taseer, seien nun in kurzer Zeit zwei der wortgewaltigsten Gegner der pakistanischen Anti-Blasphemiegesetze von Fanatikern ermordet worden, beklagte der Erzbischof.

Das Anti-Blasphemiegesetz sieht die Todesstrafe oder lebenslange Haft für die Schmähung des islamischen Propheten Mohammed sowie des Korans vor. Es wird nach Aussage Saldanhas oft gegen Christen instrumentalisiert und von Denunzianten missbraucht, um ihnen missliebige Personen aus dem Weg zu räumen.

Die Sicherheitsvorkehrungen für christliche Gebäude in Pakistan sind deutlich verstärkt worden. Nach den Worten von Erzbischof Saldanha gleiche seine Kathedrale in Lahore inzwischen „Fort Knox“. „Die Polizei hat Kameras, Betonbarrieren, Sandsäcke und Mauern um das Gotteshaus errichtet“, berichtet er.

Saldanha betonte: „Unsere Gläubigen sind widerstandsfähig und entschlossen. Seit Jahrhunderten werden sie unterdrückt und leiden. Aber mit Gottes Gnade halten wir durch!“ Dringend gebraucht würden mutige Menschen, die den Opfern der Gewalt helfen, und dafür sorgen, dass die Christen in Pakistan frei von Angst und ohne die Bedrohung weiterer Angriffe leben könnten.

Um solche Menschen heranzuziehen, unterstützt „Kirche in Not“ Erzbischof Saldanha seit Jahren bei der Ausbildung von Priestern, Ordensleuten und Laien. Das Hilfswerk ruft seine Unterstützer zum Gebet für die Christen in Pakistan auf und bittet um Spenden für die Mut machende Ausbildungs- und Versöhnungsarbeit der Kirche im Land.

Online spenden:
https://www.kirche-in-not.de/spenden-online.html

Spendenkonto:
KIRCHE IN NOT
Kennwort: „Pakistan“
Kto.-Nr.: 215 2002
BLZ: 750 903 00
LIGA Bank München

Kirche in Not: Bericht über Religionsfreiheit 2010

26/11/2010

Laut der diese Woche veröffentlichten Studie von 194 Ländern bleiben laut KiN die Christen die grösste aus religiösen Gründen verfolgte Gruppe (mind. 75% aller aus religiösen Gründen verfolgten Menschen).

Hauptsächlich betroffen sind der Mittlere Osten (Irak, Saudi Arabien, Ägypten), Asien (Nordkorea, China, Indien, Pakistan, Vietnam), Afrika (Nigeria, Sudan) und auf dem amerikanischen Kontinent Kuba.

In den westlichen/ europäischen Ländern wird eine zunehmende „Christenphobie“ festgestellt. Die Religionsfreiheit werde durch durch eine säkulare Ideologie bedroht.

Die CD mit dem Bericht kann demnächst bei Kirche in Not bestellt werden, wer es eilig hat, kann sie schon über den französischen Zweig des Netzwerks bestellen, bitte gewünschte Sprache angeben: aed@aed-france.org (CD rapport 2010 sur la liberté religieuse dans le monde)

etwas detaillierterer Bericht in engl. Sprache

Novene für den Irak

19/11/2010

Gnadenbild "Unsere Liebe Frau der Immerwährenden Hilfe" - Kopie von Max Schmalzl 1872

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„Bitte, beten Sie für uns. Dies ist gerade eine wirklich schwere Zeit für den Irak. Es ist das Chaos. Die Menschen leiden so sehr unter Angst. Sie empfinden Wut und Trauer und wissen nicht, wohin sie sich wenden sollen.“ bittet Bashar Warda, der chaldäisch-katholische Bischof von Erbil.

AED, der französiche Zweig von Kirche in Not, startet daher eine Novene, die am Sonntag, dem 21. November, dem Christkönigsfest, beginnt. „Bitten wir alle Maria, damit sie bei ihrem Sohn Jesus Christus, dem König des Universums, dafür eintritt, dass im Irak wieder Frieden herrscht.“ schreibt AED auf der Webseite. Der Text der Novene lautet:

Schenke dem Irak Frieden,

oh Unsere Liebe Frau der Immerwährenden Hilfe.

Wir vertrauen Deinem Herzen und Deiner Liebe

das irakische Volk und die Kirche dieses Landes an.

Bewahre sie vor jeder Ungerechtigkeit,

vor jeglicher Teilung,

vor jeglicher Gewalt und vor jeglichem Krieg.

Bewahre sie vor der Versuchung

und der Versklavung der Rache.

Sei mit ihnen!

Hilf ihnen den Zweifel durch den Glauben,

die Angst durch das Vertrauen,

den Hass durch die Liebe zu besiegen.

Oh Mutter Jesu,

sei ihr Trost

und gib jenen Kraft, die leiden:

den Verfolgten,

den Flüchtlingen.

Gib diesem geteilten Land Frieden

und allen das Licht der Hoffnung.

Amen.

Aufruf von AED

Christen werden „Kakerlaken“ genannt

09/10/2010

Veranstaltung mit „Kirche in Not“ im Europäischen Parlament über Christenverfolgung

Über die schwierige Lage der Christen im Vorfeld des Referendums über die mögliche Teilung des Sudan hat Bischof Edward Hiiboro Kussala aus der Diözese Tombura-Yambio bei einer Veranstaltung des Europäischen Parlaments in Brüssel gesprochen. Die Christen, die vorrangig im Süden des Sudan lebten, würden in den muslimisch geprägten nördlichen Landesteilen kaum beachtet und sogar als Kakerlaken bezeichnet, so Kussala.

Bei der internationalen Tagung über die weltweite Christenverfolgung, bei der auch das weltweite katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ vertreten war, sagte er, dass derzeit nicht absehbar sei, wie das Referendum ausgehen könnte: das Ergebnis könnte einerseits Frieden bringen, andererseits aber auch die Stabilität der Region gefährden und einen Krieg auslösen.

Veranstalter der Tagung im Europäischen Parlament in Brüssel waren die Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (COMECE), die Europäischen Konservativen und Reformisten (ECR) sowie die Europäische Volkspartei (EVP). Berthold Pelster, Menschenrechtsexperte des weltweiten katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“, stellte zu Beginn vor rund 100 Zuhörern im vollbesetzten größten Sitzungssaal des Hauses die Arbeit des Hilfswerks vor und schilderte in einem Impulsreferat die schwierige Lage der Christen in China, Indien und Pakistan.

Neben Bischof Kussala berichteten drei weitere Vertreter aus Staaten, in denen die Einschränkung der Religionsfreiheit besonders gravierend ist, aus erster Hand über die Situation der Christen in ihrem Land. Eindringlich riefen sie in ihren Referaten die internationale Gemeinschaft zur Unterstützung der christlichen Minderheiten in ihren Heimatländern auf.

zerstörte Kirche im Irak

Louis Sako, Erzbischof von Kirkuk (Irak), befürchtet das langsame Aussterben des Christentums in seinem Heimatland, da hunderttausende Christen wegen der andauernden Übergriffe durch radikale Islamisten das Land bereits verlassen hätten. In den vergangenen sieben Jahren seien über 50 Kirchen zum Teil zerstört, drei Priester und ein Bischof entführt und 900 unschuldige Christen getötet worden, berichtete er. Den von den USA geführten alliierten Truppen warf er vor, dass deren Einmarsch im Irak ein großes Desaster für die irakischen Familien gewesen sei. Derzeit sei die Lage chaotisch und von Angst geprägt. Christen müssten sich nach seiner Ansicht entweder für die Auswanderung entscheiden oder sich damit abfinden, Bürger zweiter Klasse zu sein. Bischof Sako sprach sich für den Verbleib der Truppen aus, aber wünschte sich klare und präzise Pläne der internationalen Gemeinschaft.

Dr. T. M. Joseph, Vorsitzender des Newman College im südwestindischen Staat Kerala, erhofft sich mehr Rechte für die Dalits, die keiner hinduistischen Kaste angehören und von höheren Kasten ausgebeutet würden. Unter den Dalits befänden sich viele Christen. Radikale Hindu-Gruppierungen hätten in der Vergangenheit christliche Dörfer angegriffen. Doch der Staat unternehme nichts gegen diese Ungerechtigkeit, so Joseph. Im Sommer 2008 kam es zum Beispiel zu blutigen Übergriffen auf Kirchen und kirchliche Einrichtungen, bei denen zahlreiche Menschen ums Leben kamen.

Das kommunistisch regierte Vietnam gehe derzeit gewalttätig gegen Christen vor, berichtete Kok Ksor, Präsident der Bergvolk-Stiftung. Er berichtete von Überfällen von Regierungstruppen im Juli und August dieses Jahres auf über 200 Dörfer in Vietnam, in denen viele Christen lebten. Menschen seien verschleppt und ins Gefängnis gebracht worden, manche seien spurlos verschwunden. Obwohl in der vietnamesischen Verfassung die Religionsfreiheit festgeschrieben sei, gehe die Regierung weiterhin gegen die christlichen Bergvölker vor, so Ksor.

Zum Abschluss stellte die COMECE eine Stellungnahme zur Religionsfreiheit vor, dass die europäischen Institutionen bei ihren Auslandsbeziehungen auch die Förderung der Religionsfreiheit im Blick haben sollten. In den nächsten Wochen soll dazu eine schriftliche Erklärung im Plenum des Europäischen Parlaments vorgelegt werden.

Berthold Pelster lobte die Veranstaltung zur Christenverfolgung im Haus des Europäischen Parlaments als gehaltvoll und gut organisiert. Das große und parteiübergreifende Interesse zeige die Brisanz des Themas. Eindrücklich hätten die Referenten aus den besonders betroffenen Staaten ihre Situation geschildert.

(Quelle: Kirche in Not)

Kirche in Not: Pakistan-Spenden kommen an

30/08/2010

Viele Anrufe mit Fragen zur Situation in Pakistan und eine überwältigende Bereitschaft zum Helfen haben das weltweite katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ in der vergangenen Woche von Seiten seiner Unterstützer erreicht. Die meistgestellte Frage war: „Kommt unser Geld auch bei den Christen an, oder versickert es im Chaos?“

„Kirche in Not“ hilft über die kirchlichen Strukturen Pakistans, in dieser Notsituation vor allem direkt über die Nuntiatur oder über im Land tätige katholische Orden. Das Bankwesen in Pakistan ist nach wie vor intakt, da die wichtigsten Großstädte des Landes von der Flut verschont geblieben sind. Überweisungen sind also auch in dieser Ausnahmesituation problemlos möglich und nachverfolgbar. Unsere Projektreferenten überwachen streng, wohin die Spenden fließen. So hat uns der Päpstliche Nuntius in Pakistan, Erzbischof Adolfo Tito Yllana, persönlich den Erhalt der ersten Hilfsgelder bestätigt. Ihre Hilfe kommt also in jedem Fall an!

 

Westpakistanisches Auffanglager, u.a. von Salesianern betreut

Unsere Mitarbeiter stehen nach wie vor in engem Kontakt mit den Bischöfen des von der Flut heimgesuchten Landes und koordinieren unsere Hilfe. Über den Päpstlichen Nuntius konnten wir den Bedürftigen bereits erste Hilfen in der von der Flut am stärksten betroffenen Region rund um die Stadt Nowshera leisten. Ebenso unterstützt „Kirche in Not“ den Salesianerorden bei der Versorgung von Flüchtlingen in Notunterkünften nahe der westpakistanischen Stadt Quetta.

Nuntius Yllana dankte unseren Mitarbeitern für die schnelle Hilfe, kündigte aber an, dass die Kirche des Landes vor allem in den nächsten Monaten gewaltige Aufgaben zu stemmen habe, sobald das Wasser zurückgehen werde. Dann müssten ganze Dörfer wieder aufgebaut und auch das geistliche Leben von Grund auf neu errichtet werden.

„Kirche in Not“ bittet alle seine Unterstützer weiterhin um ihr unablässiges Gebet und um Spenden für die notleidende Kirche in Pakistan:

Online spenden:
https://www.kirche-in-not.de/spenden-online.html

Spendenkonto:
KIRCHE IN NOT
Kennwort: „Pakistan“
Kto.-Nr.: 215 2002
BLZ: 750 903 00
LIGA Bank München

Petition zur Aufhebung des pakistanischen Blasphemie-Gesetzes

22/06/2010

Der französische Zweig von Kirche in Not, genannt AED, hat eine Aktion zur Aufhebung des pakistanischen Blasphemie-Gesetzes gestartet und bittet darum, bis zum 2. Juli 2010 eine Petition zu unterzeichnen. Damit wird auch Bischof Joseph Coutts aus Faisalabad unterstützt, der seit mehreren Jahren für die Aufhebung des Gesetzes kämpft.

Das Gesetz wird die meiste Zeit dazu missbraucht, religiöse Minderheiten in Pakistan zu unterdrücken und zu verfolgen. Vor allem die rund drei Millionen Christen in Pakistan sind seit 1986 zunehmend Erniedrigungen und Verfolgungen ausgesetzt: das sehr vage formulierte Gesetz erlaubt die Verurteilung aufgrund lügnerischer Behauptungen ohne Beweise und sichert dem Kläger Straffreiheit zu. Die Prozesse sind daher meist Scheinverhandlungen, die dazu dienen, sich persönlich an jemandem zu rächen.

Die Petition fordert von der pakistanischen Regierung die Aufhebung des Blasphemie-Gesetzes und insbesondere die Abschaffung des Paragraphen 295C des Strafgesetzbuches, der die Todesstrafe für der Blasphemie für schuldig befundene Verurteilte vorschreibt. Ausserdem wird dazu aufgerufen, die Rechte der religiösen Minderheiten in Pakistan zu schützen. AED wird der französischen Regierung die Unterschriften der Petition vorlegen und sie dazu auffordern, sich ebenfalls für die Aufhebung des Gesetzes einzusetzen.

Link zur PETITION

Artikel auf katholisches.info zu jüngsten Vorfällen in Pakistan

Islamischer Rechtsgelehrter: Mord an Christen war richtig

Christenverfolgung 2009

29/01/2010

Das internationale katholische Hilfswerk ‚Kirche in Not‘ stellt fest, dass im Jahr 2009 weltweit ungefähr 75 bis 80% aller aus religiösen Gründen verfolgten Menschen Christen sind.

‚KiN‘ macht besonders auf die Länder, in denen 2009 starke Tendenzen zur Verschlechterung der Lage der Christen bemerkbar sind, aufmerksam: Irak, gefolgt von Pakistan, Nigeria und Ägypten, aber auch Lateinamerika, wo neosozialistische Regierungen die katholische Kirche zunehmend angreifen, enteignen etc.

Im Irak, wo schon ¾ aller Christen das Land verlassen haben, leiden die verbliebenen und schutzlosen Gläubigen unter Bombenattentaten, Überfällen, Schikanen und Entführungen, sowohl durch sunnitische als auch durch schiitische Extremisten.

Zerstörte Kirche in Bagdad (Bildquelle: Kirche in Not)

Zerstörte Kirche in Bagdad (Bildquelle: Kirche in Not)

In der islamischen Republik Pakistan werden Christen von radikalen Islamisten terrorisiert und mithilfe des sog. Anti-Blasphemie-Gesetzes, das Beleidigungen des Propheten Mohammed mit drastischen Strafen ahndet, mit falschen Beschuldigungen verfolgt. 2009 kam es mehrmals zu Ausschreitungen durch Menschenmassen, die von Imamen aufgestachelt waren, christliche Wohnviertel verwüsteten und Christen töteten, ohne dass die Polizei eingriff.

In Nigeria sind 2009 über 800 Menschen bei Unruhen, die durch eine islamistische Sekte ausgelöst wurden, umgekommen. Die Situation hat sich momentan beruhigt, ist aber weiterhin offen.

Die Lage der Christen in Ägypten verschlechtert sich rapide, eine islamistische Erneuerungsbewegung mit stark wachsendem Einfluss hat sich die Schaffung eines islamischen Gottesstaates zum Ziel gemacht. Schwere Übergriffe wie Morde und Brandanschläge auf die christliche Minderheit (Kopten) nehmen zu. Wir verlinken hier auf das Interview, das „Kirche in Not“ mit dem koptischen Bischof Anba Damian führte und in dem er von den schlimmen Zuständen in Ägypten spricht: INTERVIEW