Posts Tagged ‘Kreuzigung’

Iran: Pastor Behnam Irani ist immer noch in Haft,

14/10/2014

er wurde/wird gefoltert und dabei schwer verletzt. Ihm droht die Todesstrafe, eventuell Kreuzigung!  Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGfM) setzt sich weiter für ihn ein, wir sollten sie dabei unterstützen und den Pastor unbedingt in unsere Gebete einschließen. 

Benham-Irani

UPDATE VOM 30. OKTOBER 2014: Laut IGfM wurde der Pastor am 19. Oktober zu 12 Jahren Haft und Verbannung verurteilt. Die Strafe soll er 1000 Kilometer von seiner Familie entfernt verbüßen.

„Wahrlich, er hat all unsere Leiden auf sich genommen, unsere Schmerzen hat er getragen“

05/04/2012

Nachfolgend die Links zu den Valtorta-Auszügen aus Band XI des „Gottmensch“ zur Passion unseres Herrn:

Das Passahmahl

Die Todesangst unseres Herrn Jesus Christus in Gethsemane

Die Geisselung unseres Herrn Jesus Christus

Die Dornenkrönung

„Vor Liebe sterben im Anblick meines leidenden Jesus“

Die Kreuzigung unseres Herrn Jesus Christus

Kreuzweg mit dem hl. Pfarrer von Ars (11. und 12. Station)

15/04/2011

An den Freitagen vor Ostern geben wir jeweils zwei Stationen der Kreuzweg-Betrachtung des hl. Pfarrers von Ars wieder.


Vorbereitungsgebet

Ewiger Vater, nimm hin das göttliche Blut, das Jesus Christus, dein Sohn, bei seinem Leiden vergossen hat! Im Blick auf seine Wunden, auf sein von Dornen durchbohrtes Haupt, auf sein liebendes Herz, um aller seiner Verdienste willen verzeihe den Seelen ihre Schuld und rette sie!

Göttliches Blut meines Erlösers, ich bete dich mit großer Ehrfurcht und Liebe an, um die Beleidigungen zu sühnen, welche dir so viele Menschen zufügen.

Mein Jesus, schenk mir Verzeihung und Barmherzigkeit um der Verdienste deines bitteren Leidens und deiner heiligen Wunden willen! Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die ganze Welt erlöst.

O Maria, Schmerzensmutter, drücke deines Sohnes Wunden tief in unsere Herzen ein.

XI. Station: Jesus wird ans Kreuz genagelt

Wie hätte ich den Mut haben können, den Vorbereitungen zur Kreuzigung, die vor mir geschahen, zuzusehen, wenn ich nicht den Herzenswunsch gehabt hätte, die Ehre meines Vaters wiederherzustellen und den Durst nach deinem Seelenheil zu stillen?

Ich habe für alle den Himmel geöffnet, aber jeder bleibt frei, ihn zu erwerben. Es liegt an dir, mein Bruder, meine Schwester, durch deinen Beitrag an Gebet, Opfer und Leiden das Heil vieler Menschen sicherzustellen. Überfällt dich dabei Furcht und Angst, auch vor mir? Hat man Furcht vor einem Mann, der am Boden ausgestreckt liegt und seine Hände und Füße den Nägeln ausliefert?

Ja, ich habe euch alle geliebt, einen jeden bis zum Äußersten. Zweifelt also nie an mir! Wenn man solches erlitten hat, was kann man dann noch verweigern? Sooft du mich dem Vater vorstellst und deine Seele sich mit meiner schmerzvollen Seele vereinigt, hat sich das Heil der Welt erweitert, weil es eine Ergänzung meines Leidens ist. 

XII. Station: Jesus stirbt am Kreuz

Knie nieder und bete Mich Sterbenden an! Ich bin gestorben für alle Sünder. Für dich bin ich gestorben durch die erlittenen Schläge, so früh und so jung. Ich habe mein Blut fließen lassen, Tropfen für Tropfen bis zum letzten! Meine Entstellung am Kreuz und mein Tod brachten in dir das „Ecce-homo-Bild“ zum Auslöschen und das strahlende Gottesbild zum Leuchten. So erlebst du die Wahrheit meines Wortes: „Ich bin gekommen, dass sie das Leben in Fülle haben“.

Du glaubst nicht, dass, wenn du mich so blutig dem Vater darbringst, etwas Großes im Himmel und auf Erden geschieht? Wozu hätten sonst meine Schmerzen gedient? Was machst du dir aus der Güte und dem Erbarmen des Vaters?

Erinnere dich an meinen Schrei! Ich schrie dir ein letztes Mal zu: Schau, wie ich dich liebe, ich gebe alles für dein Glück. Es war die letzte Liebestat meines Herzens unter schrecklichen Qualen. Wenn dein Leben einst zu Ende geht, geschehe es mit einem Liebesruf!

Mein Jesus, lass mein Sterben der beredte Ausdruck meiner Ganzhingabe an Deinen heiligen Willen sein – das letzte Aufklingen des Liebesliedes meines Lebens vor Deiner göttlichen Majestät! Zu Füßen des Gekreuzigten geht uns auf: Beim Kreuz zu stehen bringt die Sicherheit mit sich, die Barmherzigkeit zu erfahren. Je dunkler unser Golgotha ist, desto strahlender der ewige Ostermorgen, weil sein Erbarmen uns hinüberträgt. Vom Kreuz herab dringt das „Sitio – Mich dürstet“ an unser Ohr. Es ruft nach Liebe und Sühne. Sühne heißt: sein Erbarmen in sich aufnehmen und weitergeben. Sühnopfer heißt, auf Golgotha seinen Hauch empfangen und im Opfer seiner selbst diesen Hauch empfangen und im Opfer seiner selbst diesen Hauch ausströmen. Sühne-Tod heißt, in diesem Hauch sterben und dabei ihn durch sich selbst weiterhauchen lassen.

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zum Kreuzweg von Josefa Menendez

15. September: Gedächtnis der Schmerzen Mariens

15/09/2010

Die Sieben Schmerzen Mariens sind:

1. die Weissagung Simeons; 2. die Flucht nach Ägypten; 3. das dreitägige Suchen nach Jesus bei der Wallfahrt zum Tempel; 4. der Weg nach Golgota; 5. die Kreuzigung Jesu; 6. die Abnahme Jesu vom Kreuz; 7. die Grablegung Jesu.

Mater Dolorosa (Jusepe de Ribera)

Allmächtiger Gott,

du hast der Mutter Jesu die Kraft verliehen,

unter dem Kreuz zu stehen

und das Leiden ihres Sohnes zu teilen.

Hilf uns, täglich unser Kreuz anzunehmen,

damit wir auch an der Auferstehung

unseres Herrn Jesus Christus teilhaben,

der in der Einheit des Heiligen Geistes

mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen.

Die Kreuzigung unseres Herrn Jesus Christus

Rosenkranz von den Sieben Schmerzen

3. Juni: Fronleichnam – Hochfest des Leibes und Blutes Christi

03/06/2010

“Die Heilige Messe wiederholt die drei wichtigsten Punkte meines Lebens.”

18. Mai 1944

Jesus sagt:

“ (…) Mein Blut hört nicht auf, sich auf die Erde zu ergießen. Schon zwanzig Jahrhunderte erglänzt es als Zeugnis der Liebe vor der Schöpfung und fällt wie Tau überall dorthin, wo ein Kreuz steht und sagt: „Hier ist Christi Territorium“.

Die Engel eines jeden Gläubigen, ja, die jedes Menschen, der den Namen „Christ“ trägt, tun nichts anderes als zwischen Himmel und Erde einher zu eilen, um für jeden ihrer Schutzbefohlenen aus den göttlichen Schatzkammern zu schöpfen. Aber das macht nicht das ganze Wirken der Engel aus. denn auch das übrige ungezählte Engelvolk betet auf ewige Anordnung für die Nichtchristen an, die nicht den wahren Gott verehren, und fleht mein Göttliches Blut an, sich auf alle Geschöpfe zu ergießen, damit Es von diesen angebetet wird.

Die Engel der Gerechten beten frohlockend an, vereint mit den Seelen derer, die schon auf Erden die ewige Anbetung vorwegnehmen. Die Engel der Nichtchristen beten hoffend an; sie hoffen, im Zeichen des Kreuzes deren Beschützer werden zu können. Die Engel der Sünder, die nicht mehr Gotteskinder sind, beten weinend an. Und weinend flehen sie das göttliche Blut an, es möge jene Herzen durch seine Kraft erlösen. Und schließlich beten die Engel alle auf der Erde verstreuten Kirchen an, indem sie das in jeder hl. Messe Mir zum Gedächtnis erhobene Blut zu Gott tragen.

In unaufhörlichem Rhythmus fließt das Kostbare Blut herab und steigt wieder zum Himmel hinauf. Es gibt keinen Augenblick des Tages, in dem nicht Mein Blut zu Gott hinaufsteigt und in dem es nicht von Gottes Thron auf die Erde herabfließt.

Darüber hast du niemals nachgedacht, Maria. Die hl. Messe wiederholt die drei wichtigsten Punkte Meines Lebens als Jesus Christus, das Fleischgewordene Wort Gottes.


Simone Martini

Wenn in der Wandlung die Gestalten Fleisch und Blut werden, inkarniere Ich Mich wie damals. Nicht im Schoss der hl. Jungfrau. Aber in den Händen eines Jungfräulichen. Deshalb sollen Meine Priester von engelgleicher Jungfräulichkeit sein. Wehe den Entweihern (Profanierern), die mit von fleischlicher Verunreinigung besudeltem Körper den Leib Gottes berühren!

Wenn nämlich euer Körper der Tempel des Heiligen Geistes ist und deshalb heilig und keusch gehalten werden soll, so muss der Körper des Priesters, auf dessen Befehl hin Ich vom Himmel herabsteige, um göttliches Fleisch und Blut zu werden, und Mich wie in eine Wiege in seine Hände lege, reiner als eine Lilie sein. Und mit dem Körper der Sinn, das Herz und die Zunge.

In der Erhebung (der hl. Gestalten) geschieht die Kreuzigung. „Wenn ich erhöht sein werde, werde ich alles an mich ziehen“ (vgl. Joh 12,32), und wenn Ich von einem Altar erhoben werde, ziehe Ich alle Herzschläge der Anwesenden, alle ihre Bedürfnisse, alle ihre Schmerzen, alle ihre Gebete an Mich und stelle Mich so dem himmlischen Vater vor und sage: „Hier bin Ich, der von der Liebe Verzehrte bittet Dich, Vater, diesen ‚Meinen‘ alles zu gewähren, denn Ich habe für sie alles hingegeben“.

Und wenn das Opfer mit dem Verzehr der hl. Gestalten beendet wird, dann kehre Ich zu Meinem Vater zurück und sage euch wie am Morgen der Himmelfahrt: „Ich segne euch. Ich bleibe bei euch bis ans Ende der Welt“.

Aus Liebe nehme Ich Fleisch an, aus Liebe verzehre Ich Mich, aus Liebe fahre Ich zum Himmel auf. Um zu euren Gunsten zu beten. Immer ist es die Göttliche Liebe, die in allen Meinen Werken vorherrscht. (…)“

Diktat Jesu an Maria Valtorta am 18. Mai 1944. Auszug aus „Die Hefte 1944“ , veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

„Das Brot, das Gott ist und der Wein, der Blut ist“

Die Kreuzigung unseres Herrn Jesus Christus

02/04/2010

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Die Räuber werden an die Kreuze gebunden und an ihre Plätze getragen, einer rechts und der andere links von dem für Jesus bestimmten Platz. Sie schreien, verwünschen und fluchen, besonders als man die Kreuze zu den Löchern trägt und die Stricke durch die Erschütterung in die Gelenke einschneiden. Ihre Flüche gegen Gott, gegen das Gesetz, gegen die Römer und gegen die Juden sind höllisch.

Nun ist Jesus an der Reihe. Er legt sich ohne Widerstand zu leisten auf das Holz. Die beiden Räuber waren so rebellisch, dass die vier Henker allein mit ihnen nicht fertigwurden und Soldaten zu Hilfe rufen mussten, um sie festzuhalten, damit sie nicht beim Anbinden der Handgelenke Fußtritte bekämen. Bei Jesus braucht es keine Hilfe. Er legt sich nieder, legt das Haupt an die bezeichnete Stelle. Er öffnet die Arme, wie sie ihm zu tun gebieten, und streckt die Beine aus, wie es befohlen wird. Er sorgt nur dafür, dass das Tuch richtig sitzt.

Nun hebt sich sein schlanker, weißer Körper von dem dunklen Holz und dem gelben Erdboden ab. Zwei Henker setzen sich auf seinen Oberkörper, um ihn festzuhalten. Ich denke darüber nach, welche Beklemmung und welchen Schmerz ihm dieses Gewicht verursachen muss. Ein dritter nimmt den rechten Arm und hält mit einer Hand den Unterarm und mit der anderen die Finger fest. Der vierte, der schon den langen, spitzen viereckigen Nagel mit dem großen, flachen, runden Kopf in der Hand hat, prüft, ob das bereits in das Holz gebohrte Loch sich an der dem Handgelenk entsprechenden Stelle, wo Elle und Speiche zusammen treffen, befindet. Es passt. Der Henker setzt den Nagel an den Puls, hebt den Hammer und führt den ersten Schlag.

Gustave Doré: Die Kreuzigung unsers Herrn Jesus Christus

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Jesus, der die Augen geschlossen hatte, schreit bei diesem Schmerz auf, zuckt zusammen und öffnet weit die in Tränen schwimmenden Augen. Es muss ein schrecklicher Schmerz sein, den er fühlt… Der Nagel dringt ein, zerreißt Muskeln, Adern und Nerven und zerbricht die Knochen…

Maria antwortet auf den Schrei ihres gequälten Sohnes mit einem Stöhnen, das dem Klagen eines geschlachteten Lammes gleicht. Sie krümmt sich vor Schmerz und fasst sich mit den Händen an den Kopf. Jesus gibt nun keinen Laut mehr von sich, um sie nicht zu quälen. Aber die Schläge sind regelmäßig und hart, Eisen auf Eisen… und darunter ist ein lebendiges Glied, das sie empfängt.

Die rechte Hand ist angenagelt. Nun kommt die linke. Das Loch entspricht nicht dem Gelenk. Also nehmen sie einen Strick, binden ihn an das linke Gelenk und ziehen daran, bis die Knochen ausgerenkt und die Sehnen und Muskeln und die schon von den Stricken der Gefangennahme wunde Haut zerrissen sind. auch die andere Hand leidet natürlich darunter, denn durch das Zerren vergrößert sich die Nagelwunde. Nun liegt das Loch gerade zwischen Handfläche und Handgelenk. Sie finden sich damit ab und schlagen den Nagel ein, wo sie können, zwischen dem Daumen und den anderen Fingern, genau in der Mitte der Handfläche. Hier dringt er leichter ein, so dass die Finger nun unbeweglich sind, während die Finger der rechten Hand zittern und zucken als Beweis ihrer Beweglichkeit. Doch Jesus schreit nicht mehr. Er stöhnt nur noch heiser mit aufeinandergepreßten Lippen, und Tränen des Schmerzes rinnen zur Erde, nachdem sie zuerst auf das Holz getropft sind.

Nun sind die Füße an der Reihe. Ungefähr zwei Meter oder mehr vom Ende des Kreuzes entfernt ist ein kleiner Keil, kaum ausreichend für einen Fuss. Auf dieses Holz legen sie die Füße, um zu sehen, ob das Maß stimmt. Da es etwas zu weit unten ist und die Füße nicht ganz bis zu dem Keil reichen, ziehen sie den armen Märtyrer an den Knöcheln. Das rauhe Holz des Kreuzes scheuert an den Wunden, verrückt die Dornenkrone, die noch mehr Haare ausreißt und herunterzufallen droht… Ein Henker drückt sie ihm durch einen Schlag mit der Hand wieder auf das Haupt.

Nun rücken die Männer, die auf der Brust Jesu gesessen sind, auf die Knie hinunter, denn Jesus zieht unwillkürlich die Beine an, als er in der Sonne den langen Nagel glänzen sieht, der doppelt so lang und doppelt so dick wie die Nägel für die Hände ist. Sie setzen sich auf seine zerschundenen Knie und drücken auf die armen zerschlagenen Schienbeine, während die beiden anderen das viel schwierigere Unternehmen, einen Fuß über den anderen anzunageln, beginnen. Dabei sollen auch die Gelenke an der Fußwurzel aufeinanderliegen.

Aber so sehr sie auch achtgeben und die Füße am Knöchel und an den Zehen gegen den Keil drücken, verschiebt sich doch der untere Fuß wegen der Erschütterung durch den Nagel, und sie müssen diesen wieder fast ganz herausziehen. Denn nachdem er durch die weicheren Teile gedrungen ist, muss er nun etwas weiter in der Mitte eingeschlagen werden. Und er ist beim Durchbohren des rechten Fußes schon stumpf geworden. Sie hämmern und hämmern und hämmern… Man hört nichts als den schrecklichen Klang des Hammers auf dem Kopf des Nagels, denn alle auf dem Kalvarienberg sind ganz Auge und Ohr und verfolgen gespannt jede Bewegung und jeden Laut, um sich daran zu ergötzen…

Unsere Liebe Frau der Sieben Schmerzen

Die leise Klage einer Taube begleitet das harte Klingen des Eisens: das heisere Stöhnen Marias, die sich bei jedem Hammerschlag mehr zusammenkrümmt, als ob der Hammer auf sie, die Mutter-Märtyrerin, niedersausen würde. Und sie ist zu recht von dieser Tortur zutiefst erschüttert. Die Kreuzigung ist furchtbar. Wenn auch die großen Schmerzen denen der Geißelung gleichen, so ist sie doch schrecklicher anzusehen, denn man sieht den Nagel in das lebendige Fleisch eindringen. Aber dafür dauert sie nur kurz, während die Geißelung durch ihre Länge erschöpft hat.

Für mich sind die Todesangst am Ölberg, die Geisselung und die Kreuzigung die furchtbarsten Augenblicke. Sie enthüllen mir die ganze Qual des Christus. Der Tod ist für mich eine Erleichterung, denn ich sage mir: „Es ist vollbracht.“ Doch diese Qualen sind nicht das Ende, sondern der Beginn neuer Leiden.

Nun schleifen sie das Kreuz zu dem Loch; es hüpft auf dem unebenen Boden und schüttelt den armen Gekreuzigten. Beim Aufrichten entgleitet es zweimal ihren Händen und fällt einmal auf die Rückseite, das andere Mal auf die rechte Seite, was Jesus neue schreckliche Schmerzen bereitet, denn die plötzlichen Erschütterungen zerren an den verletzten Gliedern. Als sie aber dann das Kreuz in sein Loch fallen lassen, schwankt es, bevor sie es mit Steinen und Erde befestigen, samt dem an drei Nägeln daran hängenden armen Körper in alle Richtungen, und das Leiden muss unaussprechlich sein.

Das ganze Gewicht des Körpers hängt nach vorn und nach unten, und die Löcher der Wunden erweitern sich, besonders an der linken Hand. Auch die Wunden der Füße werden größer und das Blut fließt stärker. Während das Blut der Füße von den Zehen zu Boden tropft und am Balken des Kreuzes entlangrinnt, rinnt das Blut von den Händen, die sich in größerer Höhe befinden als die Schultern, über den Unterarm zu den Achseln und an den Rippen hinunter bis zum Gürtel. Die Dornenkrone verschiebt sich, als das Kreuz schwankt, bevor man es befestigt; denn das Haupt fällt nach hinten, und der Nacken schlägt mit dem dicken dornigen Knoten am Ende der stacheligen Krone auf das Holz. Dann rutscht sie wieder auf die Stirn zurück und kratzt und kratzt erbarmungslos.

Endlich ist das Kreuz befestigt, und es bleibt nur noch der Schmerz, angenagelt zu sein. Man richtet auch die Räuber auf, die, kaum dass sie sich in der Vertikalen befinden, brüllen, als ob sie lebendig gekocht würden, denn die Stricke, die in die Gelenke einschneiden, die Adern dick anschwellen und die Hände schwarz werden lassen, bereiten große Schmerzen. Jesus schweigt. Das Volk aber schweigt nicht mehr, sondern schreit noch teuflischer.

Nun hat der Gipfel des Golgotha sein Siegeszeichen und seine Ehrenwache. An der höchsten Erhebung das Kreuz Jesu. Zu beiden Seiten die Schächer. Die halbe Centurie der Soldaten mit ihren Waffen unten rings um den Gipfel, und in diesem Kreis von Bewaffneten die zehn Fußsoldaten, die mit Würfeln um die Kleider der Verurteilten spielen. Zwischen dem Kreuz Jesu und dem rechten Schächer steht Longinus. Es scheint, als würde er dem Märtyrer-König die Ehrenwache halten. Die andere halbe Centurie ist in Ruhestellung und wartet auf dem Feldweg links und auf dem unteren Platz auf einen Befehl des Adjudanten des Longinus, falls sie zu etwas gebraucht würden. Die Soldaten zeigen fast völlige Teilnahmslosigkeit. Nur ab und zu schaut einer zu den Gekreuzigten empor.

Longinus hingegen betrachtet alles neugierig und interessiert, vergleicht und zieht seine Schlüsse. Er betrachtet die Gekreuzigten, besonders Christus, und die Zuschauer. Seinem forschenden Auge entgeht nicht die geringste Einzelheit. Um besser sehen zu können, beschattet er die Augen mit der Hand, da ihn die Sonne sicher stört.

Es ist wirklich eine eigenartige Sonne, rot und gelb wie das Feuer eines Brandes. Dann scheint es, als ob das Feuer plötzlich erlöschen würde, denn eine pechschwarze Wolke steigt hinter den Bergen Judäas auf, zieht mit großer Geschwindigkeit über den Himmel und verschwindet hinter einem anderen Gebirge. Als die Sonne nun wieder erscheint, ist sie so grell, dass das Auge sie kaum erträgt.

Als er um sich schaut, sieht er direkt unterhalb des höchsten Punktes Maria, die ihr schmerzgequältes Gesicht zu ihrem Sohn erhebt. Er ruft einen der würfelnden Soldaten und sagt: „Wenn die Mutter und ihr Sohn, der sie begleitet, heraufkommen wollen, sollen sie es tun. Begleite sie und hilf ihr.“

Maria steigt mit Johannes, dem vermeintlichen Sohn, die in den Tuffstein gehauenen Stufen empor, geht durch die Absperrung der Soldaten und an den Fuß des Kreuzes. Aber sie bleibt in geringer Entfernung davon stehen, damit sie von Jesus gesehen wird und ihn auch selbst sieht. Das Volk überhäuft sie sofort mit den schmutzigsten Schmähungen und schließt sie in die Lästerungen gegen ihren Sohn mit ein. Aber sie, mit bebenden und blutleeren Lippen, versucht nur, ihn zu trösten durch ein schmerzliches Lächeln, das Tränen überströmen, die kein noch so starker Wille in den Augen zurückhalten kann.

Das Volk, angefangen von den Priestern, den Schriftgelehrten, den Pharisäern, den Sadduzäern, den Herodianern und ähnlichen, hat seinen Spaß daran, wie bei einem Karussell den steilen Weg hinaufzusteigen, entlang der höchsten Erhebung zu gehen und dann auf der anderen Seite wieder hinunter, oder umgekehrt. Jedesmal, wenn sie am Fuß des Gipfels vorüberkommen, versäumen sie es nicht, dem Sterbenden zu Ehren lästerliche Worte hinaufzuschreien. Die ganze Schändlichkeit und Grausamkeit, der ganze Hass und Wahnsinn, deren die Zunge des Menschen fähig ist, wird hier ausgiebig von diesen höllischen Mäulern demonstriert. Die Erbarmungslosesten sind die Angehörigen des Tempels, unterstützt von den Pharisäern.

„Nun? Du Erlöser des Menschengeschlechtes, warum rettest du dich nicht? Hat dein König Beelzebub dich verlassen? Hat er dich verleugnet?“ schreien drei Priester.

Und ein Schwarm der Juden: „Du, der du vor kaum fünf Tagen mit Hilfe Satans den Vater hast sagen lassen… ha, ha, ha, dass er dich verherrlichen würde, warum erinnerst du ihn nicht daran, dass er sein Versprechen hält?“

Drei Pharisäer: „Gotteslästerer! Er sagt, er habe die anderen mit Gottes Hilfe gerettet. Und sich selbst kann er nicht retten! Du willst, dass man dir glaubt? So wirke doch ein Wunder! Du kannst es wohl nicht mehr? Nun haben wir dir die Hände angenagelt und dich entblößt.“

Einige Sadduzäer und Herodianer zu den Soldaten: „Vorsicht mit dem Zauber, ihr, die ihr seine Kleider genommen habt! Ein Zeichen der Hölle ist daran.“

Eine Volksmenge schreit: „Steige vom Kreuz, und wir werden dir glauben. Du, du willst den Tempel zerstören… Verrückter! Sieh in dir an, den herrlichen und heiligen Tempel Israels. Er ist unzerstörbar, du Schänder! Und du stirbst.“

Andere Priester sagen: „Gotteslästerer! Du willst der Sohn Gottes sein? Dann steige doch von dort herab! Zerschmettere uns, wenn du Gott bist. Wir fürchten dich nicht und spucken auf dich.“

Andere gehen vorüber und schütteln die Köpfe: „Er kann nur weinen! Rette dich doch, wenn es wahr ist, dass du der Erwählte bist!“

Die Soldaten: „So rette dich doch. Lass Feuer auf diesen Abschaum des Abschaums fallen! Ja, der Abschaum des Reiches seid ihr, jüdische Kanaillen! Tue es, und Rom wird dich auf das Kapitol erheben und dich wie einen Gott verehren!“

Die Priester mit ihrem Gefolge: „Die Arme der Frauen waren zarter als die des Kreuzes, nicht wahr? Aber schau, sie sind schon zu deinem Empfang bereit, deine… (und sie sagen ein häßliches Wort). Ganz Jerusalem steht dir zur Verfügung als Brautjungfer“, und sie pfeifen wie Fuhrleute.

Andere werfen Steine: „Verwandle sie in Brot, du Brotvermehrer!“

Wieder andere äffen die Hosannarufe des Palmsonntags nach, werfen Zweige und schreien: „Verflucht sei, der da kommt im Namen des Teufels! Verflucht sei sein Reich! Ehre sei Sion, das die Lebenden von ihm befreit!“

Auszug aus “Der Gottmensch”, Bd. XI von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

Der Kreuzweg: 13. und 14. Station

02/04/2010

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13. Station: Jesus wird vom Kreuz abgenommen und in den Schoß seiner Mutter gelegt

Josef aus Arimathäa war ein Jünger Jesu, aber aus Furcht vor den Juden nur  heimlich. Er bat Pilatus, den Leichnam Jesu abnehmen zu dürfen, und Pilatus erlaubte es. Also kam er und nahm den Leichnam ab. (Joh 19,38)

Er wurde vom Land der Lebenden abgeschnitten, wegen der Verbrechen seines Volkes zu Tode getroffen. (Jes 53,8)

„Betrachtet, mit welcher Barmherzigkeit dieser gerechte Mann Meinen leblosen Körper vom Kreuz abnimmt und ihn in den Schoß Meiner betrübten Mutter legt. Sie küßt ihn, betet ihn an, und ihre Tränen fallen auf Mein Antlitz und Meine Glieder. Dann übergibt sie ihn an diejenigen, die ihn einbalsamieren und zur Grabstätte tragen werden.

Wenn es euch gegenüber den Anstrengungen, die ihr gegen eure menschliche Natur ertragen müßt, an Mut fehlt – Ich sage es euch nochmals -, so wart ihr nicht bereit, auf irdische Genüsse zu verzichten, euch das ewige Leben zu verdienen und andere Menschen ebenfalls zur ewigen Glückseligkeit zu führen.“ (Jesus an Sr. Josefa Menendez, 1923)

Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich,
denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die ganze Welt erlöst.

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14. Station: Der Leichnam Jesu wird in das Grab gelegt

Es kam auch Nikodemus, der früher auch einmal Jesus bei Nacht aufgesucht hatte. Er brachte eine Mischung aus Myrrhe und Aloe, etwa hundert Pfund. Sie nahmen den Leichnam Jesu und umwickelten ihn mit Leinenbinden, zusammen mit den wohlriechenden Salben, wie es beim jüdischen Begräbnis Sitte ist. An dem Ort, wo man ihn gekreuzigt hatte, war ein Garten, und in dem Garten war ein neues Grab, in dem noch niemand bestattet worden war. Wegen des Rüsttages der Juden und weil das Grab in der Nähe war, setzten sie Jesus dort bei. (Joh 19,39-42)

Bei den Ruchlosen gab man ihm sein Grab, bei den Verbrechern seine Ruhestätte, obwohl er kein Unrecht getan hat und kein trügerisches Wort in seinem Munde war. (Jes 53,9)

Jesus an Sr. Josesfa Menendez im Jahr 1923: „Betrachtet die Zärtlichkeit, mit der man Mich ins Grab legt. Es ist ein neues Grab ohne die geringste Verunreinigung.

Bemüht euch, ein durch Liebe angeregtes Zartgefühl zu entwickeln, damit euer Herz rein und bereit sei, Mich mit zärtlicher, starker, lauterer Liebe, mit beständiger und großzügiger Liebe zu begraben.

Betet jetzt Meine heiligen Wunden an und sprecht das Miserere“:

Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld, tilge meine Frevel nach deinem reichen Erbarmen! Wasch meine Schuld von mir ab, und mach mich rein von meiner Sünde! Denn ich erkenne meine bösen Taten, meine Sünde steht mir immer vor Augen. Gegen dich allein habe ich gesündigt, ich habe getan, was dir mißfällt. So behältst du recht mit deinem Urteil, rein stehst du da als Richter. Denn ich bin in Schuld geboren; in Sünde hat mich meine Mutter empfangen.

Lauterer Sinn im Verborgenen gefällt dir, im Geheimen lehrst du mich Weisheit. Entsündige mich mit Ysop, dann werde ich rein; wasche mich, dann werde ich weißer als Schnee. Sättige mich mit Entzücken und Freude! Jubeln sollen die Glieder, die du zerschlagen hast. Verbirg dein Gesicht vor meinen Sünden, tilge all meine Frevel! Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz, und gib mir einen neuen, beständigen Geist! Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir! Mach mich wieder froh mit deinem Heil; mit einem willigen Geist rüste mich aus!

Dann lehre ich Abtrünnige deine Wege, und die Sünder kehren um zu dir. Befrei mich von Blutschuld, Herr, du Gott meines Heiles, dann wird meine Zunge jubeln über deine Gerechtigkeit. Herr, öffne mir die Lippen, und mein Mund wird deinen Ruhm verkünden. Schlachtopfer willst du nicht, ich würde sie dir geben; an Brandopfern hast du kein Gefallen. Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerknirschter Geist, ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verschmähen.

Ewiger Vater,
wir opfern Dir das göttliche Blut,
das Dein Sohn Jesus Christus während Seiner schmerzhaften Passion vergossen hat.
Durch Seine Wunden,
durch Sein mit Dornen durchbohrtes Haupt,
durch Sein göttliches Herz
und durch all Seine Verdienste
vergib uns Sündern und rette uns.
Göttliches Blut unseres Erlösers,
mit Ehrfurcht und unendlicher Liebe beten wir Dich an,
um Genugtuung für die Beleidigungen und Schmähungen der Menschen zu leisten. Amen.

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Der Kreuzweg: 11. und 12. Station

25/03/2010

An den 7 Freitagen bis Ostern rufen wir jeweils zwei Stationen des Kreuzweges in Erinnerung.

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11. Station: Jesus wird an das Kreuz genagelt

Sie kamen zur Schädelhöhe; dort kreuzigten sie ihn und die Verbrecher, den einen rechts von ihm, den andern links. (Lk 23,33)

Wie ein Lamm, das man zum Schlachten führt, und wie ein Schaf angesichts seiner Scherer, so tat auch er seinen Mund nicht auf. (Jes 53,7)

„Am Gipfel des Kalvarienberges angekommen, dort, wo Ich dem Tod preisgegeben werde, breiten sie Mich aus und nageln Mich auf das Kreuz. Ich besitze nichts mehr, nicht einmal die Freiheit, eine Hand oder einen Fuß zu bewegen. Es sind aber nicht die Nägel, die Mich so binden, sondern es ist die Liebe. Deswegen kommt weder ein Seufzer noch eine Klage über Meine Lippen…

Wenn auch ihr auf das Kreuz genagelt seid, so klagt nicht und murrt nicht, wenn diese gesegneten Nägel eure Hände und Füße aufreißen, sondern kommt zu Mir und küßt Meine Wunden. Dann werdet ihr neue Kraft bekommen.“ (Jesus an Sr. Menendez, 1923)

Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich,
denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die ganze Welt erlöst.

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12. Station: Jesus stirbt am Kreuz

Und in der neunten Stunde rief Jesus mit lauter Stimme: Eloï, Eloï, lema sabachtani?, das heisst übersetzt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Einige von denen, die dabeistanden und es hörten, sagten: Hört, er ruft nach Elija! Einer lief hin, tauchte einen Schwamm in Essig, steckte ihn auf einen Stock und gab Jesus zu trinken. Dabei sagte er: Lasst uns doch sehen, ob Elija kommt und ihn herabnimmt. Jesus aber schrie laut auf. Dann hauchte er den Geist aus. (Mk 15,34-37)

Durch Haft und Gericht wurde er dahingerafft, doch wen kümmerte sein Geschick? (Jes 53,8)

„Das Kreuz war Meine Gefährtin auf dem Weg nach Golgatha, und auf dem Kreuz hauchte Ich mein Leben aus…

Ihr, die ihr das Kreuz als untrennbare Gefährtin in eurem Leben getragen habt, glaubt Mir, daß das Kreuz d a s Tor sein wird zum ewigen Leben. Deshalb umarmt es und liebt es wie den kostbarsten Schatz!“ (Jesus an Sr. Josefa Menendez, 1923)

Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich,
denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die ganze Welt erlöst.

Ewiger Vater,
wir opfern Dir das göttliche Blut,
das Dein Sohn Jesus Christus während Seiner schmerzhaften Passion vergossen hat.
Durch Seine Wunden,
durch Sein mit Dornen durchbohrtes Haupt,
durch Sein göttliches Herz
und durch all Seine Verdienste
vergib uns Sündern und rette uns.
Göttliches Blut unseres Erlösers,
mit Ehrfurcht und unendlicher Liebe beten wir Dich an,
um Genugtuung für die Beleidigungen und Schmähungen der Menschen zu leisten.

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Der Kreuzweg: 9. und 10. Station

18/03/2010

An den 7 Freitagen bis Ostern rufen wir jeweils zwei Stationen des Kreuzweges in Erinnerung.

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9. Station: Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz

Zum Spott geworden bin ich all meinen Feinden, ein Hohn den Nachbarn, ein Schrecken den Freunden; wer mich auf der Straße sieht, der flieht vor mir. (Ps 31,12)

Doch der Herr lud auf ihn die Schuld von uns allen. (Jes 53,6b)

„Betrachtet Mich, als Ich in der Nähe des Kalvarienberges zum drittenmal falle. Ich werde viele, die den ewigen Tod zu sterben drohen, wieder aufrichten. Das Blut aus den Wunden dieses dritten Falles wird sie reinigen und läutern. Es wird ihnen helfen, sich wieder aufzurichten und am ewigen Leben teilzuhaben.

Ihr, die ihr Mir nachzufolgen versucht, verweigert keine aufwändige Handlung, auch dann nicht, wenn euch dadurch eine neue Wunde entstehen sollte. Was schadet es, da Mein Blut so manche Seele wieder beleben wird?! Ahmt Mich als Vorbild nach auf dem Weg nach Golgatha.“ (Jesus an Sr. Josefa Menendez, 1923)

Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich,
denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die ganze Welt erlöst.

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10. Station: Jesus wird seiner Kleider beraubt

Man kann all meine Knochen zählen; sie gaffen und weiden sich an mir. Sie verteilen unter sich meine Kleider und werfen das Los um mein Gewand. (Ps 22,18-19)

Er wurde misshandelt und niedergedrückt, aber er tat seinen Mund nicht auf. (Jes 53,7a)

„Betrachtet, mit welcher Grausamkeit sie Mich Meiner Kleider berauben. Seht, mit welchem Schweigen und welcher Ergebenheit Ich es geschehen lasse.

Wehrt euch nicht, wenn man euch allen Habes und Gutes, ja eures eigenen Willens beraubt, euch alles nimmt, was ihr besitzt; denn als Gegenleistung werde Ich euch mit Reinheit bekleiden und mit den Schätzen meines Herzens überhäufen.“ (Jesus an Sr. Josefa Menendez, 1923)

Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich,
denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die ganze Welt erlöst.

Ewiger Vater,
wir opfern Dir das göttliche Blut,
das Dein Sohn Jesus Christus während Seiner schmerzhaften Passion vergossen hat.
Durch Seine Wunden,
durch Sein mit Dornen durchbohrtes Haupt,
durch Sein göttliches Herz
und durch all Seine Verdienste
vergib uns Sündern und rette uns.
Göttliches Blut unseres Erlösers,
mit Ehrfurcht und unendlicher Liebe beten wir Dich an,
um Genugtuung für die Beleidigungen und Schmähungen der Menschen zu leisten.

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„Wer die Wahrheit liebt, hört auf meine Stimme“

21/11/2009

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(zum Sonntags-Evangelium v. 22. November 09: Joh 18, 33-37)

Pilatus geht wieder zu Jesus, den die Soldaten zwar gefesselt, aber sonst in der Mitte des Atriums gelassen haben, denn seine Sanftmut ist offensichtlich. Er fragt: „Bist du der König der Juden?“

„Fragst du dies aus dir selbst, oder haben es dir andere gesagt?“

„Meinst du, mich würde dein Reich interessieren? Bin ich denn ein Jude? Dein Volk und seine Häupter haben dich mir überliefert, damit ich dich richte. Was hast du getan? Ich kenne dich als rechtschaffenen Menschen. Sprich. Ist es wahr, dass du die Herrschaft anstrebst?“

„Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre es von dieser Welt, so hätten meine Diener und Soldaten gekämpft, und die Juden hätten mich nicht gefangengenommen. Aber mein Reich ist nicht von dieser Welt. Und du weisst, dass ich nicht nach Macht strebe.“

„Das ist wahr. Ich weiss es. Es ist mir gesagt worden. Doch du leugnest nicht, dass du ein König bist?“

„Du sagst es. Ich bin ein König. Dazu bin ich in die Welt gekommen: dass ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Wer die Wahrheit liebt, hört auf meine Stimme.“

„Was ist Wahrheit? Bist du ein Philosoph? Das hilft nichts angesichts des Todes. Sokrates ist trotzdem gestorben.“

„Aber es hat ihm geholfen im Leben. Es hat ihm geholfen, gut zu leben. Und auch gut zu sterben und in das zweite Leben einzugehen ohne den Namen: Verräter der bürgerlichen Tugenden.“

„Beim Jupiter!“ Pilatus schaut ihn einige Augenblicke bewundernd an. Dann ergreift sein sarkastischer Skeptizismus wieder von ihm Besitz. Er macht eine gelangweilte Geste, kehrt ihm den Rücken und wendet sich wieder den Juden zu.

Auszug aus “Der Gottmensch″, Band XI von Maria Valtorta, mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören.