Posts Tagged ‘Kommunion’

… und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen.

05/05/2013

zum Evangelium vom 5. Mai 2013: Joh 14,23-29

Heute mal kein Valtorta-Auszug, aber auch sehr schön:

Die ewige Weisheit wollte dem Menschen ihre Liebe beweisen, indem sie für ihn starb, um ihn zu retten; und doch konnte sie es nicht über sich bringen, ihn zu verlassen. Darum fand sie ein wunderbares Geheimnis, um zu sterben und doch zu leben und bis ans Ende der Zeit bei den Menschen zu bleiben. 

So hat sie aus Liebe die heilige Eucharistie erfunden. Und um in diesem Geheimnis ihre Sehnsucht zu stillen, hat sie sich nicht gescheut, die ganze Ordnung der Natur zu ändern und umzustürzen.

Nicht unter dem Glanze eines Diamanten oder eines anderen Edelsteines verbirgt sie sich; denn sie will nicht nur äußerlich bei den Menschen bleiben; vielmehr verbirgt sie sich unter der Gestalt eines Stückchen Brotes, das des Menschen eigenste Nahrung ist; sie wollte vom Menschen genossen werden und so bis ins Innerste seines Herzens dringen, um dort ihr Wohlgefallen zu finden. Das tut nur einer, der glühend liebt.

„Die Liebe zur ewigen Weisheit“, Hl Ludwig Maria Grignion de Montfort

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Hl. Rafael Arnaiz Baron (15)

20/07/2011

Am 11. Oktober 2009 wurde der spanische Trappist Rafael Arnaiz Baron (1911-1938) heilig gesprochen. Dieser mit 27 Jahren in der Abtei San Isidro de Duenas verstorbene Mystiker beeindruckt durch seine tiefe Spiritualität und sein einfaches und frohgemutes Wesen, mit dem er vertrauensvoll sein Kreuz auf sich nahm. Dank der freundlichen Genehmigung  der Herausgeberin und des Bernardus-Verlags, bei dem die Gesamtausgabe der Schriften des Heiligen bestellt werden können („Nur Gast auf Erden?“),  veröffentlichen wir hier Auszüge aus denselben.

Den folgenden Brief schrieb er von seinem Elternhaus aus an seine Tante (mit der er verabredet hatte, sich gegenseitig mit ‘Bruder’ und ‘Schwester’ anzureden), nachdem er ca. 2 Jahre vorher die Abtei aufgrund seiner Erkrankung  verlassen musste. 

An seine Tante Maria, Herzogin von Maqueda, von Oviedo aus

15. Dezember 1935 – 3. Adventssonntag – im Alter von 24 Jahren

Liebste Schwester! (…) 

Morgen muss ich nach der hl. Messe zur Werkstatt, um etwas – ich weiss nicht was – am Auto herrichten zu lassen. Nun gut, ich tue es mit wahrer Freude. Ich sehe Gott zwischen dem Öl und den Schrauben… Ich denke daran, dass die Mechaniker um mich herum Gott nicht kennen, und bete für sie… Ich kenne Ihn; Er ist auch dort an meiner Seite. Ich rede über alles und mit allen und tue es sehr gern; denn es ist der Herr, der es so haben möchte. Ich übe mich in der Geduld, in der Liebe, in der Nächstenliebe… Aber nimm nur ja nichts Großartiges an, denn es kostet mich keine Mühe; ich sagte ja schon, dass ich all das mit Freude tue. Wie sollte ich es nicht? Gott ist in mir; ich habe Ihn am Morgen empfangen, und er begleitet mich durch den ganzen Tag. Es gibt keinen Kampf mehr, nichts reizt mich mehr… Warum wohl?

Früher wollte ich, dass alle Welt im Schweigen verharren, alle Welt Gott erkennen und allein schon beim Anklingen des Namens des Herrn sogar die Straßenbahnen innehalten sollten. Es war eine besondere Art, Gott zu lieben, und auch Liebe zu mir selbst, die besonderer Art war. Ich weiss nicht, ob du mich verstehst, aber in der äusseren Sammlung suchte ich mich selbst.

Jetzt ist es nicht mehr so, dank sei Gott und der Jungfrau Maria! Und wenn mich ein Mitmensch für eine Sache braucht, die nicht Gott ist, dann tue ich es im Namen Gottes… So erfülle ich zwei Dinge gleichzeitig, aber ganz besonders das Eine: ich erfülle Seinen heiligen Willen.

Mut, Schwesterlein, Du kannst fliegen, o ja, das glaube ich! Die Welt soll Dich nicht beunruhigen; bereite einen Tabernakel in Deinem Herzen und gib dem Herrn Raum darin. Und Du selbst? Was soll’s? Du bist der Tempel, in dem sich dieser Tabernakel befindet… Du bist der Tempel, in dem Gott verborgen lebt. Öffne deine Türen und mach keinen Hehl daraus! Sei wie diese bescheidenen Kapellchen, von Zerstörung bedroht durch unbarmherzige Witterungseinflüsse. Es soll Dir nichts ausmachen, wenn hin und wieder neue Dachziegel eingesetzt oder der Glockenturm repariert werden muss… Alles, was Lehm und Materie ist, wird abgenutzt und fällt manchmal zusammen, aber das macht nichts, denn alles kommt wieder in Ordnung. Dein Weg ist der kleine Pfad, und Du musst keine großen Dinge vollbringen… Aber wer sagt Dir denn, dass der Laienbruder nicht sehr hoch flog und dass er sich nicht – während er den kleinen Krug in einer Hand hielt – mit der anderen an Gottes Hand festhielt? (*)

(…) Der Gedanke, dass Gott Dich liebt, wird Dir Flügel verleihen… Dieser Gedanke muss Dir genügen. Du wirst Dich in der Welt bewegen, und die Welt wird es nicht bemerken… Und wenn Du jetzt Gelegenheit gibst, dass die Geschöpfe Unfreundlichkeit in Dir sehen statt Geduld, Ungeduld statt Liebe, und wenn Du Dich verdriesslich zeigst, wo Ruhe und Milde herrschen sollten…, dann misstraue der Sache, Schwesterlein, misstraue (vielleicht bin ich hart), aber dann bist Du entweder nicht demütig oder der Teufel steckt dazwischen…

Mach Dir keine Sorgen, denn alles geht vorüber! Du wirst sehen, wie sich der böse Geist mit der Hilfe Mariens zurückzieht. Zögere nicht, Dich Gott ganz hinzugeben. Wenn Du Dir nur bewusst würdest, wie sehr Er Dich liebt!

Du würdest gerne fliegen und nicht wieder herunterkommen… Aber Du kannst dort, wo Du bist, so viel Gutes tun. (…)

Ich bin sehr zufrieden, obwohl mir heute etwas fehlt: ich konnte nicht kommunizieren. Mein Vater hat mich nicht geweckt. Ich habe eine ziemlich schlechte Nacht hinter mir und weiss nicht warum… Aber an den Tagen, an denen ich den Herrn nicht empfangen kann, fehlt mir die Mitte, dann vermisse ich etwas, was für mich alles bedeutet. Kurz und gut, der Herr sei gepriesen!

Ich weiss nicht, ob ich mit meinem Brief das Richtige getroffen habe, aber schau – ich wiederhole es -, nimm heraus, was Dir zusagt, und lass das übrige. Ich möchte nicht, dass ich vielleicht – und trotz meiner guten Absicht – Anlass gebe, dass Du durcheinander gerätst. Verstehst Du mich? Ein andermal schreibe ich Dir mehr.

Onkel Polin erzählte mir, dass er Dich habe weinen sehen beim Lesen einer meiner Briefe…; mach bitte keinen Unsinn!

Nimm entgegen die ungeheuer große Liebe Deines Bruders,

Bruder Maria Rafael O.C.R.

Lass uns in der Zwischenzeit die Krippe für das Jesuskind bereiten.

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(*) In der ‚Ballade von den Zweifeln des Laienbruders‘ von Josef Maria Peman

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Das Heilige Messopfer

18/05/2011

Sobald ein Priester mit den heiligen Gewändern bekleidet an den Altar tritt, kommen Engel in hellem Lichtglanz vom Himmel und umfluten den Altar. Wenn der Priester das Evangelium verlesen und die Opfergaben auf dem Altar bereitgelegt hat, singt er den Lobpreis des allmächtigen Gottes.

Mit dem „Sanctus, Dominus, Deus Sabaoth“ beginnt das unaussprechliche Mysterium. In diesem Augenblick öffnet sich der Himmel. Ein feuriges Blitzen von lichter Klarheit fällt auf die Opfergaben nieder und durchströmt sie ganz mit Herrlichkeit. Und der blitzende Schein trägt sie in unsichtbare Höhen und lässt sie wieder auf dem Altar nieder.

Obwohl nun die Opfergaben für das Auge der Menschen noch das Aussehen von Brot und Wein haben, sind sie doch in wahres Fleisch und Blut verwandelt.

(Hl. Hildegard von Bingen)


Briefwechsel mit den Domherren (Teil 1)

25/02/2010

von Lomitas

Frohgemut besuchten wir am heutigen Sonntag den Dom. Wir wussten zwar von einer Ankündigung, dass die Messe durch Pax Christi mitgestaltet werden sollte, ahnten aber nicht, was uns erwarten würde.

Anstatt einer inneren Sammlung auf die bevorstehende Messe, deren Beginn mit dem Erscheinen der Priester eingeläutet wird, erschien ein Mann mit Gitarre, der durch diverse Ankündigungen genau diese verhinderte. Diese Ansage dauerte schon etwas lang, und sein anschließendes Begrüßungslied, durch Gitarre nebst Verstärker begleitet, ließ einen aufgrund der übertriebenen Lautstärke erschrocken ahnen, dass dies heute in diesem Stil so weiter gehen würde…

Anstatt einer Predigt durch den Priester erfolgten teils sehr langatmige Reden durch Angehörige der Pax Christi.

Unter anderem war da die Fürbitte für diejenigen Brückenbauer, die sich für den Austausch im interreligiösen Bereich einsetzen. Im folgenden Dialog zwischen Geschichte und anschließender ökumenisierter Fürbitte, wurde  außerdem eine Begebenheit vorgetragen, bei der ein Kirchenangestellter trotz Verbot durch den amtierenden Bischof den Armen Brot gespendet habe. Als Abschluss der Geschichte wurde dann mit – wie es uns erschien – hämischen Grinsen zum Weihbischof hin gesagt, dass es auch gut sei, einem Bischof manchmal zu widersprechen.

Mochte es auch noch so gut gemeint sein im Hinblick auf die Einheit der Kirche in einer Ökumene – dieser Satz hinterließ einen unangenehmen Eindruck – weil Ungehorsam als Tugend dargestellt, gar das Bischofsamt nicht respektiert wird. Desweiteren wurde noch die Verfolgung und anschließende Ermordung der Protestanten im Jahre 1528 thematisiert. Wobei mit keinem Wort all die Märtyrer und Heiligen ab dem allerersten, nämlich Stephanus erwähnt wurden. Bis heute beanspruchen die „Protestanten“ den Begriff einer eigenen Kirche, obwohl sie nicht in der apostolischen Nachfolge sind. Zu allem Überfluss haben sie eine geschiedene Bischöfin, die als Vorbild für christliches Leben die Zügel in der Hand hält. Das hinterlässt in Verbindung mit dem seltsamen Blick zum Weihbischof, nebst aufbegehrendem Wunsch nach Widerspruch auch einem Bischof gegenüber, einen doch äußerst schalen Nachgeschmack.

Die folgende Gabenbereitung, – die hier leider ohnehin schon immer durch den leidigen Friedensgruß in ihrer Zeremonie auseinander gerissen und ihrer Feierlichkeit beraubt wird, – wurde dann noch begleitet durch prostestantisch anmutende, lautstarke und unpassende Gitarrenklänge. Dies führte dazu, das selbst meinem Mann die Stimmung zur Kommunion zu gehen genommen wurde, weil keine Atmosphäre von Anbetung und Würde aufkam. Nachdem wir uns kurz ausgetauscht hatten, verließen wir kurz entschlossen noch während der Kommunion fluchtartig den Dom. Eigentlich schade.

Wenn es im Rahmen der allseits stattfindenden Kirchenaustritten zu einem drohenden Zusammenschluss der Konfessionen kommen sollte, würde ein solcher Gottesdienst mit Laienrednern, gar noch mit „moderner“ Musikbegleitung wo der amtierende Priester nur noch Begleitcharakter  hat, zur Regel werden. Man könnte sich durchaus vorstellen, dass anfangs solche Gottesdienste mit Laienrednern und Musikbegleitung (digital oder live) gut besucht wären, doch den Besuchern würde nach kurzer Zeit die Oberflächlichkeit auffallen und sie würden schließlich wegbleiben.

In einer orthodoxen Kirche, mit denen eine Ökumene noch am ehesten vorstellbar ist, wäre ein solches Experiment völlig undenkbar und das, wie ich meine, zu Recht.

Mit freundlichen Grüßen

P.S. Was uns schon lange unangenehm aufstößt, ist die offensichtliche „tolerant-liberale“ Duldung der Haartracht nebst auffälliger Schminke einer Ministrantin, die in dieser Maskerade auch noch ganz vorne sitzen darf, und so als „Vorbild“ für alle Kinder, Jugendlichen und deren Eltern „dient“! Die unpassende Art der Schminke weckt bei jedem aufmerksamen Kirchenbesucher zumindest Verwirrung aufgrund der Nähe des Altars und der Priester zu besagter Ministrantin. Anmerken möchte ich dazu, dass meine Bekannte, Mutter eines 11jährigen Ministranten in München, aufgrund seiner etwas zu lang gewachsenen Haarpracht durch den dortigen Pfarrer angehalten wurde, ihren Jungen mal zum Friseur zu schicken, andernfalls wäre er kein gutes Vorbild und somit für den Dienst in seiner Kirche ungeeignet.

Bitte verstehen Sie dies einfach als Anregung von aufmerksamen Dombesuchern.

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