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14. September: Fest der Kreuzerhöhung

14/09/2011

14. September 1945

Nach dem schrecklichen Leiden, das mich an den Rand des Grabes brachte, nach drei Tagen Todesnot, nach der Beichte und Kommunion von heute Vormittag, wobei ich mich noch immer so krank fühle – der Leib möchte nur Hunger und Stille, während die Seele nach dem göttlichen Wort hungert – mit schrecklichem Kopfweh, in der Schwere einer Schlaftrunkenheit des erschöpften Körpers, sehe ich die Stunden dieses Gedenktages der hl. Kreuzerhöhung verstreichen.


Ich denke daran, wie ich mich in der furchtbaren Periode in Compito (1) wirklich wie an den letzten Halt an das Kreuz geklammert hatte, um nicht unterzugehen. Ich denke daran, dass ich auf der Rückreise so gerne in die Kirche S. Martino eingetreten wäre, um meinem Erlöser „Danke“ zu sagen. Ich denke daran, wie sich mir am Vormittag des 10. während meiner Todesnot wiederum der Gipfel des Kalvarienberges mit den drei Kreuzen gezeigt hatte, wovon eines seinen Märtyrer nicht mehr trug, ein anderes sein Martergewicht zur Erde neigte, wie, um seine gequälte Frucht niederzulegen, das dritte noch aufrecht stand. Genau so, wie ich sie gesehen hatte, als Antonietta Dal Bo (2) gestorben war. 

Ich denke an so viele Dinge. Auch daran, dass Jesus mir gestern früh als ein besserer Krankenpfleger als alle anderen geholfen hat, ohne mir freilich den Schmerz anzunehmen – und nur Er allein weiß, wie groß, wie unvorstellbar groß dieser ist – aber mir dennoch Frieden spendete. Ich denke, dass es Ihm sicherlich weh tat, mich leiden zu lassen, Er es aber tun musste, weil eine andere Seele freigekauft oder ihr durch diesen großen Schmerz geholfen werden sollte. Und während Jesus mir half, versuchte Satan, mich zu verwirren… und versucht mich noch immer. Ich denke und denke über all das nach…

Er (Satan) würde mich sofort in Frieden lassen und mir vielleicht auch materiell helfen, wenn ich zustimmte, nicht mehr das, was Jesus wünscht, zu schreiben. Aber das kann ich nicht tun. Wenn die, die da kritisieren oder bestreiten und höhnen, darüber nachdächten, dass ich weder finanziellen noch anderen Nutzen von der Arbeit des „Sprachrohrs“ habe, sondern nur Mühsal und Leiden aller Art, und wenn sie vor allem all das selbst durchlitten, was ich leide und ertrage, würden sie sofort begreifen, dass ich das, was ich tue, tun muss, weil Gott es will, und zwar ohne jeden materiellen oder seelischen Profit für mich.

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(1) Sant’Andrea di Compito, der Ort an dem die Schriftstellerin die acht Monate der Evakuierung verbracht hatte.

(2) Am 4. Januar 1944, als Antonietta Dal Bo gestorben war.

Auszug aus “Die Hefte 1945 – 1950″  von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

Rundschreiben an die Freunde des Kreuzes

Die Wissenschaft des Kreuzes

Das Heilige Messopfer (Eucharistie)

19/11/2009

Messopfer

Ein katholischer Priester und ehemaliger Liturgieprofessor aus Graz spricht sich für zeitweises „Eucharistiefasten“ aus: er meint damit, dass Priester auf die Zelebration und Kommunion, sowie Laien auf die Kommunion verzichten sollen, dies diene angeblich der Ökumene.

Auf die verschiedenen gefährlichen Irrtümer, denen er unterliegt, wird hervorragend in einem Artikel auf kathnews.de von Mag. Gurtner, auf den wir unten verlinken, eingegangen. Wir zitieren den Teil daraus, der gut erklärt, um was es sich bei der Eucharistie, dem Heiligen Messopfer, handelt, welche Auswirkungen sie hat und warum sie für uns Menschen existentiell ist:

„Die Heiligste Eucharistie ist der reale Leib und das wahre Blut des Gottessohnes Jesus Christus: Fleisch, Blut, Menschheit, Gottheit, Leib und Seele. Kurz: das Zentrum der Kirche, von dem und aus dem die Kirche lebt: Ecclesia de Eucharistia vivit. Dieser Herrenleib kommt in der Heiligen Messe durch die Wandlungskraft des Priesters auf Erden herab, indem der Priester gemäß göttlicher Verfügung das eine und selbe Erlösungsopfer des Kreuzestodes Gottes unblutig fortsetzt. Es ist ein einziges, fortdauerndes Opfer, welches allein fähig ist, den Menschen zum Heile zu erlösen. Indem die eine und einzige Kirche fortfährt die Heilige Messe zu lesen, setzt sie das erlösende Kreuzesopfer fort. Es handelt sich bei der Heiligen Messe, genauer bei der Heiligsten Eucharistie, nicht um ein ideelles Opfer, sondern um ein eigentliches und reales Opfer, weil es dasselbe Opfer ist wie das Kreuzesopfer des Herrn, mit denselben Wirkungen und Früchten.

Weil das Kreuzesopfer das Heiligste und größte ist, was je auf Erden geschehen ist, da es den Menschen Erlösung wirkt, ist auch die Heiligste Eucharistie, der sich hinopfernde Herrenleib, das Allerheiligste, das heiligste Opfer, ein Gottesopfer, dessen Wert in sich selbst gelegen ist.

In dem Moment, in dem wir freiwillig aufhören würden das Opfer darzubringen und zu vollziehen, würden wir auch auf die Opferwirkung verzichten. Das eucharistische Opfer des Priesters ist zwar immer dasselbe Opfer wie das im Abendmahlssaal und am Kreuzesstamm vollzogene Opfer des Gottessohnes, und insofern ist das einmal vollzogene Kreuzesopfer hinreichend und wird weder vermehrt noch wiederholt, woraus sich ergibt, daß die gewirkte Erlösung nicht mehr zurückgenommen und die Opferwirkung nicht unterbrochen würde. Aber dennoch ist es kein Luxus und keine Fleißaufgabe, wenn die Kirche das Opfer darbringt.

Indem die Kirche nämlich opfert, opfert sie auch immer für etwas oder jemanden, ein Anliegen oder eine Seele. Denn das Opfer, das muß man unbedingt bedenken, geht in zwei Richtungen. Es ist sowohl katabatisch, als auch anabatisch. Es geht einerseits von Gott in Richtung Mensch indem der Vater seinen Sohn für die Menschen opfert, aber zugleich opfert auch die Kirche dem Vater den Sohn, und nicht nur den Sohn, sondern auch sich selbst.

Deshalb bedeutet ein zeitliches Einstellen des Opferns doppeltes: durch schuldhafte Unterlassung würde das Opfer, das Gott ohne Unterlaß durch die Kirche für die Menschen und deren Heil darbringen möchte unterbrochen, andererseits würde aber zugleich auch das Opfer der Kirche an Gott unterbrochen, welches nicht nur ein Lob- und Dankopfer ist, sondern zudem auch ein überaus wirksames Bittopfer.“

Wir danken kathnews.de einmal mehr für die Genehmigung der Veröffentlichung auf unserem Blog, der vollständige Artikel ist HIER nachzulesen.